Nachrichten - Fakultät WiWi (Uni Paderborn) http://wiwi.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen der Fakultät WiWi (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Sat, 23 Mar 2019 12:02:50 +0100 Sat, 23 Mar 2019 12:02:50 +0100 Uni Paderborn news-33601 Thu, 14 Mar 2019 15:26:56 +0100 Expertise zu ökonomischen Auswirkungen der Digitalisierung: Prof. Dr. Dennis Kundisch übernimmt Department in Wirtschaftsinformatik-Fachzeitschrift https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/expertise-zu-oekonomischen-auswirkungen-der-digitalisierung-prof-dr-dennis-kundisch-uebernimmt-depa/ In der letzten Sitzung des Editorial Boards der Fachzeitschrift „Business & Information Systems Engineering“ (BISE) wurde Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Universität Paderborn zum Editor des Departments „Economics of Information Systems“ bestimmt.

Hier werden Forschungsbeiträge begutachtet und veröffentlicht, in denen die Auswirkungen der Digitalisierung auf ökonomisch relevante Zielgrößen, wie Preise, Umsätze oder Gewinne, analysiert werden.

BISE ist in sieben Departments gegliedert, die jeweils von zwei Department-Editoren verantwortet werden. Kundisch, der die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, an der Universität Paderborn, innehat, wird das Department „Economics of Information Systems“ mit Prof. Dr. Kai Lung Hui von der Hong Kong University of Science and Technology leiten.

Die im Wissenschaftsverlag Springer erscheinende englischsprachige Zeitschrift BISE feiert in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen und ist eine der wenigen international etablierten wirtschaftswissenschaftlichen Zeitschriften, die von Deutschland aus verantwortet werden. BISE gehört zu den international führenden Wirtschaftsinformatikzeitschriften.

Als Associate Editor ist Kundisch bereits seit 2012 bei BISE im Department „Economics of Information Systems“ engagiert. Neben Kundisch arbeiten bei BISE weitere Paderborner Professoren der Wirtschaftsinformatik mit. So sind Prof. Dr. Daniel Beverungen im Department „Business Process Management“, Prof. Dr. Guido Schryen im Department „Decision Analytics and Data Science” und Prof. Dr. Oliver Müller im Department „Economics of Information Systems“ als Associate Editoren tätig.

Weitere Informationen zur Forschung von Dennis Kundisch: https://wiwi.uni-paderborn.de/dep3/winfo2

Weitere Informationen zu BISE: http://www.bise-journal.com

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales
news-33599 Thu, 14 Mar 2019 13:50:54 +0100 Dr. Britta Hoyer erhält für ihre Forschungsbeiträge zur Netzwerkökonomik den Preis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dr-britta-hoyer-erhaelt-fuer-ihre-forschungsbeitraege-zur-netzwerkoekonomik-den-preis-der-fakultaet-fuer/ Welche Netzwerkstrukturen bilden sich, wenn Netzwerke von außen angegriffen werden und von welchen ökonomischen Größen hängt dies ab? Welche Faktoren beeinflussen den Wettbewerb auf Netzwerken, z. B. in Mobilfunknetzwerken?

Diese Fragen hat Dr. Britta Hoyer von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn untersucht. Ihre Ergebnisse wurden im Jahr 2018 in drei Forschungsbeiträgen veröffentlicht. Für diese Forschungsleistung wurde Britta Hoyer nun von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften mit dem Dean’s Young Scholar Research Award ausgezeichnet.  

In ihrer Forschung befasst sich Britta Hoyer mit unterschiedlichen Fragestellungen in der theoretischen und experimentellen Mikroökonomie. Ein Schwerpunkt ihrer Forschung liegt auf der Analyse von der Robustheit von Netzwerken. Zu den prämierten Arbeiten zählen zwei experimentelle Analysen.  Der gemeinsam mit Stephanie Rosenkranz von der Universität Utrecht verfasste Aufsatz „Determinants of Equilibrium Selection in Network Formation - An Experiment” ist in der Fachzeitschrift „Games“ erschienen. Der mit Sonja Recker, Behnud Mir Djawadi und Angelika Endres von der Universität Paderborn erarbeitete Forschungsbeitrag „Network Formation and Disruption - An Experiment: Are equilibrium networks too complex?” wurde zur Veröffentlichung in der Zeitschrift „Journal of Economic Behavior and Organization“ angenommen.

Beide Papiere befassen sich mit der Frage, inwieweit die Möglichkeit, dass ein Netzwerk zu einem späteren Zeitpunkt von außen attackiert werden kann, dazu führt, dass ein strukturell sicheres Netzwerk gebaut wird. Methodisch benutzen beide Papiere ein ökonomisches Experiment als Grundlage, in dem Teilnehmer basierend auf ihren Entscheidungen bezahlt werden. Es wird gezeigt, dass das Wissen über eine drohende Attacke auf das Netzwerk nur bedingt dazu führt, dass strukturell sichere Netzwerke gebaut werden.  Stattdessen, bauen Designer meist Netzwerke, die eine sehr prominente und einfache Form haben, wie z. B. die eines Sternes, in dem ein Knoten in der Mitte des Netzwerkes steht und mit allen anderen Knoten verbunden ist. In Netzwerken, in denen die Teilnehmer selbst über ihre Verbindungen entscheiden, kommt es häufiger dazu, dass die drohende Attacke dazu führt, dass überhaupt keine Verbindungen erstellt werden.

Das dritte 2018 veröffentlichte Papier beschäftigt sich mit der Frage, wie der Wettbewerb auf dem Markt für Prepaid-Handyverträge gestaltet ist und wie er die Entscheidung der Kunden beeinflusst.  Die zugrunde liegende, gemeinsam mit Daniel Kaimann von der Universität Paderborn verfasste Forschungsarbeit „Price competition and the Bertrand model: The paradox of the German mobile discount market” ist in der Fachzeitschrift „Applied Economics Letters” erschienen. Die Studie nutzt Daten über die Anzahl an Klicks pro Tag auf Angebote von verschiedenen Mobilfunkanbietern von einer Preisvergleich-Website.  Hoyer: „Wir zeigen in der Studie, dass es sich hier um einen Markt handelt, bei dem aus Sicht der industrieökonomischen Theorie reiner Preiswettbewerb herrschen sollte – auf dem die Kundenentscheidung also alleine vom Preis abhängig ist und verschiedene Anbieter daher alle den gleichen Preis setzen sollten. Allerdings finden wir, dass dies nicht der Fall ist, sondern dass die Preise der verschiedenen Anbieter unterschiedlich sind und sich auch nicht über die Zeit einander annähern. Zudem können wir zeigen, dass stattdessen Marken eine Rolle bei der Kundenentscheidung spielen.“

Über die Anerkennung der Forschungsergebnisse in international höchst reputierten Fachzeitschriften freut sich Prof. Dr. Burkhard Hehenkamp vom Department „Economics“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Mentor von Britta Hoyer: „Dies unterstreicht die bedeutende Forschungsleistung von Britta Hoyer und ihren Koautoren. Mit den drei Publikationen im Jahr 2018, aber auch bereits im Vorfeld bei der Anbahnung dieser Publikationen durch zahlreiche internationale Vorträge und Präsentationen, hat Dr. Hoyer in außerordentlichem Maße zur internationalen Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften beigetragen. Damit hat sie zugleich ihre kooperativen und koordinativen wissenschaftlichen Fähigkeiten sehr erfolgreich unter Beweis gestellt. Im Kollegium begrüßen wir die Auszeichnung von Dr. Britta Hoyer mit dem Fakultätspreis ‚Dean’s Young Scholar Research Award‘ ausdrücklich.“

Internetlinks zu den Publikationen:

(1)
Determinants of Equilibrium Selection in Network Formation - An Experiment
B. Hoyer, S. Rosenkranz, Games (2018)
https://www.mdpi.com/2073-4336/9/4/89

(2)
Network Formation and Disruption - An Experiment: Are equilibrium networks too complex?
A.E. Endres, S. Recker, B. Mir Djawadi, B. Hoyer, Journal of Economic Behavior and Organization (2018)
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0167268118303007?via%3Dihub

(3)
Price competition and the Bertrand model: The paradox of the German mobile discount market
D. Kaimann, B. Hoyer, Applied Economics Letters (2018), pp. 54-57
https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/13504851.2018.1436141
 

Über den „Dean’s Young Scholar Research Award“

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften nach außen noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit den Dean’s Young Scholar Awards haben wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen“, sagt Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Das Dekanatsteam der Fakultät sieht in den erreichten Publikationserfolgen von Britta Hoyer in den weltweit renommierten Journals „Games“, „Journal of Economic Behavior and Organization“ und „Applied Economics Letters” eine Verstärkung der nationalen und internationalen Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im Bereich der Spitzenforschung. Sureth-Sloane: „Auch die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Universitäten zeigt sich in diesem gemeinsamen Publikationserfolg.“

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Pressemitteilungen Dean’s Research Award Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33587 Fri, 08 Mar 2019 12:55:40 +0100 Wirtschaftswissenschaftler Dr. Sebastian Vogt zum Honorarprofessor an der FH Bielefeld ernannt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wirtschaftswissenschaftler-dr-sebastian-vogt-zum-honorarprofessor-an-der-fh-bielefeld-ernannt/ Am Dienstag, 26. Februar, wurde Dr. Sebastian Vogt, Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn, an der FH Bielefeld zum Honorarprofessor ernannt.

Dort lehrt er seit dem Wintersemester im Bereich „Entrepreneurship“. Als Experte auf diesem Gebiet ist er an der Universität Paderborn seit 2016 Geschäftsführer des Technologietransfer- und Existenzgründungs-Centers (TecUP). Angegliedert an das TecUP ist auch die „garage33“, in der Start-ups und Unternehmen gemeinsam unter einem Dach innovative Geschäftsmodelle entwickeln. Bei der Urkundenübergabe betonte FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, dass das Thema durch Sebastian Vogt an ihrer Hochschule nun weiter vorangetrieben werde: „Durch seine Vita und bisherigen Erfahrungen weist Dr. Sebastian Vogt ein hohes Maß an Expertise im Bereich Entrepreneurship auf.“

Gebündelte Expertise: Innovationslabor OWL profitiert von der Professur

Auch dem Projekt „Innovationslabor OWL“ kommt zugute, dass mit der Honorarprofessur für Sebastian Vogt Expertise auf dem Gebiet Entrepreneurship gebündelt wird. Im Innovationslabor haben sich die Universitäten Paderborn und Bielefeld, die FH Bielefeld und die Hochschule OWL zusammengeschlossen. Hier wird die Gründung von technologie- und wissensbasierten Hochschulausgründungen in OWL unterstützt und begleitet. Sebastian Vogt: „Gerade im Bereich der hochschulgetriebenen Gründungsunterstützung gibt es bereits heute sehr gute Kooperationen zwischen den ostwestfälischen Hochschulen. Wenn wir diese über die Grenzen OWLs sichtbar machen wollen, ist es sinnvoll, dass die Hochschulen zukünftig noch enger zusammenarbeiten, um auf der internationalen Landkarte aufzutauchen.“

Vogt blickt der Zusammenarbeit freudig entgegen: „Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit interdisziplinären Start-up-Unternehmen zu arbeiten und zu erleben, wie gemeinsame Projekte von Studierenden und Wissenschaft in die Wirtschaft getragen werden.“

Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn, freut sich über die Ernennung ihres Fakultätsmitglieds zum Honorarprofessor: „Die Verleihung der Honorarprofessur an unseren Wissenschaftler Sebastian Vogt verdeutlicht einmal mehr, welchen Stellenwert die Arbeit von Herrn Vogt und der von ihm gelebte Transfer von Wissen und Know-how in den Wirtschaftswissenschaften in der Region insgesamt haben.“

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Pressemitteilungen Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Standort
news-33493 Fri, 01 Mar 2019 15:19:40 +0100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler widmen sich innovativen Problemlösungen für die Berufsbildungspraxis https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wissenschaftlerinnen-und-wissenschaftler-widmen-sich-innovativen-problemloesungen-fuer-die-berufsbildu/ Workshop zu "Design-based Research" an der Universität Paderborn

Lösungen für Probleme in der Bildungspraxis – damit haben sich kürzlich elf Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Berufsbildungsforschung bei einem zweitägigen Workshop an der Universität Paderborn auseinandergesetzt. Konkret ging es hierbei um Lösungsstrategien aus der sogenannten „Design-based Research“ (DBR). Auf diesem Forschungsgebiet beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Design- bzw. Gestaltungsprozessen in Bildungskontexten, wie z. B. an Schulen, Berufsschulen oder Hochschulen, wobei Erfahrungen von Lehrkräften aus dem Bildungsalltag hierbei eine wichtige Rolle einnehmen. Zu den Teilnehmern des Workshops, zu dem Prof. Dr. Peter F. E. Sloane, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschafts- und Sozialpädagogik, und Prof. Dr. Tobias Jenert eingeladen hatten, gehörten u. a. Prof. Dr. Hubert Ertl, Inhaber des Lehrstuhls für Berufsbildungsforschung und Forschungsdirektor des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. em. Dr. Dieter Euler, Universität St. Gallen, und Prof. Dr. Detlef Buschfeld von der Universität zu Köln.

