Nachrichten - Fakultät WiWi (Uni Paderborn) http://wiwi.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen der Fakultät WiWi (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Wed, 23 Jan 2019 00:00:22 +0100 Wed, 23 Jan 2019 00:00:22 +0100 Uni Paderborn news-33343 Tue, 22 Jan 2019 15:13:14 +0100 Studierende der Universität Paderborn sammeln Erfahrungen bei Fallstudienwettbewerb in Montreal https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studierende-der-universitaet-paderborn-sammeln-erfahrungen-bei-fallstudienwettbewerb-in-montreal/ Anfang Januar konnte ein Team von Studierenden der Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im kanadischen Montreal bei der John Molson MBA International Case Competition (MBA ICC), einem einwöchigen internationalen Fallstudienwettbewerb, wertvolle Erfahrungen für das Studium und den Beruf sammeln.

Der von der Concordia University ausgerichtete Wettbewerb ist der älteste seiner Art. Die Studierenden haben hier die Aufgabe, Lösungen zu realen Unternehmenssituationen zu entwickeln. 2019 wurde der Wettbewerb bereits zum 38. Mal ausgetragen. Zum 23. Mal in Folge nahm ein Team der Universität Paderborn teil.

In diesem Jahr wurde die Universität Paderborn durch die Masterstudierenden Matthias Balkenhol, Julian Bürger, Rico Heuchel, Sarah-Marie Kuhlmann und Jessica Linneweber von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vertreten.

Um für den Wettbewerb gerüstet zu sein, bereitete sich das Paderborner Team rund vier Monate gezielt vor. Hierbei und in Montreal wurde das Team vom früheren Teilnehmer und jetzigem Coach Lucas Pieper sowie von Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster unterstützt. Pelster: „Zur Vorbereitung lernen die ausgewählten Teammitglieder unter anderem im Rahmen meines englischsprachigen Mastermoduls ‚Advanced Management Consul-ting‘ Methoden und Techniken zur umfassenden Analyse und Lösung von unternehmerischen Problemstellungen. Die Präsentationen ihrer erarbeiteten Konzepte für Fragestellungen von realen Unternehmen erfolgen in englischer Sprache vor einer internationalen Jury in Montreal.“

Im Januar trafen die Paderborner Studierenden in Montreal auf 35 Studierendenteams aus der ganzen Welt. Die Studierenden mussten mindestens fünf verschiedene Fallstudien zum diesjährigen Leitthema „Disrupt or be disrupted“ lösen. Ausgerüstet mit lediglich zwei Laptops ohne Internetverbindung musste innerhalb von drei Stunden ein ausgereiftes Strategiekonzept plus dazugehöriger Umsetzung für eine reale Unternehmenssituation erarbeitet werden. Im Anschluss galt es, eine mit internationalen Topmanagern besetzte Jury während einer 25-minütigen englischsprachigen Präsentation und einer 15-minütigen Fragerunde zu überzeugen.

Halbfinaleinzug knapp verpasst

Gruppengegner des Paderborner Teams waren die Xiamen University/China, die Nyenrode Business Universiteit/Niederlande, die schwedische Lund Universität, die kanadische Asper School of Business und die südafrikanische Universität Kapstadt. Die Paderborner überzeugten und konnten drei der fünf Gruppenduelle für sich entscheiden. Eine Niederlage gegen den späteren Zweitplatzierten, die Lund Universität, verhinderte jedoch den Halbfinaleinzug. Teilnehmer Julian Bürger resümiere dennoch zufrieden: „Die gesammelten Erfahrungen sind mit keinem anderen Modul der Universität Paderborn zu vergleichen“.

Weitere Informationen zum Wettbewerb:

https://wiwi.uni-paderborn.de/international/international-campus/internationalization-at-home/john-molson-case-competition

http://mbacasecomp.com

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Internationales Projekte Lehre
news-33321 Tue, 22 Jan 2019 09:59:34 +0100 Prof. Dr. Jenert übernimmt internationales Journal „EDeR“ https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-jenert-uebernimmt-internationales-journal-eder/ Prof. Dr. Tobias Jenert von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn hat als leitender Verantwortlicher das internationale Journal „EDeR“ übernommen, das 2016 als Projekt an der Universität Hamburg an den Start ging.

Das Journal stellt eine Publikationsplattform für wissenschaftliche Beiträge aus dem Bereich „Design-based Research“ dar. Auf diesem Forschungsgebiet beschäftigen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Design- bzw. Gestaltungsprozessen in Bildungskontexten, wie z. B. an Schulen, Berufsschulen oder Hochschulen. Hierbei werden Erfahrungen von Lehrkräften aus dem Bildungsalltag zum Gegenstand der Forschung, um Lösungen für Probleme in der Bildungspraxis zu erarbeiten. „EDeR“ greift Beiträge aus pädagogischer, psychologischer, wirtschaftlicher und informationstechnischer Perspektive auf und bietet zum Zwecke eines globalen Wissensaustausches einen freien Zugang für die Öffentlichkeit. Darüber hinaus erhalten Wissenschaftler die Möglichkeit, mit ihren Beiträgen ein internationales Publikum anzusprechen, um damit kritische und öffentliche Diskussionen innerhalb der Bildungswissenschaften anzustoßen.

Weitere Informationen zum Journal: https://journals.sub.uni-hamburg.de/EDeR/index

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Projekte Forschung Internationales
news-33315 Fri, 18 Jan 2019 10:07:20 +0100 „Best Theory Paper Award“ – Preis für Forschungsbeitrag von Prof. Dr. Guido Schryen auf internationaler Konferenz https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/best-theory-paper-award-preis-fuer-forschungsbeitrag-von-prof-dr-guido-schryen-auf-internationa/ Der Forschungsbeitrag „Information Systems Design Science Research and Cumulative Knowledge Development: An Exploratory Study“ von Prof. Dr. Guido Schryen, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Paderborn, wurde mit dem „Best Theory Paper Award“ der International Conference on Information Systems (ICIS) 2018 im Dezember in San Francisco ausgezeichnet.

Das Forschungsteam um den Paderborner Wissenschaftler hat in diesem gemeinsamen Beitrag u. a. für die kumulative Wissensentwicklung, basierend auf Designtheorien in der Informationssystemforschung, fünf Leitlinien herausgearbeitet.

„Mit den entwickelten Leitlinien haben wir das Ziel verfolgt, die zukünftige kumulative Wissensentwicklung auf dem Gebiet der Designtheorien für Informationssysteme international voranzutreiben“, so Schryen.

Weitere Informationen:

Der Forschungsbeitrag „Information Systems Design Science Research and Cumulative Knowledge Development: An Exploratory Study“ von Richard Schuster, Gerit  Wagner und Guido Schryen ist erschienen in: Proceedings of the 2018 International Conference on Information Systems (ICIS 2018), San Francisco, CA, USA, 2018.
Zum Download steht der Artikel unter folgender Adresse zur Verfügung: https://ris.uni-paderborn.de/record/5600

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Pressemitteilungen Internationales Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33295 Wed, 16 Jan 2019 10:56:50 +0100 Fernsehbeitrag zum Projekt von Prof. Daniel Beverungen: Online-Shopping in der Innenstadt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/fernsehbeitrag-zum-projekt-von-prof-daniel-beverungen-online-shopping-in-der-innenstadt/ Für das BMBF-Projekt „SmartMarketSquare“ von Prof. Dr. Daniel Beverungen aus dem Department Wirtschaftsinformatik an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn interessierte sich das WDR-Fernsehen.

Zwei Beiträge wurden am 14. Januar in der Lokalzeit OWL gesendet und sind dort als Video bis zum 21. Januar 2019 abrufbar unter den folgenden Links:

(1)
„Mehr Online-Handel in der Innenstadt“
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-mehr-online-handel-in-der-innenstadt-100.html

(2)
„Studiogast: Prof. Daniel Beverungen, Wirtschaftsinformatiker an der Uni Paderborn“
https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-ostwestfalen-lippe/video-studiogast-prof-daniel-beverungen-wirtschaftsinformatiker-an-der-uni-paderborn-100.htm


Weitere Informationen:

Zum Projekt gab es bereits eine Pressemitteilung der Universität Paderborn:
https://www.uni-paderborn.de/nachricht/88296/

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33285 Wed, 16 Jan 2019 09:17:00 +0100 BWL-Forschungsleistung im Ranking vorne: Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn unter den erfolgreichsten Fakultäten https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/bwl-forschungsleistung-im-ranking-vorne-fakultaet-fuer-wirtschaftswissenschaften-der-universitaet-pade/ Für die WirtschaftsWoche wurde im Rahmen einer exklusiven Studie ein Forschungsmonitoring durchgeführt. Dabei wurde der wissenschaftliche Output anhand der Zahl von Veröffentlichungen in renommierten BWL-Fachzeitschriften während der letzten zehn Jahre gemessen. Analysiert wurden etwa 200 Hochschulen im deutschsprachigen Raum.

