Nachrichten - Fakultät WiWi (Uni Paderborn) http://wiwi.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen der Fakultät WiWi (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Mon, 10 Dec 2018 12:08:51 +0100 Mon, 10 Dec 2018 12:08:51 +0100 Uni Paderborn news-33069 Wed, 05 Dec 2018 15:35:58 +0100 Dienstleistungstagung 2019 in Paderborn: „Service Systems Innovation“ – Anmeldung jetzt möglich https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dienstleistungstagung-2019-in-paderborn-service-systems-innovation-anmeldung-jetzt-moeglich/ Im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung“ richtet das Projekt „Digivation“ die Dienstleistungstagung 2019 unter dem Titel „Service Systems Innovation – Impulse für Dienstleistungen von morgen“ aus. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. April 2019 im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn statt.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Tagung bis 31. März 2019 unter: www.digivation.de/ssi

Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten Antworten auf die wichtigsten Fragen im Dienstleistungsbereich: Wie verändert die Digitalisierung unsere Dienstleistungen? Welche neuen Möglichkeiten entstehen hierdurch für Wirtschaft und Bevölkerung? Der Lehrstuhl für betriebliche Informationssysteme von Prof. Dr. Daniel Beverungen an der Universität Paderborn gestaltet als Teil des Projekts den Inhaltsstrang „Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse“.

Das interaktive Programm gewährt Wissenschaftlern und Anwendern aus der Wirtschaft Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse BMBF-geförderter Projekte aus verschiedenen Bereichen der Dienstleistungsforschung und bietet Raum für die Diskussion mit Experten aus Wirtschaft und Forschung über aktuelle Entwicklungen rund um die Themen:

  • Smart Service Engineering
  • Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse
  • Chancen und Herausforderungen der Kundenintegration bei digitalen Dienstleistungen
  • Neue Entwicklungen für Dienstleistungen im Bereich Gesundheit
  • Dienstleistungsinnovationen in KMU und Handwerk

Gemeinsam entwickeln Referenten und Besucher in sogenannten Themenforen neue Ideen und Impulse für die Dienstleistungsforschung von morgen.

Vertreter aus Start-ups, Großunternehmen und Verbänden gestalten mit ihren Keynotes ein attraktives Programm, das mit interaktiven Formaten, einer Expertenrunde aus Wirtschaft und Forschung sowie einer Ausstellung und Podiumsdiskussion abgerundet wird. Neben Informationen über aktuelle Forschungs- und Unternehmensaktivitäten bietet die Veranstaltung eine Plattform zum Netzwerken und zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Ideen.

Die geförderten Beteiligten des Verbundprojektes „Digivation“ sind neben der Universität Paderborn, der FIR  e. V. (Forschungsinstitut für Rationalisierung ) an der RWTH Aachen, die Universität Passau, die Universität Siegen und das Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e. V.

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Wirtschaft Projekte Forschung Veranstaltungen
news-33043 Thu, 29 Nov 2018 14:10:56 +0100 Cum-Ex-Steuerskandal: Gastvortrag von Prof. Dr. Christoph Spengel am 10. Dezember an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/cum-ex-steuerskandal-gastvortrag-von-prof-dr-christoph-spengel-am-10-dezember-an-der-universitaet/ Der große Steuerskandal rund um sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Finanzgeschäfte ist am Montag, 10. Dezember, Thema eines Gastvortrags an der Universität Paderborn. Prof. Dr. Christoph Spengel von der Universität Mannheim wird ab 16 Uhr im Hörsaal O1 die kriminellen Methoden rund um den Skandal vorstellen, analysieren und diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.

An der Universität Mannheim lehrt und forscht Spengel zu betriebswirtschaftlicher Steuerlehre. Den skandalösen Steuerbetrug kommentierte er bereits häufig in den Medien. Als viel gefragter Sachverständiger wurde er kürzlich in eine öffentliche Anhörung zum Skandal ins Europäische Parlament eingeladen.

Die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Steuerwissenschaftlerin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane freut sich mit Jun.-Prof. Dr. Regina Ortmann und Prof. Dr. Jens Müller besonders, Christoph Spengel für das aktuelle und spannende Thema gewonnen zu haben: „Es handelt sich hierbei sicherlich um einen der größten Wirtschaftsskandale der letzten Jahre, in dem sich Prof.  Spengel immer wieder kritisch positioniert hat. Wir werden Einblicke erhalten, die über die üblichen Medien sonst nicht erlangt werden können.“

Weitere Informationen

Spengel während der Anhörung im EU-Parlament: http://www.europarl.europa.eu/committees/de/events-hearings.html?id=20181114CHE05361

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-33041 Thu, 29 Nov 2018 12:54:39 +0100 Was bedeutet agile Führung für Beschäftigte und Studierende? – Ergebnisse einer Podiumsdiskussion an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/was-bedeutet-agile-fuehrung-fuer-beschaeftigte-und-studierende-ergebnisse-einer-podiumsdiskussion-an/ Joy Xu, Personalvorstand der Sandoz International GmbH, war im November zu Gast an der Universität Paderborn und diskutierte mit Studierenden über ihre Zukunftsvision einer modernen Arbeitswelt.

Das Pharmaunternehmen Sandoz setzt dabei auf eine agile Arbeitsweise, um den voranschreitenden Kulturwandel im Unternehmen zu verwirklichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Eigenverantwortung und selbstbestimmtes Arbeiten im Team. Den Kulturwandel selbst setzt Sandoz unter dem Credo „Inspired, Curious, Unbossed“ um. Die Voraussetzung für agiles Arbeiten ist dabei der dritte Punkt „Unbossed“, was so viel heißt wie kooperativer Führungsstil, der Mitarbeiter befähigt und unterstützt und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten schafft.

Über diesen aktuellen Kulturwandel bei Sandoz sprach Joy Xu am 17. November an der Universität auf Einladung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Wirtschaftswissenschaften interessiert, was agiles Arbeiten und Führen für die Fähigkeiten bedeutet, die von Studierenden künftig erwartet werden. Dr. Florian Turk moderierte die Plenardiskussion, zu der gut 100 Studierende, Lehrende und Arbeitende kamen. Turk ist Manager bei Sandoz im Bereich Biopharmazeutika und gleichzeitig Honorarprofessor der Universität Paderborn.

Joy Xu nannte zu Beginn ihres Impulsvortrags Beispiele von Unternehmen, die nicht in der Lage gewesen seien, in die Zukunft zu denken. Zukunftsfähig würden Unternehmen, die großer Unsicherheit ausgesetzt sind, nur durch eine starke Kultur, in der zentrale Werte von allen Beschäftigten getragen werden und in der die Beschäftigten ihre Meinung und Expertise einbringen könnten. Sandoz habe bereits eine starke Kultur, doch die Agilität, die notwendig sei, um nachhaltig zukunftsfähig zu sein, könne sich durch die Kultur-Initiative stärker entfalten. Das erfordere eine Einstellung des persönlichen Wachstums von allen Beschäftigten. Dies erläuterte Joy Xu mit ihrer eigenen Lebensgeschichte. Nach der mittleren Reife sei ihr empfohlen worden, Kindergärtnerin zu werden. Dies sei ein ehrenwerter Beruf, doch sie habe entschieden, sich mit Schule und Universität immer weiter zu entwickeln. Die Einstellung zu persönlichem Wachstum müssten auch die Beschäftigten aufbringen, denn sie sollen nun bereit sein, in Teams weitgehend selbstorganisiert zu lernen. Auch die Führungskräfte müssen ganz neu denken: Sie verlieren ihre klassische Funktion als Chefs und werden zu Coaches und Mentoren ihrer Mitarbeiter: Sie ordnen nicht an, sondern schaffen Vertrauen, stellen einen verlässlichen Rahmen für die Teamarbeit bereit und geben immer wieder Rückmeldung. Dadurch werden Mitarbeiter stückweise selbstständiger und würden sich ihrer eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen bewusst („Selfawareness“).

Im Anschluss an Joy Xus Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Irina Haupt und Enja Herdejürgen, Masterstudierende der Wirtschaftswissenschaften, warfen einen Blick auf die Ausbildung: Selbstorganisation und -verantwortung würden auch in vielen Veranstaltungen an der Universität vermittelt, doch dies solle in Zukunft noch stärker erfolgen. Martin Schneider, Professor für Personalwirtschaft, der die Plenardiskussion vermittelt hatte, erinnerte daran, dass Unbossing widersprüchlich sei, alleine schon, weil das vermeintliche Abschaffen einer klassischen Chefrolle oben angeordnet werde. Die Lehrenden an der Universität sollten diese Widersprüche aufgreifen und die Studierenden zu kritischem Denken anhalten und auch auf empirische Ergebnisse eingehen. Die Plenardiskussion regte zum Nachdenken an und zeigte, dass agiles Arbeiten bei Sandoz und anderswo noch im Fluss ist: Es konnte nicht abschließend geklärt werden, ob nicht auch individuelle Leistungsbeurteilungen, Bonuszahlungen und traditionelle Organisation verschwinden müssten, um ein wirklich hierarchiefreies Arbeiten zu ermöglichen.

Text: Martin Schneider

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales
news-33031 Tue, 27 Nov 2018 15:22:00 +0100 Die Zukunft von Schützenvereinen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-zukunft-von-schuetzenvereinen/ 50 Vereine nehmen an Workshops teil / Warsteiner Brauerei und Uni Paderborn stellen Leitfaden vor

Mehrere hunderttausend Besucher zählen Schützenfeste in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr – der Bann scheint ungebrochen und dennoch haben viele Schützenvereine mit Mitgliederschwund oder mangelnder Akzeptanz zu kämpfen. Um den Vereinen Lösungsansätze anzubieten, hat die Warsteiner Brauerei in Kooperation mit der Universität Paderborn und aktiven Schützen einen Leitfaden für Schützenvereine entwickelt. Dieser zeigt mögliche Lösungsansätze auf und wurde am vergangenen Wochenende im Rahmen der Schützenworkshops erstmals in der Warsteiner Welt präsentiert.

Das Forschungsprojekt der Uni und der Brauerei setzt sich intensiv mit dem Schützenwesen auseinander. Durch die Pilotstudie (2016) und eine Umfrage (2017) konnten personelle, ökonomische und soziokulturelle Probleme und Risiken in den Vereinen herausgearbeitet werden. Um den Vereinen hierbei eine bestmögliche Unterstützung zu bieten, hat die Universität Paderborn in Kooperation mit der Warsteiner Brauerei aufgrund der Rückmeldung von 5.470 aktiven Schützen und Nicht-Schützen einen „Leitfaden zur Entwicklung eines Zukunftskonzeptes“ entwickelt. „Ziel des Leitfadens ist es, den Vereinen bei den benannten Problemen und Risiken mögliche Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, um den Verein auch zukünftig lebendig zu gestalten“, erklärt Jonas Leineweber von der Universität Paderborn.

Ein wesentlicher Punkt des Leitfadens ist die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen und die Festlegung der Schwerpunkte des Zukunftskonzepts. Die Schwächen können anhand eines Fragebogens von den Vereinen eigenständig ermittelt werden, den die Brauerei allen interessierten Schützenbrüdern zur Verfügung stellt. „Anhand der festgelegten Schwerpunkte werden den Vereinen verschiedene vereinsspezifische Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie den jeweiligen Problemen und Risiken entgegenwirken können. Hierfür haben wir aufgrund der zahlreichen Ideen und Anregungen aus den Vereinen einen Maßnahmenkatalog erarbeitet“, sagt Leineweber. „Die geeigneten Maßnahmen für jeden einzelnen Schützenverein erarbeiten die Schützenbrüder für ihre eigenen Vereine und Feste jedoch selbst.“

Am vergangenen Wochenende präsentierten die beiden Partner den regionalen Vereinsvertretern sowohl den Leitfaden als auch die Risikoanalyse und den Maßnahmenkatalog. „Wir verstehen uns als Partner der Schützenvereine. Wir bieten gemeinsam mit der Uni Paderborn die Plattform, die Analysen und mögliche Maßnahmen, um die Vereine fit für die Zukunft zu machen.“, erklärt Benjamin Payer, Field Marketing Manager bei der Warsteiner Brauerei.

Die Inhalte der Workshops und eine detaillierte Auswertung der gesamten Studie werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. In der Publikation werden die Ergebnisse der Studie in einen Gesamtzusammenhang gesetzt, auf dessen Grundlage sich Ursachen und Folgen bestimmen lassen, die für die Zukunftsausrichtung der Vereine von entscheidender Bedeutung sein können.

Weitere Informationen:

Das Center for Risk Management an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und die Warsteiner Brauerei stellten die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zum Thema „Tradition im Wandel“ vor. Das Westfalen-Blatt berichtete am 06.10.2018. Den Artikel finden Sie hier.
Presseresonanz u. a. im Artikel „Schützenvereine als Forschungsobjekt“ vom 02.12.2018, s. hier.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33001 Thu, 22 Nov 2018 12:57:02 +0100 Tag der Wirtschafswissenschaften 2018: Verabschiedung und Ehrung der Absolventinnen und Absolventen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tag-der-wirtschafswissenschaften-2018-verabschiedung-und-ehrung-der-absolventinnen-und-absolventen/ Etwa 290 der im vergangenen Studienjahr insgesamt 814 Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Studiengänge der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn nahmen am 17. November gemeinsam mit Freunden und Familien am diesjährigen Tag der Wirtschafswissenschaften teil.

Wie in den Vorjahren war die Nachfrage nach dieser Festveranstaltung überwältigend, sodass die Gäste nicht nur im Audimax, sondern auch der Übertragung ins Foyer des Audimax und im Hörsaal L1 den Festakt verfolgt haben.

Neben der Überreichung der Abschlussurkunden und Auszeichnung der Jahrgangsbesten wurde zum zweiten Mal der Lehrpreis der Fakultät verliehen. Studiendekan Prof. Dr. H.-Hugo Kremer betonte, dass der Wunsch nach einer solchen Auszeichnung von den Studierenden gekommen sei und Vertreter der Studierenden auch bei der Auswahl mitwirken konnten. Ausgezeichnet wurde die ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät, Prof. Dr. Lena Steinhoff, die seit dem 1. Oktober die Juniorprofessur für Dienstleistungsmanagement an der Universität Rostock innehat.

Dekanin Prof. Dr. Sureth-Sloane hob in ihrer Ansprache hervor, die Qualität des Studiums sei weiterhin auf einem exzellenten Niveau, wie zuletzt das CHE-Ranking mit durchgängigen Platzierungen unter den Top 5 in Deutschland bestätigt habe. Sie veranschaulichte die internationale Vernetzung der Studierenden und der Fakultät insgesamt, was sich in einer ungewöhnlich hohen Quote von Studien im Ausland und der Vielzahl an internationalen Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ablesen lässt. Sie begrüßte die neu berufenen Professorinnen und Professoren der Fakultät und verabschiedete Prof. Dr. Leena Suhl, die in diesem Jahr pensioniert worden ist. Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr.‑Ing. Volker Schöppner gratulierte im Namen der Hochschulleitung allen Absolventinnen und Absolventen zum Erreichen des Studienabschlusses.

In der studentischen Festrede, die erstmals von zwei Vertretern der Studierendenschaft gehalten wurde, warfen Julia Funke und Nikolai Pahmeyer die Frage auf, was sie eigentlich im Studium gelernt haben und skizzierten aus ihrer Sicht die positiven und negativen Facetten des Studentenlebens und wie sehr sie die Universität und Stadt schätzen gelernt haben.

Die Alumnus-Rede von Dr. Yanick Kemayou stellte den Höhepunkt der Veranstaltung dar. Der DAAD-Fachlektor an der Sorbonne in Paris, der sich stark für die Verbesserung der Lebensumstände in afrikanischen Ländern einsetzt, gewährte sehr persönliche Einblicke in seinen Lebensweg, der ihn von Kamerun, nach Frankreich, nach Paderborn führte. Insbesondere mit seinem Appell, auch im Angesicht von großen Herausforderungen niemals aufzugeben, war er inspirierend und Vorbild für die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen. Moderator Dr. Kostja Siefen führte gekonnt durch die Veranstaltung und ermunterte die Absolventinnen in Kontakt zu bleiben auf verschiedene Art und Weise, z. B. über die Ehemaligenvereinigungen „Paderborner Hochschulkreis (PHK)“.

Text: Laura Emmighausen

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Standort
news-32995 Wed, 21 Nov 2018 15:24:51 +0100 Lehrpreis 2018 der Paderborner Wirtschaftswissenschaftler geht an Prof. Dr. Lena Steinhoff https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/lehrpreis-2018-der-paderborner-wirtschaftswissenschaftler-geht-an-prof-dr-lena-steinhoff/ Erfolg mit „forschendem Lernen“

Prof. Dr. Lena Steinhoff ist die diesjährige Trägerin des „Lehrpreises der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften für besonderes Engagement in der Lehre“ an der Universität Paderborn.

Die Expertin für Beziehungsmarketing, Konsumentenverhalten, Dienstleistungsmanagement sowie Experimentalforschung studierte, promovierte, forschte und lehrte als Post-Doc und akademische Rätin über einen Zeitraum von 15 Jahren am Lehrstuhl für „Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing“ bei Prof. Dr. Andreas Eggert in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn.

