Michelles Studium voller Flexibilität und Abenteuer
Michelle Rösener hat von 2017 bis 2023 an der Universität Paderborn International Business Studies (IBS) im Bachelor und anschließend Betriebswirtschaftslehre (BWL) im Master studiert. Heute lebt die 27-Jährige in Köln und arbeitet als Consultant im Bereich Workforce und Organization bei Capgemini Invent.
Ihr Weg war von Beginn an von Eigeninitiative und Neugier geprägt. Ursprünglich aus Niedersachsen ging sie nach dem Abitur zunächst nach Frankfurt, um dort als Flugbegleiterin zu arbeiten. Allerdings wollte sie auch immer gerne studieren – die Kombination aus wirtschaftlichen Fächern und Fremdsprachen im IBS-Studium überzeugte sie schließlich, für den Bachelor nach Paderborn zu kommen. Durch den BWL-Master entschied sie sich später für eine stärkere Spezialisierung auf Organisations- und Personalthemen.
Zwischen Hörsaal, Flughäfen und Uni-Partys
Selbstbestimmt, lustig und nahbar – so beschreibt Michelle ihre Zeit an der Universität Paderborn. Das Studium bot ihr die Flexibilität, ihre beruflichen und akademischen Interessen zu verbinden. Während der Woche besuchte sie Vorlesungen, am Donnerstag wurden die Unipartys mitgenommen – und an einigen Wochenenden arbeitete sie weiterhin als Flugbegleiterin. „Ich war eigentlich immer unterwegs – entweder im Hörsaal oder im Flieger. Dabei hatte das Studium für mich aber Priorität, sonst wäre meine Studienzeit deutlich länger geworden. Aber auch das Socializing durfte nicht zu kurz kommen“, erinnert sich Michelle und ergänzt schmunzelnd: „Ich war eine der Studierenden, die tatsächlich regelmäßig in die Vorlesungen gingen. Man musste nicht unbedingt 100% aufpassen, aber man hatte auf jeden Fall immer das nächste Wochenende geplant!“
Ein besonderes Highlight für Michelle war ihr Auslandssemester in Paris – ein Glücksgriff, denn sie konnte die Stadt noch in vollen Zügen genießen, bevor die Corona-Pandemie alles veränderte. „Paris war eine unglaubliche Erfahrung, aber ich habe das deutsche Unisystem schätzen gelernt. In Frankreich war alles viel schulischer, während ich in Paderborn mehr Freiheiten hatte“, bemerkt die heute 27-Jährige.
Im Master engagierte sie sich zusätzlich in der Fachschaft Wirtschaftswissenschaften. „Viele meiner Freund*innen aus dem Bachelor sind weggegangen, aber für mich hat die UPB weiterhin einfach gepasst. Durch die Fachschaft konnte ich mich neu vernetzen, Events organisieren und Einblicke in die Hochschulpolitik bekommen“, berichtet sie.
Praktika als Gamechanger
Nach ihrem Auslandssemester absolvierte Michelle ein Praktikum bei Arvato im Personalbereich. Das Thema fand sie schon in der Uni spannend, weshalb ihr auch die Personalmodule beim Lehrstuhl von Prof. Dr. Martin Schneider besonders viel Spaß gemacht haben. Später folgten weitere Stationen bei Claas im Personalentgeltbereich, bei BASF im Talentmanagement sowie parallel zu ihrer Masterarbeit bei der Volkswagen Group Consulting. „Ich kann jedem nur empfehlen, Praktika zu machen. Nichts bringt mehr, als sagen zu können, ‚das habe ich schon gemacht‘ oder Vergleiche zwischen Arbeitgeber*innen ziehen zu können“, appelliert Michelle.
Ein entscheidender Moment war für sie die Teilnahme an der John Molson MBA International Case Competition in Kanada. Hier trat sie in einem Team der Universität Paderborn gegen internationale Universitäten an. Die Studierenden arbeiteten an realen Unternehmensfällen – ein perfektes Training für ihren späteren Job im Consulting. „Wir mussten in kürzester Zeit Lösungen entwickeln, präsentieren und umsetzen. Dabei konnten wir das in der Uni Gelernte praktisch anwenden. Diese Erfahrung hat mich extrem weitergebracht und mich für das Consulting begeistert“, erinnert sie sich.
Blitzstart in die Arbeitswelt
Noch vor ihrem Masterabschluss erhielt Michelle ein Jobangebot von Capgemini Invent – dank ihres Netzwerks aus der Case Competition und ihrem breit aufgestellten Lebenslauf. Doch bevor es mit der Karriere richtig losging, war noch ein anderes Abenteuer dran. „Ich wollte schon immer eine Skisaison in den Alpen mitmachen!“, erzählt sie lachend. Also packte sie nach der Masterarbeit ihre Sachen und arbeitete eine Saison in Österreich – mit voller Unterstützung ihres neuen Arbeitgebers, der flexibel auf ihren Starttermin einging. „Diese Zeit war für mich eine perfekte Möglichkeit, eine Pause einzulegen, bevor ich richtig in das Berufsleben gestartet bin“, sagt sie.
Heute arbeitet sie in Köln und hilft Unternehmen dabei, ihre Personal- und Organisationsstrukturen zukunftsfähig zu gestalten. Transformation, Talentmanagement und Workforce-Strategien stehen im Fokus ihrer Arbeit. Besonders schätzt sie den engen Austausch mit den Kund*innen und die Möglichkeit, aktiv Veränderungen mitzugestalten. „Es ist spannend zu sehen, wie sich Organisationen transformieren und welche Rolle ich dabei spielen kann“, schildert die Absolventin. Besonders die Herausforderung, individuelle Unternehmensstrukturen zu analysieren und passende Strategien zu entwickeln, fasziniert sie immer wieder.
Michelles Tipp an Studierende
„Sagt zu mehr Dingen einfach mal Ja – auch wenn es Aufwand bedeutet!“ Ihr Rat an Studierende: Praktika machen, Netzwerke nutzen und sich nicht scheuen, neue Wege zu gehen. Denn schließlich hat sie selbst bewiesen, dass Studium, Reisen und Karriere kein Entweder-oder sein müssen, sondern sich wunderbar ergänzen. „Man wächst an jeder Erfahrung, auch wenn sie auf den ersten Blick vielleicht nicht perfekt in den Karriereplan zu passen scheint.“
Was Michelle ihrem Ersti-Ich gern mit auf den Weg gegeben hätte? „Mach dir nicht so viel Stress –verlass dich ein bisschen mehr auf dich selbst!“
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