Die Ziele des Workshops waren die Identifikation zukunftsweisender Herausforderungen der Berufsbildungsforschung sowie die Etablierung der DBR als Forschungsansatz, mit dem sich sowohl innovative Problemlösungen für die Berufsbildungspraxis, als auch wertvolle wissenschaftliche Erkenntnisse gewinnen lassen. Ein weiterer thematischer Schwerpunkt war die Vorbereitung eines Themenheftes für das internationale Journal „EDeR“, das Prof. Dr. Tobias Jenert, Sprecher des Departments Wirtschaftspädagogik, erst vor kurzem als leitender Verantwortlicher übernommen hat. „EDeR“ greift als wissenschaftliche Publikationsplattform Beiträge aus pädagogischer, psychologischer, wirtschaftlicher und informationstechnischer Perspektive auf und bietet zum Zwecke eines globalen Wissensaustausches einen freien Zugang für die Öffentlichkeit. Darüber hinaus erhalten Wissenschaftler die Möglichkeit, mit ihren Beiträgen ein internationales Publikum anzusprechen, um damit kritische und öffentliche Diskussionen innerhalb der Bildungswissenschaften anzustoßen.

Weitere Informationen zum Journal: https://journals.sub.uni-hamburg.de/EDeR/index

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Pressemitteilungen Internationales Projekte Forschung
news-33491 Fri, 01 Mar 2019 14:35:30 +0100 Dr. Vanessa Flagmeier erhält Preis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften für internationale Studie über neue Rechnungslegungsstandards https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dr-vanessa-flagmeier-erhaelt-preis-der-fakultaet-fuer-wirtschaftswissenschaften-fuer-internationale-stu/ Dr. Vanessa Flagmeier, Wirtschaftswissenschaftlerin an der Universität Paderborn, hat den „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften erhalten.

Der Preis ist eine Auszeichnung für ihre im vergangenen Jahr publizierten Forschungsergebnisse zu Wettbewerbseffekten im Rahmen der Anwendung von neuen internationalen Rechnungslegungsstandards. Die Studie, an der Flagmeier innerhalb eines internationalen Autorenteams arbeitete, ist im Herbst 2018 unter dem Titel „Product market effects of IFRS adoption“ im „Journal of Accounting and Public Policy“, einer der weltweit führenden Fachzeitschriften für Rechnungslegung, erschienen.

In ihrer Forschung widmete sich Flagmeier zusammen mit den US-amerikanischen und kanadischen Wissenschaftlern Jimmy F. Downes und David Godsell den Wettbewerbseffekten im Rahmen der Anwendung der neuen internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS (International Financial Reporting Standards), die in der Europäischen Union seit 2005 für börsenorientierte Unternehmen verpflichtend sind. Während sich die bisherige Literatur insbesondere auf Kapitalmarkteffekte sowie Auswirkungen auf Transparenz und Vergleichbarkeit von Jahresabschlüssen konzentriert, zeigt die Studie, dass die Folgen der IFRS-Einführung viel weitreichender sind. „Da nicht alle Unternehmen in der EU gleichermaßen von den neuen Standards betroffen sind, kommt es zu Verschiebungen von Marktanteilen. Insbesondere für nicht börsennotierte Unternehmen, die nicht verpflichtet sind, die Standards anzuwenden, kann es dadurch zu einer nachteiligen Wettbewerbssituation kommen.“, erläutert Flagmeier. Diese von der Literatur bisher weitgehend unberücksichtigten Auswirkungen zeigen eine „Nebenwirkung“ der Umstellung auf die internationalen Rechnungslegungsstandards auf. Die Forschungsergebnisse sind zum einen für die betroffenen Unternehmen relevant, zum anderen aber auch für die zukünftige Entwicklung von Rechnungslegungsstandards.

Prof. Dr. Jens Müller vom Department „Taxation, Accounting and Finance“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Doktorvater von Flagmeier freut sich über die Anerkennung der Forschungsergebnisse in der Fachzeitschrift „Journal of Accounting and Public Policy“: „Der Forschungsbeitrag weist auf neue Erkenntnisse von gesamtwirtschaftlichen Folgen hin, die bei der zukünftigen Einführung oder Überarbeitung von Standards Berücksichtigung finden sollten.“

Link zum Abstract: 
https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0278425418301868
 

Über den „Dean’s Young Scholar Research Award“

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit der Einführung der Dean’s Young Scholar Awards haben wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen“, so Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Fakultät sieht in der erreichten Annahme des Artikels von Vanessa Flagmeier im „Journal Accounting and Public Policy“ eine Verstärkung ihrer nationalen und internationalen Sichtbarkeit im Bereich der Spitzenforschung. Hierzu Sureth-Sloane: „Der gemeinsame Publikationserfolg stärkt des Weiteren die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Universitäten der USA, in diesem Fall der University of Nebraska-Lincoln und der University of Illinois at Urbana-Champaign.“

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Pressemitteilungen Dean’s Research Award Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33471 Tue, 26 Feb 2019 10:00:00 +0100 Geldanlage in turbulenten Märkten: Studierende für erfolgreiche Teilnahme am Planspiel Börse ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/geldanlage-in-turbulenten-maerkten-studierende-fuer-erfolgreiche-teilnahme-am-planspiel-boerse-ausgeze/ Im Zeitraum vom 26. September bis 12. Dezember 2018 konnten Schülerinnen und Schüler sowie Studierende in Europa und darüber hinaus am Planspiel Börse der Sparkassen erste Praxiserfahrungen auf den Kapitelmärkten sammeln. Ziel der Sparkassen ist es, mit dem Planspiel Börse spielerisch Grundkenntnisse über die Funktionsweise von Börsen zu vermitteln und junge Menschen zu ermuntern, sich aktiv mit dem aktuellen Wirtschaftsgeschehen auseinanderzusetzen.

Neben einer Depotgesamtwertung gibt es im Planspiel Börse auch eine Nachhaltigkeitswertung. So werden der verantwortungsvolle Umgang mit Geld und die Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten bei Anlageentscheidungen gefördert. Mit dem Ziel, das fiktive Startkapital von jeweils 100.000 Euro zu vermehren, nahmen 96 Studierende der Universität Paderborn in 41 Teams an dem Wettbewerb teil. Die Erfolgreichsten wurden nun in der Universität Paderborn ausgezeichnet.

Schon im fünften Jahr in Folge lobt die Sparkasse Paderborn-Detmold einen Sonderpreis in Höhe von 1.000 Euro für die Studierenden der Universität Paderborn aus. Darüber hinaus waren die Studierenden, insbesondere in der Nachhaltigkeitswertung, auch auf der Verbandsebene der Sparkasse Westfalen-Lippe erfolgreich. Insgesamt konnten sich die sieben Siegerteams der Universität Paderborn über ein Preisgeld in Höhe von über 4.500 Euro freuen.

Hubert Böddeker, Vorstandsmitglied der Sparkasse Paderborn-Detmold, lobte die Gewinnerinnen und Gewinner für das gute Abschneiden in einer herausfordernden Zeit an den Kapitalmärkten. Er hob die Bedeutung einer aktienbasierten Altersvorsorge im aktuellen Niedrigzinsumfeld hervor. Auch 2018 investierten Deutsche nur ca. 10 Prozent ihres Geldvermögens in Aktien und sonstige Anteilsrechte, während der Großteil des Vermögens weiterhin als Bargeld und Einlagen vorgehalten wird. „Praktische Erfahrungen an den Kapitalmärkten zu sammeln und Chancen wie Risiken einschätzen zu können, ist für junge Menschen sehr wichtig“, so Böddeker weiter. Das Planspiel Börse, das die Sparkasse bereits seit vielen Jahren erfolgreich an Universitäten und Schulen durchführe, wolle dazu einen Beitrag leisten. Denn die Verfolgung einer zielgerichteten Anlagestrategie bedürfe der Bestimmung eines Anlagehorizontes sowie der eigenen Risikotragfähigkeit.

An der Universität Paderborn wird der Wettbewerb durch die an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im Department „Taxation, Accounting and Finance“ tätigen Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Bettina Schiller und Prof. Dr. André Uhde, ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter Christian Tewes und Sascha Tobias Wengerek sowie Christoph Schön, Leiter der Stabsstelle Hochschulnetzwerk und Fundraising, betreut. Im Lehrkanon der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ist das Modul „Seminar zum Planspiel Börse“ mittlerweile fester Bestandteil. „Das Planspiel Börse der Sparkasse bietet den Studierenden eine attraktive und motivierende Möglichkeit, theoretisches Wissen aus dem Studium praktisch anzuwenden. Als Lehrstuhlinhaber binden wir dieses Angebot gerne in unsere Lehrveranstaltungen ein“, so Prof. Dr. Bettina Schiller und Prof. Dr. André Uhde.

Ausblick: Planspiel Börse 2019

Die nächste Runde des Planspiels Börse findet vom 25. September bis 11. Dezember statt. Anmeldungen sind ab 11. September möglich.

Weitere Infos zum Wettbewerb gibt es unter: www.planspiel-boerse.de/toplevel/main/deutsch/index.html.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Lehre
news-33428 Tue, 12 Feb 2019 13:40:51 +0100 Prof. em. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Weber, ehemaliger Dekan der Fakultät und Rektor der Universität, feiert am 17. Februar seinen 80. Geburtstag https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-em-dr-dr-h-c-wolfgang-weber-ehemaliger-dekan-der-fakultaet-und-rektor-der-universitaet-fe/ Prof. em. Dr. Dr. h. c. Wolfgang Weber, Rektor der Universität Paderborn von 1995 bis 2003, feiert am Sonntag, 17. Februar, seinen 80. Geburtstag. Weber hatte von 1976 bis 1982 in Paderborn eine Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Organisation, inne, forschte anschließend als Professor für Personalwirtschaft an der Wirtschaftsuniversität Wien und kehrte 1985 an die damalige Universität-Gesamthochschule Paderborn zurück. Dort blieb er bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 Professor für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Personalwirtschaft.