Nach Auffassung der Jury war es der seit 1. September an der Universität Rostock lehrenden Juniorprofessorin gelungen, die Kluft zwischen Lehre und Forschung durch An-und Einbindung aktueller Forschung und Bezugnahme zu aktuellen Forschungsbefunden zu überwinden. Gewürdigt wurde ihr besonderes Engagement in der Konzeption und Umsetzung des „forschenden Lernens“ in den Wirtschaftswissenschaften, sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium.

Gegenstand der Nominierung war die Neukonzeption eines Bachelor-Teilmoduls zum Thema „Konsumentenverhalten“ in Kooperation mit Lehrstuhlinhaber Professor Eggert und eines Mastermoduls „Relationship Marketing: Understanding and Managing Customer Loyalty“.

Die Vorteile ihrer Lehrmethode: Studierende lernen die aktuellen Forschungsstände sowie zahlreiche praktische Beispiele und Anwendungen kennen und erarbeiten in Gruppen ihre eigene Forschungsidee, die Gegenstand einer Abschlusspräsentation ist. Studierende kommen zudem rasch zum Kern des „forschenden Lernens“, was bedeutet:  Verstehen und Diskutieren von aktuellen Forschungsergebnissen und Entwicklung und Verteidigung einer eigenen Forschungsidee.

Studiendekan Prof. Dr. H.-Hugo Kremer stellte in seiner Laudatio am 17. November die Vergabekriterien der Jury heraus und resümierte: „Frau Steinhoff ist es in ganz besonderer Weise gelungen, Forschung bereits in der Lehre zu verankern. Sie hat ihre Lehrveranstaltungen forschungsorientiert und für die Studierenden sehr praxisrelevant gestaltet und sie hat die Studierenden aktiviert und in den Rahmen ihres Forschungshandelns mitgenommen.“

Lena Steinhoff erinnerte an die Freude und Begeisterung der Studierenden, als diese ihre ersten Forschungsergebnisse vorstellten und versäumte es auch nicht, im Blick zurück ihren Dank ihren Paderborner Kolleginnen und Kollegen auszusprechen: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Grundlage für diesen schönen Erfolg ist sicherlich das unterstützende Lehrumfeld an meinem ehemaligen Lehrstuhl, dem ich herzlich danken möchte. Dort wurde ich immer darin bestärkt, mich für gute Lehre zu engagieren und hatte alle Freiheiten, meine Ideen umzusetzen.“

Text: Dr. Reinhard Schwarz

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Lehre
news-32983 Tue, 20 Nov 2018 13:45:00 +0100 Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation: „Let it be“ oder „Here comes the sun“? – Antrittsvorlesung von Prof. Ertl an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/berufsbildungsforschung-in-zeiten-der-digitalen-transformation-let-it-be-oder-here-comes-the-sun/ Nachdem BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl bereits im vergangenen Jahr zum Professor für Berufsbildungsforschung an der Universität Paderborn berufen wurde, hielt er jetzt eine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation“ und einer musikalisch inspirierten Fragestellung: „Let it be“ oder „Here comes the sun“?

In seiner Vorlesung stellte Prof. Ertl auf anschauliche Weise dar, welche Ansätze und Strukturelemente des deutschen Berufsbildungssystems erfolgreich sind und sich bewährt haben („Let it be“) und in welchen Entwicklungen besondere Chancen liegen („Here comes the sun“).

Entschieden warb er dafür, die systemischen Grundstrukturen der Berufsbildung in Deutschland beizubehalten. Das duale System der deutschen Berufsausbildung leiste durch seine Verbindung von Theorie und Praxis nachweislich einen Beitrag, Übergänge in qualifizierte Tätigkeiten zu erleichtern und sei international als Referenzmodell anerkannt. Dies erfordere aber eine gezielte Weiterentwicklung des Systems, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen.

Als eine dieser Herausforderungen betrachtete Prof. Ertl die Passungsproblematik. Anhand von Daten aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung zeigte er Gründe auf, warum Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt nicht zur Deckung kommen. Die Lösung sei aber unter anderem eine regionale Aufgabe, da Versorgungs- und Besetzungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt regional sehr unterschiedlich ausgeprägt seien.

Chancen ergeben sich für Prof. Ertl aus den enormen Veränderungen der Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt, weshalb er in seiner Vorlesung verschiedene Sichtweisen auf diese Veränderungen differenziert darlegte. Prof. Ertl, der von 2004 bis 2017 eine Professur an der Universität Oxford innehatte und als ausgewiesener Kenner des britischen Berufsbildungssystems gilt, gab neue Einblicke zu dieser Thematik, in dem er die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Berufsbildung anhand eines Systemvergleichs von Deutschland und Großbritannien aufzeigte.

Prof. Ertl: „Digitale Transformation ist Auslöser eines neuen Aufbruchs in der deutschen Berufsbildung! Es ist eine Herausforderung für Forschung im Dialog mit Politik und Praxis, diesen Aufbruch zu gestalten!“

Abschließend präsentierte Prof. Ertl, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) diese Herausforderungen in seiner Forschung aufgreift und stellte die „BIBB-Forschungsstrategie 2025“, insbesondere die Graduiertenförderung und die künftigen Themencluster, vor.

Prof. Dr. Hubert Ertl hat seine Professur für Berufsbildungsforschung am Department 5 Wirtschaftspädagogik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn im September 2017 gleichzeitig mit der Berufung zum Forschungsdirektor und Ständigen Vertreter des Präsidenten des BIBB übernommen. Die Gemeinsame Berufung auf Basis einer Kooperationsvereinbarung des BIBB mit der Universität Paderborn, ist Ausdruck der Intensivierung der Zusammenarbeit des BIBB mit Hochschulen und einer stärkeren Vernetzung des BIBB im Hochschulbereich.

Text: BIBB

Folien zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Hubert Ertl vom 14.11.2018 an der Universität Paderborn (PDF)

Kontakt / Prof. Dr. Hubert Ertl:

 

 

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Pressemitteilungen Standort
news-32936 Thu, 15 Nov 2018 17:00:00 +0100 Große Spende an Studienfonds OWL als Dank für Paderborner Professorin https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/grosse-spende-an-studienfonds-owl-als-dank-fuer-paderborner-professorin/ Prof. Dr. Leena Suhl sammelt 13.000 Euro Spenden für Stipendien des Studienfonds OWL

Anlässlich ihres Eintritts in den Ruhestand verzichtete Prof. Dr. Leena Suhl auf Geschenke zum Abschied und bat stattdessen um Spenden für die Stiftung Studienfonds OWL. Diese Aktion war so erfolgreich, dass damit im Studienjahr 2018/19 sieben zusätzliche Stipendien finanziert werden können.

Nach 24 Jahren im Dienst der Universität Paderborn trat Prof. Dr. Leena Suhl am 1.10.2018 in den Ruhestand ein. Die engagierte Professorin übernahm 1994 die Vertretungsprofessur für Wirtschaftsinformatik, bevor sie 1995 zur Professorin für „Wirtschaftsinformatik, insbesondere Operations Research und Decision Support“ berufen wurde. Am 20. Juli 2018 hielt sie ihre letzte Vorlesung in diesem Amt und feierte am Abend mit zahlreichen Gästen ihren Abschied aus dem aktiven Dienst an der Universität Paderborn.

Anstelle von Geschenken war es der gebürtigen Finnin eine Herzensangelegenheit, dass ihre Gäste eine Spende an die Stiftung Studienfonds OWL tätigten. Ziel war es, mit dem Geld mindestens ein Stipendium für eine oder einen leistungsstarken und engagierten Studierenden der Universität Paderborn zu ermöglichen. Umso größer war die Freude, dass es am Ende sogar sieben Personen wurden, die mit den Spendengeldern anlässlich der Verabschiedung unterstützt werden können. Jede und jeder von ihnen erhält nun für ein Jahr ein Stipendium in Höhe von 3.600 Euro. Die Voraussetzung war, dass sich die Studierenden zuvor bei der Stiftung Studienfonds OWL um ein Stipendium beworben hatten und von einer Auswahlkommission, bestehend aus Professorinnen und Professoren, für förderungswürdig befunden wurden. Hierüber freuen sich nun: Yvonne Beckhoff (Wirtschaftsinformatik), Frances Hoffmann (Englischsprachige Literatur und Kultur), Julia To Uyen Lu (Kunst und Kunstvermittlung), Martin Martens (Management Information Systems), Viktoria Peters (Deutsch), Ilka Schemme (Deutsch) und Victoria Siewers (Englisch).

Es war der studierten Technomathematikerin Suhl bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wichtig, dass Studierende nicht nur ihrer ehemaligen Fakultät, sondern verschiedener Fachrichtungen und insbesondere auch weibliche Studierende gefördert werden. „Wir sind Frau Suhl und natürlich damit auch allen Spendern außerordentlich dankbar für diese schöne Idee, ihren Eintritt in den Ruhestand mit der Finanzierung von Stipendien zu verbinden“, bedankt sich Studienfonds-Geschäftsführerin Katja Urhahne beim ersten Kennenlernen zwischen Stipendiaten, Geldgebern und der Initiatorin Prof. Dr. Suhl. Auch die anwesenden Stipendiatinnen und Stipendiaten dankten ihrer Stipendiengeberin herzlich.

Neben zahlreichen privaten Spenden gab es drei Großspenden – zum einen seitens des DS&OR Alumni e. V., dem Alumniverein des von Prof. Dr. Suhl gegründeten DS&OR Lab an der Universität Paderborn, und zum anderen durch die Unternehmen myconsult GmbH und ORCONOMY GmbH, beide eine Ausgründung der Universität Paderborn, deren Anfänge die engagierte Professorin begleitet hat. „Wir möchten uns mit der Spende bei Leena Suhl für ihre wertschätzende Arbeit bedanken und ihr Bestreben fördern, jungen Menschen Entwicklungschancen zu bieten“, erklärt Stefan Bunte, Geschäftsführer der OROCONOMY GmbH, die großzügige Spende seiner Firma. Und Wissenschaftler Dr. Kostja Siefen, Mitarbeiter am DS&OR Lab, fügt hinzu: „Sogar im Ruhestand unterstützt und fördert Leena Suhl mit dieser tollen Initiative weiterhin unsere Studierenden.“

Die sieben „Suhl-Stipendien“ werden im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms vergeben und belaufen sich auf 3.600 Euro im Jahr. Das Stipendium wird einkommensunabhängig und auch unabhängig von BAföG gezahlt; das Geld steht zur freien Verfügung und muss nicht zurückgezahlt werden. Jedes Deutschlandstipendium wird jeweils zur Hälfte mit 1.800 Euro durch Mittel des Bundes und durch Spendengelder der Förderer des Studienfonds OWL – wie eben in diesem Fall durch die von Prof. Dr. Suhl initiierte Spendenaktion – finanziert. Insgesamt vergibt die Stiftung Studienfonds OWL jedes Jahr über 440 Stipendien an leistungsstarke und engagierte sowie im Einzelfall finanziell bedürftige Studierende an den fünf am Studienfonds OWL beteiligten Hochschulen.

Zu den Förderern der Stiftung Studienfonds OWL zählen Unternehmen, Stiftungen, Vereine sowie Privatpersonen aus der ganzen Region Ostwestfalen-Lippe. Neben der finanziellen Unterstützung bietet der Studienfonds OWL den Stipendiatinnen und Stipendiaten ein umfangreiches ideelles Förderprogramm: Im Rahmen von Unternehmensbesuchen, Besichtigungen kultureller Einrichtungen wie Theater und Museen, Ausflügen in Kletterparks oder zum Geocaching, aber auch in Form von zahlreichen Workshops zur persönlichen Entwicklung haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten mehrmals im Monat die Gelegenheit, am Programm der Stiftung teilzunehmen und so auch in Kontakt zu allen beteiligten Förderern zu treten.

Die über 200 neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten des akademischen Jahres 2018/19 werden am 27.11.2018 im Rahmen einer feierlichen Stipendienvergabe im Audimax der Universität Paderborn offiziell begrüßt und ihre Stipendienurkunden erhalten.

Die Geschäftsstelle der Stiftung Studienfonds OWL wirbt in der Region für mehr Unterstützerinnen und Unterstützer bei der Finanzierung von Stipendien. Ziel ist es, bis zum Beginn des neuen Förderjahres möglichst viele neue Stipendien zu ermöglichen. Der Bund stellt den fünf am Studienfonds OWL beteiligten Hochschulen Geld für 900 Stipendien zur Verfügung, d. h. mehr als die Hälfte der Mittel kann bislang mangels privater Spender nicht abgerufen werden. Dies soll sich ändern. Unternehmen, Stiftungen, Vereine, Privatpersonen – jeder kann sich beteiligen und Förderer werden und dazu beitragen, leistungsstarke und engagierte junge Menschen zu unterstützen.

Alle Informationen zum Bewerbungsprozess und das Online-Bewerbungsformular stehen unter http://www.studienfonds-owl.de/stipendien/deutschlandstipendium/ zur Verfügung.

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen
news-32920 Thu, 15 Nov 2018 12:51:00 +0100 Intelligent und digital: Online-Shopping in der Innenstadt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/intelligent-und-digital-online-shopping-in-der-innenstadt/ BMBF-Projekt „SmartMarketSquare“

Immer mehr Geschäfte in Deutschlands Innenstädten schließen. Hauptverursacher ist die Abwanderung von Kunden in den Online-Handel, der mit Rund-um-die-Uhr-Service und unkomplizierter Warenrückgabe lockt. Häufig gelingt es nur großen Warenhausketten, in den Online-Handel einzusteigen. Kleine, inhab

ergeführte Läden haben von den Vorteilen der Digitalisierung bisher kaum profitiert. Die Lösung für den Mittelstand: Clevere Digitalisierungsstrategien und interaktive Einkaufserlebnisse.

Prof. Dr. Daniel Beverungen von der Universität Paderborn arbeitet mit seinem Team an einem Projekt, das erfolgreiche Strategien des Online-Handels auf den Handel in Innenstädten überträgt. Der Clou: Mithilfe einer App gehen aktuelle Angebote lokaler Händler direkt auf den Smartphones der Kunden ein. So entsteht ein digitaler Marktplatz, bei dem die Einzelhändler kombinierte Aktionen anbieten und letztlich wieder konkurrenzfähiger werden können. In der Paderborner Innenstadt ist dazu am 1. November eine groß angelegte Feldstudie in enger Zusammenarbeit mit dem Citymanagement Paderborn gestartet. Außerdem gibt es mit Aachen, Duisburg und Münster drei weitere Modellstädte, in denen Teile des Konzepts erprobt werden. „SmartMarketSquare“, so der Name des Forschungsprojekts, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Dauer von drei Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

 „Mobile Endgeräte werden immer häufiger als Informationsquellen, Unterhaltungsmedien oder eben zum Einkaufen genutzt. Genau auf diesem Trend beruht unser Konzept, das den Handel in unserer Innenstadt weiter beleben soll: Mithilfe einer mobilen Applikation können Unternehmen ihre Kunden gezielt auf digitalem Wege ansprechen. Und zwar so, wie sie es aus ihrem Alltag gewöhnt sind – schnell und unkompliziert via Smartphone“, erklärt Beverungen. „Die Händler ermöglichen ihren Kunden so ein interaktives, digitales Einkaufserlebnis, das Vorteile des stationären Handels und des Online-Handels kombiniert.“ So können datenbasierte Empfehlungen, wie sie Onlineshops anbieten, auch in der Innenstadt gegeben und Kunden dadurch auf für sie passende Angebote hingewiesen werden. Nähert sich der Kunde einem Geschäft, so erhält er passende Vorschläge direkt auf sein Mobilgerät. Mit einem Klick kann er dann Rezensionen anderer Kunden, Produktinformationen und Informationen zu dem Händler einsehen. Auch Unternehmen können passend zu den Interessen und Laufwegen der Kunden vorgeschlagen werden. Durch den händlerübergreifenden Charakter der Plattform können die Unternehmen sehen, welche Geschäfte häufig zusammen aufgesucht werden und dadurch z.B. Cross-Selling Angebote initiieren.

Stärkung des inhabergeführten Einzelhandels

Möglich wird das, weil im Rahmen der Feldstudie in über 40 Läden der Domstadt Bluetooth-Sender installiert wurden. „Allein in Paderborn haben wir ca. 150 sogenannte Beacons installiert – so nennen sich die Sender.“ Smartphones erkennen die Signale der Beacons und stellen fest, wo sich der Kunde befindet. So werden Angebote in der Nähe des Standorts automatisch auf dem Smartphone angezeigt.

Zusätzlich bekommen die Händler Analysetools an die Hand. So können sie zum Beispiel auswerten, wie viele Kunden ihre Läden besuchen und für welche Produkte sie sich interessieren. Letztendlich sollen diese Daten strategische Anpassungen in den Läden bewirken. „Durch die Analyse können typische Kundenlaufwege in der Paderborner Innenstadt erkannt werden“, erklärt der Wirtschaftsinformatiker. Inhabergeführte Geschäfte haben somit mehr Informationen über ihre Kunden und können mehr Umsatz generieren.