Von den 14 öffentlich-rechtlichen Universitätsstandorten in NRW nimmt die Universität Paderborn mit ihrer betriebswirtschaftlichen Forschung in diesem Ranking in NRW Platz vier ein. Insgesamt zählt die BWL der Universität Paderborn in diesem länderübergreifenden Ranking von etwa 200 Hochschulen mit Platz 22 zu den forschungsstärksten Hochschulen in der Betriebswirtschaftslehre im deutschsprachigen Raum.

Durchgeführt wurde die Studie vom Forschungsinstitut KOF der ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE).
 

Weitere Informationen zum BWL-Ranking:

WirtschaftsWoche Online, 10. Januar 2019: BWL: Diese Unis sind in der Forschung besonders stark
von Bert Losse
Link zum Premiumartikel:
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/bwl-diese-unis-sind-in-der-forschung-besonders-stark/23847706.html
Druckausgabe vom 11. Januar 2019: Die Besten auf dem Markt, S. 22–23

Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen: Hochschulkarte NRW
https://www.mkw.nrw/studium/informieren/hochschulkarte-nrw/

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Pressemitteilungen Projekte Forschung Standort Forschungspreise Rankings
news-33275 Mon, 14 Jan 2019 14:21:30 +0100 BWL-Professorin Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn in der WirtschaftsWoche zum aktuellen Entwicklungsprozess der Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/bwl-professorin-caren-sureth-sloane-von-der-universitaet-paderborn-in-der-wirtschaftswoche-zum-aktuel/ Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn, sieht in der Titelstory der WirtschaftsWoche zum aktuellen Reformprozess in den Wirtschaftswissenschaften, dass der bereits vor etlichen Jahren eingesetzte Bewusstseinswandel, der alle Bereiche der Wirtschaftswissenschaften durchdringt, wahrgenommen wird. Zwar seien „wir immer noch dem Verdacht ausgesetzt, engstirnige Gewinnmaximierer auszubilden“, beschreibt Sureth-Sloane die gegenwärtigen Erfahrungen. Aber moderne Betriebswirte beschäftigten sich nicht nur mit Cashflow und Bilanzierung, sondern auch mit Verhaltenswissenschaft und sozialer Verantwortung, mit ethischen Fragen etwa rund um Steuer­vermeidung und Managervergütung, Cum-Ex-Skandalen und dem Auseinanderfallen von Risiko und Haftung. Sureth-Sloane erklärt das frühere Image damit, dass ein Teil der Kritik durchaus berechtigt war. Eine Zeit lang hat man relevante Themen der Wirtschaft und Gesellschaft vernachlässigt. Ein Grund hierfür sei, dass der lokale und unmittelbare Anwendungsbezug für die Publikation in einem renommierten Fachjournal oft keine Rolle spielte. Sureth-Sloane sieht aber in vielen Bereichen der BWL wieder „ein neues Bewusstsein dafür, dass unsere Forschung auch praktische Probleme lösen kann“, ohne wissenschaftliche Standards aufzugeben. Viele neue Forschungsfragen ergäben sich insbesondere im Rahmen der aktuellen Digitalisierungsentwicklungen im Diskurs mit der Wirtschaft, z. B.: Wie sieht die Besteuerung für ein Unternehmen mit Cloud-Geschäft aus, dessen Nutzer auf der ganzen Welt, aber dessen Personal und Sever nur in bestimmten Ländern aktiv sind? Den durch die fortschreitende Digitalisierung bedingten Wegfall von Routinetätigkeiten verdeutlicht Sureth-Sloane am Beispiel der Wirtschaftsprüfung. Hier habe die Hauptaufgabe früher darin bestanden, Stichproben aus der Buchführung zu nehmen und zu kontrollieren. Die Prüfung der kompletten Buchungen und Bilanzierung kann heute jedoch schon von einer Software übernommen werden. Dies sei aber nicht unbedingt ein Problem für die vielen Betriebswirte, die ihre Karriere gern bei Wirt­schaftsprüfungsgesellschaften starten, da gleichzeitig neue Arbeitsplätze mit deutlich komplexeren Anforderungen entstünden. Caren Sureth-Sloane konstatiert abschließend, dass vor allem der „betriebswirtschaftliche Blick fürs große Ganze“ notwendig sei.

Ihre Einschätzung zur Lage der Wirtschaftswissenschaften ist von der WirtschaftsWoche nicht nur als Professorin für BWL, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, an der Universität Paderborn gefragt, sondern auch in ihrer Funktion als neue Vizepräsidentin der Schmalen­bach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft.


Weitere Informationen zur WirtschaftsWoche:

WirtschaftsWoche Online, 10. Januar 2019: Wirtschaftsstudium auf dem Prüfstand. Sind unsere BWL- und VWL-Studenten gut genug?
von Jan Guldner und Malte Fischer

Link zum Premiumartikel:
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/wirtschaftsstudium-auf-dem-pruefstand-wandel-durch-krise/23847846-2.html

Druckausgabe vom 11. Januar 2019: Hayek wäre stolz auf sie, S. 14–20

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Pressemitteilungen Wirtschaft Standort
news-33253 Thu, 10 Jan 2019 16:04:38 +0100 Digitale Transformation in OWL https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/digitale-transformation-in-owl/ Paderborner Wirtschaftswissenschaftler legen mit Projektpartnern Handlungsleitfaden für kleine und mittlere Unternehmen vor


Im Rahmen des Projekts „Business 4.0 OWL – Neue Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten mit Informations- und Kommunikationstechnologie“ haben der Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement der Universität Paderborn, InnoZent OWL e. V. und der Software Innovation Campus Paderborn (SICP) mit einheimischen Unternehmen digitale Strategien erarbeitet.

Die Ergebnisse sind nun als detaillierter Handlungsleitfaden verfügbar, der kleinen sowie mittleren Unternehmen (KMU) konkrete Ansatzpunkte und Werkzeuge für die digitale Transformation liefern soll. Das Projekt wurde aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Der Leitfaden ist auf Basis einer quantitativen Studie mit 246 Unternehmen aus 22 Branchen sowie einer begleitenden qualitativen Interviewstudie entstanden. Daraus ergaben sich die folgenden fünf Fokusfelder mit Digitalisierungsbedarf: digitale Fähigkeiten und Ressourcen, digitale Prozessverbesserung, digitale Lieferantenanbindung, digitales Kundenmanagement und digitaler Kundenkontakt. Unternehmen erhalten auf diese Weise Lösungsempfehlungen als Antwort auf häufige Problembereiche und Unterstützung bei der Ableitung von individuellen Digitalisierungsmaßnahmen. „Ein sehr wichtiger und guter Handlungsplan, eine sehr gute Leitplanke, die wir aus Sicht der Stadt Paderborn eindeutig begrüßen“, betont Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn.

Prof. Dr. Nancy Wünderlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der Universität Paderborn, hat den Handlungsleitfaden mitkonzipiert: „Die digitale Transformation stellt Unternehmen in OWL vor die Herausforderung, ihre Geschäfts- und Wertschöpfungsprozesse neu zu überdenken. Dabei kommt der Digitalisierung der Kundenschnittstelle eine besondere Bedeutung zu. Viele Konzepte, zum Beispiel zu digitalen Marktplätzen, Kommunikationsplattformen   oder   zur   Datenvernetzung über die Wertschöpfungskette hinweg, sind bereits theoretisch modelliert und warten nun auf ihre praktische Umsetzung. An dieser Stelle setzt der Handlungsleitfaden des Projektes Business 4.0 OWL an, um Wirtschaft und Gesellschaft der Region OWL mit empirisch fundierten Normstrategien zur digitalen Transformation zu unterstützen.“

Der gesamte Kommentar von Bürgermeister Michael Dreier zum Handlungsleitfaden ist als YouTube-Video verfügbar.

Der Handlungsleitfaden kann hier heruntergeladen werden.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33251 Thu, 10 Jan 2019 14:30:44 +0100 Wissenschaftlicher Spitzennachwuchs: Dissertation von Matthias Westphal wurde mit dem Preis des Präsidiums ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/wissenschaftlicher-spitzennachwuchs-dissertation-von-matthias-westphal-wurde-mit-dem-preis-des-praes/ Individuelle Konsequenzen und öffentliche Herausforderungen des sozialen Wandels für die Gesundheitsökonomie und die Bildungsökonomie

Seine englischsprachige Dissertation mit dem Titel „Individiual consequences and public challenges of social change – Six empirical essays in health economics and economics of education“ schloss Matthias Westphal mit summa cum laude ab und er erhielt dafür im Dezember 2018 den Preis für ausgezeichnete Dissertationen des Präsidiums der Universität Paderborn. Die Arbeit wurde betreut von Prof. Dr. Hendrik Schmitz, der an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Professur für Statistik und Quantitative Methoden der Empirischen Wirtschaftsforschung innehat.

