To­bi­as Bor­ne­mann er­hält Eu­ro­pean Ac­coun­ting Re­view Best Pa­per Award 2025

Der Beitrag „The Consequences of Abandoning the Quarterly Reporting Mandate in the Prime Market Segment" von Tobias Bornemann, Anna-Lena Moosmann und Zoltán Novotny-Farkas wurde mit dem Best Paper Award 2025 des European Accounting Review ausgezeichnet. Die Arbeit ist 2025 in Band 34, Heft 1 (S. 89–122) erschienen.

Die Studie untersucht, wie Unternehmen ihre unterjährige Berichterstattung anpassen, nachdem die Pflicht zur Quartalsberichterstattung im Prime-Market-Segment der Wiener Börse schrittweise dereguliert wurde. Es zeigt sich, dass nur wenige Unternehmen die Quartalsberichterstattung vollständig einstellen; die Mehrheit reduziert stattdessen den Umfang der Berichte, vor allem durch das Weglassen der Anhangangaben. Die Interview- und Archivdaten deuten darauf hin, dass sich Unternehmen bei diesen Entscheidungen primär an den Informationsbedürfnissen ihrer zentralen Stakeholder – insbesondere institutioneller (ausländischer) Investoren und Analysten – sowie an ihren eigenen Transparenzpräferenzen orientieren. Unternehmen, die die Quartalsberichterstattung einstellen oder deren Inhalt deutlich reduzieren, verzeichnen einen ökonomisch bedeutsamen Rückgang der Liquidität, ohne dass sich die Qualität der Analystenprognosen verschlechtert. Zusammengenommen sprechen die Befunde dafür, dass Stakeholder Quartalsberichterstattung einfordern, dabei aber selektiv sind, welche Inhalte sie tatsächlich benötigen.

Der Beitrag ist als Open Access frei zugänglich: https://doi.org/10.1080/09638180.2023.2239298