„Im Rahmen unserer Feldstudie konnten wir bereits feststellen, dass die Anwender das digitale Einkaufen in der Innenstadt spannend finden – und der Handel so neue Kunden gewinnt, die sonst nicht in die Geschäfte gekommen wären. Langfristig trägt das Konzept somit zur Stärkung der Innenstadt und des inhabergeführten Einzelhandels bei, indem diese das Potenzial digitaler Technologien für sich einsetzen“, so Beverungen.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-32401 Tue, 23 Oct 2018 08:30:05 +0200 Erster Fachbereichsleiter der Wirtschaftswissenschaften Prof. Norbert Bartels verstorben https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/erster-fachbereichsleiter-der-wirtschaftswissenschaften-prof-norbert-bartels-verstorben/ Die Universität Paderborn und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften trauern um Prof. Norbert Bartels, der im Alter von 86 Jahren am 17. Oktober gestorben ist.

Der studierte Diplom-Handelslehrer kam im Jahre 1970 als Studiendirektor und Leiter an die Außenstelle Paderborn der Höheren Wirtschaftsfachschule Bielefeld (HWF). Als diese im Jahre 1971 als Fachbereich Wirtschaft Teil der damals neu gegründeten Fachhochschule Südost-Westfalen (FH) in Paderborn wurde, hatte Norbert Bartels am Fachbereich in den Jahren 1971 bis 1972 die Ämter des Dekans und Prodekans inne.

Als 1972 die neue Gesamthochschule (GH) gegründet wurde, bildete der bisherige „Fachbereich Wirtschaft” der FH nun den Fachbereich 5 (FB5). Hier wurde Norbert Bartels zum Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ernannt. Als erster Leiter des damaligen Fachbereichs der Gesamthochschule, der heutigen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn, amtierte er als vom Gründungssenat gemäß vorläufiger Grundordnung für den Fachbereich 5 gewählter und vom Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW bestellter Beauftragter mit den Befugnissen eines Dekans.

In den Wirtschaftswissenschaften vertrat er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997 die folgenden Aufgabenschwerpunkte: Betriebliches Rechnungswesen, insbesondere Kostenrechnung sowie Kosten- und Leistungssysteme im Bereich der Teilkostenrechnung.

„Insbesondere in den sehr turbulenten Gründungsjahren unserer Hochschule hat Norbert Bartels mit seinen Leitungserfahrungen sehr zum Aufbau unserer Fakultät beigetragen. Wir sind sehr stolz darauf und überaus dankbar für das Engagement unseres Kollegen Norbert Bartels“, würdigt Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, das Wirken von Professor Norbert Bartels.

Hoch geschätzt in seinem Kollegium und bei seinen Studierenden behält die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Norbert Bartels in Erinnerung. Seiner Familie gelten die aufrichtige Anteilnahme und das Mitgefühl von Universität und Fakultät.

Link zur Traueranzeige: https://www.wb-trauer.de/traueranzeige/norbert-bartels

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Pressemitteilungen Standort
news-32405 Tue, 23 Oct 2018 08:15:00 +0200 Arbeiten ohne Chef? – Diskussionsrunde zu agiler Führung an der Universität Paderborn am 17. November https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/arbeiten-ohne-chef-diskussionsrunde-zu-agiler-fuehrung-an-der-universitaet-paderborn-am-17-novembe/ Eine Unternehmensführung, die ohne Befehlskette funktioniert – ist das realistisch? Und wie müssten sich Unternehmen, Hochschulen und Nachwuchskräfte umstellen?

Das ist am Samstag, 17. November, ab 11 Uhr Thema einer englischsprachigen Diskussionsveranstaltung mit Joy Xu, Personalvorstand der Firma Sandoz Pharma. Die Veranstaltung findet im Q0. 101 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich bis 16. November anmelden: https://wiwi.upb.de/aktuelles/veranstaltungskalender/anmeldung.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Wirtschaftswissenschaftliches Denken und Handeln“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und wird in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Digitale Zukunft“ der Universitäten Paderborn und Bielefeld angeboten.

Das Unternehmen Sandoz Pharma wird bereits ohne feste Befehlsketten geführt. Joy Xu wird in ihrem Impulsvortrag „Un-Bossing? What does an agile world of work mean for leadership talent and leadership teaching?“ vorstellen, wie sich Sandoz derzeit auf die neue Arbeitswelt umstellt und welche Erfahrungen sie persönlich mit agilem Arbeiten gesammelt hat. Xu hat in den USA, Deutschland, China, Hongkong und Dubai gearbeitet.

Die anschließende Plenumsdiskussion wird von Dr. Florian Turk geleitet. Er ist Marketingchef bei Sandoz und Honorarprofessor der Universität Paderborn. Wie agiles Arbeiten universitär vermittelt wird, bringen Prof. Dr. Martin Schneider sowie Irina Haupt und Enja Herdejürgen, Studierende an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, in die Diskussion ein.

 

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-32403 Tue, 23 Oct 2018 08:00:00 +0200 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Hubert Ertl am 14. November an der Universität Paderborn: „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation ‚Let it be‘ oder ‚Here comes the sun‘?“ – Anmeldungen erbeten bis 5. November https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/antrittsvorlesung-von-prof-dr-hubert-ertl-am-14-november-an-der-universitaet-paderborn-berufsbil/ Am Mittwoch, 14. November, hält Prof. Dr. Hubert Ertl von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation ‚Let it be‘ oder ‚Here comes the sun‘?“.

Zum Vortrag sowie dem anschließenden Empfang sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Antrittsvorlesung beginnt um 16 Uhr im Gebäude Q, Ebene 0, Raum 101 (Q0.101). Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung können Anmeldungen per E-Mail bis zum 5. November an vera.gockel(at)upb(dot)de erfolgen.

Prof. Dr. Hubert Ertl ist seit September 2017 Professor am Department Wirtschaftspädagogik und Inhaber der Professur für Berufsbildungsforschung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. Darüber hinaus konnte Ertl im Rahmen einer gemeinsamen Berufung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Universität Paderborn für die Position des Forschungsdirektors im BIBB gewonnen werden. Zusätzlich ist er ständiger Vertreter des Präsidenten im BIBB in Bonn.
 

Weitere Informationen:

Mit Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags ist die Universität Paderborn mit dem Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung bereits im letzten Jahr eine enge Partnerschaft eingegangen. Über die gemeinsame Berufung auf die Professur für Berufsbildungsforschung an der Universität Paderborn und auf die Stelle des Forschungsdirektors am BIBB durch Prof. Dr. Hubert Ertl, der zuvor in England an der Universität Oxford eine Professur innehatte, sichern sich beide Seiten Zugang zu den jeweiligen Forschungs- und Handlungsfeldern. Über diesen Glücksfall freut sich Dekanin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane nicht nur für ihre Fakultät: „Hubert Ertl als Fakultätsmitglied gewonnen zu haben und mit ihm gleichzeitig mit dem Bonner BIBB kooperieren zu können wird auch den Forschungsstandort Paderborn stärken. Die Berufsbildungsforschung wird als wichtiger Forschungsschwerpunkt über die Fakultät hinaus auch zur Stärkung des zukünftigen Forschungsprofils der Universität beitragen.“

Zu den Forschungsschwerpunkten von Hubert Ertl zählen u. a. die Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die international vergleichende Forschung zur Hochschulbildung, die europäische Bildungs- und Ausbildungspolitik sowie die Einführung und Umsetzung von Bildungsreformen. Seine Expertise ist in zahlreichen Veröffentlichungen, Konferenzbeiträgen, Projekten und Modellversuchen dokumentiert.

Während seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit in England war Prof. Ertl zudem Forschungsbeauftragter am Centre on Skills, Knowledge und Occupational Performance (SKOPE), Fellow des Linacre College in Oxford, Herausgeber der Fachzeitschrift „Research in Comparative and International Education“ sowie Fellow der Royal Society of Arts.

Prof. Dr. Hubert Ertl, geboren 1968 in Dingolfing (Bayern), hat nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann das Abitur über den „zweiten Bildungsweg“ erlangt. Sein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München schloss er als Diplom-Handelslehrer ab. Auf den Master in international vergleichender Bildungsforschung an der Universität in Oxford folgte im Jahr 2001 die Promotion am Institut für Wirtschaftspädagogik an der LMU München. Hieran schloss sich eine dreijährige Forschungs- und Lehrtätigkeit am Department Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn an.

Von 2004 bis 2017 forschte und lehrte Prof. Dr. Ertl als Associate Professor of Higher Education am Department of Education an der Universität Oxford in England. Dort übernahm er in den Jahren 2014 und 2015 als Junior Proctor auch universitäre Leitungsaufgaben.

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32397 Mon, 22 Oct 2018 13:51:09 +0200 Tag der Wirtschaftswissenschaften: Über 800 Absolventinnen und Absolventen werden am 17. November gefeiert – Alumnus Dr. Yanick Kemayou hält Festvortrag https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tag-der-wirtschaftswissenschaften-ueber-800-absolventinnen-und-absolventen-werden-am-17-november-ge/ Am Samstag, 17. November, stehen beim „Tag der Wirtschaftswissenschaften“ über 800 Absolventinnen und Absolventen, die in den letzten zwölf Monaten ihr Studium oder ihre Promotion in den Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn erfolgreich abgeschlossen haben, im Mittelpunkt.

Die Festveranstaltung wird gemeinsam von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ihrer Alumnivereinigung „Paderborner Hochschulkreis e. V.“ (PHK) ausgerichtet. Start ist um 15 Uhr im Audimax. Anmeldungen sind bis zum 9. November online möglich: http://go.upb.de/AnmeldungTDW2018. Das komplette Programm gibt es unter http://go.upb.de/tdw.

Der „Tag der Wirtschaftswissenschaften“ endet mit einer Abendveranstaltung, wenn ab 22 Uhr im Audimax-Foyer mit der Band GOODBEATS die Fakultätsparty startet. Karten hierfür sind im Vorverkauf bis zum 16. November für 10 Euro im Dekanat der Fakultät erhältlich: Tel. 05251 60-2108, Raum Q0.210, oder online: www.wiwi.upb.de/alumni/phk/tdw/party/anmeldung. An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten 12 Euro. Die eingeladenen Absolventinnen und Absolventen können bis zu zwei Karten zum Vorzugspreis von 8 Euro beziehen. Für Mitglieder des Paderborner Hochschulkreises e. V. ist der Eintritt für die Fakultätsparty kostenlos.

Die studentische Festrede wird von Julia Funke und Nikolai Pahmeyer vom Fachschaftsrat International Business Studies gehalten.

Für den Alumnus-Festvortrag konnte Dr. Yanick Kemayou gewonnen werden. Er wird über das Zusammenspiel von Resilienz und Staunen beim Entstehen von alternativen Lebensentwürfen sprechen. Kemayou ist derzeit als DAAD-Fachlektor an der Sorbonne Université in Paris tätig. Noch während seines Wirkens an der Universität Paderborn engagierte er sich für den Austausch und Technologietransfer zwischen Europa und Afrika. Im vergangenen Jahr gründete Kemayou das Open-Science Lab „Kabakoo“ in Mali, das aufgrund seines Innovationspotenzials die Aufmerksamkeit des Massachusetts Institute of Technology gewonnen hat.


Über den Alumnus-Festredner Dr. Yanick Kemayou

Der 1985 in Kamerun geborene Wissenschaftler kam bereits im Alter von 18 Jahren nach Deutschland, wo er an der Universität Paderborn International Business Studies studierte. Noch während seiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Personalwirtschaft wurde er im Jahr 2006 erster Preisträger des vom Bundesministerium des Innern ausgeschriebenen Studierendenwettbewerbs 2006 „Sport als Mittel von Verständigung und Integration“.

Für den bundesweiten Wettbewerb verfasste Kemayou in Absprache mit Prof. Dr. Martin Schneider, Personalwirtschaft, eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Thema „Das ist Integration, wenn man zusammen was erreichen will“. Im selben Jahr gewann er den „Jugendpreis“ der Stadt Paderborn für ehrenamtliches Engagement. 2011 erhielt Kemayou den „Förderpreis der Unternehmergruppe Ostwestfalen e. V. für eine hervorragende Masterarbeit“.

Für den Austausch und Technologietransfer zwischen Europa und Afrika engagierte sich Kemayou auch während seiner anschließenden Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn.

Im Jahr 2016 wurde seine Dissertation mit dem „Preis des Präsidiums der Universität Paderborn“ ausgezeichnet. In der englischsprachigen Dissertation mit dem Titel „More class in management research: On the relationship between socioeconomic background and managerial attitudes“ untersuchte Kemayou die Bedeutung der sozialen Herkunft für die individuellen Einstellungen und Entscheidungen, insbesondere bei Führungskräften. Er prüfte z. B.: Ist es wirklich so, dass Menschen aus Führungskreisen anders denken und entscheiden als die Allgemeinheit? Macht es einen Unterschied, ob die Entscheidungsträger aus Elite-Haushalten stammen oder Aufsteiger sind? Gibt es feine Unterscheide innerhalb der Aufsteiger und innerhalb der Entscheidungsträger, die aus Elite-Haushalten kommen?

Neben seiner derzeitigen Beschäftigung als DAAD-Fachlektor bleibt Dr. Yanick Kemayou weiterhin sozial engagiert. Er hat als Expert und Co-Autor an der Ausarbeitung eines vom deutschen Ausbildungssystem inspirierten Berichts mitgewirkt, der die nationale Debatte zur Reform des Ausbildungssystems in Frankreich geprägt hat. Ferner setzt er sich  für die Verbesserung der Lebensumstände in afrikanischen Ländern ein.

Text: Ulrike Kropf, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32371 Thu, 18 Oct 2018 09:45:55 +0200 Paderborner Abstimmsoftware PINGO ist nun Dauerangebot für Hochschulen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/paderborner-abstimmsoftware-pingo-ist-nun-dauerangebot-fuer-hochschulen/ „Wie kann ich alle Teilnehmer in meine Veranstaltung einbinden, wenn Hunderte von ihnen im Hörsaal sitzen?“ Diese Frage stellen sich Lehrende an Hochschulen häufig bei der Veranstaltungsplanung.

Die an der Universität Paderborn entwickelte Abstimmsoftware PINGO bietet darauf eine Antwort. Wie in der Fernsehshow „Wer wird Millionär“ können Vortragende mit PINGO über eine Webseite interaktiv Fragen an die Laptops und Smartphones ihrer Teilnehmer senden und dann unmittelbar eine Auswertung, beispielsweise in Form eines Balkendiagramms, erhalten. Bis heute wurde mehr als fünf Millionen Mal mit PINGO abgestimmt. Weltweit wird PINGO von knapp 23.000 Vortragenden aus Wissenschaft, Schule und Industrie genutzt. Mit knapp 3.000 registrierten Nutzern an über 90 Bildungseinrichtungen in NRW ist PINGO Marktführer in der Region. Nun ist PINGO vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte, an das Zentrum für Informations- und Medientechnologien der Universität Paderborn (IMT) und das auf E-Learning spezialisierte Unternehmen coactum GmbH übergeben worden, die PINGO als Dauerangebot für die Hochschulen in NRW bereitstellen.

Im Bereich E-Learning entstehen an vielen Universitäten ständig innovative Prototypen. PINGO ist ein Beispiel für ein Projekt, das erfolgreich über die eigene Hochschule hinaus Bekanntheit erlangen und einen beachtlichen Nutzerkreis aufbauen konnte. Aufgrund von Lehrstuhlstrukturen, die nicht für den Dauerbetrieb einer solchen Anwendung ausgelegt sind, sowie fehlender Fördermöglichkeiten stellt die Verstetigung solcher Projekte jedoch eine große Herausforderung dar. Die Unterstützung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglichte in diesem Fall jedoch die Bewältigung dieser Herausforderung.

Die Beteiligten am PINGO-Projekt können nunmehr auf eine mehr als siebenjährige Laufzeit zurückblicken. Prof. Dr. Dennis Kundisch, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte, hat das Projekt 2011 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften initiiert. Bereits zu Beginn des Projektes wurde PINGO interdisziplinär mit Kolleginnen und Kollegen aus der Wirtschaftspädagogik, der Informatik und der Chemie entwickelt. Die ersten Versionen des Prototyps wurden in eigenen Lehrveranstaltungen erprobt und erfolgreich auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert. Aufgrund einer stetig wachsenden Benutzerzahl und damit verbundenen Beliebtheit konnte die Weiterentwicklung von PINGO durch verschiedene Fördermöglichkeiten gewährleistet werden. Zudem wurde PINGO, insbesondere in NRW, mit verschiedenen Kooperationspartnern wie E-Assessment NRW oder dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen durch das Angebot von Workshops und Webinaren Lehrenden nähergebracht.

