Wie Alexander im Studium sein erstes Paper veröffentlichte
Mit 23 Jahren hat Alexander das geschafft, wovon viele Studis träumen: eine Veröffentlichung in einem Journal. Ausgangspunkt war seine Bachelorarbeit in der Wirtschaftsinformatik. Im Masterstudiengang Management Information Systems an der Universität Paderborn entwickelte er diese im Modul #myfirstresearchpaper zu einer publikationsfähigen wissenschaftlichen Arbeit weiter.
Kooperationen zwischen Start-ups und familiengeführten Unternehmen
Welchen Mehrwert schaffen Kooperationen zwischen Start-ups und traditionellen, familiengeführten Unternehmen? Und welche Erfolgs- und Störfaktoren prägen diese Zusammenarbeit? Mit diesen Fragen beschäftigte sich Alexander in seiner Bachelorarbeit. „Start-ups agieren oft schnell, experimentell und stark technologiegetrieben. Familiengeführte Unternehmen sind meist langfristig orientiert, stark wertebasiert und auf Stabilität ausgerichtet. Diese Unterschiede können Spannungen erzeugen – aber auch komplementäre Effekte“, erläutert Alexander sein Forschungsvorhaben.
In seiner Untersuchung zeigt der Paderborner Student, dass solche Kooperationen den Zugang zu Ressourcen verbessern, Innovationsprozesse fördern, die Unternehmenskultur positiv beeinflussen und langfristig die Wettbewerbsfähigkeit stärken können. Besonders relevant sei dies für Regionen wie Ostwestfalen-Lippe, die stark von familiengeführten Unternehmen geprägt sind und vor erheblichen Innovations- und Transformationsaufgaben stehen. „Die Zusammenarbeit mit Start-ups kann hier Innovationskraft stärken und langfristig Arbeitsplätze sichern“, erklärt Alexander.
Von der Bachelorarbeit zum wissenschaftlichen Paper
Im Master stieß er auf das Modul #myfirstresearchpaper des Departments Wirtschaftsinformatik, das Studierende gezielt dabei unterstützt, aus einer Abschluss- oder Seminararbeit eine wissenschaftliche Publikation zu entwickeln.
„Es war schön, die Möglichkeit zu haben, aus der Bachelorarbeit noch mehr zu machen. Oft verschwinden Abschluss- und Hausarbeiten nach der Abgabe in einer Schublade. Meine Arbeit leistet nun einen echten wissenschaftlichen Beitrag und kann weiter Mehrwert schaffen.“
Die größte Herausforderung: aus einer ursprünglichen Abschlussarbeit einen eigenständigen Forschungsbeitrag zu formen. „Es reicht nicht, empirische Ergebnisse darzustellen. Entscheidend ist zu zeigen, inwiefern sie die bestehende Forschung tatsächlich erweitern.“
Peer Reviews als Realitätscheck
Der Weg zur Veröffentlichung war anspruchsvoll. Gemeinsam mit seinem Betreuer, Prof. Dr. Dennis Kundisch, arbeitete Alexander intensiv an Struktur, Argumentation und theoretischer Einordnung. Im simulierten Peer-Review wurde deutlich, wie präzise wissenschaftliche Arbeiten geprüft werden: Die Rückmeldungen waren detailliert, kritisch und fordernd – aber genau das brachte die Arbeit entscheidend voran.
Nach der finalen Einreichung begann die Begutachtungsphase. Über mehrere Monate hinweg folgten Revisionen, Präzisierungen und erneute Abstimmungen. „Jede Rückmeldung zwang mich, Annahmen zu hinterfragen und Argumente zu schärfen“, berichtet Alexander. Mit Erfolg: Das Paper wurde angenommen. „Dadurch ist eine zusätzliche Leistung im Rahmen meines Studiums entstanden, die gleichzeitig eine starke fachliche Wertschätzung meiner eigenen Arbeit darstellt.“
Forschung als Kompetenzgewinn
Rückblickend ist #myfirstresearchpaper für Alexander eines der prägendsten Module seines Studiums. Es vermittelte ein realistisches Bild wissenschaftlicher Arbeit – von der Entwicklung einer klaren Forschungsfrage über die theoretische Einordnung bis zum professionellen Umgang mit kritischem Feedback.
„Ich habe gelernt, wie viel Sorgfalt, Struktur und Ausdauer Forschung erfordert", sagt er. „Und dass sich dieser Einsatz lohnt.“
Mit seiner Veröffentlichung hat Alexander nicht nur einen persönlichen Meilenstein erreicht. Er zeigt auch, wie forschungsnahe Lehre Studierende befähigt, frühzeitig aktiv zum wissenschaftlichen Diskurs beizutragen.
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