Weber war u. a. Sprecher der Mitgliedergruppe Universitäten in der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), HRK-Vizepräsident (2002 bis 2004) sowie Vorsitzender des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (2003/04). 2005/06 war Wolfgang Weber Präsident der „International Federation of Scholarly Associations of Management“ (IFSAM). Er wurde mit Ehrendoktorwürden der Universität Halle-Wittenberg und der Nottingham Trent University ausgezeichnet. Weber war Gründungsdekan der Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Universität Hamburg und ist Ehrenringträger der Stadt Paderborn.

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Pressemitteilungen
news-33424 Tue, 12 Feb 2019 09:55:23 +0100 Tagung der Universität Paderborn zu Innovationen im Dienstleistungssektor – Anmeldungen bis 31. März https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tagung-der-universitaet-paderborn-zu-innovationen-im-dienstleistungssektor-anmeldungen-bis-31-maerz/ Am Montag und Dienstag, 8. und 9. April, findet im Heinz Nixdorf MuseumsForum die Dienstleistungstagung 2019 statt. Der diesjährige Titel der Tagung, die vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Betriebliche Informationssysteme der Universität Paderborn ausgerichtet wird, ist „Service Systems Innovation – Impulse für Dienstleistungen von morgen“.  Mit interaktiven Formaten soll ein Austausch zwischen Vertretern aus Wissenschaft und Anwendung gefördert werden, um die digitale Transformation der Wirtschaft mithilfe von Dienstleistungsinnovationen voranzutreiben. Interessierte können sich bis zum 31. März online anmelden: www.digivation.de/ssi

Auf der Dienstleistungstagung treffen sich Experten aus Wirtschaft und Forschung, um das Thema Dienstleistungsinnovationen aus unterschiedlichen Perspektiven zu diskutieren. Die Tagung ist die Abschlussveranstaltung des Projekts „Digivation“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Neben Rednern von Unternehmen wie z. B. IBM oder ZF Friedrichshafen, sowie Forschungseinrichtungen wie dem Institut für Sozialwissenschaftliche Forschung München, werden auch Experten des BMBF auf der Tagung vertreten sein.

Auf dem Programm steht unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Thema „Vom Produzenten zum Serviceanbieter: Wie erfolgreich transformiert sich die deutsche Industrie?“. Außerdem stellen Universitäten, Institute und Unternehmen Forschungsprojekte sowie entwickelte Dienstleistungen auf einer Ausstellungsfläche vor. Darüber hinaus gewährt das Programm Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse aus Projekten im Bereich der Dienstleistungsforschung, die vom BMBF gefördert werden, und bietet Raum für Diskussionen in interaktiven Themenforen.

Das komplette Programm gibt es als PDF und unter: www.digivation.de/ssi/programm

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-33406 Fri, 01 Feb 2019 17:48:00 +0100 Motive für das Spenden und Fördern: Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement stellt Ergebnisse aus Forschungsprojekt vor https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/motive-fuer-das-spenden-und-foerdern-lehrstuhl-fuer-dienstleistungsmanagement-stellt-ergebnisse-aus-fo/ Gemeinnützige Organisationen sind für jede Spende dankbar. Welche Motive aber bei Förderern für das Spenden und Helfen vorliegen, das hat der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement der Universität Paderborn in einem Forschungsprojekt in Kooperation mit der DRF Luftrettung e. V., ehemals Deutsche Rettungsflugwacht e. V., und dem UPRESS Verlag untersucht.

Die Ergebnisse dieser wissenschaftlichen Studien, an denen 2.900 Personen teilgenommen haben, wurden nun vorgestellt. Prof. Dr. Nancy Wünderlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement, erklärte in Ihrer Präsentation: „Bei den befragten Personen wurde deutlich, dass die Einstellung zum gegenseitigen Helfen die zukünftige Spendenabsicht maßgeblich beeinflusst. Auch die Transparenz über die Verwendung der Spendengelder sowie die sinngemäße Verwendung sind wichtige Aspekte, die das Vertrauen in die Organisation prägen.“

Die DRF Luftrettung ist eine gemeinnützige Organisation, die Rettungshubschrauber betreibt, um bei Notfällen schnelle medizinische Hilfe leisten zu können. Die wissenschaftlichen Vorarbeiten zum Forschungsprojekt starteten bereits im vergangenen Sommer mit zwei Studien. In einer qualitativen Studie wurde zunächst die Wahrnehmung der DRF Luftrettung bei den Spendern und Förderern erfasst. Anschließend wurde eine deutschlandweite quantitative Studie durchgeführt, die u. a. die Einstellung zum Helfen und zur DRF Luftrettung erfasst hat. Für die Zukunft planen alle drei Kooperationspartner nun weitere gemeinsame Forschungsprojekte.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33396 Thu, 31 Jan 2019 11:47:55 +0100 „Die EU hat die ‚Europäische Idee‘ verspielt“ – Interview mit Prof. Dr. Dieter Krimphove von der Universität Paderborn zum Brexit https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-eu-hat-die-europaeische-idee-verspielt-interview-mit-prof-dr-dieter-krimphove-von-der-uni/ Am 29. März tritt Großbritannien (GB) – voraussichtlich – aus der Europäischen Union aus. Bislang gibt es dafür allerdings noch keine konkrete Regelung. Das von Premierministerin Theresa May mit der EU ausgehandelte Austrittsabkommen ist vom britischen Parlament mehrheitlich abgelehnt worden. Was bedeutet das für GB und die EU? Prof. Dr. Dieter Krimphove, Experte für Wirtschaftsrecht und Europäisches Wirtschaftsrecht an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, spricht im Interview über mögliche Konsequenzen des Austritts, eine generell europafeindliche Stimmung und die Lage in Irland.

Herr Krimphove, Theresa May lehnt ein zweites Referendum ab. Sie schließt auch weiterhin nicht aus, dass Großbritannien die EU ganz ohne Abkommen verlässt. Was halten Sie von den Anträgen der Opposition und einiger EU-freundlicher Tories, mit der EU nachzuverhandeln und eine Fristverlängerung für den Austritt zu erreichen? Macht aus Ihrer Sicht ein neues Referendum überhaupt Sinn und was denken Sie, wie das ausgehen würde?

Krimphove: Man muss akzeptieren, dass für Nachverhandlungen kein Raum mehr ist. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Austrittsverhandlungen gemäß dem AEUV (Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union) bislang bereits zwei Jahre gedauert haben. Innerhalb dieses Verfahrens waren sicherlich sowohl seitens der Europäischen Kommission als auch Großbritanniens taktische Verzögerungen zu verzeichnen. Ich erinnere nur an die Frage, ob ein „gemeinsames Zollabkommen" gleichzeitig oder erst nach dem Austrittsvertrag verhandelt werden soll. Die Verhandlungen, die Michel Barnier sehr umsichtig und sorgfältig geleitet hat, spiegeln den derzeitigen Stand der Vermittlung europäischer wie britischer Interessen wider. Auch hier besteht meines Erachtens kein weiterer Verhandlungsspielraum. Nicht unterschätzt werden darf, dass Frau May offensichtlich über keinerlei demokratische Mehrheit in Großbritannien verfügt. Hier fragt sich die Europäische Union zu Recht, mit welchem politischen Mandat Frau May heute noch auftritt.

Aktuell pumpen viele Unternehmen ihre Lager in GB bis unter die Decke mit Waren voll. Wie beurteilen Sie das?

Krimphove: Ich möchte an erster Stelle – entgegen der Pressemeldungen der vergangenen Tage und Wochen – meine Vermutung ausdrücken, dass durch den BREXIT die Welt nicht untergeht. Auch nicht die Europäische Wirtschaft. Man darf nicht vergessen, dass Großbritannien bereits vor dem Wechsel zahlreiche europäische Normen, insbesondere Richtlinien, entgegen seiner europäischen Verpflichtungen, nicht in britisches Recht umgesetzt hat. Die politische Stimmung in Großbritannien ist nicht erst seit zwei Jahren, sondern meines Erachtens bereits seit 17 Jahren überaus europafeindlich.

Wenn wir ehrlich sind, entspricht der britische Austritt aus der Europäischen Union einem demokratischen Akt. Es ist daher nicht zu verstehen, warum einige politische Vertreter  – insbesondere des europäischen Parlaments und der Kommission – diesen Akt als „Fehler" brandmarken. Wenn ein Mitgliedstaat der Überzeugung ist, nicht mehr in einer supranationalen Gemeinschaft mitzuwirken, muss es sein demokratisches Recht sein, dies zum Ausdruck zu bringen und auszutreten. Es fragt sich allerdings, ob die Vorgehensweise, wie dieser Austritt derzeit vollzogen wird, noch als geordnetes Verfahren bezeichnet werden kann. Meines Erachtens liegt hier ein Demokratiedefizit des britischen Regierungssystems vor.

Interessant ist, dass die Wirtschaft offensichtlich das gegenwärtige Austrittsgeschehen recht gut verkraftet: Die letzten Entwicklungen an der Börse zeigen kaum nennenswerte Reaktionen auf den BREXIT. Im Gegenteil: Viele britische Unternehmen versuchen derzeit, sich mit Tochtergesellschaften und Agenturen in der Europäischen Union selbst niederzulassen, um den Folgen des BREXITS zu entgehen. Hierzu nutzen sie die ihnen durch den AEUV gewährte europäische Niederlassungsfreiheit. Man kann nun dieses Geschehen im Vorfeld eines „harten BREXITS" ebenfalls als wirtschaftliche Stimulanz, nicht der britischen, aber der europäischen Wirtschaft verstehen.

Ich möchte außerdem auf die bislang nicht erörterte Möglichkeit hinweisen, dass Großbritannien durchaus auch in einem „harten BREXIT" aus der Europäischen Union ausscheiden kann. Nach einer Periode, in der Großbritannien sich der Folgen dieses Austritts bewusstgeworden ist, bleibt immer noch die Möglichkeit, einen (Wieder-)Aufnahmeantrag zu stellen. Nicht zu unterschätzen bleibt die von der Europäischen Kommission besonders hoch eingeschätzte Gefahr, dass durch den BREXIT andere Mitgliedstaaten, insbesondere die in der Osterweiterung der EU hinzugekommenen, ebenfalls geneigt sein können, ihren Austritt zu erklären. Offensichtlich hat die Europäische Union die „Europäische Idee" verspielt. Hier bleibt ihr jedenfalls nichts anderes, als ihre politische, kulturelle und rechtliche Attraktivität für alle Mitgliedstaaten konsequent zu erhöhen.

Was bedeutet die Situation für Irland und Nordirland? Gerade hat es wieder einen Bombenanschlag gegeben, der einer Splittergruppe der IRA zugeschrieben wird.

Die Situation Nordirlands bzw. Irlands lässt sich weniger europarechtlich als völkerrechtlich beurteilen. Sie ist unter völkerrechtlichen Gesichtspunkten sehr brisant, da nun – und dies deutet Ihre Frage an – mit dem Ausscheiden Nordirlands aus dem britischen Hoheitsgebiet gespielt wird. Diese Form der völkerrechtlichen „Dismembration" ist insbesondere in einem kulturellen „Gesamtraum" oder einer Staatengemeinschaft, die noch in der Europäischen Union besteht, durchaus selten. Es gibt schon heute den Spruch, dass Nordirland der Preis für den BREXIT sei. Ich teile Ihre Befürchtung, dass das Spiel mit diesem Gedanken separatistische und gewaltbereite Gruppen zu terroristischen Anlässen motiviert. Insofern muss auch hier die Situation sachlich eingeschätzt und die Diskussion fachlich und weniger emotional geführt werden.

Wie wahrscheinlich ist die Vision von einem geordneten Austritt Großbritanniens aus der EU noch?

