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AUS DEM HÖRSAAL VOR DIE SCHULKLASSE

Was ein Praxissemester im Master of Education besonders macht

Im vergangenen Wintersemester hat Franziska ihr Studium für Lehramt an Berufskollegs erfolgreich abgeschlossen. Neben dem Studienfach Deutsch wählte die 26-Jährige die berufliche Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft, um den Schüler*innen am Berufskolleg zukünftig wirtschaftliche Zusammenhänge beizubringen. Den Traum, als Lehrerin vor der Klasse zu stehen, verfolgt Franziska immer noch, jedoch hat sie sich zunächst dafür entschieden, sich an der Universität weiterzuentwickeln.

Wie sind Geschäftsprozesse aufgebaut und wie werden Entscheidungen in Unternehmen verantwortungsvoll getroffen? Diese und viele weitere Fragen sind Teil der beruflichen Fachrichtung Wirtschaftswissenschaft, für die sich die heutige Absolventin entschieden hat. Als Lehrerin am Berufskolleg vermittelt sie nicht nur Fachwissen, sondern hilft ihren Schüler*innen in erster Linie dabei, eine berufliche Handlungskompetenz zu entwickeln. Das Lehramt an Berufskollegs bietet dabei eine große Vielfalt, da Schüler*innen in vielen unterschiedlichen Bildungsgängen und Altersklassen unterrichtet werden. Dieses heterogene Bildungsangebot war es auch, das Franziska bereits bei der Wahl ihrer Studienfächer besonders gut gefallen hat.

Das Praxissemester im Master of Education hat eine doppelte Funktion: Zum einen sollen Lehramtsstudierende die zuvor erlernten Theorien auf ihre Praxisfähigkeit erproben und sich selbst als Lehrer*innen wahrnehmen und zum anderen stellt das Praxissemester die Voraussetzung für die spätere Aufnahme in den Vorbereitungsdienst dar, besser bekannt als Referendariat. Franziska hat ihr Praxissemester in ihrem 3. Mastersemester an einem Berufskolleg in Warburg absolviert. Bereits zuvor hat die 26-Jährige Informationen vom PLAZ zum genauen Ablauf, zur Dauer und zur Struktur zur Verfügung gestellt bekommen, um sich anschließend nach geeigneten Schulen umschauen zu können: „Wir durften fünf Präferenzen angeben und dann wurde uns eine Schule zugeteilt.“ Für Franziska spielte insbesondere die Entfernung zu Paderborn eine Rolle.

Eine Praxisphase - drei Lernorte

  1. Am Berufskolleg in Warburg hat Franziska rund 15 Stunden pro Woche verbracht, aufgeteilt auf vier Tage. Vor einer Klasse stehen und selbst unterrichten. Diese besondere Erfahrung steht im Fokus des Praxissemesters: „Im Unterricht konnte ich mich super gut erproben, ganz ohne Bewertungen.“ Allein gelassen wurde Franziska jedoch nie.  Ein Mentor hat sie bei der Durchführung von Unterricht angeleitet und beraten. Die hilfreichen Feedbackgespräche mit ihrem Mentor sind ihr in besonderer Erinnerung geblieben. Vor der ersten eigenen Unterrichtsstunde, konnte die Lehramtsanwärterin aber bei den erfahrenen Lehrer*innen zusehen (auch hospitieren genannt) und Schüler*innen, Lehrpersonen und den Schulalltag kennenlernen. Und trotzdem war sie vor ihrer ersten eigenen Unterrichtsstunde „tierisch aufgeregt und super unsicher“, jedoch kann Franziska allen Studierenden Mut machen, die genau vor diesem Moment Angst haben: „Diese Aufregung verfliegt nach einigen Minuten wie von selbst.“ Unter anderem hat sie Themen wie menschliche Arbeit im Betrieb, verschiedene Bestandteile des Marketings und die Inhalte eines Arbeitsvertrages an die Schüler*innen weitergegeben.
  2. In den ersten Wochen des Praxissemesters werden am Lernort ZfsL, dem Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung, Praxiseinführungen durchgeführt. Die Ausbilder*innen der ZfsL begleiten die Studierenden im schulpraktischen Teil des Praxissemesters weiter, um Fragen zu stellen oder Unterrichtsanalysen durchzuführen. Auf diese Weise können Erziehungsfragen behandelt oder kollegiale Fallberatungen betrieben werden.
  3. An der Universität ging es jeden Mittwoch in das Begleitseminar „Schulforschungsanteil des Praxissemesters“. Dieses Seminar umfasst Begleitveranstaltungen der gewählten Unterrichtsfächer, also Deutsch und Wirtschaftswissenschaft in Franziskas Fall sowie Bildungswissenschaften. Im Rahmen des Seminars musste Franziska eine Forschungsarbeit zu einem schulrelevanten Thema verfassen. Hier hat die angehende Lehrerin die Problematik des Distanzunterrichts für Schüler*innen beleuchtet. Die Coronapandemie bot in diesem Zusammenhang mehr als genügend Anschauungsmaterial.

„Ich habe mich wie eine Lehrerin gefühlt“

Auch nach Abschluss ihres Studiums denkt Franziska noch gerne an ihre Zeit im Praxissemester und am Berufskolleg in Warburg zurück. Insbesondere die tolle Einbindung in das Kollegium, die Mitarbeit an diversen Schulprojekten und das Kennenlernen von Abläufen sind der Wahlpaderbornerin in Erinnerung geblieben. Neben Franziska haben noch drei weitere Studierende ihr Praxissemester in Warburg verbracht, sodass auch hier ein spannender Austausch stattfinden konnte.

Um pünktlich zum Unterrichtsbeginn vor Ort zu sein, starteten Franziskas Tage während des Praxissemesters, schon früh um 5 Uhr morgens. Die erste Stunde hat sie oftmals dazu genutzt, um im Lehrerzimmer einen Kaffee zu trinken, sich auszutauschen und die folgenden Unterrichtsstunden zu planen. Nach einer Hospitation oder einer eigenen Stunde folgte die Reflektion mit dem Mentor, bevor es wieder zurück nach Paderborn und an den Schreibtisch ging, um weitere Stunden vorzubereiten.

„Verstell dich nicht!“

Momentan arbeitet Franziska als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Kremer und arbeitet im Bereich der Wirtschafts- und Berufspädagogik. Im Studium und auch im Rahmen ihres Praxissemesters hat die 26-Jährige ihr großes Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten bemerkt, sodass sie dieser Vorliebe nun erst einmal nachgehen möchte. Den Weg zurück an die Schule schließt sie aber nicht aus. Das Praxissemester hat ihr eindeutig bewiesen, dass der Lehrberuf der richtige für sie ist. Anderen Studierenden möchte sie deshalb mit auf den Weg geben, sich dem Praxissemester offen gegenüberzustellen, sich nicht zu verstellen oder unter Druck zu setzen. „Nehmt alles mit, was geht!“

Franziskas fünf ultimative Tipps für dein Praxissemester:

  1. Sei offen für Neues!
  2. Zeige Motivation und Engagement!
  3. Stell immer Fragen!
  4. Sieh Fehler als Chance zur Weiterentwicklung!
  5. Sei authentisch vor der Klasse und im Kollegium!

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