Demografischer Wandel und Bildungsexpansion:
individuelle und gesellschaftliche Auswirkungen und Herausforderungen

In seiner Dissertation untersuchte Matthias Westphal mit empirischen Daten und neuesten mikroökonometrischen Methoden einige Triebfelder und Konsequenzen von zwei bedeutenden gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte, die auch in Zukunft die Politik vor Herausforderungen stellen werden: Der demografische Wandel einerseits und das sprunghaft angestiegene Bildungsniveau der Bevölkerung auf der anderen Seite. Westphal: „Eine Folge des demografischen Wandels in Deutschland ist beispielsweise die Frage, wie die wachsende Zahl der Pflegebedürftigen zukünftig am besten versorgt wird – in Heimen durch speziell ausgebildete Pflegekräfte oder in der häuslichen Pflege größtenteils durch die eigenen Angehörigen. Da oft die Pflege durch die Angehörigen bevorzugt wird – nicht zuletzt auch wegen der oft angenommenen geringeren Kosten – gehe ich der Frage nach, ob pflegende Angehörige aufgrund der Pflege mentale Belastungen oder auch Benachteiligungen im Arbeitsmarkt in den Jahren nach der Pflegeaufnahme haben.“

Wachsender Wohlstand für alle?

Des Weiteren analysierte Matthias Westphal in seiner Dissertation die Bildungsexpansion. Westphal: „Die Bildungsexpansion hat Konsequenzen, die die Gesellschaft auch zukünftig prägen werden: Beispielsweise gehe ich den Fragen nach, inwieweit einerseits ein Universitätsstudium zum wachsenden Wohlstand der Bevölkerung beigetragen hat.  Andererseits analysiere ich, ob sich ein weiterer Ausbau der Universitätslandschaft in Deutschland gesellschaftlich lohnt. Zudem untersuche ich, inwiefern der Bildungsausbau den demografischen Wandel eventuell sogar beschleunigt hat. Da insbesondere der Anteil weiblicher Studierender durch den Ausbau gestiegen ist und sich berufstätige Frauen oft entweder für Kinder oder Karriere entscheiden müssen, versuche ich den kausalen Effekt eines Studiums auf Fertilitätsentscheidungen von Frauen zu ermitteln.“

Unbeabsichtigte Auswirkungen?

Die Bildungsexpansion könnte auch einige unbeabsichtigte Auswirkungen nach sich gezogen haben, denn nicht nur die Studierenden und Schüler waren vom Bildungsausbau betroffen. Matthias Westphal: „Da auch viele Tausend neue Lehrerstellen aufgrund des Bildungsausbaus geschaffen wurden, könnten sich möglicherweise die allgemeinen Berufsaussichten für Lehrer so verbessert haben, dass sich auch für den Lehrerberuf weniger geeignete Personen für ein Lehramtsstudium entschieden haben. Diese Unterschiede in den Lehrfähigkeiten könnten sich bis heute durch den Unterricht dieser Lehrer auf die Schüler übertragen und so zu persistenten Unterschieden in Lernständen führen.“

Praxisrelevante Forschungsergebnisse

Prof. Dr. Hendrik Schmitz weiß die Anerkennung des hohen wissenschaftlichen Niveaus und der Praxisrelevanz der Dissertation seines wissenschaftlichen Mitarbeiters zu schätzen: „Ich freue mich, dass diese Dissertation geehrt wird, denn sie überzeugt in vielfacher Hinsicht. Sie ist höchst relevant, denn Matthias Westphal untersucht Auswirkungen von zwei der wichtigsten gesellschaftlichen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte: dem demografischen Wandel und der Bildungsexpansion. Die Ergebnisse können politische Entscheidungsträger in so verschiedenen Bereichen wie Pflege-, Bildungs- und Familienpolitik informieren. Außerdem ist die Dissertation methodisch auf internationalem Spitzenniveau. Sie hat auch bereits auf anderer Ebene drei weitere Auszeichnungen bekommen: Drei Kapitel sind bereits in internationalen Top-Zeitschriften veröffentlicht.“

Link zur Pressemitteilung des Präsidiums auf der UPB-Homepage:
https://www.upb.de/nachricht/88687/

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Pressemitteilungen Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33249 Wed, 09 Jan 2019 17:29:00 +0100 Prof. Dr. Dennis Kundisch als Experte für Wirtschaft 4.0 in Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz berufen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-dennis-kundisch-als-experte-fuer-wirtschaft-40-in-arbeitsgruppe-der-kultusministerkonferen/ Prof. Dr. Dennis Kundisch von der Universität Paderborn ist kürzlich als Experte für Wirtschaft 4.0 in eine neue Arbeitsgruppe der Kultusministerkonferenz (KMK) berufen worden.

Die vom Ausschuss für Berufliche Bildung der KMK eingerichtete länderoffene Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit der Integration von Wirtschaft 4.0 in die Ausbildung an Fachschulen für Wirtschaft und plant, ein kompetenzorientiertes Qualifikationsprofil zu erarbeiten. Am Freitag, 18. Januar, wird die Arbeitsgruppe in Berlin ihre Arbeit aufnehmen.

Dennis Kundisch hat an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, inne und ist Direktor des Center of Competence „Digital Business“ des Software Innovation Campus Paderborn (SICP). Kundisch: „Die Digitalisierung durchdringt zunehmend alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Insofern ist es nur konsequent, dass der durch Digitalisierung der Arbeit erfolgte Wandel in den kaufmännischen Berufen und Dienstleistungsberufen und den dafür benötigten beruflichen Kompetenzen entsprechend in die Curricula an den Fachschulen systematisch Eingang finden soll.“

Prof. Dr. Daniel Beverungen, Sprecher des Departments für Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn, freut sich, dass die Expertise seines Kollegen gefragt ist: „Der Wirtschaftsinformatik ist es ein besonderes Anliegen, die digitale Transformation unserer Gesellschaft fundiert und erfolgreich zu gestalten. Kooperationen von Universitäten und Fachschulen sind bestens dazu geeignet, diese Vision Wirklichkeit werden zu lassen“.

Weitere Informationen zum Lehrstuhl und zur Forschung von Dennis Kundisch: www.wiwi.upb.de/dep3/winfo2

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Pressemitteilungen Wirtschaft Standort
news-33187 Thu, 20 Dec 2018 17:49:36 +0100 Herausragende Forschungsleistung: Dominik Gutt erhält den „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/herausragende-forschungsleistung-dominik-gutt-erhaelt-den-deans-young-scholar-research-award-der/ Wie beeinflusst lokaler Wettbewerb die Online-Bewertungen von Unternehmen? Und welche Bedeutung haben Online-Bewertungen für ganze Märkte?

Diese Fragen hat sich Dominik Gutt von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn gestellt. Seine Analyse von über 90.000 Bewertungen auf der Plattform Yelp in knapp 400 US-amerikanischen Städten zeigt, dass Online-Bewertungen in kleinen Märkten typischerweise anders verteilt sind als in großen Märkten. Seine Ergebnisse wurden zur Veröffentlichung eines gemeinsamen Forschungsbeitrags im Journal „Information Systems Research“ angenommen. Die Publikation trägt den Titel „Crowd-Driven Competitive Intelligence: Understanding the Relationship between Local Market Competition and Online Rating Distributions“.

Die Veröffentlichung in einer der weltweit führenden Zeitschriften der Wirtschaftsinformatik unterstreicht die bedeutende Forschungsleistung von Dominik Gutt und seinen Koautoren. Für seine Koautorenschaft in diesem Journalbeitrag als herausragende Publikation hat die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften nun Dominik Gutt als ersten Preisträger mit dem neu eingeführten Fakultätspreis „Dean’s Young Scholar Research Award“ ausgezeichnet.

In seiner Forschung nutzt Dominik Gutt zusammen mit seinen Koautoren Philipp Herrmann und Mohammad S. Rahman die durchschnittlichen Bewertungen aller Restaurants einer Stadt sowie deren Verteilung, um zu zeigen, dass in Städten mit hoher Wettbewerbsintensität der Zuwachs an neu eröffnenden Restaurants sich nicht gleichmäßig über die Bewertungsskala verteilt. So gibt es einen überproportionalen Zuwachs an qualitativ schlecht bewerteten Restaurants verglichen mit Städten mit nur wenigen Restaurants. Für Restaurantbetreibende mit hohen Qualitätsansprüchen bedeutet das, dass sie in Großstädten einer stärkeren Konkurrenz durch Restaurants im niedrigen Qualitätsbereich ausgesetzt sind. Insbesondere für Ketten ist diese Information wertvoll, um ihre Strategien auf die Wettbewerbssituation in verschiedenen Städten anzupassen.