Aus meiner Sicht bestehen nur geringe Chancen eines geordneten Ausstiegs Großbritanniens, zumindest in dem vorgesehenen Zeitraum. Europarechtlich möglich bleibt allerdings eine ständige Verschiebung des BREXITS, vor allem um dann die Möglichkeit eines neuen Referendums ins Spiel zu bringen. Ob dies allerdings dem politischen Willen der britischen Regierung und insbesondere dem des britischen Volkes entspricht, wage ich zu bezweifeln.

Was bedeutet der BREXIT für die Wissenschaft und für internationale Studierende?

Auch in diesem Zusammenhang darf man die Konsequenzen nicht überschätzen. Es trifft zu, dass der Austrittsvertrag entsprechende Schutzregeln für Studierende bzw. Studienplatzwechsler vorsah. Kommt es zu einem harten BREXIT, entfallen selbstverständlich diese Schutzanforderungen für studienortwechselnde Studierende. Zu bedenken ist allerdings, dass Studierende, die bislang die Erasmuskontakte nutzen konnten, durchaus aufgefangen werden können von dem ebenfalls existierenden Programm Erasmus Mundus.

Eine andere Frage ist der Studienplatzwechsel außerhalb eines Erasmus-Programms. Hier sind bei einem Brexit die britischen Hochschulen aufgefordert, ihre eigenen (außereuropäischen) Standards zu setzen, um etwa Studierende aus der Europäischen Union an ihren Universitäten zuzulassen. Umgekehrt gilt auch der Fall, dass britische Studierende, die an einer deutschen Hochschule ihr Studium aufnehmen möchten, nun eigens nachweisen müssen, dass sie den europäischen/deutschen Studienanforderungen genügen.

Sicherlich wird sich das gesamte wirtschaftliche, kulturelle, rechtliche und politische Umfeld durch den BREXIT ändern. Für die Hochschullandschaft bedeutet das aber auch, dass sich neue, interessante Forschungsgebiete auftun.

Die Fragen stellte Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation.

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales
news-33385 Fri, 25 Jan 2019 12:06:40 +0100 Die Wissenschaftler Kabst und Vogt aus den Wirtschaftswissenschaften werben bis zu 20 Millionen Euro Exzellenz-Förderung ein https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-wissenschaftler-kabst-und-vogt-aus-den-wirtschaftswissenschaften-werben-bis-zu-20-millionen-euro/ Am 17. Januar erhielt die Universität Paderborn durch den Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes NRW, Prof. Dr. Andreas Pinkwart, neben fünf weiteren Universitäten die Exzellenz-Auszeichnung „Exzellenz Start-up Center.NRW“.
Für die Entwicklung eines Exzellenz Start-up Center in OWL bekommt das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center der Universität Paderborn (TecUP) bis zu 20 Millionen Euro Landesmittel in den kommenden fünf Jahren.

Im Rahmen der Prämierungsfeier hob die Präsidentin der Universität Paderborn, Prof. Dr. Birgitt Riegraf, hervor, dass dank des wissenschaftlichen Leiters Prof. Dr. Rüdiger Kabst insbesondere die Unterstützung von Hochschulausgründungen an der Universität Paderborn seit mehreren Jahren auf höchstem Niveau betrieben werde. TecUP bietet vielfältige Unterstützungen für Existenzgründungen aus der Universität bis hin zu eigenen Arbeitsplätzen in der von TecUP initiierten „garage33“. Kabst hat seit sechs Jahren an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im Department Management die Professur für International Business inne. Er ist Verfechter der unternehmerisch handelnden Personalverantwortlichen: „Das heißt, hier werden Transformationsprozesse gestaltet, eine zukunftsfähige Innovationskultur gefordert und gefördert, Mut aufgebracht, Bestehendes zu hinterfragen, neue Wege zu gehen und diese experimentell zu validieren“, so Kabst.

Mit der finanziellen Unterstützung des NRW-Wirtschaftsministeriums wird vom Land NRW die Strategie gefördert, aus Forschungsexzellenz Gründungsexzellenz zu machen. TecUP-Geschäftsführer Dr. Sebastian Vogt freut sich auf die zukünftigen Vorhaben: „Als Exzellenz Start-up Center OWL werden wir in den kommenden Jahren auf unseren starken Strukturen des TecUP und der garage33 aufbauen und mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft, den benachbarten Hochschulen sowie unseren Technologie- und Netzwerkpartnern die Start-up-Kultur in OWL noch stärker vorantreiben können als bisher.“

Weitere Informationen:

Link zur Pressemitteilung des NRW-Wirtschaftsministeriums vom 18.01.2019:
https://www.wirtschaft.nrw/pressemitteilung/experten-jury-waehlt-sechs-universitaeten-fuer-die-mit-bis-zu-150-millionen-euro

Link zur Pressemitteilung der Universität Paderborn vom 18.01.2019:
https://www.uni-paderborn.de/nachricht/88971/

Link TecUP:
http://tecup.de/

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Pressemitteilungen Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Standort
news-33379 Thu, 24 Jan 2019 17:15:00 +0100 Wissenschaftliche Exzellenz: Topplatzierung für Prof. Dr. Dennis Kundisch im BWL-Ranking https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wissenschaftliche-exzellenz-topplatzierung-fuer-prof-dr-dennis-kundisch-im-bwl-ranking/ In einem exklusiven BWLer-Ranking ging die WirtschaftsWoche in ihrer jüngsten Ausgabe der Frage nach, wer im deutschsprachigen Raum in der Betriebswirtschaftslehre (BWL) am besten forscht.

Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn belegt mit seinem Forschungsoutput unter den rund 2.500 im Ranking erfassten Forscherinnen und Forscher Platz 31 und zählt damit zur Forschungselite der BWL im deutschsprachigen Raum. Die Rangliste der TOP 100 Forschenden in der BWL basiert auf einem Fünfjahresranking anhand der Zahl von Veröffentlichungen in renommierten BWL-Fachzeitschriften für den Zeitraum 2014 bis 2018. Durchgeführt wurde die Studie vom Forschungsinstitut KOF der Eidgenössischen technischen Hochschule (ETH) Zürich in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE).

Kundisch, der die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, innehat, erforscht aktuell beispielsweise im Rahmen des DFG-geförderten Sonderforschungsbereich 901 „On-The-Fly Computing“ dazu, wie Online-Bewertungen in digitalen Märkten entstehen und welche Auswirkungen diese auf die Nachfrage nach und die Preise für Produkte oder Dienstleistungen haben. Im Spitzencluster it’s OWL bringt er sich mit seiner Expertise im Bereich der Geschäftsmodellinnovation im Projekt „DigiBus“ zur Erschließung der Potenziale digitaler Plattformen für kleine und mittlere Unternehmen ein.

Auch in der weiteren Rankingkategorie „Lebenszeit“, bei welcher der gesamte bisherige Forschungsoutput einer Forscherin oder eines Forschers berücksichtigt wird, finden sich zahlreiche Paderborner Forscherinnen und Forscher. Neben Dennis Kundisch (Platz 111) sind Profesor Dr. Guido Schryen (Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Operations Research, Platz 124), Prof. Dr. Rüdiger Kabst (Lehrstuhl für International Business, Platz 129), Professor Dr. Andreas Eggert (Lehrstuhl für BWL, insb. Marketing, Platz 234) und die zum 30.09.2018 in den Ruhestand verabschiedete Wirtschaftsinformatikerin Professorin Dr. Leena Suhl (Platz 235) in dieser Rankingkategorie gut vertreten. Im Ranking berücksichtigt wurde hier die Forschungsleistung von knapp 3.000 Forscherinnen und Forschern in der BWL.

Schließlich sind in der Rankingkategorie „Junge Wilde unter 40“ die beiden Paderborner Wirtschaftsinformatikprofessoren Daniel Beverungen und Oliver Müller (Platz 55 bzw. Platz 73) vertreten. Im Ranking berücksichtigt wurde hier die Forschungsleistung von knapp 450 Forscherinnen und Forschern in der BWL.

Dekanin Caren Sureth-Sloane freut sich über diese Platzierungen: „Nach dem hervorragenden Abschneiden im BWL-Ranking der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultäten in der letzten Ausgabe der Wirtschaftswoche, freue ich mich auch sehr über die sichtbare Forschungsstärke einzelner Mitglieder unserer Fakultät. Das Abschneiden in diesen Rankings ist ein Beleg der hervorragenden Forschungsleistungen unserer Fakultät sowohl in der Breite als auch in der Spitze, auf die wir zu Recht stolz sein dürfen.“

Weitere Informationen:

Link zur Pressemitteilung der Universität Paderborn vom 24.01.2019:
https://www.uni-paderborn.de/nachricht/89035/

WirtschaftsWoche Online, 18. Januar 2019:

ÖKONOMEN-RANKING: Das sind die besten Forscher in der BWL
von Bert Losse und Jan Guldner
Link zum Premiumatikel:
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/oekonomen-ranking-das-sind-die-besten-forscher-in-der-bwl/23873652.html

DEUTSCHLANDS BESTE BWLER: Die Methodik hinter den BWL-Rankings
von Bert Losse
Link zum Onlineartikel:
https://www.wiwo.de/erfolg/hochschule/deutschlands-beste-bwler-die-methodik-hinter-den-bwl-rankings/23874566.html

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Rankings
news-33381 Thu, 24 Jan 2019 15:22:46 +0100 Matthew Caron für herausragende Masterarbeit ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/matthew-caron-fuer-herausragende-masterarbeit-ausgezeichnet-1/ Für seine Masterarbeit mit dem Titel „Identifying and Classifying Toxic Comments on Web 2.0 Platforms“ erhielt Matthew Caron am 20. Januar auf dem Neujahrsempfang der Universität Paderborn den Preis der Universitätsgesellschaft für herausragende Abschlussarbeiten aus dem Jahr 2017/2018.

In seiner englischsprachigen Arbeit verfolgte Caron das Ziel, anstößige und hasserfüllte Kommentare im deutschen Web 2.0 mithilfe moderner Methoden des maschinellen Lernens, insbesondere des Deep Learnings, zu identifizieren und zu klassifizieren.

Caron: „In meiner Arbeit wollte ich die für die deutsche Sprache und das vorliegende Problem optimale Methode identifizieren und auch optimieren.“

Mit seinen Forschungsschwerpunkten beschäftigte er sich insbesondere mit der Erstellung eines eigenen Datensatzes sowie mit der Analyse unterschiedlicher künstlicher neuronaler Netzarchitekturen, unter anderem Convolutional Neural Networks (CNN). Um einen Datensatz zu generieren, der für das heutige Social-Media-Ökosystem repräsentativ ist, hat Caron ca. 50.000 Dokumente aus verschiedenen Plattformen extrahiert, aufbereitet und annotiert. Diese Sammlung stellte zum Zeitpunkt der Abgabe den größten deutschen Datensatz dar.

Basierend auf diesem umfassenden Datensatz hat Caron durch Training und Evaluation von Deep Learning-Modellen auf Zeichen- und Wortebene bewiesen, dass moderne Convolutional Neural Network-Architekturen eine sehr hohe Klassifikationsleistung für benutzergenerierte Inhalte in deutscher Sprache erbringen können. Weitere Ergebnisse seiner Arbeit sind, dass künstliche neuronale Netze eine höhere Genauigkeit gegenüber klassischen Ansätzen des maschinellen Lernens bieten können.