Dennis Kundisch: „Vor sieben Jahren hat alles mit einem kleinen Lehrstuhlprototyp begonnen. Heute wird das System weltweit genutzt. Wir verabschieden uns aus dem aktiven Betrieb und der Weiterentwicklung von PINGO mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn einerseits verspürt man nach so einer erfolgreichen Zeit auch Wehmut. Andererseits freuen wir uns sehr darüber, dass die Zukunft von PINGO gesichert ist und derzeitige und zukünftige Nutzer weiterhin ihre Veranstaltungen damit gestalten können.“

Auch Prof. Dr. Gudrun Oevel, Chief Information Officer der Universität Paderborn und Leiterin des IMT, freut sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts und die Sicherstellung des weiteren Betriebs: „Dieses Projekt zeigt wegweisend, wie an Hochschulen entwickelte Software langfristig zu einem NRW-weiten Angebot werden kann. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung, welche uns durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft zuteilwurde.“

Die coactum GmbH ist ein auf E-Learning spezialisiertes Unternehmen, das seit vielen Jahren erfolgreich E-Learning-Plattformen entwickelt und betreibt. Dominik Niehus, Geschäftsführer von coactum: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit PINGO unser Produktportfolio erweitern können. Allen bisherigen Nutzern sei gesagt, dass PINGO auch weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus planen wir speziell auf Schulen, Hochschulen und Unternehmen zugeschnittene Versionen von PINGO und auch individuelle Anpassungen an die Präferenzen einzelner Hochschulen werden zukünftig möglich sein.“

Weitere Informationen

Über PINGO:
Informationen und Neuigkeiten zu PINGO: http://trypingo.com/de/
Didaktische Handreichung für Lehrende: http://go.uni-paderborn.de/pingoDidaktik
PINGO Einführungsvideo: https://youtu.be/KK22QMb0MFA  
PINGO Apps: http://trypingo.com/de/powerpoint-remote/  
Projektinformationen: http://go.uni-paderborn.de/pingo4NRW 

Über den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte:
wiwi.uni-paderborn.de/dep3/winfo2/ 

Über das IMT:
https://imt.uni-paderborn.de/

Über die coactum GmbH:
https://www.coactum.de/

 

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung Projekte Lehre
news-32344 Fri, 12 Oct 2018 16:39:00 +0200 Innovationsarena 3i Projektabschlusskonferenz in Paderborn – Ergebnisse in die Breite tragen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/innovationsarena-3i-projektabschlusskonferenz-in-paderborn-ergebnisse-in-die-breite-tragen/ Mit einem vielfältigen Themenprogramm würdigten die Paderborner Wirtschaftspädagog*innen vom Lehrstuhl Prof. Dr. H.-Hugo Kremer am 24./25.September 2018 den gelungenen Abschluss des Projekts Innovationsarena 3i – „Professionelle Bildungsgangarbeit zur individuellen Förderung, inklusiven Bildungsarbeit und sozialen Integration“.

Unter reger Beteiligung von Fachkräften aus insgesamt 28 teilnehmenden Berufskollegs, von Vertretern der Bezirksregierungen und des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW zogen die Beteiligten eine Bilanz des Erfolgs.

Das vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt richtet nach den Worten des federführenden Wissenschaftlers Prof. Dr. H.-Hugo Kremer „den Blick auf eine verzahnte Personal- und Berufskollegentwicklung. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt dabei auf Bildungsgängen der Ausbildungsvorbereitung.“
 

Kreative Ideen – neue Projekte

In Themenräumen informierten Vertreter*innen der Berufskollegs über neue Ideen und Projekte aus der „Innovationsarena 3i“, die sowohl systemischer Natur als auch direkt fachbezogen waren. So stand bei vielen Teilnehmer*innen neben zahlreichen weiteren Themen z. B. die Implementierung „multiprofessioneller Teamarbeit“ (mpT) oder die Entwicklung neuer Handbücher für Lehrer*innen und Schüler*innen im Vordergrund, die den Ansprüchen er „3 i“ gerecht werden sollten. Dabei lobten Heike Kundisch und Marie-Ann Kückmann aus dem 3i-Projektteam „Engagement und Ideenreichtum“ der Lehrer*innen in ihren Projekten – „immer mit dem Fokus auf die Schüler*innen.“ Obwohl viele Berufskollegs immer wieder vor neuen Hürden ständen (z. B. Personal- und Führungswechsel), würden sie dennoch zielgerichtet an den gemeinsam durchgeführten Projekten festhalten: „Das Projekt lebt von einem bemerkenswerten permanenten Entwicklungs- und Veränderungswillen und einer Selbstverpflichtung der Beteiligten.“ Das 3i-Team sieht sich durch die erfolgreiche Umsetzung kollegialer Austauschformate in dem Projekt in der Forderung bestätigt, dass den Teams der AV Hospitationen und Kooperationen mit anderen Berufskollegs ermöglicht werden müssen. Gewohnt kritisch mahnte Prof. Dr. H.-Hugo Kremer die Ressourcenfrage in den Berufskollegs an: „Die Umsetzung von Inklusion und individueller Förderung bedarf auch einer Betrachtung der Möglichkeiten an Berufskollegs!“

Kreativität zeigten die betreuenden Paderborner Wissenschaftler*innen auch anhand von Themenplakaten, die sie selbst entwarfen und von Christina Peitz, studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Kremer, in bemerkenswert künstlerischer Qualität umsetzen ließen. Dass sie damit richtig lagen, zeigte das große Interesse der Teilnehmer*innen, die sich vor den Plakaten versammelten und sich in intensiven Diskussionen inspirieren ließen.
 

Berufliche Integrationsförderung

Den Tag 1 beschloss ein Vortrag des Erfurter Bildungswissenschaftlers Prof. Manfred Eckert: „Die Bedeutung der beruflichen Integrationsförderung und die Professionalität der Lehrkräfte an den berufsbildenden Schulen“ erwies sich als ein engagierter Motivationsbeitrag, der die anwesenden Berufsschullehrer*innen mitten in ihrer Arbeits- und Erlebenswelt ansprach. Eckert sprach zunächst über die historische Entwicklung der Berufskollegs, um dann die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt zu beleuchten. Das Berufskolleg sei im Allgemeinen eine integrative Leistungsschule, die nicht selektiv, sondern leistungsorientiert arbeite. Dabei würden die Aufgaben zunehmend professioneller, mit sozialpädagogischen Ansätzen, innovativen beruflichen Lernprozessen und Einbindung in Schulentwicklungsprozesse. Eckert: „Lehrer gestalten Lernwelten und fördern Kompetenzen. Es gibt keine Rezepte und keine standardisierten pädagogischen Handlungssituationen.... Wir brauchen Lehrer, die die individuelle Förderung umsetzen, welche die Schulkultur gestalten, ohne autoritär zu sein. Sie sollen die Jugendlichen dahingehend frei machen, dass sie später erfolgreich sind. Und sie müssen die Logik der Schüler erkennen und verstehen. Denn es kommt letztlich nicht auf das Ergebnis an, sondern auf die richtige Entwicklung der Denkwege ... Gerade in dieser Beziehung haben die Paderborner Modellversuche eine Menge in Bewegung gebracht.“
 

Inklusion in der beruflichen Bildung

Der zweite Projektabschlusstag stand im Zeichen eines weiteren wissenschaftlichen Vortrags. Prof. Dr. H.-Hugo Kremer referierte zu einem der Hauptthemen unter einer provokanten Überschrift: „Inklusion in der beruflichen Bildung: Wahn, Euphorie oder Zwang? Eine konstruktive Kritik auf dem Weg zu einer inklusiven Didaktik“. Kremers Vortrag enthielt zahlreiche Thesen, die er ohne Ausnahme kritisch beleuchtete und zur Diskussion stellte: „Das System Berufskolleg ist nicht inklusiv ausgerichtet..... der Diskurs um inklusive Didaktik muss geführt werden.“ Dabei setzte er drei thematische Schwerpunkte  für die Kollegs: 1. Kompetenzorientierung, 2. Inklusion und individuelle Förderung, 3. Lehren, Erziehen und Begleiten. Sein Credo: „Wir brauchen eine kompetenzorientierte Didaktik, die anders ausgerichtet ist als im dualen System.“

Zum Schluss seiner Ausführungen fasste Kremer zusammen, was die Projektbeteiligen aus „3i“ mitnehmen sollten:

  • Stellung und Wertschätzung der Ausbildungsvorbereitung als Bildungsgang im Berufskolleg
  • Einbindung sozialpädagogischer und sonderpädagogischer Profession
  • Kooperative Bildungsgangentwicklung durch Bildungsgangteams
  • Gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung der Bildungsgangarbeit
  • Fokus auf das Berufliche
  • Verankerung von Austausch und Weiterentwicklung in der schulischen Bildungsarbeit
  • Haltung und Bereitschaft der Lehrkräfte – Voraussetzung und Ziel
  • Bildung stabiler Arbeitsgruppen
  • Vernetzung in Verbindung mit individueller und schulischer Unterrichts- und Curriculumarbeit.

Der Paderborner Bildungsforscher fordert, beim Thema Inklusion das Individuum ins Zentrum der Überlegungen zu stellen: „Inklusion fordert dazu auf, das Verhältnis von beruflicher Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft zu hinterfragen und neu zu bestimmen.“ Und kommt damit zu seiner abschließenden Aussage über das 3i-Projekt: “Die Projektarbeiten in 3i zeigen die damit verbundenen Anstrengungen in einem gesellschaftlichen Korsett, aber auch die Bereitschaften und Möglichkeiten, wenn ein Rahmen geschaffen wird.“ Die hohe Akzeptanz des dreijährigen Projekts wurde auch bei der anschließenden Podiumsdiskussion um 3i deutlich. 

 

Stimmen und Statements zu 3i aus der Podiumsdiskussion

Helmut Zumbrock, Leitender Regierungsschuldirektor, Bezirksregierung Detmold (Mitglied des 3i-Beirats):
„Das Projekt 3i hatte mich von Anfang an überzeugt, weil ich 3i-Generalist bin. Besonders begeistert hat mich, dass die drei Schwerpunkte stets separat, aber immer integrativ diskutiert wurden.“

Renate Gatzen, Bezirksregierung Köln (Mitglied des 3i-Beirats):
„3i bedeutet für mich: Ideen von anderen kennenlernen, sich daran reiben, andere Wege gehen. 3i berührt die drei großen Themenfelder der nächsten Zeit mit einer faszinierenden thematischen Mixtur, die den besonderen Blick auf die Schülerinnen und Schüler freigibt.“

Einwurf aus dem Publikum:
„Alles gut und wichtig, aber wenn die Schüler den Schutzraum Schule verlassen, ist die Welt ganz anders.“

Helmut Zumbrock:
„Die Berufskollegs bilden nicht nur aus, sondern leisten die Integration ihrer Schützlinge in das System. Dabei handelt es sich oftmals um integrative Schritte, die inklusiv wirksam werden. Ziel ist es, Selbstbestimmung zu verbessern. Wir können strukturelle Probleme nicht lösen, aber wir erhöhen die Akzeptanz von diskriminierten Menschen und Menschen mit Behinderung.“

Einwurf aus dem Publikum:
„Man sollte auch daran denken, die Betriebe an der Diskussion teilhaben zu lassen.“

Anke Bahl, Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB):
„Auch wenn Betriebe einen Bildungsauftrag haben, steht dort erstmal die Arbeit selbst und nicht das Lernen im Vordergrund. Das hat für Jugendliche durchaus Vorteile, weil es den Blick auf andere Dinge als in der Schule lenkt. Noten und Abschlüsse spielen hier eine weniger zentrale Rolle. Selbst ohne allgemeinen Schulabschluss ist die Aufnahme einer Ausbildung im Betrieb möglich. Entscheidend ist die Motivation des Jugendlichen.“

Prof. Dr. Nicole Naeve-Stoß, (Uni Köln):
„Was kann Uni tun? Die Universität hat zentrale Aufgaben, was die Lehrerausbildung betrifft. Eine ganz wesentliche Herausforderung ist es, Studierende dazu zu befähigen, Unterricht aus der Perspektive der Lernenden zu planen und umzusetzen, Schülerinnen und Schüler also als Individuen wahrzunehmen. Hier Haltung zu fördern ist eine der wichtigen Aufgaben in der Lehreraus- und -fortbildung.“

Prof. Dr. H.-Hugo Kremer:
„Besondere Bedeutung bei 3i hatte für mich, dass dieses Projekt einfach authentisch war und blieb - bei einer Ansammlung von fast 30 Projekten an verschiedenen Berufskollegs. Und das waren Arbeiten über reale Probleme.“

Renate Gatzen:
„Jetzt ist das Projekt zu Ende, fallen jetzt auch die Aufgaben weg? Nein, dem ist nicht so. Wir müssen es schaffen, den Austausch untereinander im Gang zu halten.“

Dr. Petra Frehe–Halliwell, 3i-Projektteam, Moderatorin der Podiumsdiskussion:
“3i hat gezeigt, dass der Übergang Schule – Beruf ins Licht des Interesses gerückt ist.“

Helmut Zumbrock:
„Wir brauchen eine Didaktik der Ausbildungsvorbereitung. Und die muss inklusiv gestaltet sein.“

Prof. Dr. H.- Hugo Kremer:
„Ich würde mich freuen, wenn Inklusion auch in der Dekade der Digitalisierung ein Thema bleibt.“
 

Interview: Ute Wohlgemuth

Als Ministerialrätin aus dem NRW-Ministerium für Schule und Bildung hat Ute Wohlgemuth schon zahlreiche Berufsbildungsprojekte der Paderborner Wirtschaftspädagogen mit großem Engagement und echtem Herzblut begleitet. Im Interview gibt sie ihre Erfahrungen und Eindrücke wieder, die sie im Lauf der 3i-Entwicklung gesammelt hat.

Frage: Was war für Sie das Besondere an 3i?

Ute Wohlgemuth: 3i hat es verstanden, an ältere, bereits abgeschlossene Projekte anzuknüpfen und diese weiterzuentwickeln. Und das in einer stets guten, gemeinsam erlebten, Arbeitsatmosphäre. Unsere Lehrerinnen und Lehrer fühlten sich immer auf Augenhöhe mitgenommen. Dabei blieben die Aufgaben immer klar definiert: Die Wissenschaftler geben Anregungen und stoßen Entwicklungen an, die Berufskollegs setzen das  - angepasst an ihre Bedürfnisse – um.  Funktioniert aber nur, wenn man der Wissenschaft ihre Freiheit lässt, was ja auch in der direkten Kooperation zwischen der Uni Paderborn und unserem Ministerium sehr gut klappt. Und was aus meiner Sicht noch besonders ist, sind die beeindruckenden Arbeitsergebnisse der Kollegs und die offensichtliche Dankbarkeit der Lehrerinnen und Lehrer, die sich immer wieder ermutigt fühlen, voranzuschreiten und die Entwicklung ihrer Schulen weiter zu treiben.

Frage: Wie geht es nun weiter?

Ute Wohlgemuth: Wir werden in Absprache mit der Universität Paderborn und den Dezernaten 45 (Berufskollegs) und 46 (Fortbildung) der Bezirksregierungen und der Soester Qualis-Unterstützungsagentur die Gespräche fortsetzen und diskutieren, wie sich die erzielten Ergebnisse verstetigen lassen. Und wir wollen mit den Bezirksregierungen als übergeordneter Behörde der Berufskollegs sprechen, ob und wie sie Anregungen aufnehmen können, um die Ergebnisse von 3i in die Breite zu tragen. Wir haben sehr viel erreicht und es macht Sinn, dieses Erreichte festzuhalten.  Die Projektergebnisse werden wir auch ins Bildungsportal NRW einstellen. Unter anderem diskutieren wir auch über die eventuelle Einrichtung einer „Forschungs- und Arbeitsstelle Ausbildungsvorbereitung“. Wir pflegen intensive Kontakte zu den Arbeitsagenturen, wir führen gemeinsam mit den Berufskollegs das Projekt „Talentschulen“ durch, wo wir bestimmte pädagogische Projekte testen können. Was uns gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, die Arbeit der Berufskollegs in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Frage: Wird die Kooperation mit den Paderborner Bildungsforschern fortgesetzt?

Ute Wohlgemuth: Das Systemische erlaubt mehr, als die Berufskollegs bislang nutzen. Deswegen werden wir nicht müde, die Kolleginnen und Kollegen dort zu ermutigen, die didaktischen Freiräume zu nutzen. Und da muss ich sagen, es ist ein Privileg, wenn wir die Wissenschaft an unserer Seite haben. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Und dazu kommt: Die kollegiale Zusammenarbeit mit Professor Kremer und seinem Team ist exzellent.
 

Vernissage schafft Assoziationen

Mit der Erstellung von 15 kreativen und aussagefähigen Plakaten wollten Marie-Ann Kückmann, Heike Kundisch, Christina Peitz und Leonie Schmid in den Tagungspausen Anregungen geben und Assoziationen wecken. Die Stimmen von Tagungsteilnehmern beweisen, dass das gut gelungen ist.

Claudia Lux und Mira Duk, BK Technik und Gestaltung, Gelsenkirchen
„TRANSPARENZ“
Uns ist dazu eingefallen: Wir müssen die Transparenz im Kollegium erhöhen und die Aufgabenverteilung neu strukturieren. Das schafft dann auch mehr Klarheit für unsere Schülerinnen und Schüler.“

Helmut Zumbrock, Bezirksregierung Detmold
„ROLE MAKING“Ich sehe durch die Puzzle-Darstellung unterschiedliche Realitätswahrnehmungen. Die Maske assoziiert „Rolle“ oder „Schauspiel“, d. h., man kann nie ausschließen, dass die wahre Identität der Persönlichkeit entspricht, die gerade vor einem steht.