Gutt: „Online-Bewertungen sind eine wertvolle Datenquelle in der Forschung. Durch unsere Ergebnisse können Unternehmen ihre Marktmacht in regionalen Märkten besser einschätzen und Bewertungsplattformen können die Informationen für ihre Nutzerinnen und Nutzer gezielter aufbereiten, um zum Beispiel zu veranschaulichen, was eine
Vier-Sterne-Bewertung in einem Markt wirklich wert ist. Für Kunden ist es darüber hinaus wichtig, Folgendes zu wissen: Ein zufälliger Restaurantbesuch in einer großen Stadt wird statistisch gesehen eher in einem niedriger bewerteten Restaurant enden, als in einer kleinen Stadt.“

Aber auch Restaurantgäste können von den Forschungsergebnissen von Dominik Gutt profitieren. Gutt: „Restaurantgäste sollten sich hüten, in Großstädten ein beliebiges Restaurant auszuwählen, da das Risiko ein qualitativ schlechtes Restaurant zu erwischen, größer ist als in Kleinstädten. Auf der anderen Seite haben die Datenanalysen aber auch bestätigt, dass Gäste in Großstädten eher fündig werden, wenn sie auf der Suche nach sehr hoch bewerteten Restaurants sind.“

Doktorvater Prof. Dr. Dennis Kundisch freut sich über die Anerkennung der Forschungsergebnisse seines wissenschaftlichen Mitarbeiters im weltweit renommierten Journal „Information Systems Research“:  „Insgesamt bestätigt die Forschung von Dominik Gutt die Annahme aus der sogenannten Theorie der Unternehmung, dass Wettbewerb die Vielfalt an Qualität stärkt. Neu ist die Erkenntnis der Zunahme an beiden Enden des Qualitätsspektrums und insbesondere der starke Zuwachs an qualitativ schlechten Unternehmen in Märkten mit hohem Wettbewerb.“

Weitere Informationen:
Dean’s Young Scholar Research Award für herausragende Publikation

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften nach außen noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit der Einführung der Dean’s Young Scholar Awards machen wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung“, sagt Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Fakultät sieht in der erreichten Annahme des Artikels von Dominik Gutt im weltweit renommierten Journal „Information Systems Research“ eine Verstärkung die deutschland- aber auch weltweiten Sichtbarkeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn im Bereich der Spitzenforschung. Die Universität Paderborn etabliert sich hiermit im ausgesprochen kleinen Kreise der deutschen Universitäten, welche in den letzten Jahren Beiträge in Information Systems Research publizieren konnten. Des Weiteren stärkt der gemeinsame Publikationserfolg die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Kooperationspartner in den USA, in diesem Fall die Purdue University.

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Pressemitteilungen Dean’s Research Award Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Forschungspreise
news-33185 Thu, 20 Dec 2018 16:03:29 +0100 Prof. Dr. Nancy Wünderlich für Forschung zu sozialen Robotern ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-nancy-wuenderlich-fuer-forschung-zu-sozialen-robotern-ausgezeichnet/ In einem Video-Experiment haben Prof. Dr. Nancy Wünderlich von der Universität Paderborn, Prof. Dr. Markus Blut von der Aston University im englischen Birmingham und Prof. Dr. Christian Brock von der Universität Rostock untersucht, wie 16 verschiedene soziale Roboter die Markenwahrnehmung von Menschen beeinflussen.

Ihre Ergebnisse hielten sie in dem Beitrag „Innovative Technologies in Branded-Service Encounters: How Robot Characteristics Affect Brand Trust and Experience“ fest. Dafür wurden sie kürzlich auf der International Conference on Information Systems (ICIS) in San Francisco mit dem „Best Short Paper Award“ ausgezeichnet.

Die ICIS zählt weltweit zu den renommiertesten Konferenzen für Informationssysteme. Bereits im vergangenen Jahr konnte Nancy Wünderlich, Inhaberin des Lehrstuhls für Dienstleistungsmanagement an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, zusammen mit Prof. Dr. Stefanie Paluch von der RWTH Aachen den Best Short Paper Award für ihre Arbeit über Chatbots gewinnen.

Weitere Informationen zur Forschung von Prof. Dr. Nancy Wünderlich:
https://wiwi.uni-paderborn.de/dep1/dlm/forschung/kompetenzfelder

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung Forschungspreise
news-33181 Thu, 20 Dec 2018 10:09:14 +0100 Inklusive Mobilitäten im Kontext beruflicher Bildung: Projekt „myVETmo“ vor erfolgreichem Abschluss https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/inklusive-mobilitaeten-im-kontext-beruflicher-bildung-projekt-myvetmo-vor-erfolgreichem-abschluss/ Benachteiligten Jugendlichen während der Berufsausbildung europäische Auslandsaufenthalte und -praktika ermöglichen – das ist das Ziel des Ende Dezember auslaufenden Projekts „myVETmobility - mobilities as pathways to hidden competences“.

An dem 2016 gestarteten Projekt waren berufsbildende Einrichtungen aus Finnland, Frankreich, Deutschland, Spanien und der Türkei beteiligt. Wissenschaftlich begleitet wurde es vom Department Wirtschafts- und Berufspädagogik der Universität Paderborn unter Leitung von Prof. Dr. H.-Hugo Kremer und seinen Mitarbeitern Dr. Petra Frehe-Halliwell und Peter Rüsing. Die Geschäftsstelle für EU-Projekte und berufliche Qualifizierung der Bezirksregierung Düsseldorf koordinierte das Projekt, das im Rahmen von „Erasmus+“ mit 300.000 Euro von der EU gefördert wurde. Ende November zogen die Projektpartner Bilanz.

App unterstützt Jugendliche während des Auslandsaufenthalts

Am 22., 28. und 29. November tauschten sich die Wissenschaftler der Universität Paderborn mit Lehrern, Trainern, Sozialpädagogen von Berufskollegs und anderen Bildungseinrichtungen sowie mit Bildungsexperten der Bezirksregierung Düsseldorf über die Projektergebnisse und deren Implementationsmöglichkeiten in der beruflichen Ausbildungspraxis aus. Dabei wurde auch der „Students‘ Navigator“ behandelt. Hier gehen persönliche Begleitung und Selbstverantwortung Hand in Hand: Die App hilft den Jugendlichen, sich während des Auslandsaufenthalts zu orientieren, zu organisieren und Kontakt zu ihren Betreuern zu halten. Außerdem können die jungen Menschen hier Arbeitsergebnisse und Erfahrungen dokumentieren.

Jugendliche lernen, sich per Video zu präsentieren

Zusätzlich zur App „Students‘ Navigator“ entstand aus dem Projekt „myVETmo“ ein weiteres Konzept. So haben die Jugendlichen vor, während und nach ihrem Auslandsaufenthalt die Möglichkeit, ihre Erfahrungen auf Video festzuhalten. Der Umgang mit der Videotechnologie dient der Selbstreflexion und die Jugendlichen können eigene, bislang verborgen gebliebene Kompetenzen entdecken. Zudem können auf der Basis der Videoschnipsel später Bewerbungsvideos erstellt werden.

Guidelines für inklusive Mobilitäten

Neben der App und dem Video-Konzept konzentrierte sich das Projekt auf einen dritten Baustein: das Erarbeiten von „Guidelines für inklusive Mobilitäten“. Hier handelt es sich um eine Handreichung für Betreuer, die den Organisationsrahmen für die Auslandsaufenthalte beschreibt und Umsetzungshinweise gibt. Herausforderungen und Probleme werden in den Guidelines ebenso dargestellt wie Erfolgsfaktoren.

Weitere Informationen zum Projekt:
https://www.uni-paderborn.de/cevet/forschung/aktuelle-projekte/myvetmo und http://www.myvetmo.eu

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33155 Fri, 14 Dec 2018 16:12:00 +0100 Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane neue Vizepräsidentin der Schmalenbach-Gesellschaft https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-caren-sureth-sloane-neue-vizepraesidentin-der-schmalenbach-gesellschaft/ Die Mitglieder der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft e.V. haben für die Amtsperiode 2019 bis 2023 einen neuen Vorstand gewählt.

Dieser ernannte Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn zur Vizepräsidentin. Sureth-Sloane hat seit 2004 die Professur für Betriebswirtschaftslehre, insbes. Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, inne.