Caron: „Die Ergebnisse meiner Forschungsarbeit haben gezeigt, dass ein Klassifikationsansatz auf Zeichenebene in Kombination mit dem richtigen CNN-Algorithmus uns ermöglicht, anstößige und hasserfüllte Dokumente präzise zu erkennen und zu klassifizieren. Damit wurde auch bewiesen, dass Plattformbetreiber dieses hoch aktuelle gesellschaftliche Problem mit modernen KI-Verfahren lösen können.“

Link zur Pressemitteilung der Universität Paderborn vom 21.01.2019:
https://www.uni-paderborn.de/nachricht/88993/

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33343 Tue, 22 Jan 2019 15:13:14 +0100 Studierende der Universität Paderborn sammeln Erfahrungen bei Fallstudienwettbewerb in Montreal https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studierende-der-universitaet-paderborn-sammeln-erfahrungen-bei-fallstudienwettbewerb-in-montreal/ Anfang Januar konnte ein Team von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im kanadischen Montreal bei der John Molson MBA International Case Competition (MBA ICC), einem einwöchigen internationalen Fallstudienwettbewerb, wertvolle Erfahrungen für das Studium und den Beruf sammeln.

Der von der Concordia University ausgerichtete Wettbewerb ist der älteste seiner Art. Die Studierenden haben hier die Aufgabe, Lösungen zu realen Unternehmenssituationen zu entwickeln. 2019 wurde der Wettbewerb bereits zum 38. Mal ausgetragen. Zum 23. Mal in Folge nahm ein Team der Universität Paderborn teil.

In diesem Jahr wurde die Universität Paderborn durch die Masterstudierenden Matthias Balkenhol, Julian Bürger, Rico Heuchel, Sarah-Marie Kuhlmann und Jessica Linneweber von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vertreten.

Um für den Wettbewerb gerüstet zu sein, bereitete sich das Paderborner Team rund vier Monate gezielt vor. Hierbei und in Montreal wurde das Team vom früheren Teilnehmer und jetzigem Coach Lucas Pieper sowie von Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster unterstützt. Pelster: „Zur Vorbereitung lernen die ausgewählten Teammitglieder unter anderem im Rahmen meines englischsprachigen Mastermoduls ‚Advanced Management Consul-ting‘ Methoden und Techniken zur umfassenden Analyse und Lösung von unternehmerischen Problemstellungen. Die Präsentationen ihrer erarbeiteten Konzepte für Fragestellungen von realen Unternehmen erfolgen in englischer Sprache vor einer internationalen Jury in Montreal.“

Im Januar trafen die Paderborner Studierenden in Montreal auf 35 Studierendenteams aus der ganzen Welt. Die Studierenden mussten mindestens fünf verschiedene Fallstudien zum diesjährigen Leitthema „Disrupt or be disrupted“ lösen. Ausgerüstet mit lediglich zwei Laptops ohne Internetverbindung musste innerhalb von drei Stunden ein ausgereiftes Strategiekonzept plus dazugehöriger Umsetzung für eine reale Unternehmenssituation erarbeitet werden. Im Anschluss galt es, eine mit internationalen Topmanagern besetzte Jury während einer 25-minütigen englischsprachigen Präsentation und einer 15-minütigen Fragerunde zu überzeugen.

Halbfinaleinzug knapp verpasst

Gruppengegner des Paderborner Teams waren die Xiamen University/China, die Nyenrode Business Universiteit/Niederlande, die schwedische Lund Universität, die kanadische Asper School of Business und die südafrikanische Universität Kapstadt. Die Paderborner überzeugten und konnten drei der fünf Gruppenduelle für sich entscheiden. Eine Niederlage gegen den späteren Zweitplatzierten, die Lund Universität, verhinderte jedoch den Halbfinaleinzug. Teilnehmer Julian Bürger resümiere dennoch zufrieden: „Die gesammelten Erfahrungen sind mit keinem anderen Modul der Universität Paderborn zu vergleichen“.

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

https://wiwi.uni-paderborn.de/international/international-campus/internationalization-at-home/john-molson-case-competition

http://mbacasecomp.com

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales Projekte Lehre
news-33321 Tue, 22 Jan 2019 09:59:34 +0100 Prof. Dr. Jenert übernimmt internationales Journal „EDeR“ https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-jenert-uebernimmt-internationales-journal-eder/ Prof. Dr. Tobias Jenert von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn hat als leitender Verantwortlicher das internationale Journal „EDeR“ übernommen, das 2016 als Projekt an der Universität Hamburg an den Start ging.

Das Journal stellt eine Publikationsplattform für wissenschaftliche Beiträge aus dem Bereich „Design-based Research“ dar. Auf diesem Forschungsgebiet beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Design- bzw. Gestaltungsprozessen in Bildungskontexten, wie z. B. an Schulen, Berufsschulen oder Hochschulen. Hierbei werden Erfahrungen von Lehrkräften aus dem Bildungsalltag zum Gegenstand der Forschung, um Lösungen für Probleme in der Bildungspraxis zu erarbeiten. „EDeR“ greift Beiträge aus pädagogischer, psychologischer, wirtschaftlicher und informationstechnischer Perspektive auf und bietet zum Zwecke eines globalen Wissensaustausches einen freien Zugang für die Öffentlichkeit. Darüber hinaus erhalten Wissenschaftler die Möglichkeit, mit ihren Beiträgen ein internationales Publikum anzusprechen, um damit kritische und öffentliche Diskussionen innerhalb der Bildungswissenschaften anzustoßen.

Weitere Informationen zum Journal: https://journals.sub.uni-hamburg.de/EDeR/index

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Projekte Forschung Internationales
news-33315 Fri, 18 Jan 2019 10:07:20 +0100 „Best Theory Paper Award“ – Preis für Forschungsbeitrag von Prof. Dr. Guido Schryen auf internationaler Konferenz https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/best-theory-paper-award-preis-fuer-forschungsbeitrag-von-prof-dr-guido-schryen-auf-internationa/ Der Forschungsbeitrag „Information Systems Design Science Research and Cumulative Knowledge Development: An Exploratory Study“ von Prof. Dr. Guido Schryen, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Paderborn, wurde mit dem „Best Theory Paper Award“ der International Conference on Information Systems (ICIS) 2018 im Dezember in San Francisco ausgezeichnet.

Das Forschungsteam um den Paderborner Wissenschaftler hat in diesem gemeinsamen Beitrag u. a. für die kumulative Wissensentwicklung, basierend auf Designtheorien in der Informationssystemforschung, fünf Leitlinien herausgearbeitet.

„Mit den entwickelten Leitlinien haben wir das Ziel verfolgt, die zukünftige kumulative Wissensentwicklung auf dem Gebiet der Designtheorien für Informationssysteme international voranzutreiben“, so Schryen.

Weitere Informationen:

Der Forschungsbeitrag „Information Systems Design Science Research and Cumulative Knowledge Development: An Exploratory Study“ von Richard Schuster, Gerit  Wagner und Guido Schryen ist erschienen in: Proceedings of the 2018 International Conference on Information Systems (ICIS 2018), San Francisco, CA, USA, 2018.
Zum Download steht der Artikel unter folgender Adresse zur Verfügung: https://ris.uni-paderborn.de/record/5600

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Pressemitteilungen Internationales Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33295 Wed, 16 Jan 2019 10:56:50 +0100 Fernsehbeitrag zum Projekt von Prof. Daniel Beverungen: Online-Shopping in der Innenstadt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/fernsehbeitrag-zum-projekt-von-prof-daniel-beverungen-online-shopping-in-der-innenstadt/ Für das BMBF-Projekt „SmartMarketSquare“ von Prof. Dr. Daniel Beverungen aus dem Department Wirtschaftsinformatik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn interessierte sich das WDR-Fernsehen.

Zwei Beiträge wurden am 14. Januar in der Lokalzeit OWL gesendet und sind dort als Video bis zum 21. Januar 2019 abrufbar unter den folgenden Links:

(1)
„Mehr Online-Handel in der Innenstadt“
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-mehr-online-handel-in-der-innenstadt-100.html

(2)
„Studiogast: Prof. Daniel Beverungen, Wirtschaftsinformatiker an der Uni Paderborn“
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-studiogast-prof-daniel-beverungen-wirtschaftsinformatiker-an-der-uni-paderborn-100.htm


Weitere Informationen:

Zum Projekt gab es bereits eine Pressemitteilung der Universität Paderborn:
https://www.uni-paderborn.de/nachricht/88296/

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33285 Wed, 16 Jan 2019 09:17:00 +0100 BWL-Forschungsleistung im Ranking vorne: Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn unter den erfolgreichsten Fakultäten https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/bwl-forschungsleistung-im-ranking-vorne-fakultaet-fuer-wirtschaftswissenschaften-der-universitaet-pade/ Für die WirtschaftsWoche wurde im Rahmen einer exklusiven Studie ein Forschungsmonitoring durchgeführt. Dabei wurde der wissenschaftliche Output anhand der Zahl von Veröffentlichungen in renommierten BWL-Fachzeitschriften während der letzten zehn Jahre gemessen. Analysiert wurden etwa 200 Hochschulen im deutschsprachigen Raum.

Von den 14 öffentlich-rechtlichen Universitätsstandorten in NRW nimmt die Universität Paderborn mit ihrer betriebswirtschaftlichen Forschung in diesem Ranking in NRW Platz vier ein. Insgesamt zählt die BWL der Universität Paderborn in diesem länderübergreifenden Ranking von etwa 200 Hochschulen mit Platz 22 zu den forschungsstärksten Hochschulen in der Betriebswirtschaftslehre im deutschsprachigen Raum.

Durchgeführt wurde die Studie vom Forschungsinstitut KOF der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE).
 

Weitere Informationen zum BWL-Ranking:

WirtschaftsWoche Online, 10. Januar 2019: BWL: Diese Unis sind in der Forschung besonders stark
von Bert Losse
Link zum Premiumartikel:
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/bwl-diese-unis-sind-in-der-forschung-besonders-stark/23847706.html
Druckausgabe vom 11. Januar 2019: Die Besten auf dem Markt, S. 22–23

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: Hochschulkarte NRW
https://www.mkw.nrw/studium/informieren/hochschulkarte-nrw/

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Pressemitteilungen Projekte Forschung Standort Forschungspreise Rankings
news-33275 Mon, 14 Jan 2019 14:21:30 +0100 BWL-Professorin Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn in der WirtschaftsWoche zum aktuellen Entwicklungsprozess der Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/bwl-professorin-caren-sureth-sloane-von-der-universitaet-paderborn-in-der-wirtschaftswoche-zum-aktuel/ Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn, sieht in der Titelstory der WirtschaftsWoche zum aktuellen Reformprozess in den Wirtschaftswissenschaften, dass der bereits vor etlichen Jahren eingesetzte Bewusstseinswandel, der alle Bereiche der Wirtschaftswissenschaften durchdringt, wahrgenommen wird. Zwar seien „wir immer noch dem Verdacht ausgesetzt, engstirnige Gewinnmaximierer auszubilden“, beschreibt Sureth-Sloane die gegenwärtigen Erfahrungen. Aber moderne Betriebswirte beschäftigten sich nicht nur mit Cashflow und Bilanzierung, sondern auch mit Verhaltenswissenschaft und sozialer Verantwortung, mit ethischen Fragen etwa rund um Steuer­vermeidung und Managervergütung, Cum-Ex-Skandalen und dem Auseinanderfallen von Risiko und Haftung. Sureth-Sloane erklärt das frühere Image damit, dass ein Teil der Kritik durchaus berechtigt war. Eine Zeit lang hat man relevante Themen der Wirtschaft und Gesellschaft vernachlässigt. Ein Grund hierfür sei, dass der lokale und unmittelbare Anwendungsbezug für die Publikation in einem renommierten Fachjournal oft keine Rolle spielte. Sureth-Sloane sieht aber in vielen Bereichen der BWL wieder „ein neues Bewusstsein dafür, dass unsere Forschung auch praktische Probleme lösen kann“, ohne wissenschaftliche Standards aufzugeben. Viele neue Forschungsfragen ergäben sich insbesondere im Rahmen der aktuellen Digitalisierungsentwicklungen im Diskurs mit der Wirtschaft, z. B.: Wie sieht die Besteuerung für ein Unternehmen mit Cloud-Geschäft aus, dessen Nutzer auf der ganzen Welt, aber dessen Personal und Sever nur in bestimmten Ländern aktiv sind? Den durch die fortschreitende Digitalisierung bedingten Wegfall von Routinetätigkeiten verdeutlicht Sureth-Sloane am Beispiel der Wirtschaftsprüfung. Hier habe die Hauptaufgabe früher darin bestanden, Stichproben aus der Buchführung zu nehmen und zu kontrollieren. Die Prüfung der kompletten Buchungen und Bilanzierung kann heute jedoch schon von einer Software übernommen werden. Dies sei aber nicht unbedingt ein Problem für die vielen Betriebswirte, die ihre Karriere gern bei Wirt­schaftsprüfungsgesellschaften starten, da gleichzeitig neue Arbeitsplätze mit deutlich komplexeren Anforderungen entstünden. Caren Sureth-Sloane konstatiert abschließend, dass vor allem der „betriebswirtschaftliche Blick fürs große Ganze“ notwendig sei.