Kerstin Ruhland, Hermann-Emanuel-Berufskolleg des Kreises Steinfurt
„MULTIPROFESSIONELLE TEAMARBEIT“
Für mich sind alle drei Varianten des Früchtemotivs interessant, denn Heterogenität und Vielfalt widerspiegeln meine Arbeit im Berufskolleg.“

Angelika Klapproth-Brill, Bezirksregierung Detmold, Dezernat 46
„ANSTOß GEBEN“
„Fortbildungen geben Anstöße für weitere Entwicklungen. 3i gibt mir Anstöße mit sehr vielen Ideen für Entwicklungen in den Bildungsgängen.“

Maren Ohde und Monika Hülsmann, Paul-Spiegel-Berufskolleg, Warendorf
„ANSTOß GEBEN“
„Jede der Billardkugeln entscheidet für sich, wo sie hinrollt. Wir zeigen Lebensperspektiven auf, wollen unsere Schützlinge aus der Lethargie herausholen. Wir erwarten uns von 3i Anstöße für die Ausbildungsvorbereitung.“

Janis Katz, Felix-Fechenbach-Berufskolleg, Detmold
„VERTRAUEN“
Ich denke da spontan an stage diving: Fällt einer der Schüler, wird er von den anderen aufgefangen, nach der Devise: Du bist nicht allein, wir ziehen alle an einem Strang!

Ute Wohlgemuth, Ministerium für Schule und Beruf, Düsseldorf
„MULTIPROFESSIONELLE TEAMARBEIT“
Ich finde alle Plakate sehr treffend und gelungen. Besonders haben es mir die mpT-Motive angetan. Verschiedene Apfelsorten, verschiedene Zustände, halbe und angebissene Äpfel – das trifft das Thema ganz und gar. Eine grandiose Idee!
 

Text: Reinhard Schwarz

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Pressemitteilungen Projekte Forschung
news-32240 Tue, 25 Sep 2018 14:14:09 +0200 Plenumsdiskussion: "Un-Bossing? What does an agile world of work mean for leadership talent and leadership teaching?" https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/plenumsdiskussion-un-bossing-what-does-an-agile-world-of-work-mean-for-leadership-talent-and-le/ Auch in diesem Jahr möchten wir Sie herzlich zu unserer jährlichen Plenumsdiskussion mit Persönlichkeiten aus der globalen Wirtschaft einladen. Dieses Jahr ist Joy Xu im Gespräch mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Plenumsdiskussion leitet Joy Xu mit einem Impulsvortrag ein zum Thema:

"Un-Bossing? What does an  agile world of work mean for leadership talent and  leadership teaching?"

Joy Xu arbeitet seit Oktober 2015 als Global Head Human Resources bei Sandoz Pharmaceuticals. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen umfassen zahlreiche Themen der Personalwirtschaft wie Führung und Talentmanagement, Kulturwandel, Diversität und Integration. Sie hat bereits in den USA, Deutschland, China, Hong Kong und Dubai gearbeitet und gelebt. 

Dr. Florian Turk, Head Global Payor Marketing, Sales and Relations und Mitglied des Sandoz Biopharmaceuticals Executive Committee sowie Honorarprofessor der Universität Paderborn wird die Plenumsdiskussion moderieren und gemeinsam mit Experten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften diskutieren.

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 17.11. von 11:00–13:00 Uhr in Hörsaal O1, Universität Paderborn statt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Wirtschaftswissenschaftliches Denken und Handeln“ und findet in englischer Sprache statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Sie können sich bis zum 16.11.2018 hier anmelden.

 

 

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32200 Tue, 18 Sep 2018 10:16:00 +0200 Enquete-Kommissionen des Deutschen Bundestags: Universität Paderborn gleich mit drei Wissenschaftlern vertreten https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/enquete-kommissionen-des-deutschen-bundestags-universitaet-paderborn-gleich-mit-drei-wissenschaftler/ Gleich drei Wissenschaftler, eine Professorin und zwei Professoren, der Universität Paderborn sind in Enquete-Kommissionen (EK) des Deutschen Bundestags berufen worden: Prof. Dr. Bettina Kohlrausch, Bildungssoziologin, und Prof. Dr. Peter F. E. Sloane, Wirtschaftspädagoge, gehören ab jetzt der Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ an. Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow, Medienökonom, ist neues Mitglied der Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“, ebenfalls zum Bundestag gehörig. Kohlrausch ist außerdem Mitglied der Kommission des Landtags zur „Digitalen Transformation der Arbeitswelt des Landes NRW“. Enquete-Kommissionen sind Gremien, in denen Abgeordnete und externe Sachverständige, in der Regel Wissenschaftler, komplexe Themen bearbeiten und die Ergebnisse dem Bundestag in Form von Handlungsempfehlungen vorlegen.

Die Kommission „Berufliche Bildung in der digitalen Arbeitswelt“ beschäftigt sich mit der Anpassung beruflicher Bildung an die Anforderungen der digitalen Arbeitswelt. Es soll auch untersucht werden, inwieweit der Fachkräftebedarf gesichert und Zugangshürden abgebaut werden können. Aufgabe des Gremiums ist es, eine Strategie für die Weiterentwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung zu entwerfen. Der Kommission, deren konstituierende Sitzung am 27. September in Berlin stattfindet, werden insgesamt 19 Bundestagsabgeordnete und 19 Sachverständige aus ganz Deutschland angehören.

Die EK „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche Potenziale“ untersucht Chancen und Potenziale der Künstlichen Intelligenz und soll auch die damit verbundenen Herausforderungen aufzeigen. Ziel ist es, Antworten auf u. a. technische, rechtliche sowie ethische und politische Fragen zu finden. Der Kommission gehören ebenfalls 19 Mitglieder des Deutschen Bundestages und 19 Sachverständige an.
 

Text: Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen
news-32202 Thu, 13 Sep 2018 10:18:00 +0200 Jahrestagung der deutschsprachigen experimentell forschenden Ökonomen an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/jahrestagung-der-deutschsprachigen-experimentell-forschenden-oekonomen-an-der-universitaet-paderborn/ Vom 17. bis 19. September findet die 41. Jahrestagung der Gesellschaft für experimentelle Wirtschaftsforschung (GfeW) an der Universität Paderborn statt. Die Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. René Fahr und Prof. Dr. Burkhard Hehenkamp laden dazu rund 70 deutschsprachige experimentell forschende Ökonomen aus dem In- und Ausland nach Paderborn ein.

Mit der Wahl des Tagungsortes würdigt die GfeW die Forschungsaktivitäten in der experimentellen Ökonomie in Paderborn. Vor knapp zehn Jahren wurde das BaER-Lab (Business and Economic Research Laboratory) an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften gegründet, das damit die Erforschung ökonomischer Fragestellungen unter kontrollierten Laborbedingungen an der Universität Paderborn erlaubt. Die Gruppe der experimentell forschenden Fakultätsmitglieder ist seitdem stetig gewachsen.

Die experimentelle wirtschaftswissenschaftliche Forschung ist mittlerweile auch wichtiger Teil interdisziplinärer Forschungskooperationen an der Universität. So unterstützt der Sonderforschungsbereich „On-The-Fly Computing“ (SFB 901), eine Forschungskooperation zwischen der Informatik und der Wirtschaftswissenschaft, die Tagung. Einer der drei Plenarvorträge wird vom Paderborner Informatiker Prof. Dr. Eyke Hüllermeier gehalten. In der ersten Abendveranstaltung der Konferenz wird Bürgermeister Dreier am Montagabend die Teilnehmer begrüßen.

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32004 Mon, 30 Jul 2018 16:18:00 +0200 Verbindung von Forschung und Praxis steht stets im Mittelpunkt: Verabschiedung von Wirtschaftsinformatikerin Prof. Dr. Leena Suhl https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/verbindung-von-forschung-und-praxis-steht-stets-im-mittelpunkt-verabschiedung-von-wirtschaftsinform/ Seit 24 Jahren forscht und lehrt Prof. Dr. Leena Suhl, Wirtschaftsinformatik, an der Universität Paderborn im Bereich der Entscheidungsunterstützung, insbesondere mit Methoden des Operations Research. Ihr Anliegen: Die im Rahmen ihrer Professur entwickelten Modelle und Lösungsmethoden für komplexe Entscheidungsprobleme in allen Bereichen der Wirtschaft sind an deren Zielen orientiert und sollen darin eine bestmögliche praktische Anwendung finden. Nun wurde die Wissenschaftlerin in den Ruhestand verabschiedet.

Seit April 1995 ist die gebürtige Finnin Leena Suhl Professorin für „Wirtschaftsinformatik, insbesondere Operations Research und Decision Support“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, nachdem sie bereits zuvor im Wintersemester 1994 dort die Wirtschaftsinformatikprofessur vertreten hat. Sie etablierte das von ihr geleitete „Decision Support & Operations Research Lab“ (DS&OR Lab) mit zahlreichen Verbundprojekten und Praxiskooperationen, die oftmals im Rahmen von Drittmittelprojekten gefördert wurden – z. B. durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die Europäische Union, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Hauptanwendungsbereiche der Arbeitsschwerpunkte Entscheidungsunterstützungssysteme, mathematische Optimierung und Simulation sind Flug-, Bahn-, Bus- und Containerschiffverkehr, Wasser- und Erdgasnetzwerke, Logistiknetzwerke, Supply-Chain-Netzwerke sowie die Automobilproduktion gewesen. So wurden nicht nur vielfältige innovative Impulse für die Wirtschaft geliefert, sondern auch praxistaugliche Lösungen entwickelt und umgesetzt.
 

Die Menschen sind das wichtigste Bindeglied – Engagement für Wissenschaft und Studierende

Leena Suhl ist Autorin von über 100 wissenschaftlichen Publikationen sowie Department Editor oder Associate Editor von vier Journals. Von 2011 bis 2016 war sie Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Operations Research, davon die letzten zwei Jahre als Vorsitzende. Von 2007 bis 2017 engagierte sie sich als Mitglied des Hochschulrats der Universität Paderborn.

„Die Menschen sind das wichtigste Bindeglied von Wissenschaft und Praxis“, davon ist Leena Suhl überzeugt. „Deshalb ist es auch für das gegenseitige Verständnis förderlich, in Netzwerken zusammenzukommen und sich auszutauschen.“

Neben dem eigenen Ehemaligenverein „DS&OR Alumni e. V.“ pflegen die beiden erfolgreichen als Spin-Off aus dem DS&OR Lab heraus gegründeten GmbHs myconsult und ORCONOMY die Zusammenarbeit und die Entwicklung von Synergien durch ihre Kompetenzen im Rahmen des  DS&OR Clusters nach dem Motto „Einzeln stark – zusammen unschlagbar“.

Leena Suhl verabschiedete sich am letzten Tag der Vorlesungszeit im Sommersemester von der Universität Paderborn und tritt zum 1. Oktober ihren wohlverdienten Ruhestand an. Die feierliche Veranstaltung wurde vom DS&OR Cluster ausgerichtet im Rahmen der jährlich organisierten Forumsveranstaltung. Dabei war es ihr ein Wunsch, dass nicht Geschenke gemacht werden, sondern an die Stiftung Studienfonds OWL von den Gästen Geld zur Finanzierung eines Stipendiums für Studierende gespendet wird. Diese Aktion war so erfolgreich, dass sogar gleich mehrere Stipendien hieraus vergeben werden können.

„Durch ihr persönliches Engagement war Leena Suhl bei unseren Studierenden besonders beliebt. Ihre Lehre war stark an der Praxis und an Projektarbeit ausgerichtet. Ihre feedbackorientierte Arbeitsweise wurde nicht nur bei den Studierenden, sondern auch in ihrem Team sehr geschätzt. In der Fakultätsleitung hat sie als Studiendekanin mit einem hohen persönlichen Engagement den Ersatz der Diplomstudiengänge durch das neue BA/MA-System nachhaltig vorangetrieben. Wir danken ihr für die wunderbare Zusammenarbeit und sind stolz auf ihre großartigen Erfolge“, würdigt die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane das Wirken von Kollegin Leena Suhl an ihrer Fakultät.
 

Weitere Informationen / akademischer Werdegang:

Leena Suhl (Jahrgang 1953) studierte Technomathematik an der Technischen Universität Helsinki und legte 1979 ihr Diplom ab. Nach einer Industrietätigkeit arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Helsinki sowie an der FU Berlin und promovierte in Helsinki 1988. Von 1989 bis 1995 war sie wissenschaftliche Assistentin an der TU Berlin, wo sie Ende 1993 habilitierte. Zum Wintersemester 1994 übernahm sie die Vertretung einer Wirtschaftsinformatikprofessur an der Universität Paderborn. 1995 wurde Leena Suhl zur Professorin für „Wirtschaftsinformatik, insbesondere Operations Research und Decision Support“ und Leiterin des „Decision Support & Operations Research Lab“ an der Universität Paderborn berufen.
 

Text: Ulrike Kropf

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news-31972 Tue, 24 Jul 2018 12:58:50 +0200 Themenspecial „Arbeit 4.0“: Mit Robotik die Pflege der Zukunft gestalten – Projekt „Orient“ erforscht die Bedürfnisse von Fachkräften, Patienten und Angehörigen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/themenspecial-arbeit-40-mit-robotik-die-pflege-der-zukunft-gestalten-projekt-orient-erforsch/ Er ist ein Dauerthema in ganz Europa: der demografische Wandel.

Die Gesellschaften altern und der Bedarf nach professioneller ambulanter und stationärer Pflege steigt. Gleichzeitig stagniert die Zahl qualifizierter Fachkräfte und viele von ihnen arbeiten schon heute am Limit. Hinzu kommen große regionale Unterschiede bei der Versorgung. Können Roboter helfen? Was muss vor ihrem Einsatz berücksichtigt werden? Und wie lassen sich Fachkräfte, Pflegebedürftige und Angehörige einbinden? Fragen, mit denen sich das Projekt „Orient“ der Universität Paderborn beschäftigt.

„Wir untersuchen, welche Informationen den Betroffenen zur Verfügung stehen müssen, bevor Roboter in der Pflege eingesetzt werden können“, erklärt Prof. Dr. Kirsten Thommes. Die Wirtschaftswissenschaftlerin leitet das am Projekt beteiligte Paderborner Team. „Das Besondere an „Orient“ ist, dass wir die betroffenen Gruppen untersuchen und befragen – angefangen bei den Pflegebedürftigen und Angehörigen über die Pflegefachkräfte und -organisationen bis hin zu den Robotikherstellern, Versicherungen sowie politischen Entscheidungsträgern. Ziel des Projekts ist es, deren Informations- und Kommunikationsbedarfe herauszuarbeiten. Es geht speziell darum, wie viel jede Gruppe wissen und verstehen muss, um die neue Technologie so einsetzen zu können, dass sie die Pflegesituation auch wirklich verbessert.“

Internationales Kooperationsprojekt mit Universitäten in Schweden und Finnland

„Orient“ ist international und interdisziplinär aufgebaut: Neben der Universität Paderborn sind die schwedische Mälardalen University und die finnische Lappeenranta University of Technology beteiligt. Die Paderborner Wissenschaftler untersuchen, wie Pflegekraft und Roboter interagieren und erforschen die Einstellungen und Bedürfnisse der Fachkräfte, die mit Robotern zusammenarbeiten sollen. In Schweden erfassen Pflegewissenschaftler, welche Informationen Patienten und Angehörige benötigen, um eine Entscheidung über den Einsatz von Robotern treffen zu können. Die finnischen Projektpartner sind Innovationsforscher. Sie wollen herausfinden, wie die Betroffenen besser in den Entwicklungsprozess von Pflegerobotern einbezogen werden können.

Das Projekt wird im Rahmen der EU-Initiative „More years, better lives“ gefördert. Hier haben sich die EU-Mitgliedsstaaten zusammengeschlossen, um drängende gesellschaftliche Fragen zu erforschen. Konkret fördert vor Ort der jeweilige nationale Fördergeber, im Falle Paderborns das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). „Orient“ wird mit insgesamt 750.000 Euro unterstützt.

Roboter können eine ganze Reihe von Aufgaben übernehmen   

In der Pflege können Roboter vielseitig eingesetzt werden, berichtet Kirsten Thommes: „Die Einsatzmöglichkeiten von Robotern, die heute bereits in Pilotprojekten im Einsatz sind, lassen sich grob in Haushaltshilfen, medizinische Hilfen und soziale Roboter unterteilen. Sie können beispielsweise Haushaltsroutinetätigkeiten wie Putzen und Kochen übernehmen. Daneben gibt es Projekte, in denen Roboter bei körperlich schweren Arbeiten wie dem Heben oder Duschen von Pflegebedürftigen unterstützen. Die medizinischen Einsatzmöglichkeiten gehen aber noch weiter: Roboter können die korrekte Einnahme von Medikamenten und die Vitalwerte überwachen und Pflegekräfte enorm entlasten, indem sie bei der Dokumentation der Pflege helfen. Außerdem lassen sich Roboter zur Unterhaltung einsetzen. Die Einsatzgebiete reichen dabei von haustierähnlichen Robotern für Demenzkranke bis hin zu aktivierenden Gesprächspartnern, die beispielsweise den Erhalt der physischen und kognitiven Leistungsfähigkeit der Pflegebedürftigen unterstützen.“ 

Pflegefachkräfte sollen nicht ersetzt, sondern entlastet werden – zum Wohle der Patienten

Oft sehen die Roboter gar nicht so aus, wie wir sie uns im Allgemeinen vorstellen: humanoid, dem Menschen ähnlich. „Es gibt keine echten „Pflegeroboter“ im Sinne von Robotern, die genau wie eine menschliche Pflegekraft arbeiten, sondern eine Vielzahl von robotisierten Assistenzsystemen“, erklärt Thommes. „Physisch erfahrbare humanoide Roboter wie Pepper oder Zora, die aussehen, wie man sich gemeinhin einen Roboter vorstellt, werden bislang erst in Pilotprojekten untersucht“, so die Wissenschaftlerin.