Ziel der unabhängigen und gemeinnützigen Schmalenbach-Gesellschaft mit Sitzen in Köln und Berlin ist es, den Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu intensivieren und Antworten auf aktuelle Fragen der Wirtschaftspraxis und -gesetzgebung zu geben. Hierzu werden in aktuell 25 Arbeitskreisen mit über 600 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Wirtschaftspraxis Lösungen entwickelt. Zudem veranstaltet die Gesellschaft Tagungen und Kongresse, insbesondere die jährliche Schmalenbach-Tagung und den Deutschen Betriebswirtschafter-Tag

Caren Sureth-Sloane freut sich auf die neue Aufgabe als Vizepräsidentin: „Die Schmalenbach-Gesellschaft soll in Zukunft noch viel mehr der Ort sein, an dem sich die klügsten Köpfe der Wirtschaft und der Betriebswirtschaftslehre treffen, um Probleme zu identifizieren und zu antizipieren, verständlich zu machen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln, die die Wirtschaft und Gesellschaft wirklich weiterbringen.“

An der Universität Paderborn erforscht Sureth-Sloane, wie sich Besteuerung auf unternehmerische Entscheidungen auswirkt, vor allem auf riskante Investitionsentscheidungen. Außerdem forscht sie zu internationaler Unternehmensbesteuerung und Steuerkomplexität. 2013 wurde die Forscherin zum Ordentlichen Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste ernannt.

Weitere Informationen zu den Forschungsprojekten von Caren Sureth-Sloane und zur Schmalenbach-Gesellschaft:

wiwi.upb.de/dep2/steuern/forschung/dfg-und-weitere-gefoerderte-projekte

www.schmalenbach.org

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news-33153 Fri, 14 Dec 2018 15:49:00 +0100 Prof. Dr. Christoph Spengel hält Gastvortrag über Cum-Ex-Steuerskandal https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/prof-dr-christoph-spengel-haelt-gastvortrag-ueber-cum-ex-steuerskandal/ „Steuerraub kostet den Staat mindestens 30 Milliarden Euro“

Prof. Dr. Christoph Spengel von der Universität Mannheim hat am Montag, 10. Dezember, an der Universität Paderborn einen Gastvortrag zum Thema: „Die größten Steuerräuber Deutschlands: Cum/Ex, Cum/Cum und Cum/Fake“ gehalten.

Spengel, der von Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, eingeladen wurde, veranschaulichte in seinem Vortrag die durch den Skandal um sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Finanzgeschäfte entstandenen geschätzten Steuerschäden. Demnach belaufe sich der Steuerraub aus diesen Betrugsmodellen in Deutschland zwischen 2001 und 2016 nach konservativen Schätzungen auf etwa 31,8 Milliarden Euro. Im weiteren Verlauf skizzierte der Wirtschaftswissenschaftler u. a., wie es zu dem Steuerskandal kommen konnte, wie dieser konkret ablief, worin der finanzielle Anreiz bestand und wer alles daran beteiligt war.

Spengel erklärte den Zuhörern die Funktionsweise und Rahmenbedingungen der laut Wolfgang Schäuble „illegitimen, aber nicht illegalen Cum-Ex-Geschäfte“. Darüber hinaus betonte er, dass es sich hierbei nicht um nur Steuervermeidung, sondern um bandenmäßigen Steuerraub handele. Die Beteiligten hätten nicht nur versucht, Steuerzahlungen zu vermeiden, sondern den Staat bewusst durch einen doppelten Kapitalertragssteuerabzug beraubt. Der Gewinn der beteiligten Akteure werde aus einer zweiten Steuererstattung finanziert, die auf Grundlage einer unrechtmäßigen Steuerbescheinigung erfolgt. Der Mannheimer Wissenschaftler, der Ende November zuletzt als Experte zu einer öffentlichen Anhörung zum Cum-Ex-Skandal im Europäischen Parlament eingeladen war, kritisierte die seiner Meinung nach teilweise absurden, teilweise falschen rechtlichen Beurteilungen des Skandals und bedauerte, dass bislang für lediglich 10 Prozent der Fälle ein Strafverfahren eröffnet wurde. Auch das Bundesfinanzministerium, das bereits im Jahr 2002 für diese Problemstellung sensibilisiert worden war, kritisierte Spengel.

Um derartige unrechtmäßige Geschäfte in Zukunft verhindern zu können, forderte Spengel eine Gesetzesänderung und plädierte für eine deutliche Verbesserung der Steuerung in Wirtschaft und Verwaltung. Im Anschluss an seinen Vortrag fand eine Diskussion mit Studierenden statt. Die kritischen und nachdenklichen Stimmen der Studierenden brachten zum Ausdruck, wie viel Emotionalität in dem Finanzskandal steckt.

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-33069 Wed, 05 Dec 2018 15:35:58 +0100 Dienstleistungstagung 2019 in Paderborn: „Service Systems Innovation“ – Anmeldung jetzt möglich https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dienstleistungstagung-2019-in-paderborn-service-systems-innovation-anmeldung-jetzt-moeglich/ Im Rahmen der BMBF-Förderlinie „Dienstleistungsinnovation durch Digitalisierung“ richtet das Projekt „Digivation“ die Dienstleistungstagung 2019 unter dem Titel „Service Systems Innovation – Impulse für Dienstleistungen von morgen“ aus. Die Veranstaltung findet am 8. und 9. April 2019 im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn statt.

Weitere Informationen und Anmeldung zur Tagung bis 31. März 2019 unter: www.digivation.de/ssi

Die Teilnehmer der Veranstaltung erhalten Antworten auf die wichtigsten Fragen im Dienstleistungsbereich: Wie verändert die Digitalisierung unsere Dienstleistungen? Welche neuen Möglichkeiten entstehen hierdurch für Wirtschaft und Bevölkerung? Der Lehrstuhl für betriebliche Informationssysteme von Prof. Dr. Daniel Beverungen an der Universität Paderborn gestaltet als Teil des Projekts den Inhaltsstrang „Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse“.

Das interaktive Programm gewährt Wissenschaftlern und Anwendern aus der Wirtschaft Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse BMBF-geförderter Projekte aus verschiedenen Bereichen der Dienstleistungsforschung und bietet Raum für die Diskussion mit Experten aus Wirtschaft und Forschung über aktuelle Entwicklungen rund um die Themen:

  • Smart Service Engineering
  • Digitalisierte und virtualisierte Dienstleistungsprozesse
  • Chancen und Herausforderungen der Kundenintegration bei digitalen Dienstleistungen
  • Neue Entwicklungen für Dienstleistungen im Bereich Gesundheit
  • Dienstleistungsinnovationen in KMU und Handwerk

Gemeinsam entwickeln Referenten und Besucher in sogenannten Themenforen neue Ideen und Impulse für die Dienstleistungsforschung von morgen.

Vertreter aus Start-ups, Großunternehmen und Verbänden gestalten mit ihren Keynotes ein attraktives Programm, das mit interaktiven Formaten, einer Expertenrunde aus Wirtschaft und Forschung sowie einer Ausstellung und Podiumsdiskussion abgerundet wird. Neben Informationen über aktuelle Forschungs- und Unternehmensaktivitäten bietet die Veranstaltung eine Plattform zum Netzwerken und zur gemeinsamen Weiterentwicklung von Ideen.

Die geförderten Beteiligten des Verbundprojektes „Digivation“ sind neben der Universität Paderborn, der FIR  e. V. (Forschungsinstitut für Rationalisierung ) an der RWTH Aachen, die Universität Passau, die Universität Siegen und das Institut für Technik der Betriebsführung im DHI e. V.

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news-33043 Thu, 29 Nov 2018 14:10:56 +0100 Cum-Ex-Steuerskandal: Gastvortrag von Prof. Dr. Christoph Spengel am 10. Dezember an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/cum-ex-steuerskandal-gastvortrag-von-prof-dr-christoph-spengel-am-10-dezember-an-der-universitaet/ Der große Steuerskandal rund um sogenannte Cum-Ex- und Cum-Cum-Finanzgeschäfte ist am Montag, 10. Dezember, Thema eines Gastvortrags an der Universität Paderborn. Prof. Dr. Christoph Spengel von der Universität Mannheim wird ab 16 Uhr im Hörsaal O1 die kriminellen Methoden rund um den Skandal vorstellen, analysieren und diskutieren. Interessierte sind herzlich eingeladen.

An der Universität Mannheim lehrt und forscht Spengel zu betriebswirtschaftlicher Steuerlehre. Den skandalösen Steuerbetrug kommentierte er bereits häufig in den Medien. Als viel gefragter Sachverständiger wurde er kürzlich in eine öffentliche Anhörung zum Skandal ins Europäische Parlament eingeladen.