Ihre Einschätzung zur Lage der Wirtschaftswissenschaften ist von der WirtschaftsWoche nicht nur als Professorin für BWL, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, an der Universität Paderborn gefragt, sondern auch in ihrer Funktion als neue Vizepräsidentin der Schmalen­bach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft.


Weitere Informationen zur WirtschaftsWoche:

WirtschaftsWoche Online, 10. Januar 2019: Wirtschaftsstudium auf dem Prüfstand. Sind unsere BWL- und VWL-Studenten gut genug?
von Jan Guldner und Malte Fischer

Link zum Premiumartikel:
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/wirtschaftsstudium-auf-dem-pruefstand-wandel-durch-krise/23847846-2.html

Druckausgabe vom 11. Januar 2019: Hayek wäre stolz auf sie, S. 14–20

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Pressemitteilungen Wirtschaft Standort
news-33253 Thu, 10 Jan 2019 16:04:38 +0100 Digitale Transformation in OWL https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/digitale-transformation-in-owl/ Paderborner Wirtschaftswissenschaftler legen mit Projektpartnern Handlungsleitfaden für kleine und mittlere Unternehmen vor


Im Rahmen des Projekts „Business 4.0 OWL – Neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten mit Informations- und Kommunikationstechnologie“ haben der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement der Universität Paderborn, InnoZent OWL e. V. und der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) mit einheimischen Unternehmen digitale Strategien erarbeitet.

Die Ergebnisse sind nun als detaillierter Handlungsleitfaden verfügbar, der kleinen sowie mittleren Unternehmen (KMU) konkrete Ansatzpunkte und Werkzeuge für die digitale Transformation liefern soll. Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Der Leitfaden ist auf Basis einer quantitativen Studie mit 246 Unternehmen aus 22 Branchen sowie einer begleitenden qualitativen Interviewstudie entstanden. Daraus ergaben sich die folgenden fünf Fokusfelder mit Digitalisierungsbedarf: digitale Fähigkeiten und Ressourcen, digitale Prozessverbesserung, digitale Lieferantenanbindung, digitales Kundenmanagement und digitaler Kundenkontakt. Unternehmen erhalten auf diese Weise Lösungsempfehlungen als Antwort auf häufige Problembereiche und Unterstützung bei der Ableitung von individuellen Digitalisierungsmaßnahmen. „Ein sehr wichtiger und guter Handlungsplan, eine sehr gute Leitplanke, die wir aus Sicht der Stadt Paderborn eindeutig begrüßen“, betont Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn.

Prof. Dr. Nancy Wünderlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der Universität Paderborn, hat den Handlungsleitfaden mitkonzipiert: „Die digitale Transformation stellt Unternehmen in OWL vor die Herausforderung, ihre Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse neu zu überdenken. Dabei kommt der Digitalisierung der Kundenschnittstelle eine besondere Bedeutung zu. Viele Konzepte, zum Beispiel zu digitalen Marktplätzen, Kommunikationsplattformen   oder   zur   Datenvernetzung über die Wertschöpfungskette hinweg, sind bereits theoretisch modelliert und warten nun auf ihre praktische Umsetzung. An dieser Stelle setzt der Handlungsleitfaden des Projektes Business 4.0 OWL an, um Wirtschaft und Gesellschaft der Region OWL mit empirisch fundierten Normstrategien zur digitalen Transformation zu unterstützen.“

Der gesamte Kommentar von Bürgermeister Michael Dreier zum Handlungsleitfaden ist als YouTube-Video verfügbar.

Der Handlungsleitfaden kann hier heruntergeladen werden.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33251 Thu, 10 Jan 2019 14:30:44 +0100 Wissenschaftlicher Spitzennachwuchs: Dissertation von Matthias Westphal wurde mit dem Preis des Präsidiums ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wissenschaftlicher-spitzennachwuchs-dissertation-von-matthias-westphal-wurde-mit-dem-preis-des-praes/ Individuelle Konsequenzen und öffentliche Herausforderungen des sozialen Wandels für die Gesundheitsökonomie und die Bildungsökonomie

Seine englischsprachige Dissertation mit dem Titel „Individiual consequences and public challenges of social change – Six empirical essays in health economics and economics of education“ schloss Matthias Westphal mit summa cum laude ab und er erhielt dafür im Dezember 2018 den Preis für ausgezeichnete Dissertationen des Präsidiums der Universität Paderborn. Die Arbeit wurde betreut von Prof. Dr. Hendrik Schmitz, der an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Professur für Statistik und Quantitative Methoden der Empirischen Wirtschaftsforschung innehat.

Demografischer Wandel und Bildungsexpansion:
individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen und Herausforderungen

In seiner Dissertation untersuchte Matthias Westphal mit empirischen Daten und neuesten mikroökonometrischen Methoden einige Triebfelder und Konsequenzen von zwei bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte, die auch in Zukunft die Politik vor Herausforderungen stellen werden: Der demografische Wandel einerseits und das sprunghaft angestiegene Bildungsniveau der Bevölkerung auf der anderen Seite. Westphal: „Eine Folge des demografischen Wandels in Deutschland ist beispielsweise die Frage, wie die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen zukünftig am besten versorgt wird – in Heimen durch speziell ausgebildete Pflegekräfte oder in der häuslichen Pflege größtenteils durch die eigenen Angehörigen. Da oft die Pflege durch die Angehörigen bevorzugt wird – nicht zuletzt auch wegen der oft angenommenen geringeren Kosten – gehe ich der Frage nach, ob pflegende Angehörige aufgrund der Pflege mentale Belastungen oder auch Benachteiligungen im Arbeitsmarkt in den Jahren nach der Pflegeaufnahme haben.“

Wachsender Wohlstand für alle?

Des Weiteren analysierte Matthias Westphal in seiner Dissertation die Bildungsexpansion. Westphal: „Die Bildungsexpansion hat Konsequenzen, die die Gesellschaft auch zukünftig prägen werden: Beispielsweise gehe ich den Fragen nach, inwieweit einerseits ein Universitätsstudium zum wachsenden Wohlstand der Bevölkerung beigetragen hat.  Andererseits analysiere ich, ob sich ein weiterer Ausbau der Universitätslandschaft in Deutschland gesellschaftlich lohnt. Zudem untersuche ich, inwiefern der Bildungsausbau den demografischen Wandel eventuell sogar beschleunigt hat. Da insbesondere der Anteil weiblicher Studierender durch den Ausbau gestiegen ist und sich berufstätige Frauen oft entweder für Kinder oder Karriere entscheiden müssen, versuche ich den kausalen Effekt eines Studiums auf Fertilitätsentscheidungen von Frauen zu ermitteln.“

Unbeabsichtigte Auswirkungen?

Die Bildungsexpansion könnte auch einige unbeabsichtigte Auswirkungen nach sich gezogen haben, denn nicht nur die Studierenden und Schüler waren vom Bildungsausbau betroffen. Matthias Westphal: „Da auch viele Tausend neue Lehrerstellen aufgrund des Bildungsausbaus geschaffen wurden, könnten sich möglicherweise die allgemeinen Berufsaussichten für Lehrer so verbessert haben, dass sich auch für den Lehrerberuf weniger geeignete Personen für ein Lehramtsstudium entschieden haben. Diese Unterschiede in den Lehrfähigkeiten könnten sich bis heute durch den Unterricht dieser Lehrer auf die Schüler übertragen und so zu persistenten Unterschieden in Lernständen führen.“

Praxisrelevante Forschungsergebnisse

Prof. Dr. Hendrik Schmitz weiß die Anerkennung des hohen wissenschaftlichen Niveaus und der Praxisrelevanz der Dissertation seines wissenschaftlichen Mitarbeiters zu schätzen: „Ich freue mich, dass diese Dissertation geehrt wird, denn sie überzeugt in vielfacher Hinsicht. Sie ist höchst relevant, denn Matthias Westphal untersucht Auswirkungen von zwei der wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte: dem demografischen Wandel und der Bildungsexpansion. Die Ergebnisse können politische Entscheidungsträger in so verschiedenen Bereichen wie Pflege-, Bildungs- und Familienpolitik informieren. Außerdem ist die Dissertation methodisch auf internationalem Spitzenniveau. Sie hat auch bereits auf anderer Ebene drei weitere Auszeichnungen bekommen: Drei Kapitel sind bereits in internationalen Top-Zeitschriften veröffentlicht.“

Link zur Pressemitteilung des Präsidiums auf der UPB-Homepage:
https://www.upb.de/nachricht/88687/

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33249 Wed, 09 Jan 2019 17:29:00 +0100 Prof. Dr. Dennis Kundisch als Experte für Wirtschaft 4.0 in Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz berufen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-dennis-kundisch-als-experte-fuer-wirtschaft-40-in-arbeitsgruppe-der-kultusministerkonferen/ Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Universität Paderborn ist kürzlich als Experte für Wirtschaft 4.0 in eine neue Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz (KMK) berufen worden.

Die vom Ausschuss für Berufliche Bildung der KMK eingerichtete länderoffene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Integration von Wirtschaft 4.0 in die Ausbildung an Fachschulen für Wirtschaft und plant, ein kompetenzorientiertes Qualifikationsprofil zu erarbeiten. Am Freitag, 18. Januar, wird die Arbeitsgruppe in Berlin ihre Arbeit aufnehmen.

Dennis Kundisch hat an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, inne und ist Direktor des Center of Competence „Digital Business“ des Software Innovation Campus Paderborn (SICP). Kundisch: „Die Digitalisierung durchdringt zunehmend alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Insofern ist es nur konsequent, dass der durch Digitalisierung der Arbeit erfolgte Wandel in den kaufmännischen Berufen und Dienstleistungsberufen und den dafür benötigten beruflichen Kompetenzen entsprechend in die Curricula an den Fachschulen systematisch Eingang finden soll.“

Prof. Dr. Daniel Beverungen, Sprecher des Departments für Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn, freut sich, dass die Expertise seines Kollegen gefragt ist: „Der Wirtschaftsinformatik ist es ein besonderes Anliegen, die digitale Transformation unserer Gesellschaft fundiert und erfolgreich zu gestalten. Kooperationen von Universitäten und Fachschulen sind bestens dazu geeignet, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen“.

Weitere Informationen zum Lehrstuhl und zur Forschung von Dennis Kundisch: www.wiwi.upb.de/dep3/winfo2

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Pressemitteilungen Wirtschaft Standort
news-33187 Thu, 20 Dec 2018 17:49:36 +0100 Herausragende Forschungsleistung: Dominik Gutt erhält den „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/herausragende-forschungsleistung-dominik-gutt-erhaelt-den-deans-young-scholar-research-award-der/ Wie beeinflusst lokaler Wettbewerb die Online-Bewertungen von Unternehmen? Und welche Bedeutung haben Online-Bewertungen für ganze Märkte?