Eine Pflegefachkraft ersetzen sollen die Roboter nicht – im Gegenteil: „In einem optimalen Zukunftsszenario würde die Pflegekraft schlicht durch robotisierte Assistenzsysteme bei Routinetätigkeiten entlastet, sodass mehr Zeit für Tätigkeiten bleibt, die soziale Nähe und menschliche Wärme erfordern“, betont Thommes. 

Konkrete Definition von „Roboter“ fördert die Akzeptanz

Schon immer war der Erfolg einer neuen Technologie maßgeblich abhängig von der Akzeptanz der Betroffenen. Doch wie offen sind Pflegebedürftige, Angehörige und die Fachkräfte für Roboter? „Der Einsatz von Robotik in der Pflege verursacht erst einmal ambivalente Gefühle bei allen Beteiligten“, berichtet Kirsten Thommes von ihren bisherigen Erfahrungen. Die Wissenschaftlerin betont, wie wichtig eine konkrete Definition des Begriffs „Roboter“ in der Pflege sei, um Ängste und Bedenken abzubauen: „In einer europaweiten Umfrage kam beispielsweise heraus, dass Skandinavier beim Begriff „Roboter“ als erstes an Industrieroboter denken, die in Käfigen eingeschlossen werden müssen. Die erste Assoziation der Deutschen zum Stichwort „Roboter“ war bezeichnenderweise der „Terminator“. Weder auf einen Industrieroboter noch auf den Terminator möchte man wohl treffen, wenn man pflegebedürftig ist. Wenn die beteiligten Akteure aber erfahren, dass es um robotisierte Assistenzsysteme geht, ist die Resonanz deutlich positiver als wenn wir abstrakt von einem Pflegeroboter sprechen, der erstmal Ängste auslöst.“

Die neue Technologie muss sich nach den Bedürfnissen der Menschen richten

Bei der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter spielen die Themen Ethik, Datenschutz und Sicherheit eine große Rolle. Möchte ich als Patient von einem Roboter überwacht und gewaschen werden? Soll mir als Pflegekraft ein Roboter auf die Finger schauen? Und kann ich den digitalen Assistenten selbst ausschalten oder nicht? Bedenken, die Kirsten Thommes und ihre Projektpartner gut kennen: „Kameraüberwachung durch Roboter kann dazu führen, dass viel schneller Hilfe kommt, wenn der Pflegebedürftige in seiner Wohnung fällt. Viele wollen aber keine Kameraüberwachung im Schlaf- oder Badezimmer – auch wenn da die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, zu fallen. Bei der Dokumentation der Pflege ist es ähnlich: Wenn ein Roboter diese Arbeit übernimmt, entlastet das die Pflegekraft enorm. Dazu muss der Roboter den Menschen aber überwachen, indem er filmt und jedes gesprochene Wort aufnimmt. Das ist ein erheblicher Eingriff in die individuelle Freiheit.“ Die Forscherin hält es daher für notwendig, dass sich die Robotik nach den Wünschen und Anforderungen der Menschen richtet: „Es stellt sich immer die Frage, ob die Roboter passende Antworten auf die Bedürfnisse der Betroffenen finden. Unser Projekt erhebt daher explizit auch solche Wünsche, Ängste und Informationsbedarfe.“

Wie kann es konkret aussehen, wenn sich die Technik den Wünschen der Betroffenen anpasst? „Wenn beispielsweise ein Pflegebedürftiger Bedenken hat, seine Wohnung durch die Kamera eines Roboters überwachen zu lassen, könnte die Kamera so eingestellt werden, dass sie nur dann aktiv ist, wenn der Roboter eine Erschütterung – beispielsweise durch einen Sturz – aufzeichnet“, erklärt Thommes.  

Professioneller Umgang mit Robotern: In der Ausbildung fängt es an

Sollen Roboter erfolgreich eingesetzt werden und nicht zu einer zusätzlichen Arbeitsbelastung für die Pflegekräfte werden, müssen sie einfach und schnell zu bedienen sein. Thommes plädiert daher dafür, den Umgang mit der neuen Technologie künftig in die Ausbildung zu integrieren: „Das Berufsbild der Pflegekraft wird sich verändern. In den ersten Einsätzen von Pepper und Zora zeigte sich, dass die Pflegekräfte in die Programmierung der Roboter eingebunden waren. Wie in allen von der Digitalisierung betroffenen Berufsgruppen wird sich der Ausbildungsinhalt dahingehend verändern, dass die Fachkräfte deutlich mehr technische Inhalte erlernen werden, um die Technologie kompetent nutzen zu können.“

Forschung zur Zusammenarbeit von Mensch und Maschine sollte ausgebaut werden

Kirsten Thommes glaubt nicht, dass Roboter den Menschen künftig großflächig vom Arbeitsmarkt verdrängen werden: „Roboter werden unsere Arbeitsinhalte eher verändern. Eine erste deutsche Untersuchung an der Universität Düsseldorf ergab, dass Roboter bislang in allen Industriezweigen zum Wegfall von Arbeitskräften führten, dieser Verlust aber über neue Arbeitsplätze in wirtschaftsnahen Dienstleistungen komplett ausgeglichen wurde.“

Laut der Paderborner Wirtschaftswissenschaftlerin mangelt es aktuell vor allem an Forschung zur Zusammenarbeit von Mensch und Maschine: „Heute sind die Maschinen sehr weit entwickelt und können echte Assistenten werden. Allerdings wird bislang kaum erforscht, wie sie sich in Teams einfügen und was maschinelle Partner mit der Zufriedenheit von Menschen am Arbeitsplatz machen. Wir müssen aber unbedingt verstehen, wann Assistenzsysteme als hilfreich und wann als störend empfunden werden, um ihr Potential ausschöpfen zu können. „Orient“ soll dazu einen Beitrag leisten.“

Weitere Informationen zum Projekt „Orient“ unter www.robotorientation.eu

Weitere Informationen zum Themenspecial "Arbeit 4.0" der Universität Paderborn im Wissenschaftsjahr 2018 „Arbeitswelten der ZukunftWissenschaftsjahr: „Arbeitswelten der Zukunft“:

Halbzeit beim Wissenschaftsjahr: „Arbeitswelten der Zukunft“ lautet das Motto, unter dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgewählte Projekte zur Thematik fördert und deren Relevanz so der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich macht. Durch Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und künstliche Intelligenz verändert sich die Art und Weise, wie Menschen arbeiten.

Wie Wissenschaftler der Universität Paderborn die Arbeit von morgen durch ihre Forschung mitgestalten, wird im Themenspecial "Arbeit 4.0" dargestellt. Neben technischen Innovationen werden insbesondere auch gesellschaftspolitische Implikationen beleuchtet.

Text: Simon Ratmann, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung Internationales Internationales
news-31966 Tue, 24 Jul 2018 10:15:37 +0200 arqus-Tagung an der Universität Paderborn beleuchtet aktuelle steuerliche Herausforderungen – Bundestagsabgeordnete plädiert für Sicherung von Fairness bei der Besteuerung https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/arqus-tagung-an-der-universitaet-paderborn-beleuchtet-aktuelle-steuerliche-herausforderungen-bundes/ Auf der diesjährigen 14. Tagung des Arbeitskreises Quantitative Steuerlehre (arqus e. V.) an der Universität Paderborn diskutierten mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem deutschsprachigen In- und Ausland an zwei Tagen aktuelle steuerliche Themen, zum Beispiel: Welche steuerlichen Herausforderungen erwachsen aus der digitalen Wirtschaft „Industrie 4.0“? Wie beeinflussen steuerliche Faktoren die Standortentscheidung in komplexen Konzernstrukturen? Führt eine geschlechterspezifische Besteuerung dazu, dass sich das Arbeitsangebot von Frauen und Männern verändert?

Die Besteuerung der digitalen Wirtschaft sieht auch die Keynote-Sprecherin, MdB Bettina Stark-Watzinger (FDP), Vorsitzende Finanzausschuss des Bundestags, als unmittelbare Herausforderung für die soziale Marktwirtschaft. Sie konstatiert, dass sich in der digitalen Wirtschaft geänderte Geschäftsprozesse entwickeln und es aus diesem Grund wichtig ist, auch die Besteuerungsprozesse hieran anzupassen, um das Steueraufkommen und eine faire Besteuerung zu sichern. Kritisch sieht Stark-Watzinger die Aufrechterhaltung des Solidaritätszuschlags über das Ende des Solidarpaktes 2019 hinaus, welcher als Ergänzungsabgabe für den Aufbau Ost eingeführt wurde. Sie sieht die große Koalition hier unter Zugzwang. Die anschließende Diskussion zwischen Politik und Wissenschaft wurde offen und lebhaft geführt.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-31956 Mon, 23 Jul 2018 12:57:38 +0200 Studierende nehmen erneut an internationalem Wettbewerb in Montreal teil – Partner und Sponsoren gesucht https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studierende-nehmen-erneut-an-internationalem-wettbewerb-in-montreal-teil-partner-und-sponsoren-ges/ Auch im Januar 2019 nehmen wieder fünf Studierende der Universität Paderborn an der 38. MBA International Case Competition (MBA ICC) teil.

Seit 1981 richtet die Concordia University Montreal in Kanada, zunächst national und seit 1992 auch international, die John Molson MBA International Case Competition aus. Der Fallstudienwettbewerb ist damit heute nicht nur der älteste, sondern auch der traditionsreichste und renommierteste Wettbewerb seiner Art. Im Rahmen des Wettbewerbs müssen Lösungen zu realen Unternehmenssituationen entwickelt und vor Führungskräften namhafter internationaler Unternehmen präsentiert werden. Alljährlich treffen sich Anfang Januar Teams von 36 internationalen Business Schools und Universitäten, um ihr Wissen und Können in praxisnahen Szenarien zu beweisen.

Mit guten Leistungen haben die Teams der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität in der Vergangenheit punkten können. Seit 1996 nimmt regelmäßig ein Team aus Paderborn am Wettbewerb teil. Für das neue Team gilt es, in Kanada den guten Ruf der Universität zu verteidigen und dabei wertvolle Erfahrungen für die berufliche Praxis zu sammeln.

Zur Vorbereitung auf den Wettbewerb wird ein intensives Training durchgeführt, bei dem neben dem betriebswirtschaftlichen Können auch Kommunikations- und Präsentationsfertigkeiten im Vordergrund stehen. Verantwortlich für die Organisation der Vorbereitung und Teilnahme ist ab diesem Jahr der neuberufene Juniorprofessor für Finance, Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster.   

Partner und Sponsoren gesucht

Während das Auswahlverfahren für das Studierendenteam aus Paderborn läuft, können sich auch Partner und Sponsoren direkt bei Matthias Pelster melden, die bereit sind, die Studentinnen und Studenten bei der Finanzierung der mit der Teilnahme verbundenen Reisekosten zu unterstützen. Pelster: „Im renommierten Fallstudienwettbewerb in Montreal ist auf allen Ebenen Professionalität angesagt. Seit über 20 Jahren bietet unsere Fakultät einem speziell hierfür ausgewählten hochmotivierten Studierendenteam aus den Wirtschaftswissenschaften die Möglichkeit, sich international zu messen. Zur finanziellen Unterstützung der Teilnahme der Studierenden freuen wir uns sehr über eine Kontaktaufnahme.“

Weitere Informationen im Internet unter:

wiwi.upb.de/international/international-campus/internationalization-at-home/john-molson-case-competition/

mbacasecomp.com

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales
news-30860 Thu, 05 Jul 2018 17:25:00 +0200 Projekt QBi der Paderborner Wirtschaftspädagogen findet erfolgreichen Abschluss – Qualifizierungsbausteine sind der Schlüssel zum Ausbildungserfolg https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/projekt-qbi-der-paderborner-wirtschaftspaedagogen-findet-erfolgreichen-abschluss-qualifizierungsbau/ Weit über 100 Pädagogen/innen, Psychologen/innen, Sozialarbeiter/innen und Schulleiter/innen aus 30 NRW-Berufskollegs und Bildungsexperten/innen der Bezirksregierungen aus NRW waren am 18./19.6.2018 der Einladung der Paderborner Wirtschaftspädagogen/innen ins Soester „QUA-LiS“ gefolgt, um nach zwei arbeitsreichen Jahren das Projekt „QBi – Qualifizierungsbausteine in einer dualisierten Ausbildungsvorbereitung“ gemeinsam zum Abschluss zu bringen. Die vier teilnehmenden Berufskollegs stellten dabei u. a. ihre jeweils auf sie maßgeschneiderten neuen Qualifizierungsbausteine in der Ausbildungsvorbereitung (AV) vor.

Zu Beginn betonte Prof. Dr. H.-Hugo Kremer Sinn und Zweck der gemeinsam unternommenen Anstrengungen: „Mit dem Projekt QBi unterstützen wir die Berufskollegs bei ihrer anspruchsvollen Arbeit, die Herausforderungen der Integration und Inklusion zu bewältigen. Unsere Arbeit liegt darin, Anregungen zu geben, Ideen anzustoßen und gegebenenfalls neue Wege zu gehen.“ Dabei habe man bei dem aus den Projekten NeGel und InBig entstandenen Projekt QBi auch auf die bewährte Kooperation mit den Lehrstühlen Prof. Dr. Peter F.E. Sloane und Prof. Dr. Nicole Kimmelmann gesetzt. Zum engeren QBi-Team zählen neben Prof. Dr. Kremer: Dr. Petra Frehe, Nina-Madeleine Peitz und Simone Volgmann. Nach den Worten Prof. Kremers besteht das Projekt aus einer Konzeptions- und einer Implementationsphase und bedingt gravierende Änderungen in der Bildungsgangarbeit. Der gesellschaftliche Nutzen der gemeinsamen Anstrengungen liege in der Unterstützung oft chancenloser Jugendlicher mit fehlender Ausbildungsreife. Diese Jugendlichen gelte es mit Hilfe von neu entwickelten Qualifizierungsbausteinen so weit zu motivieren, dass sie mit mindestens einem Hauptschulabschluss dem Arbeitsmarkt zugeführt werden können. Die von den Berufskollegs Karl-Schiller-Dortmund, Lüttfeld-Lemgo, Albrecht-Dürer-Schule-Düsseldorf und Erkelenz vorgestellten und viel diskutierten Lösungen standen im Fokus von drei Schwerpunkten: Subjektorientierung, Erlebnisorientierte Didaktik und Sprachsensitive Berufsbildung, die von den Mitarbeiterinnen des Projekts wissenschaftlich beleuchtet und begleitet wurden.

Nina-Madeleine Peitz verwies mit ihrer Frage: „Warum versteht der Schüler mich nicht?“ auf die notwendige Förderung der Sprach- und Kommunikationskompetenz, Simone Volgmann postulierte mit Blick auf die Erlebnisorientierte Didaktik, dass sich Lernsituationen an den Bedürfnissen der Lernenden in der Ausbildungsvorbereitung orientieren müssen und betonte den notwendigen Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis. Dr. Petra Frehe sah hinsichtlich der Subjektorientierung in der AV sowohl Heterogenität als auch Diversität als große Herausforderung und forderte, die individuelle Bedarfslage der Zielgruppe stärker zu berücksichtigen. Schule müsse unter der Fragestellung „Wie muss ein Schulalltag gestaltet werden?“ neu gedacht werden. Der QBi-Forschungsansatz nähre sich aus der engen Kooperation von Wissenschaft und Praxis und der Prototypenentwicklung von Qualifizierungsbausteinen: „Dabei verstehen wir uns als Beratende und Begleitende, die mit den Berufskollegs ihre individuellen Standortentwicklungskonzepte diskutieren. Es ist ein Geben und Nehmen.“ In diesem Zusammenhang kündigte Petra Frehe das baldige Erscheinen einer ausführlichen Projekt-Dokumentation an.