Die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und Steuerwissenschaftlerin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane freut sich mit Jun.-Prof. Dr. Regina Ortmann und Prof. Dr. Jens Müller besonders, Christoph Spengel für das aktuelle und spannende Thema gewonnen zu haben: „Es handelt sich hierbei sicherlich um einen der größten Wirtschaftsskandale der letzten Jahre, in dem sich Prof.  Spengel immer wieder kritisch positioniert hat. Wir werden Einblicke erhalten, die über die üblichen Medien sonst nicht erlangt werden können.“

Weitere Informationen

Spengel während der Anhörung im EU-Parlament: http://www.europarl.europa.eu/committees/de/events-hearings.html?id=20181114CHE05361

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-33041 Thu, 29 Nov 2018 12:54:39 +0100 Was bedeutet agile Führung für Beschäftigte und Studierende? – Ergebnisse einer Podiumsdiskussion an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/was-bedeutet-agile-fuehrung-fuer-beschaeftigte-und-studierende-ergebnisse-einer-podiumsdiskussion-an/ Joy Xu, Personalvorstand der Sandoz International GmbH, war im November zu Gast an der Universität Paderborn und diskutierte mit Studierenden über ihre Zukunftsvision einer modernen Arbeitswelt.

Das Pharmaunternehmen Sandoz setzt dabei auf eine agile Arbeitsweise, um den voranschreitenden Kulturwandel im Unternehmen zu verwirklichen. Im Mittelpunkt stehen dabei Eigenverantwortung und selbstbestimmtes Arbeiten im Team. Den Kulturwandel selbst setzt Sandoz unter dem Credo „Inspired, Curious, Unbossed“ um. Die Voraussetzung für agiles Arbeiten ist dabei der dritte Punkt „Unbossed“, was so viel heißt wie kooperativer Führungsstil, der Mitarbeiter befähigt und unterstützt und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten schafft.

Über diesen aktuellen Kulturwandel bei Sandoz sprach Joy Xu am 17. November an der Universität auf Einladung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Wirtschaftswissenschaften interessiert, was agiles Arbeiten und Führen für die Fähigkeiten bedeutet, die von Studierenden künftig erwartet werden. Dr. Florian Turk moderierte die Plenardiskussion, zu der gut 100 Studierende, Lehrende und Arbeitende kamen. Turk ist Manager bei Sandoz im Bereich Biopharmazeutika und gleichzeitig Honorarprofessor der Universität Paderborn.

Joy Xu nannte zu Beginn ihres Impulsvortrags Beispiele von Unternehmen, die nicht in der Lage gewesen seien, in die Zukunft zu denken. Zukunftsfähig würden Unternehmen, die großer Unsicherheit ausgesetzt sind, nur durch eine starke Kultur, in der zentrale Werte von allen Beschäftigten getragen werden und in der die Beschäftigten ihre Meinung und Expertise einbringen könnten. Sandoz habe bereits eine starke Kultur, doch die Agilität, die notwendig sei, um nachhaltig zukunftsfähig zu sein, könne sich durch die Kultur-Initiative stärker entfalten. Das erfordere eine Einstellung des persönlichen Wachstums von allen Beschäftigten. Dies erläuterte Joy Xu mit ihrer eigenen Lebensgeschichte. Nach der mittleren Reife sei ihr empfohlen worden, Kindergärtnerin zu werden. Dies sei ein ehrenwerter Beruf, doch sie habe entschieden, sich mit Schule und Universität immer weiter zu entwickeln. Die Einstellung zu persönlichem Wachstum müssten auch die Beschäftigten aufbringen, denn sie sollen nun bereit sein, in Teams weitgehend selbstorganisiert zu lernen. Auch die Führungskräfte müssen ganz neu denken: Sie verlieren ihre klassische Funktion als Chefs und werden zu Coaches und Mentoren ihrer Mitarbeiter: Sie ordnen nicht an, sondern schaffen Vertrauen, stellen einen verlässlichen Rahmen für die Teamarbeit bereit und geben immer wieder Rückmeldung. Dadurch werden Mitarbeiter stückweise selbstständiger und würden sich ihrer eigenen Fähigkeiten und Verhaltensweisen bewusst („Selfawareness“).

Im Anschluss an Joy Xus Vortrag entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Irina Haupt und Enja Herdejürgen, Masterstudierende der Wirtschaftswissenschaften, warfen einen Blick auf die Ausbildung: Selbstorganisation und -verantwortung würden auch in vielen Veranstaltungen an der Universität vermittelt, doch dies solle in Zukunft noch stärker erfolgen. Martin Schneider, Professor für Personalwirtschaft, der die Plenardiskussion vermittelt hatte, erinnerte daran, dass Unbossing widersprüchlich sei, alleine schon, weil das vermeintliche Abschaffen einer klassischen Chefrolle oben angeordnet werde. Die Lehrenden an der Universität sollten diese Widersprüche aufgreifen und die Studierenden zu kritischem Denken anhalten und auch auf empirische Ergebnisse eingehen. Die Plenardiskussion regte zum Nachdenken an und zeigte, dass agiles Arbeiten bei Sandoz und anderswo noch im Fluss ist: Es konnte nicht abschließend geklärt werden, ob nicht auch individuelle Leistungsbeurteilungen, Bonuszahlungen und traditionelle Organisation verschwinden müssten, um ein wirklich hierarchiefreies Arbeiten zu ermöglichen.

Text: Martin Schneider

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news-33031 Tue, 27 Nov 2018 15:22:00 +0100 Die Zukunft von Schützenvereinen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-zukunft-von-schuetzenvereinen/ 50 Vereine nehmen an Workshops teil / Warsteiner Brauerei und Uni Paderborn stellen Leitfaden vor

Mehrere hunderttausend Besucher zählen Schützenfeste in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr – der Bann scheint ungebrochen und dennoch haben viele Schützenvereine mit Mitgliederschwund oder mangelnder Akzeptanz zu kämpfen. Um den Vereinen Lösungsansätze anzubieten, hat die Warsteiner Brauerei in Kooperation mit der Universität Paderborn und aktiven Schützen einen Leitfaden für Schützenvereine entwickelt. Dieser zeigt mögliche Lösungsansätze auf und wurde am vergangenen Wochenende im Rahmen der Schützenworkshops erstmals in der Warsteiner Welt präsentiert.

Das Forschungsprojekt der Uni und der Brauerei setzt sich intensiv mit dem Schützenwesen auseinander. Durch die Pilotstudie (2016) und eine Umfrage (2017) konnten personelle, ökonomische und soziokulturelle Probleme und Risiken in den Vereinen herausgearbeitet werden. Um den Vereinen hierbei eine bestmögliche Unterstützung zu bieten, hat die Universität Paderborn in Kooperation mit der Warsteiner Brauerei aufgrund der Rückmeldung von 5.470 aktiven Schützen und Nicht-Schützen einen „Leitfaden zur Entwicklung eines Zukunftskonzeptes“ entwickelt. „Ziel des Leitfadens ist es, den Vereinen bei den benannten Problemen und Risiken mögliche Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, um den Verein auch zukünftig lebendig zu gestalten“, erklärt Jonas Leineweber von der Universität Paderborn.

Ein wesentlicher Punkt des Leitfadens ist die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen und die Festlegung der Schwerpunkte des Zukunftskonzepts. Die Schwächen können anhand eines Fragebogens von den Vereinen eigenständig ermittelt werden, den die Brauerei allen interessierten Schützenbrüdern zur Verfügung stellt. „Anhand der festgelegten Schwerpunkte werden den Vereinen verschiedene vereinsspezifische Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie den jeweiligen Problemen und Risiken entgegenwirken können. Hierfür haben wir aufgrund der zahlreichen Ideen und Anregungen aus den Vereinen einen Maßnahmenkatalog erarbeitet“, sagt Leineweber. „Die geeigneten Maßnahmen für jeden einzelnen Schützenverein erarbeiten die Schützenbrüder für ihre eigenen Vereine und Feste jedoch selbst.“

Am vergangenen Wochenende präsentierten die beiden Partner den regionalen Vereinsvertretern sowohl den Leitfaden als auch die Risikoanalyse und den Maßnahmenkatalog. „Wir verstehen uns als Partner der Schützenvereine. Wir bieten gemeinsam mit der Uni Paderborn die Plattform, die Analysen und mögliche Maßnahmen, um die Vereine fit für die Zukunft zu machen.“, erklärt Benjamin Payer, Field Marketing Manager bei der Warsteiner Brauerei.