Diese Fragen hat sich Dominik Gutt von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn gestellt. Seine Analyse von über 90.000 Bewertungen auf der Plattform Yelp in knapp 400 US-amerikanischen Städten zeigt, dass Online-Bewertungen in kleinen Märkten typischerweise anders verteilt sind als in großen Märkten. Seine Ergebnisse wurden zur Veröffentlichung eines gemeinsamen Forschungsbeitrags im Journal „Information Systems Research“ angenommen. Die Publikation trägt den Titel „Crowd-Driven Competitive Intelligence: Understanding the Relationship between Local Market Competition and Online Rating Distributions“.

Die Veröffentlichung in einer der weltweit führenden Zeitschriften der Wirtschaftsinformatik unterstreicht die bedeutende Forschungsleistung von Dominik Gutt und seinen Koautoren. Für seine Koautorenschaft in diesem Journalbeitrag als herausragende Publikation hat die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften nun Dominik Gutt als ersten Preisträger mit dem neu eingeführten Fakultätspreis „Dean’s Young Scholar Research Award“ ausgezeichnet.

In seiner Forschung nutzt Dominik Gutt zusammen mit seinen Koautoren Philipp Herrmann und Mohammad S. Rahman die durchschnittlichen Bewertungen aller Restaurants einer Stadt sowie deren Verteilung, um zu zeigen, dass in Städten mit hoher Wettbewerbsintensität der Zuwachs an neu eröffnenden Restaurants sich nicht gleichmäßig über die Bewertungsskala verteilt. So gibt es einen überproportionalen Zuwachs an qualitativ schlecht bewerteten Restaurants verglichen mit Städten mit nur wenigen Restaurants. Für Restaurantbetreibende mit hohen Qualitätsansprüchen bedeutet das, dass sie in Großstädten einer stärkeren Konkurrenz durch Restaurants im niedrigen Qualitätsbereich ausgesetzt sind. Insbesondere für Ketten ist diese Information wertvoll, um ihre Strategien auf die Wettbewerbssituation in verschiedenen Städten anzupassen.

Gutt: „Online-Bewertungen sind eine wertvolle Datenquelle in der Forschung. Durch unsere Ergebnisse können Unternehmen ihre Marktmacht in regionalen Märkten besser einschätzen und Bewertungsplattformen können die Informationen für ihre Nutzerinnen und Nutzer gezielter aufbereiten, um zum Beispiel zu veranschaulichen, was eine
Vier-Sterne-Bewertung in einem Markt wirklich wert ist. Für Kunden ist es darüber hinaus wichtig, Folgendes zu wissen: Ein zufälliger Restaurantbesuch in einer großen Stadt wird statistisch gesehen eher in einem niedriger bewerteten Restaurant enden, als in einer kleinen Stadt.“

Aber auch Restaurantgäste können von den Forschungsergebnissen von Dominik Gutt profitieren. Gutt: „Restaurantgäste sollten sich hüten, in Großstädten ein beliebiges Restaurant auszuwählen, da das Risiko ein qualitativ schlechtes Restaurant zu erwischen, größer ist als in Kleinstädten. Auf der anderen Seite haben die Datenanalysen aber auch bestätigt, dass Gäste in Großstädten eher fündig werden, wenn sie auf der Suche nach sehr hoch bewerteten Restaurants sind.“

Doktorvater Prof. Dr. Dennis Kundisch freut sich über die Anerkennung der Forschungsergebnisse seines wissenschaftlichen Mitarbeiters im weltweit renommierten Journal „Information Systems Research“:  „Insgesamt bestätigt die Forschung von Dominik Gutt die Annahme aus der sogenannten Theorie der Unternehmung, dass Wettbewerb die Vielfalt an Qualität stärkt. Neu ist die Erkenntnis der Zunahme an beiden Enden des Qualitätsspektrums und insbesondere der starke Zuwachs an qualitativ schlechten Unternehmen in Märkten mit hohem Wettbewerb.“

Weitere Informationen:
Dean’s Young Scholar Research Award für herausragende Publikation

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften nach außen noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit der Einführung der Dean’s Young Scholar Awards machen wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung“, sagt Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Fakultät sieht in der erreichten Annahme des Artikels von Dominik Gutt im weltweit renommierten Journal „Information Systems Research“ eine Verstärkung die deutschland- aber auch weltweiten Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im Bereich der Spitzenforschung. Die Universität Paderborn etabliert sich hiermit im ausgesprochen kleinen Kreise der deutschen Universitäten, welche in den letzten Jahren Beiträge in Information Systems Research publizieren konnten. Des Weiteren stärkt der gemeinsame Publikationserfolg die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Kooperationspartner in den USA, in diesem Fall die Purdue University.

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news-33185 Thu, 20 Dec 2018 16:03:29 +0100 Prof. Dr. Nancy Wünderlich für Forschung zu sozialen Robotern ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-nancy-wuenderlich-fuer-forschung-zu-sozialen-robotern-ausgezeichnet/ In einem Video-Experiment haben Prof. Dr. Nancy Wünderlich von der Universität Paderborn, Prof. Dr. Markus Blut von der Aston University im englischen Birmingham und Prof. Dr. Christian Brock von der Universität Rostock untersucht, wie 16 verschiedene soziale Roboter die Markenwahrnehmung von Menschen beeinflussen.

Ihre Ergebnisse hielten sie in dem Beitrag „Innovative Technologies in Branded-Service Encounters: How Robot Characteristics Affect Brand Trust and Experience“ fest. Dafür wurden sie kürzlich auf der International Conference on Information Systems (ICIS) in San Francisco mit dem „Best Short Paper Award“ ausgezeichnet.

Die ICIS zählt weltweit zu den renommiertesten Konferenzen für Informationssysteme. Bereits im vergangenen Jahr konnte Nancy Wünderlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, zusammen mit Prof. Dr. Stefanie Paluch von der RWTH Aachen den Best Short Paper Award für ihre Arbeit über Chatbots gewinnen.

Weitere Informationen zur Forschung von Prof. Dr. Nancy Wünderlich:
https://wiwi.uni-paderborn.de/dep1/dlm/forschung/kompetenzfelder

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news-33181 Thu, 20 Dec 2018 10:09:14 +0100 Inklusive Mobilitäten im Kontext beruflicher Bildung: Projekt „myVETmo“ vor erfolgreichem Abschluss https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/inklusive-mobilitaeten-im-kontext-beruflicher-bildung-projekt-myvetmo-vor-erfolgreichem-abschluss/ Benachteiligten Jugendlichen während der Berufsausbildung europäische Auslandsaufenthalte und -praktika ermöglichen – das ist das Ziel des Ende Dezember auslaufenden Projekts „myVETmobility - mobilities as pathways to hidden competences“.

An dem 2016 gestarteten Projekt waren berufsbildende Einrichtungen aus Finnland, Frankreich, Deutschland, Spanien und der Türkei beteiligt. Wissenschaftlich begleitet wurde es vom Department Wirtschafts- und Berufspädagogik der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. H.-Hugo Kremer und seinen Mitarbeitern Dr. Petra Frehe-Halliwell und Peter Rüsing. Die Geschäftsstelle für EU-Projekte und berufliche Qualifizierung der Bezirksregierung Düsseldorf koordinierte das Projekt, das im Rahmen von „Erasmus+“ mit 300.000 Euro von der EU gefördert wurde. Ende November zogen die Projektpartner Bilanz.

App unterstützt Jugendliche während des Auslandsaufenthalts

Am 22., 28. und 29. November tauschten sich die Wissenschaftler der Universität Paderborn mit Lehrern, Trainern, Sozialpädagogen von Berufskollegs und anderen Bildungseinrichtungen sowie mit Bildungsexperten der Bezirksregierung Düsseldorf über die Projektergebnisse und deren Implementationsmöglichkeiten in der beruflichen Ausbildungspraxis aus. Dabei wurde auch der „Students‘ Navigator“ behandelt. Hier gehen persönliche Begleitung und Selbstverantwortung Hand in Hand: Die App hilft den Jugendlichen, sich während des Auslandsaufenthalts zu orientieren, zu organisieren und Kontakt zu ihren Betreuern zu halten. Außerdem können die jungen Menschen hier Arbeitsergebnisse und Erfahrungen dokumentieren.

Jugendliche lernen, sich per Video zu präsentieren

Zusätzlich zur App „Students‘ Navigator“ entstand aus dem Projekt „myVETmo“ ein weiteres Konzept. So haben die Jugendlichen vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auf Video festzuhalten. Der Umgang mit der Videotechnologie dient der Selbstreflexion und die Jugendlichen können eigene, bislang verborgen gebliebene Kompetenzen entdecken. Zudem können auf der Basis der Videoschnipsel später Bewerbungsvideos erstellt werden.

Guidelines für inklusive Mobilitäten

Neben der App und dem Video-Konzept konzentrierte sich das Projekt auf einen dritten Baustein: das Erarbeiten von „Guidelines für inklusive Mobilitäten“. Hier handelt es sich um eine Handreichung für Betreuer, die den Organisationsrahmen für die Auslandsaufenthalte beschreibt und Umsetzungshinweise gibt. Herausforderungen und Probleme werden in den Guidelines ebenso dargestellt wie Erfolgsfaktoren.

Weitere Informationen zum Projekt:
https://www.uni-paderborn.de/cevet/forschung/aktuelle-projekte/myvetmo und http://www.myvetmo.eu

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news-33155 Fri, 14 Dec 2018 16:12:00 +0100 Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane neue Vizepräsidentin der Schmalenbach-Gesellschaft https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-caren-sureth-sloane-neue-vizepraesidentin-der-schmalenbach-gesellschaft/ Die Mitglieder der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. haben für die Amtsperiode 2019 bis 2023 einen neuen Vorstand gewählt.

Dieser ernannte Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn zur Vizepräsidentin. Sureth-Sloane hat seit 2004 die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, inne.

Ziel der unabhängigen und gemeinnützigen Schmalenbach-Gesellschaft mit Sitzen in Köln und Berlin ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu intensivieren und Antworten auf aktuelle Fragen der Wirtschaftspraxis und -gesetzgebung zu geben. Hierzu werden in aktuell 25 Arbeitskreisen mit über 600 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaftspraxis Lösungen entwickelt. Zudem veranstaltet die Gesellschaft Tagungen und Kongresse, insbesondere die jährliche Schmalenbach-Tagung und den Deutschen Betriebswirtschafter-Tag

Caren Sureth-Sloane freut sich auf die neue Aufgabe als Vizepräsidentin: „Die Schmalenbach-Gesellschaft soll in Zukunft noch viel mehr der Ort sein, an dem sich die klügsten Köpfe der Wirtschaft und der Betriebswirtschaftslehre treffen, um Probleme zu identifizieren und zu antizipieren, verständlich zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die die Wirtschaft und Gesellschaft wirklich weiterbringen.“

An der Universität Paderborn erforscht Sureth-Sloane, wie sich Besteuerung auf unternehmerische Entscheidungen auswirkt, vor allem auf riskante Investitionsentscheidungen. Außerdem forscht sie zu internationaler Unternehmensbesteuerung und Steuerkomplexität. 2013 wurde die Forscherin zum Ordentlichen Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ernannt.