Die Repräsentant*innen des kaufmännisch ausgerichteten Karl-Schiller-Berufskollegs Dortmund erläuterten den am Kolleg entwickelten Qualifizierungsbaustein „Adressatengerechte berufliche Kommunikation“ und betonten dabei den hohen Stellenwert der damit verbundenen Beziehungsarbeit mit ständigen Rückmeldungen, die den Lernenden Orientierung und Struktur gäben: „Kommunikative Kompetenz mit dem Fach Deutsch in Schlüsselfunktion und den damit verbundenen Lehrplänen ist der Grundbaustein, um sowohl in der Arbeitswelt als auch privat zu funktionieren. Man muss sich ja irgendwie verkaufen können...“. Praktika dürften nicht losgelöst betrachtet werden, sondern müssten ins Gesamtkonzept der beruflich-gewerblichen Bildung eingepasst werden. Um Überforderung und Verweigerung auszuschließen, werde den Lernenden eine Eingewöhnungsphase für ihre Praktikumstätigkeit zugestanden, was Pünktlichkeit und Vorbereitetsein deutlich verbessere. Das führte in der Bildungsgang-Organisation dazu, dass die vorgesehene Struktur – zwei Tage Berufskolleg, 3 Tage Praktikum – in drei Praktikumsblocks à zwei Wochen überführt wurde. Bereits der Schultag sollte im besten Fall wie ein Praktikumstag gestaltet werden können. Die Besonderheit besteht darin, dass der Praktikumstag mit zwei regulären Unterrichtstunden in der Schule beginnt und die Lernenden anschließend in ihre Praktikumsbetriebe gehen.

Das Berufskolleg Erkelenz (Ausrichtung: kaufmännisch / technisch / Gesundheit und Soziales) stellte die Beziehungsarbeit von Lehrenden zu den Schülern und damit für die Gestaltung der Qualifizierungsbausteine die Subjektorientierung in den Vordergrund. Es gehe vordringlich um den Erwerb des allgemeinen Schulabschlusses. Eine Stärken orientierte und motivierende Beziehungsarbeit müsse desgleichen die angebundenen Partnerbetriebe miteinschließen, die mit der Zeit über genügend Erfahrungen verfügten, ein Gefühl für die labile Zielgruppe entwickelten und zudem echte berufliche Perspektiven bieten könnten. Den Bildungsgang strukturierten die Erkelenzer in eine berufliche Orientierungs- und eine Qualifizierungsphase. Schulleiter OStD Jan Pfülb schreibt QBi eine „Katalysatorfunktion für die Bildungsgangarbeit“ zu.

Die Düsseldorfer Albrecht-Dürer-Schule bietet eine breite Ausbildungspalette und setzt auf Qualifizierungsbausteine zur Entwicklung der kommunikativen Kompetenz. Subjektorientierung, individuelle Förderung und Selbststeuerung werden im berufsvorbereitenden Bereich präferiert. Wenn Lernformate einen steten Bezug zueinander haben und Lernende erkennen, dass Unterricht und Praktikum aufeinander abgestimmt sind, könne man Schüler*innen wieder zum Lernen motivieren. Im Rahmen von QBi wurde Entwicklung und Implementierung eines Qualifizierungsbausteins in den Vollzeitklassen der AV vorgenommen. Der Schwerpunkt liegt auf der Verzahnung schulischer Angebote mit beruflicher Erfahrung in engem Miteinander von Schule und Betrieben.

Im Lüttfeld-Berufskolleg Lemgo bringen es die Lehrenden schlagwortartig auf den Punkt: „Authentischer Qualifizierungsbaustein im fachlichen Werkstattunterricht.“ Authentisch bezieht sich dabei auf eine fachbezogene Ausgestaltung der Qualifizierungsbausteine, hier auf Bau-, Elektro- und Farbtechnik sowie auf Ernährung, Hauswirtschaft und Raumgestaltung. Propagiert wird der „Erlebnisraum Schule“ im Dreiklang von Sprache – Werkstatt – Individualisierung. Dazu gehören die Gestaltung sprachsensibler Lehr-und Lernmaterialien, die Eigenverantwortung für Werkzeug und Material, die Pflege von Sprach- und Fachniveau und die „Werkstatt im Klassenzimmer“.

In seinen zusammenführenden Überlegungen stellte Prof. Dr. H.-Hugo Kremer zwei Postulate auf: „Qualifizierungsbausteine sind aus der Perspektive des Subjekts neu zu denken“ und: „Der individuelle Lern- und Entwicklungsgehalt von Lernsituationen muss stärker in den Fokus rücken – auch Didaktik ist neu zu denken.“ Kremer weiter: Die Konzeptentwicklung von Qualifizierungsbausteinen und die Implementation verlange den Lehrenden der Berufskollegs große Kraftanstrengungen ab. Dazu brauche es ein hohes Maß an Motivation und die Möglichkeit, sich in fachbezogenen Foren mit anderen Kollegen auszutauschen. Für die Fortführung der didaktischen Arbeit vor Ort seien die Schulleitungen gefordert. Das Projekt „Innovationsarena 3i“ könne das jetzt auslaufende Projekt QBi auch in dieser Hinsicht ideal ergänzen bzw. fortführen: „Die Wissenschaftler*innen der Universität Paderborn werden jedenfalls nicht müde, auch zukünftige Lehrer*innen für die Herausforderungen der Ausbildungsvorbereitung zu sensibilisieren.“

Stimmen zum Projekt QBi:

OStDirektor Jan Pfülb, Schulleiter des Berufskollegs Erkelenz
„Wir haben aus diesem für uns wichtigen Projekt drei Erkenntnisse gezogen: Erstens ist der heutige Tag für uns kein Abschluss, sondern der Auftakt zu handeln. Wir müssen die Schüler ausreichend orientieren, bevor wir sie in die Praxis entlassen. Zweitens müssen wir den Schülern ihren Einstieg ins Praktikum erleichtern – dazu ist es nötig mit den Betrieben zu sprechen. Und drittens müssen wir die Situation beruflich und gesellschaftlich orientierungsloser Schüler als einen weiteren Auftrag für die Schule begreifen.“

OStDirektor Manfred Kreisel, Schulleiter des Lüttfeld-Berufskollegs Lemgo
„Berufskollegs sind die Kompetenzzentren für die berufliche Bildung mit aktuell neuen Herausforderungen. Geflüchtete und Schulversager sind eine hoch brisante Mischung, keinen davon dürfen wir verlieren. Vormachen – nachmachen funktioniert im Unterricht nicht mehr. Wir müssen alle lernen zu reduzieren. Entscheidend ist, dass alle Schüler alle Bereiche einmal ganzheitlich durchlaufen. Wichtig ist, dass wir die Menschen, die uns anvertraut sind, mit hohem Maß an Empathie lieben und mögen. Und nicht zu vergessen: Unsere Schüler in den Beruf zu bringen, dauert fünf Jahre. Wer das anders sieht, lebt auf einem anderen Stern.“

Dr. Uwe Wiemann, Schulleiter am Karl-Schiller-Berufskolleg, Dortmund
„Wir sind froh, dass wir dabei sein konnten. Danke an alle. Was hat uns das QBi-Projekt gebracht? Zum Beispiel eine jetzt vorherrschende, neue positive Sichtweise auf die Ausbildungsvorbereitung unserer Schule. Über das Projekt haben KollegInnen und Schüler eine höhere Wertschätzung erfahren. Für uns die Grundvoraussetzung für gute Bildungsarbeit. Es hat sich bei uns ein kleines, beständiges Lehrerteam gebildet, zudem haben wir neue Themenfächer implementiert und neue Schwerpunkte gebildet. Wir vermitteln jetzt bewusst und aktiv Kommunikation und Erlebnisorientierung. Einstiegsdiagnostik und Kompetenzraster können wir auch für andere Bildungsgänge verwenden, das ist ein echter Mehrwert. Wir wollen das weiterentwickeln, hoffen auf ein Anschlussprojekt und bleiben dran.“

Leitende Regierungsschuldirektorin Christina Hüsing, Schulfachliche Aufsicht, Bezirksregierung NRW
„Als Zuständige für Integration, Inklusion und Ausbildungsvorbereitung an den Berufskollegs habe ich durch dieses Projekt viele Anregungen und wichtige Informationen erhalten. Bei einem intensiven Austausch habe ich sehr engagierte Kolleginnen und Kollegen erlebt, auch das nehme ich mit. In meiner Rolle als Schulaufsicht konnte ich wahrnehmen, dass der Ausbildungsvorbereitung ein ganz anderer Stellenwert zukommt. Dafür braucht jede Schule vermehrt die Unterstützung der Schulleitungen.“
 

Autor: Dr. Reinhard Schwarz

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Pressemitteilungen Projekte Forschung
news-30832 Tue, 03 Jul 2018 16:28:45 +0200 Internationale Unternehmensberatung hkp/// group informiert: „Vergütungsprojekte in der Praxis – der Fall Formel Glass“ – Gastvortrag am 12. Juli an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/internationale-unternehmensberatung-hkp-group-informiert-verguetungsprojekte-in-der-praxis-der/ Am Donnerstag, 12. Juli, sind Mitglieder der internationalen Unternehmensberatung hkp/// group zu Gast an der Universität Paderborn.

Catharina Kohnen und Hannes Klingenberg geben in ihrem Gastvortrag „Vergütungsprojekte in der Praxis – der Fall Formel Glass“ Einblicke in die Praxis einer Unternehmensberatung. Die Veranstaltung findet um 16.15 Uhr im Hörsaal C1 (Ebene 0, am Haupteingang) statt. Nach dem einstündigen Vortrag besteht Zeit für Nachfragen und Diskussionen. Der Eintritt ist frei.

Die beiden Gäste tragen auf Einladung von Prof. Dr. Martin Schneider aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vor. Im Rahmen seiner Professur wird neues, für die Praxis relevantes Wissen zum Thema „Personalwirtschaft“ aus einer sozioökonomischen Perspektive erforscht.

Die hkp/// group ist eine partnergeführte, internationale Unternehmensberatung, die in ihrem Beratungsfeld an der Schnittstelle von Strategie, HR und Finanzen ansetzt und sich auf Performance Management, Talent Management und Vergütung von Vorstand und Topmanagement spezialisiert. Im Vortrag werden Catharina Kohnen und Hannes Klingenberg aus ihrem Beratungsberuf praktische Erfahrungen und Erkenntnisse aus Projekten und Vergütungsstudien vorstellen.
 

Weitere Informationen:

Catharina Kohnen studierte International Business an der Universität Paderborn. Studienschwerpunkte waren Human Resource Management, Personalökonomie und International Management. Während ihres Studiums verbrachte sie jeweils ein Auslandssemester in Kanada und Spanien. Catharina Kohnen kam im Oktober 2014 als Praktikantin zur hkp/// group und blieb danach als Werkstudentin und Masterandin im Unternehmen. Ihre Masterarbeit schrieb sie über den Einfluss von Performance Management Systemen auf die Mitarbeiter- und Unternehmensperformance. Seit ihrer Festanstellung ist sie vor allem in den Bereichen Executive Compensation, Board Services und HR & Compensation Benchmarking tätig. Sie begleitet zudem Projekte im Bereich der Angemessenheitsüberprüfung von Vorstandvergütung, der Entwicklung von Vergütungssystemen sowie internationale Studien für das Top- und Middle-Management.

Hannes Klingenberg ist seit 2017 Senior Analyst bei der hkp/// group im Bereich Board Services. Er absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften mit den Schwerpunkten Berufsbildung, Beratungspsychologie und Soziologie in Hamburg. Während und nach seinem Studium war er knapp zehn Jahre in verschiedenen Leitungspositionen des öffentlichen Diensts im In- und Ausland tätig. Vor seinem Start bei der hkp/// group arbeitete Hannes Klingenberg in Hamburg bei einem renommierten Wirtschaftsprüfungsunternehmen im Themenfeld der Vorstandsvergütung. Bei der hkp/// group beschäftigt sich Hannes Klingenberg überwiegend mit den Anforderungen der Corporate Governance, regulatorischen Vorgaben sowie dem Einfluss von Investoreninteressen an Vorstandsvergütung.

Webseite der hkp/// group: http://www.hkp.com/de

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-30826 Tue, 03 Jul 2018 11:50:54 +0200 Erfolgreicher Abschluss des Projekts "NeGeL": Selbstorganisiertes Lernen im Mittelpunkt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/erfolgreicher-abschluss-des-projekts-negel-selbstorganisiertes-lernen-im-mittelpunkt/ Die Neugestaltung von Lernprozessen (Projekt NeGeL) steht seit über fünf Jahren im Fokus der Kooperation zwischen impulsgebenden Bildungsexperten der Universität Paderborn, den Förderern Reinhard Mohn Stiftung und Unfallkassen NRW sowie drei experimentierfreudigen ostwestfälischen Berufskollegs. Zum Projektende ziehen die Beteiligten Bilanz.

Nach einer kurzen Einführung von Prof. Dr. Peter F. E. Sloane, Professor für Wirtschafts- und Sozialpädagogik an der Universität Paderborn, der mit den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Karin Meier, Desiree Daniel, Franziska Schwabl und Simone Volgmann die Entwicklung der Berufskollegs begleitet, gibt Anja Rittinghaus, stellvertretende Schulleiterin am Bünder Erich Gutenberg Berufskolleg, einen Überblick zur Entwicklung der pädagogischen und organisatorischen Konzepte am Berufskolleg.

Erich Gutenberg Berufskolleg, Bünde

Wie auch in den anderen beiden Berufskollegs steht in Bünde das "Selbstorganisierte Lernen" im Vordergrund. Selbstorganisiertes Lernen erfordert neues Denken: Ein Lernatelier gibt Unterstützung durch aufgabendefinierten Raum. Für das kombinierte Lernen in Einzelarbeit, Gruppenaustausch und Unterrichtsphasen steht ein eigens dafür umgebautes Stockwerk zur Verfügung. Mit dem Teilprojekt "Wilde Kerle" widmet man sich besonders jener perspektivlos erscheinenden Klientel von Jugendlichen, die mit schwierigen Lebenssituationen zu kämpfen haben. Propagiert wird der konstruktive Umgang mit Störungen und Regelverweigerungen. Für das Lehrerkollegium gilt im Rahmen der Konzepte zur Förderung der Lehrergesundheit die Devise: "Gesund und munter durch den Schulalltag!" Anja Rittinghaus nennt folgende Features, die jetzt das Schulleben beeinflussen: Visualisierungstraining, Einführung eines Schülerlogbuchs, Praktikumsbegleitung, Digitalisierung, Finanzkompetenz (z. B. Schuldnerberatung), "Babybedenkzeit", Süchte (vom Glücksspiel bis zum Drogenmissbrauch) und pädagogische Tage für Lehrer, die sich mit besonders belasteten Schülern beschäftigen. Praxisnähe, das laufende Tagesgeschäft, Lehrerressourcen und die Einrichtung internationaler Förderklassen stellen sich in der Gesamtschau dabei als besondere Herausforderungen dar. Die Bünder Schulleiterin Afra Gongoll nimmt aus dem Projekt Folgendes mit: "Mit NeGeL sichern wir unsere fortschreitende Schulentwicklung, unsere zunehmende personelle Kompetenz und einen besseren, kontrollierteren Übergang ins Ausbildungssystem. Offene Posten für uns sind derzeit noch die steigende Heterogenität an unserer Schule, die weitere Förderung der Berufsfähigkeit und die sprachsensible Gestaltung der Unterrichtseinheiten."

Lüttfeld Berufskolleg des Kreises Lippe

Mit Schulleiter Manfred Kreisel und Abteilungsleiterin Toni Nürmberger-Ergünoglu bilanzieren zwei Pädagogen ihre Erfolge, die sie mit NeGeL und dem ebenfalls von den Paderborner Wirtschaftspädagogen stammenden Projekt "QBi" (Qualifizierungsbausteine inklusiv in einer dualisierten Ausbildungsvorbereitung) errungen haben. Drei Ziele stehen im Lemgoer Lüttfeld Berufskolleg mit NeGeL im Vordergrund: Selbstorganisiertes Lernen, inklusive Schulkultur und Lehrergesundheit. Toni Nürmberger-Ergünoglu nennt die Herausforderungen: "Durch unsere Ausbildungsbreite haben wir es mit vielen Playern zu tun. Fünf Abteilungen arbeiten autonom. Im Zentrum steht dabei immer ein Fachbereich, an den alle Bildungsgänge angedockt werden. Zum Bespiel wurden mit tatkräftiger Unterstützung von Karin Meier Gesundheitsworkshops durchgeführt, die u. a. folgende Umsetzungserfolge verzeichnen können: Ruheraum, kollegiale Fallberatung, ein externes Supervisionsangebot, eine ‚bewegte Pause’ mit Außensportgerät, Kollegensport und Brain Gym."

Nach den Erfahrungen von Nürmberger-Ergünoglu wird nicht nur die bewegte Pause von den 130 Kolleginnen und Kollegen sehr gut angenommen, sondern auch Fortbildungsveranstaltungen: "Wir haben so viele Talente im Kollegium, die nur geweckt werden müssen, unsere Gesundheitsangebote sind dabei eine wertvolle Hilfe." Die Liste der in die Praxis eingeflossenen Maßnahmen kann sich laut dem Schulleiter sehen lassen: "Es gibt regelmäßige pädagogische Workshops für die einzelnen Bildungsgänge. In Wochenend-Workshops erarbeiten wir mit Hilfe von NeGeL in aller Ruhe Lernsituationen. Selbstreguliertes Lernen, das wir beständig fortentwickeln, begleitet uns dabei in Theorie und Praxis. Und wir nutzen bewusst das Pfund unserer Werkstätten, denn damit heben wir uns von den allgemeinbildenden Schulen ab und untermauern unsere Daseinsberechtigung."