Die Inhalte der Workshops und eine detaillierte Auswertung der gesamten Studie werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. In der Publikation werden die Ergebnisse der Studie in einen Gesamtzusammenhang gesetzt, auf dessen Grundlage sich Ursachen und Folgen bestimmen lassen, die für die Zukunftsausrichtung der Vereine von entscheidender Bedeutung sein können.

Weitere Informationen:

Das Center for Risk Management an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und die Warsteiner Brauerei stellten die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zum Thema „Tradition im Wandel“ vor. Das Westfalen-Blatt berichtete am 06.10.2018. Den Artikel finden Sie hier.
Presseresonanz u. a. im Artikel „Schützenvereine als Forschungsobjekt“ vom 02.12.2018, s. hier.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-33001 Thu, 22 Nov 2018 12:57:02 +0100 Tag der Wirtschafswissenschaften 2018: Verabschiedung und Ehrung der Absolventinnen und Absolventen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tag-der-wirtschafswissenschaften-2018-verabschiedung-und-ehrung-der-absolventinnen-und-absolventen/ Etwa 290 der im vergangenen Studienjahr insgesamt 814 Absolventinnen und Absolventen der verschiedenen Studiengänge der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn nahmen am 17. November gemeinsam mit Freunden und Familien am diesjährigen Tag der Wirtschafswissenschaften teil.

Wie in den Vorjahren war die Nachfrage nach dieser Festveranstaltung überwältigend, sodass die Gäste nicht nur im Audimax, sondern auch der Übertragung ins Foyer des Audimax und im Hörsaal L1 den Festakt verfolgt haben.

Neben der Überreichung der Abschlussurkunden und Auszeichnung der Jahrgangsbesten wurde zum zweiten Mal der Lehrpreis der Fakultät verliehen. Studiendekan Prof. Dr. H.-Hugo Kremer betonte, dass der Wunsch nach einer solchen Auszeichnung von den Studierenden gekommen sei und Vertreter der Studierenden auch bei der Auswahl mitwirken konnten. Ausgezeichnet wurde die ehemalige Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Fakultät, Prof. Dr. Lena Steinhoff, die seit dem 1. Oktober die Juniorprofessur für Dienstleistungsmanagement an der Universität Rostock innehat.

Dekanin Prof. Dr. Sureth-Sloane hob in ihrer Ansprache hervor, die Qualität des Studiums sei weiterhin auf einem exzellenten Niveau, wie zuletzt das CHE-Ranking mit durchgängigen Platzierungen unter den Top 5 in Deutschland bestätigt habe. Sie veranschaulichte die internationale Vernetzung der Studierenden und der Fakultät insgesamt, was sich in einer ungewöhnlich hohen Quote von Studien im Ausland und der Vielzahl an internationalen Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern ablesen lässt. Sie begrüßte die neu berufenen Professorinnen und Professoren der Fakultät und verabschiedete Prof. Dr. Leena Suhl, die in diesem Jahr pensioniert worden ist. Vizepräsident für Studium und Lehre Prof. Dr.‑Ing. Volker Schöppner gratulierte im Namen der Hochschulleitung allen Absolventinnen und Absolventen zum Erreichen des Studienabschlusses.

In der studentischen Festrede, die erstmals von zwei Vertretern der Studierendenschaft gehalten wurde, warfen Julia Funke und Nikolai Pahmeyer die Frage auf, was sie eigentlich im Studium gelernt haben und skizzierten aus ihrer Sicht die positiven und negativen Facetten des Studentenlebens und wie sehr sie die Universität und Stadt schätzen gelernt haben.

Die Alumnus-Rede von Dr. Yanick Kemayou stellte den Höhepunkt der Veranstaltung dar. Der DAAD-Fachlektor an der Sorbonne in Paris, der sich stark für die Verbesserung der Lebensumstände in afrikanischen Ländern einsetzt, gewährte sehr persönliche Einblicke in seinen Lebensweg, der ihn von Kamerun, nach Frankreich, nach Paderborn führte. Insbesondere mit seinem Appell, auch im Angesicht von großen Herausforderungen niemals aufzugeben, war er inspirierend und Vorbild für die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen. Moderator Dr. Kostja Siefen führte gekonnt durch die Veranstaltung und ermunterte die Absolventinnen in Kontakt zu bleiben auf verschiedene Art und Weise, z. B. über die Ehemaligenvereinigungen „Paderborner Hochschulkreis (PHK)“.

Text: Laura Emmighausen

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Standort
news-32995 Wed, 21 Nov 2018 15:24:51 +0100 Lehrpreis 2018 der Paderborner Wirtschaftswissenschaftler geht an Prof. Dr. Lena Steinhoff https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/lehrpreis-2018-der-paderborner-wirtschaftswissenschaftler-geht-an-prof-dr-lena-steinhoff/ Erfolg mit „forschendem Lernen“

Prof. Dr. Lena Steinhoff ist die diesjährige Trägerin des „Lehrpreises der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften für besonderes Engagement in der Lehre“ an der Universität Paderborn.

Die Expertin für Beziehungsmarketing, Konsumentenverhalten, Dienstleistungsmanagement sowie Experimentalforschung studierte, promovierte, forschte und lehrte als Post-Doc und akademische Rätin über einen Zeitraum von 15 Jahren am Lehrstuhl für „Betriebswirtschaftslehre, insb. Marketing“ bei Prof. Dr. Andreas Eggert in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn.

Nach Auffassung der Jury war es der seit 1. September an der Universität Rostock lehrenden Juniorprofessorin gelungen, die Kluft zwischen Lehre und Forschung durch An-und Einbindung aktueller Forschung und Bezugnahme zu aktuellen Forschungsbefunden zu überwinden. Gewürdigt wurde ihr besonderes Engagement in der Konzeption und Umsetzung des „forschenden Lernens“ in den Wirtschaftswissenschaften, sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudium.

Gegenstand der Nominierung war die Neukonzeption eines Bachelor-Teilmoduls zum Thema „Konsumentenverhalten“ in Kooperation mit Lehrstuhlinhaber Professor Eggert und eines Mastermoduls „Relationship Marketing: Understanding and Managing Customer Loyalty“.

Die Vorteile ihrer Lehrmethode: Studierende lernen die aktuellen Forschungsstände sowie zahlreiche praktische Beispiele und Anwendungen kennen und erarbeiten in Gruppen ihre eigene Forschungsidee, die Gegenstand einer Abschlusspräsentation ist. Studierende kommen zudem rasch zum Kern des „forschenden Lernens“, was bedeutet:  Verstehen und Diskutieren von aktuellen Forschungsergebnissen und Entwicklung und Verteidigung einer eigenen Forschungsidee.

Studiendekan Prof. Dr. H.-Hugo Kremer stellte in seiner Laudatio am 17. November die Vergabekriterien der Jury heraus und resümierte: „Frau Steinhoff ist es in ganz besonderer Weise gelungen, Forschung bereits in der Lehre zu verankern. Sie hat ihre Lehrveranstaltungen forschungsorientiert und für die Studierenden sehr praxisrelevant gestaltet und sie hat die Studierenden aktiviert und in den Rahmen ihres Forschungshandelns mitgenommen.“

Lena Steinhoff erinnerte an die Freude und Begeisterung der Studierenden, als diese ihre ersten Forschungsergebnisse vorstellten und versäumte es auch nicht, im Blick zurück ihren Dank ihren Paderborner Kolleginnen und Kollegen auszusprechen: „Ich freue mich sehr über die Auszeichnung. Grundlage für diesen schönen Erfolg ist sicherlich das unterstützende Lehrumfeld an meinem ehemaligen Lehrstuhl, dem ich herzlich danken möchte. Dort wurde ich immer darin bestärkt, mich für gute Lehre zu engagieren und hatte alle Freiheiten, meine Ideen umzusetzen.“

Text: Dr. Reinhard Schwarz

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Lehre
news-32983 Tue, 20 Nov 2018 13:45:00 +0100 Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation: „Let it be“ oder „Here comes the sun“? – Antrittsvorlesung von Prof. Ertl an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/berufsbildungsforschung-in-zeiten-der-digitalen-transformation-let-it-be-oder-here-comes-the-sun/ Nachdem BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl bereits im vergangenen Jahr zum Professor für Berufsbildungsforschung an der Universität Paderborn berufen wurde, hielt er jetzt eine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation“ und einer musikalisch inspirierten Fragestellung: „Let it be“ oder „Here comes the sun“?

In seiner Vorlesung stellte Prof. Ertl auf anschauliche Weise dar, welche Ansätze und Strukturelemente des deutschen Berufsbildungssystems erfolgreich sind und sich bewährt haben („Let it be“) und in welchen Entwicklungen besondere Chancen liegen („Here comes the sun“).