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten von Caren Sureth-Sloane und zur Schmalenbach-Gesellschaft:

wiwi.upb.de/dep2/steuern/forschung/dfg-und-weitere-gefoerderte-projekte

www.schmalenbach.org

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news-33153 Fri, 14 Dec 2018 15:49:00 +0100 Prof. Dr. Christoph Spengel hält Gastvortrag über Cum-Ex-Steuerskandal https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-christoph-spengel-haelt-gastvortrag-ueber-cum-ex-steuerskandal/ „Steuerraub kostet den Staat mindestens 30 Milliarden Euro“

Prof. Dr. Christoph Spengel von der Universität Mannheim hat am Montag, 10. Dezember, an der Universität Paderborn einen Gastvortrag zum Thema: „Die größten Steuerräuber Deutschlands: Cum/Ex, Cum/Cum und Cum/Fake“ gehalten.

Spengel, der von Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, eingeladen wurde, veranschaulichte in seinem Vortrag die durch den Skandal um sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Finanzgeschäfte entstandenen geschätzten Steuerschäden. Demnach belaufe sich der Steuerraub aus diesen Betrugsmodellen in Deutschland zwischen 2001 und 2016 nach konservativen Schätzungen auf etwa 31,8 Milliarden Euro. Im weiteren Verlauf skizzierte der Wirtschaftswissenschaftler u. a., wie es zu dem Steuerskandal kommen konnte, wie dieser konkret ablief, worin der finanzielle Anreiz bestand und wer alles daran beteiligt war.

Spengel erklärte den Zuhörern die Funktionsweise und Rahmenbedingungen der laut Wolfgang Schäuble „illegitimen, aber nicht illegalen Cum-Ex-Geschäfte“. Darüber hinaus betonte er, dass es sich hierbei nicht um nur Steuervermeidung, sondern um bandenmäßigen Steuerraub handele. Die Beteiligten hätten nicht nur versucht, Steuerzahlungen zu vermeiden, sondern den Staat bewusst durch einen doppelten Kapitalertragssteuerabzug beraubt. Der Gewinn der beteiligten Akteure werde aus einer zweiten Steuererstattung finanziert, die auf Grundlage einer unrechtmäßigen Steuerbescheinigung erfolgt. Der Mannheimer Wissenschaftler, der Ende November zuletzt als Experte zu einer öffentlichen Anhörung zum Cum-Ex-Skandal im Europäischen Parlament eingeladen war, kritisierte die seiner Meinung nach teilweise absurden, teilweise falschen rechtlichen Beurteilungen des Skandals und bedauerte, dass bislang für lediglich 10 Prozent der Fälle ein Strafverfahren eröffnet wurde. Auch das Bundesfinanzministerium, das bereits im Jahr 2002 für diese Problemstellung sensibilisiert worden war, kritisierte Spengel.

Um derartige unrechtmäßige Geschäfte in Zukunft verhindern zu können, forderte Spengel eine Gesetzesänderung und plädierte für eine deutliche Verbesserung der Steuerung in Wirtschaft und Verwaltung. Im Anschluss an seinen Vortrag fand eine Diskussion mit Studierenden statt. Die kritischen und nachdenklichen Stimmen der Studierenden brachten zum Ausdruck, wie viel Emotionalität in dem Finanzskandal steckt.

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news-33069 Wed, 05 Dec 2018 15:35:58 +0100 Dienstleistungstagung 2019 in Paderborn: „Service Systems Innovation“ – Anmeldung jetzt möglich https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dienstleistungstagung-2019-in-paderborn-service-systems-innovation-anmeldung-jetzt-moeglich/ Im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung“ richtet das Projekt „Digivation“ die Dienstleistungstagung 2019 unter dem Titel „Service Systems Innovation – Impulse für Dienstleistungen von morgen“ aus. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. April 2019 im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn statt.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Tagung bis 31. März 2019 unter: www.digivation.de/ssi

Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten Antworten auf die wichtigsten Fragen im Dienstleistungsbereich: Wie verändert die Digitalisierung unsere Dienstleistungen? Welche neuen Möglichkeiten entstehen hierdurch für Wirtschaft und Bevölkerung? Der Lehrstuhl für betriebliche Informationssysteme von Prof. Dr. Daniel Beverungen an der Universität Paderborn gestaltet als Teil des Projekts den Inhaltsstrang „Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse“.

Das interaktive Programm gewährt Wissenschaftlern und Anwendern aus der Wirtschaft Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse BMBF-geförderter Projekte aus verschiedenen Bereichen der Dienstleistungsforschung und bietet Raum für die Diskussion mit Experten aus Wirtschaft und Forschung über aktuelle Entwicklungen rund um die Themen:

  • Smart Service Engineering
  • Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse
  • Chancen und Herausforderungen der Kundenintegration bei digitalen Dienstleistungen
  • Neue Entwicklungen für Dienstleistungen im Bereich Gesundheit
  • Dienstleistungsinnovationen in KMU und Handwerk

Gemeinsam entwickeln Referenten und Besucher in sogenannten Themenforen neue Ideen und Impulse für die Dienstleistungsforschung von morgen.

Vertreter aus Start-ups, Großunternehmen und Verbänden gestalten mit ihren Keynotes ein attraktives Programm, das mit interaktiven Formaten, einer Expertenrunde aus Wirtschaft und Forschung sowie einer Ausstellung und Podiumsdiskussion abgerundet wird. Neben Informationen über aktuelle Forschungs- und Unternehmensaktivitäten bietet die Veranstaltung eine Plattform zum Netzwerken und zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Ideen.

Die geförderten Beteiligten des Verbundprojektes „Digivation“ sind neben der Universität Paderborn, der FIR  e. V. (Forschungsinstitut für Rationalisierung ) an der RWTH Aachen, die Universität Passau, die Universität Siegen und das Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e. V.

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news-33043 Thu, 29 Nov 2018 14:10:56 +0100 Cum-Ex-Steuerskandal: Gastvortrag von Prof. Dr. Christoph Spengel am 10. Dezember an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/cum-ex-steuerskandal-gastvortrag-von-prof-dr-christoph-spengel-am-10-dezember-an-der-universitaet/ Der große Steuerskandal rund um sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Finanzgeschäfte ist am Montag, 10. Dezember, Thema eines Gastvortrags an der Universität Paderborn. Prof. Dr. Christoph Spengel von der Universität Mannheim wird ab 16 Uhr im Hörsaal O1 die kriminellen Methoden rund um den Skandal vorstellen, analysieren und diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.

An der Universität Mannheim lehrt und forscht Spengel zu betriebswirtschaftlicher Steuerlehre. Den skandalösen Steuerbetrug kommentierte er bereits häufig in den Medien. Als viel gefragter Sachverständiger wurde er kürzlich in eine öffentliche Anhörung zum Skandal ins Europäische Parlament eingeladen.

Die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Steuerwissenschaftlerin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane freut sich mit Jun.-Prof. Dr. Regina Ortmann und Prof. Dr. Jens Müller besonders, Christoph Spengel für das aktuelle und spannende Thema gewonnen zu haben: „Es handelt sich hierbei sicherlich um einen der größten Wirtschaftsskandale der letzten Jahre, in dem sich Prof.  Spengel immer wieder kritisch positioniert hat. Wir werden Einblicke erhalten, die über die üblichen Medien sonst nicht erlangt werden können.“

Weitere Informationen

Spengel während der Anhörung im EU-Parlament: http://www.europarl.europa.eu/committees/de/events-hearings.html?id=20181114CHE05361

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news-33041 Thu, 29 Nov 2018 12:54:39 +0100 Was bedeutet agile Führung für Beschäftigte und Studierende? – Ergebnisse einer Podiumsdiskussion an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/was-bedeutet-agile-fuehrung-fuer-beschaeftigte-und-studierende-ergebnisse-einer-podiumsdiskussion-an/ Joy Xu, Personalvorstand der Sandoz International GmbH, war im November zu Gast an der Universität Paderborn und diskutierte mit Studierenden über ihre Zukunftsvision einer modernen Arbeitswelt.

Das Pharmaunternehmen Sandoz setzt dabei auf eine agile Arbeitsweise, um den voranschreitenden Kulturwandel im Unternehmen zu verwirklichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Eigenverantwortung und selbstbestimmtes Arbeiten im Team. Den Kulturwandel selbst setzt Sandoz unter dem Credo „Inspired, Curious, Unbossed“ um. Die Voraussetzung für agiles Arbeiten ist dabei der dritte Punkt „Unbossed“, was so viel heißt wie kooperativer Führungsstil, der Mitarbeiter befähigt und unterstützt und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten schafft.

Über diesen aktuellen Kulturwandel bei Sandoz sprach Joy Xu am 17. November an der Universität auf Einladung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Wirtschaftswissenschaften interessiert, was agiles Arbeiten und Führen für die Fähigkeiten bedeutet, die von Studierenden künftig erwartet werden. Dr. Florian Turk moderierte die Plenardiskussion, zu der gut 100 Studierende, Lehrende und Arbeitende kamen. Turk ist Manager bei Sandoz im Bereich Biopharmazeutika und gleichzeitig Honorarprofessor der Universität Paderborn.

Joy Xu nannte zu Beginn ihres Impulsvortrags Beispiele von Unternehmen, die nicht in der Lage gewesen seien, in die Zukunft zu denken. Zukunftsfähig würden Unternehmen, die großer Unsicherheit ausgesetzt sind, nur durch eine starke Kultur, in der zentrale Werte von allen Beschäftigten getragen werden und in der die Beschäftigten ihre Meinung und Expertise einbringen könnten. Sandoz habe bereits eine starke Kultur, doch die Agilität, die notwendig sei, um nachhaltig zukunftsfähig zu sein, könne sich durch die Kultur-Initiative stärker entfalten. Das erfordere eine Einstellung des persönlichen Wachstums von allen Beschäftigten. Dies erläuterte Joy Xu mit ihrer eigenen Lebensgeschichte. Nach der mittleren Reife sei ihr empfohlen worden, Kindergärtnerin zu werden. Dies sei ein ehrenwerter Beruf, doch sie habe entschieden, sich mit Schule und Universität immer weiter zu entwickeln. Die Einstellung zu persönlichem Wachstum müssten auch die Beschäftigten aufbringen, denn sie sollen nun bereit sein, in Teams weitgehend selbstorganisiert zu lernen. Auch die Führungskräfte müssen ganz neu denken: Sie verlieren ihre klassische Funktion als Chefs und werden zu Coaches und Mentoren ihrer Mitarbeiter: Sie ordnen nicht an, sondern schaffen Vertrauen, stellen einen verlässlichen Rahmen für die Teamarbeit bereit und geben immer wieder Rückmeldung. Dadurch werden Mitarbeiter stückweise selbstständiger und würden sich ihrer eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen bewusst („Selfawareness“).

Im Anschluss an Joy Xus Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Irina Haupt und Enja Herdejürgen, Masterstudierende der Wirtschaftswissenschaften, warfen einen Blick auf die Ausbildung: Selbstorganisation und -verantwortung würden auch in vielen Veranstaltungen an der Universität vermittelt, doch dies solle in Zukunft noch stärker erfolgen. Martin Schneider, Professor für Personalwirtschaft, der die Plenardiskussion vermittelt hatte, erinnerte daran, dass Unbossing widersprüchlich sei, alleine schon, weil das vermeintliche Abschaffen einer klassischen Chefrolle oben angeordnet werde. Die Lehrenden an der Universität sollten diese Widersprüche aufgreifen und die Studierenden zu kritischem Denken anhalten und auch auf empirische Ergebnisse eingehen. Die Plenardiskussion regte zum Nachdenken an und zeigte, dass agiles Arbeiten bei Sandoz und anderswo noch im Fluss ist: Es konnte nicht abschließend geklärt werden, ob nicht auch individuelle Leistungsbeurteilungen, Bonuszahlungen und traditionelle Organisation verschwinden müssten, um ein wirklich hierarchiefreies Arbeiten zu ermöglichen.

Text: Martin Schneider

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