Reinhard-Mohn-Berufskolleg, Gütersloh

Auch Dietmar Flegel vom Reinhard-Mohn-Berufskolleg weiß viel von neuen Entwicklungen infolge von NeGeL zu berichten. Der Bildungsgangleiter nennt es "unser Lernzeithaus": Alle Klassen auf einem Flur, Schließfächer und Eigentumsfächer in den Klassenzimmern für problemfreie Privatheit, flexible Klassenräume durch Anschaffung von Dreiecktischen, Lehrer-AGs und Personaleinsatz nach dem Freiwilligkeitsprinzip, Regelkatalog für alle und Durchführung des Paderborner Lerntableaus zur Einschätzung der Selbstregulationsfähigkeit von SchülerInnen, Klassenteamsitzungen, Lernzeitaufgaben, jeden Montag ein Kick-off zur Lernzeitplanung. Wochenplaner, Reflexionsbogen und ein Lehrerlogbuch geben dabei Orientierung über das ganze Schuljahr hinweg. Flegel: "Mit dem Lernzeithaus haben wir ein gutes Konzept realisiert. Das hätten wir so ohne das NeGeL-Projekt der Paderborner Wirtschaftspädagogen nicht hinbekommen."

In der abschließenden Bewertung zeigt sich Projektmanager Rüdiger Bockhorst von der Reinhard Mohn Stiftung sehr angetan von den Ergebnissen, die man gemeinsam erzielt habe: "Wir haben anderthalb Jahre konzipiert, dann vier Jahre umgesetzt – erstaunlich, was in dieser Zeit passiert ist und was alles in die Praxis überführt wurde. Das war spannend und hat mit dem heutigen Tag ein sehr gutes Ende gefunden." Prof. Dr. Peter F. E. Sloanes Abschiedswort galt dem gesamten Projekt-Team: "Ich möchte Ihre aller Leistung besonders hervorheben und Ihnen ein großes Dankeschön sagen."

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Pressemitteilungen Projekte Forschung
news-30686 Wed, 20 Jun 2018 09:33:06 +0200 Gewerkschafter informiert: „Der ganzheitliche Weg zu Arbeit 4.0“ – Oliver Dietrich von der IG Metall am 28. Juni zu Gast an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/gewerkschafter-informiert-der-ganzheitliche-weg-zu-arbeit-40-oliver-dietrich-von-der-ig-metall/ Am Donnerstag, 28. Juni, ist Oliver Dietrich von der IG Metall Bielefeld zu Gast an der Universität Paderborn. Er spricht zum Thema „Der ganzheitliche Weg zu Arbeit 4.0“.

Die Veranstaltung findet um 16.15 Uhr im Hörsaal C1 (Ebene 0, am Haupteingang) statt. Nach dem 45-minütigen Vortrag besteht ausreichend Zeit für Nachfragen und Diskussionen. Der Eintritt ist frei.

Oliver Dietrich trägt auf Einladung von Prof. Dr. Martin Schneider und des vom Land NRW geförderten Schwerpunktes „Digitale Zukunft“ der Universitäten Bielefeld und Paderborn vor.

In seinem Vortrag zeigt Oliver Dietrich einen ganzheitlichen Weg zur digitalisierten Arbeit auf, ein Weg, der auch die Interessen und Bedürfnisse der Beschäftigten und der Gesellschaft berücksichtigt. Dabei geht er auf zentrale Fragen rund um das Thema „Arbeit 4.0“ sowie die Rolle der Betriebsräte und der IG Metall ein. 

Oliver Dietrich ist Referent für die Nachhaltigkeitsmaßnahme „Gestaltung der digitalen Arbeitswelt 4.0“ im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgezeichneten Spitzencluster „Intelligente Technische Systeme OstWestfalenLippe“ („it's OWL“). In diesem Technologienetzwerk haben sich IG Metall, Betriebsräte, Arbeitnehmer und Arbeitgeber zusammengeschlossen, um die digitale Transformation aktiv, vorausschauend und mitbestimmt zu gestalten: Welche Erkenntnisse und Lösungsansätze auf dem Weg zur digitalen Transformation haben wir bis heute schon erreicht? Welche Chancen und Risiken stehen uns noch bevor? Wie gestaltet die IG Metall zusammen mit Betriebsräten und Beschäftigten diesen Weg?

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-30508 Mon, 04 Jun 2018 10:49:16 +0200 Studienberatung zu den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Management Information Systems am 5. Juni https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studienberatung-zu-den-masterstudiengaengen-wirtschaftsinformatik-und-management-information-systems-1/ Am 5. Juni haben alle Bachelorstudierenden in der Wirtschaftsinformatik und angrenzenden Studiengängen aus Paderborn und von anderen Hochschulstandorten die Möglichkeit, sich über die Masterstudiengänge Wirtschaftsinformatik und Management Information Systems (MIS) an der Universität Paderborn zu informieren.

Ab 18 Uhr wird allen Interessierten im Innenhof des Q-Gebäudes bei Gegrilltem und Getränken die Möglichkeit geben, sich über die Studiengänge und die persönlichen Studienvorhaben in informeller Atmosphäre auszutauschen. Dafür werden – neben den Professorinnen und Professoren des Departments Wirtschaftsinformatik – auch Vertreter der Fachschaft und viele aktuelle Studierende in den beiden Masterstudiengängen für Gespräche zur Verfügung stehen. Zusätzlich erhalten Sie auch Informationen zu den neuen Professuren der Wirtschaftsinformatik, die unser Team ab dem Wintersemester 2018/19 in den Themenfeldern Operations Research, Data Analytics und Social Computing verstärken werden.

Der Masterstudiengang Wirtschaftsinformatik – mit dem für Paderborn charakteristischen starken Informatikanteil – bietet Studierenden einschlägiger Bachelorstudiengänge die Möglichkeit, bisher erworbene Kenntnisse zu erweitern und fachlich zu vertiefen. Der an der Schnittstelle von Wirtschaftswissenschaften und Wirtschaftsinformatik positionierte Masterstudiengang Management Information Systems (MIS) hat zum Ziel, zukünftige interdisziplinäre Führungskräfte auszubilden, die die Einsatzmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationssystemen in der Wirtschaft und Verwaltung verstehen und in der Lage sind, neueste Technologien zur Erreichung von betriebswirtschaftlichen Zielen adäquat einzusetzen sowie das dafür notwendige Change Management in den Organisationen zu gestalten. Die möglichen Schwerpunktsetzungen in beiden Studiengängen umfassen die aktuellen und relevanten Themen rund um die digitale Transformation.

Die Einschreibung ist für beide Studiengänge sowohl im Sommer- als auch im Wintersemester möglich, die Studiendauer beträgt jeweils vier Semester mit der Möglichkeit der Integration eines Auslandssemesters an einer unserer ca. 100 Partnerhochschulen. Für das aktuelle Wintersemester endet die Bewerbungsfrist am 21.09.2018.

Informationen für Studieninteressierte:
www.wiwi.upb.de/dep3/studium

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-30518 Tue, 29 May 2018 16:46:00 +0200 Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn erhalten „Best Conference Paper Award“ für Forschungsbeitrag zur länderspezifischen Steuerkomplexität https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wirtschaftswissenschaftler-der-universitaet-paderborn-erhalten-best-conference-paper-award-fuer-fors/ Auf der 80. Jahrestagung (Pfingsttagung) des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. (VHB) am 23. Mai in Magdeburg erhielten Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn den diesjährigen „Best Conference Paper Award“.

Der Preis ging an das universitätsübergreifende Autorenteam Thomas Hoppe und Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, beide Universität Paderborn, sowie Deborah Schanz und Susann Sturm, beide Ludwig-Maximilians-Universität München, für ihren Beitrag „Measuring Tax Complexity across Countries – A Survey Based Approach“.

Die Forschungsergebnisse würdigte der Vorsitzende der VHB-Programmkommission Prof. Dr. Alexander Dilger und betonte, dass es sich bei dem Beitrag um die mit Abstand bestbewertete Veröffentlichung der Tagung handele. Diese wurde in jeder Hinsicht, vor allem bezüglich der Fragestellung, der methodischen Umsetzung und der gesellschaftlichen Relevanz, von den Gutachtern gelobt.

Caren Sureth-Sloane hat an der Paderborner Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, inne und gemeinsam mit ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Thomas Hoppe ihre Expertise eingebracht. „Die Komplexität von Steuersystemen hat in den letzten Jahren als Standort- und Investitionsfaktor stark an Bedeutung gewonnen. Dies gilt vor allem für multinationale Unternehmen“, erläutert Caren Sureth-Sloane den Hintergrund des Forschungsbeitrags. Thomas Hoppe erklärt die Zielsetzung: „Wir wollten die Komplexität des Ertragsteuersystems in einer Vielzahl von Ländern für multinational agierende Kapitalgesellschaften messen. Dazu haben wir zwei weltweite Online-Befragungen mit erfahrenen Steuerexperten internationaler Steuerberatungsgesellschaften und -netzwerke durchgeführt.“ Auf dieser Basis identifizierte das Autorenteam die Treiber von Komplexität in Steuersystemen. Diese sind nicht nur im Gesetz selbst (z. B. Verrechnungspreisregelungen), sondern insbesondere auch in den steuerlichen Rahmenbedingungen (z. B. Gesetzgebungsverfahren, Betriebsprüfungen) eines Landes zu verorten. Auf den identifizierten Treibern aufbauend hat das Autorenteam einen Steuerkomplexitätsindex entwickelt. Sureth-Sloane zum Ergebnis: „Das Komplexitätsniveau variiert weltweit stark, wobei etliche Länder gegensätzliche Tendenzen hinsichtlich der Ausprägung der Komplexität des Steuergesetzes und der Komplexität der steuerlichen Rahmenbedingungen aufweisen.“

Das Projekt liefere sowohl für die zukünftige Forschung als auch für die unternehmerische Praxis und die Politik einen wertvollen Beitrag. Das landesspezifische Maß für Steuerkomplexität ließe sich in zukünftigen empirischen Studien einsetzen und diene zudem als Instrument für Praxis und Politik, mit dessen Hilfe Komplexitätstreiber identifiziert und beurteilt werden können. Auf politischer Ebene könne die Arbeit somit auch als Grundlage für die Entwicklung geeigneter Vereinfachungsmaßnahmen im Steuersystem dienen.
 

Weitere Informationen zum VHB:

Der Verband der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft e. V. (VHB) mit Sitz in Köln wurde im Jahr 1921 gegründet und hat gegenwärtig mehr als 2.200 Mitglieder. Ihm gehören insbesondere die Professoren und Professorinnen sowie der wissenschaftliche Nachwuchs aus Deutschland, Österreich und der Schweiz an.

Ziel des Verbandes ist es, die betriebswirtschaftliche Forschung und Lehre sowie den Kontakt zwischen den Mitgliedern, mit der Praxis sowie in- und ausländischen Institutionen zu fördern.

In der Betriebswirtschaftslehre hat sich die traditionell in der Woche nach Pfingsten stattfindende VHB-Jahrestagung als wichtigste und größte „BWLer“-Tagung im deutschsprachigen Raum für den wissenschaftlichen Dialog, die Diskussion betriebswirtschaftlicher, wissenschafts- und hochschulpolitischer Fragestellungen sowie für die persönliche Begegnung der Verbandsmitglieder etabliert. Die Jahrestagung des VHB ist die einzige BWL-Tagung, die alle Bereiche der Betriebswirtschaftslehre betrifft und die deutschsprachige Betriebswirtschaftslehre vereint.

VHB-Homepage: http://vhbonline.org

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung Forschungspreise Rankings
news-30456 Wed, 23 May 2018 15:05:54 +0200 Inklusives europäisches Bildungsprojekt „myVETmo“ im Zeitplan https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/inklusives-europaeisches-bildungsprojekt-myvetmo-im-zeitplan/ Zum mittlerweile fünften transnationalen myVETmo-Meeting (myVETmo: Vocational Educational and Training + Mobility) trafen sich in der Zeit vom 14.-16. Mai 2018 die beteiligten Partner in Paderborn. Die Workshops fanden in der „garage 33“, dem FreiRAUM für Gründer und Unternehmer, und in den Räumen der Stiftung Bildung und Handwerk (Projektpartner) statt.

Das vom Lehrstuhl für Berufs- und Wirtschaftspädagogik durchgeführte, EU-geförderte Erasmus-Projekt „myVETmo - Mobilities as pathways to ‚hidden competences‘ – hat es sich zur Aufgabe gemacht, benachteiligten Jugendlichen in Ausbildung einen Auslandsaufenthalt zu ermöglichen und so u. a. die Chancengleichheit zu fördern.

Unterstützt werden die Jugendlichen durchgängig von der Vor- bis zur Nachbereitung ihres Auslandsaufenthaltes, wo sie Erfahrungen in ihrem jeweils bevorzugten Berufsfeld sammeln können. Über die eigens dafür entwickelte App Students` Navigator geben persönliche Mentoren Anweisungen und direkte Hilfestellungen. So haben die Lernenden zu jeder Zeit das sichere Gefühl, zu keiner Zeit alleine gelassen zu sein. Im Fokus standen beim fünften Partnermeeting außerdem die My-myVETmo-Berichte der Partnerorganisationen. Diese wurden dazu genutzt, um das Gesamtprojekt individuell zu reflektieren und einen Ausblick auf mögliche kommende Projekte zu geben.

Eine gelungene Abrundung fand das 5. transnationale myVETmo-Meeting durch eine Stadtführung und ein gemeinsames Dinner im Paderborner Brauhaus. Ihren abschließenden Dank richteten die Veranstalter an die unterstützende garage33 und die Stiftung Bildung und Handwerk.
 

Text: Dr. Reinhard Schwarz

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news-30432 Tue, 15 May 2018 14:00:00 +0200 Doppelmasterprogramm der Universität Paderborn und der Universität Tohoku: Studierende des ersten Jahrgangs mit Urkunden ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/doppelmasterprogramm-der-universitaet-paderborn-und-der-universitaet-tohoku-studierende-des-ersten-ja/ Die auf Initiative der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften seit 2011 bestehende Kooperation zwischen der japanischen Universität Tohoku und der Universität Paderborn entwickelt und intensiviert sich zusehends.

In dem im Wintersemester 2015/2016 etablierten Doppelmasterprogramm der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und der Graduate School of Economics and Management (GSEM) der Universität Tohoku wurde nun ein wichtiger Schritt in Richtung Doppelmasterabschluss erreicht. Nach erfolgreicher Bewältigung der letzten Prüfungsleistungen in Japan am Ende des vergangenen Wintersemesters im „Global Program in Economics and Management“ (GPEM) der Universität Tohoku haben nun die ersten drei Doppelmasterstudierenden aus Paderborn – Jannik Adams, Dan Thao Luu und Sophie Sterr – ihre Urkunden von der Universität Tohoku erhalten.

„Mit dem Abschluss des GPEM-Masterprogramms an der Universität Tohoku tragen sie maßgeblich zum Erfolg dieses deutsch-japanischen Doppelmasterprogramms bei. Die drei Studierenden können sich nun auf die Beendigung ihres Studiums in Paderborn konzentrieren“, würdigt der Paderborner Programmbeauftragte Prof. Dr. Stefan Jungblut die Studienerfolge. Besonders erfreulich sei der „Best Presentation Award“, für den Jannik Adams in der Abschlusspräsentation des GPEM-Masterprogramms noch bei seinem Aufenthalt im Wintersemester in Sendai an der Universität Tohoku geehrt wurde. Die nächste Generation der Doppelmasterstudierenden startete bereits im aktuellen Sommersemester 2018 ihr Studium in Japan.

Weitere Informationen zum deutsch-japanischen Doppelmasterprogramm:

Die Kooperation mit der Universität Tohoku wurde im Jahr 2011 durch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften initiiert und im Jahr 2013 auf die Universität Paderborn insgesamt ausgeweitet
Das seit dem Wintersemester 2015/16 bestehende Doppelmasterprogramm eröffnet Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und der Graduate School of Economics and Management (GSEM) der Universität Tohoku die Möglichkeit, gleichzeitig an beiden Institutionen zu studieren und innerhalb von vier Semestern sowohl einen Masterabschluss im M. Sc. International Economics and Management (IEM) der Universität Paderborn als auch im Global Program in Economics and Management (GPEM) der Universität Tohoku zu erhalten. Das Studium beginnt und endet jeweils an der Heimatuniversität, während das zweite und dritte Semester an der Partneruniversität absolviert wird. Der Aufenthalt an der Universität Tohoku ist dabei für die Paderborner Studierenden von Studiengebühren befreit. Das Programm sieht vor, dass die an den Partneruniversitäten jeweils erbrachten Leistungen gegenseitig anerkannt werden. Darüber hinaus sind eigenständige Zusatzleistungen zu erbringen. Zu diesen zählen unter anderem Sprachkurse an der Partneruniversität sowie die Anfertigung einer gesonderten Abschlussarbeit. Pro Studienjahr können jeweils drei Studierende des Masterstudiengangs „International Economics and Management“ der Universität Paderborn sowie des „Global Program in Economics and Management“ der GSEM der Universität Tohoku teilnehmen. Das Doppelmasterprogramm wird von Prof. Dr. Stefan Jungblut (Universität Paderborn) und Prof. Dr. Kenji Mori (Universität Tohoku) betreut.

Weitere Infos unter:
www.wiwi.upb.de/international/outgoing/international-students/dmp-tohoku/

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