Entschieden warb er dafür, die systemischen Grundstrukturen der Berufsbildung in Deutschland beizubehalten. Das duale System der deutschen Berufsausbildung leiste durch seine Verbindung von Theorie und Praxis nachweislich einen Beitrag, Übergänge in qualifizierte Tätigkeiten zu erleichtern und sei international als Referenzmodell anerkannt. Dies erfordere aber eine gezielte Weiterentwicklung des Systems, um aktuelle Herausforderungen zu bewältigen.

Als eine dieser Herausforderungen betrachtete Prof. Ertl die Passungsproblematik. Anhand von Daten aus dem Bundesinstitut für Berufsbildung zeigte er Gründe auf, warum Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungsmarkt nicht zur Deckung kommen. Die Lösung sei aber unter anderem eine regionale Aufgabe, da Versorgungs- und Besetzungsprobleme auf dem Ausbildungsmarkt regional sehr unterschiedlich ausgeprägt seien.

Chancen ergeben sich für Prof. Ertl aus den enormen Veränderungen der Digitalisierung der Arbeits- und Berufswelt, weshalb er in seiner Vorlesung verschiedene Sichtweisen auf diese Veränderungen differenziert darlegte. Prof. Ertl, der von 2004 bis 2017 eine Professur an der Universität Oxford innehatte und als ausgewiesener Kenner des britischen Berufsbildungssystems gilt, gab neue Einblicke zu dieser Thematik, in dem er die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Berufsbildung anhand eines Systemvergleichs von Deutschland und Großbritannien aufzeigte.

Prof. Ertl: „Digitale Transformation ist Auslöser eines neuen Aufbruchs in der deutschen Berufsbildung! Es ist eine Herausforderung für Forschung im Dialog mit Politik und Praxis, diesen Aufbruch zu gestalten!“

Abschließend präsentierte Prof. Ertl, wie das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) diese Herausforderungen in seiner Forschung aufgreift und stellte die „BIBB-Forschungsstrategie 2025“, insbesondere die Graduiertenförderung und die künftigen Themencluster, vor.

Prof. Dr. Hubert Ertl hat seine Professur für Berufsbildungsforschung am Department 5 Wirtschaftspädagogik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn im September 2017 gleichzeitig mit der Berufung zum Forschungsdirektor und Ständigen Vertreter des Präsidenten des BIBB übernommen. Die Gemeinsame Berufung auf Basis einer Kooperationsvereinbarung des BIBB mit der Universität Paderborn, ist Ausdruck der Intensivierung der Zusammenarbeit des BIBB mit Hochschulen und einer stärkeren Vernetzung des BIBB im Hochschulbereich.

Text: BIBB

Folien zur Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Hubert Ertl vom 14.11.2018 an der Universität Paderborn (PDF)

Kontakt / Prof. Dr. Hubert Ertl:

 

 

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news-32936 Thu, 15 Nov 2018 17:00:00 +0100 Große Spende an Studienfonds OWL als Dank für Paderborner Professorin https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/grosse-spende-an-studienfonds-owl-als-dank-fuer-paderborner-professorin/ Prof. Dr. Leena Suhl sammelt 13.000 Euro Spenden für Stipendien des Studienfonds OWL

Anlässlich ihres Eintritts in den Ruhestand verzichtete Prof. Dr. Leena Suhl auf Geschenke zum Abschied und bat stattdessen um Spenden für die Stiftung Studienfonds OWL. Diese Aktion war so erfolgreich, dass damit im Studienjahr 2018/19 sieben zusätzliche Stipendien finanziert werden können.

Nach 24 Jahren im Dienst der Universität Paderborn trat Prof. Dr. Leena Suhl am 1.10.2018 in den Ruhestand ein. Die engagierte Professorin übernahm 1994 die Vertretungsprofessur für Wirtschaftsinformatik, bevor sie 1995 zur Professorin für „Wirtschaftsinformatik, insbesondere Operations Research und Decision Support“ berufen wurde. Am 20. Juli 2018 hielt sie ihre letzte Vorlesung in diesem Amt und feierte am Abend mit zahlreichen Gästen ihren Abschied aus dem aktiven Dienst an der Universität Paderborn.

Anstelle von Geschenken war es der gebürtigen Finnin eine Herzensangelegenheit, dass ihre Gäste eine Spende an die Stiftung Studienfonds OWL tätigten. Ziel war es, mit dem Geld mindestens ein Stipendium für eine oder einen leistungsstarken und engagierten Studierenden der Universität Paderborn zu ermöglichen. Umso größer war die Freude, dass es am Ende sogar sieben Personen wurden, die mit den Spendengeldern anlässlich der Verabschiedung unterstützt werden können. Jede und jeder von ihnen erhält nun für ein Jahr ein Stipendium in Höhe von 3.600 Euro. Die Voraussetzung war, dass sich die Studierenden zuvor bei der Stiftung Studienfonds OWL um ein Stipendium beworben hatten und von einer Auswahlkommission, bestehend aus Professorinnen und Professoren, für förderungswürdig befunden wurden. Hierüber freuen sich nun: Yvonne Beckhoff (Wirtschaftsinformatik), Frances Hoffmann (Englischsprachige Literatur und Kultur), Julia To Uyen Lu (Kunst und Kunstvermittlung), Martin Martens (Management Information Systems), Viktoria Peters (Deutsch), Ilka Schemme (Deutsch) und Victoria Siewers (Englisch).

Es war der studierten Technomathematikerin Suhl bei der Auswahl der Stipendiatinnen und Stipendiaten wichtig, dass Studierende nicht nur ihrer ehemaligen Fakultät, sondern verschiedener Fachrichtungen und insbesondere auch weibliche Studierende gefördert werden. „Wir sind Frau Suhl und natürlich damit auch allen Spendern außerordentlich dankbar für diese schöne Idee, ihren Eintritt in den Ruhestand mit der Finanzierung von Stipendien zu verbinden“, bedankt sich Studienfonds-Geschäftsführerin Katja Urhahne beim ersten Kennenlernen zwischen Stipendiaten, Geldgebern und der Initiatorin Prof. Dr. Suhl. Auch die anwesenden Stipendiatinnen und Stipendiaten dankten ihrer Stipendiengeberin herzlich.

Neben zahlreichen privaten Spenden gab es drei Großspenden – zum einen seitens des DS&OR Alumni e. V., dem Alumniverein des von Prof. Dr. Suhl gegründeten DS&OR Lab an der Universität Paderborn, und zum anderen durch die Unternehmen myconsult GmbH und ORCONOMY GmbH, beide eine Ausgründung der Universität Paderborn, deren Anfänge die engagierte Professorin begleitet hat. „Wir möchten uns mit der Spende bei Leena Suhl für ihre wertschätzende Arbeit bedanken und ihr Bestreben fördern, jungen Menschen Entwicklungschancen zu bieten“, erklärt Stefan Bunte, Geschäftsführer der OROCONOMY GmbH, die großzügige Spende seiner Firma. Und Wissenschaftler Dr. Kostja Siefen, Mitarbeiter am DS&OR Lab, fügt hinzu: „Sogar im Ruhestand unterstützt und fördert Leena Suhl mit dieser tollen Initiative weiterhin unsere Studierenden.“

Die sieben „Suhl-Stipendien“ werden im Rahmen des Deutschlandstipendien-Programms vergeben und belaufen sich auf 3.600 Euro im Jahr. Das Stipendium wird einkommensunabhängig und auch unabhängig von BAföG gezahlt; das Geld steht zur freien Verfügung und muss nicht zurückgezahlt werden. Jedes Deutschlandstipendium wird jeweils zur Hälfte mit 1.800 Euro durch Mittel des Bundes und durch Spendengelder der Förderer des Studienfonds OWL – wie eben in diesem Fall durch die von Prof. Dr. Suhl initiierte Spendenaktion – finanziert. Insgesamt vergibt die Stiftung Studienfonds OWL jedes Jahr über 440 Stipendien an leistungsstarke und engagierte sowie im Einzelfall finanziell bedürftige Studierende an den fünf am Studienfonds OWL beteiligten Hochschulen.

Zu den Förderern der Stiftung Studienfonds OWL zählen Unternehmen, Stiftungen, Vereine sowie Privatpersonen aus der ganzen Region Ostwestfalen-Lippe. Neben der finanziellen Unterstützung bietet der Studienfonds OWL den Stipendiatinnen und Stipendiaten ein umfangreiches ideelles Förderprogramm: Im Rahmen von Unternehmensbesuchen, Besichtigungen kultureller Einrichtungen wie Theater und Museen, Ausflügen in Kletterparks oder zum Geocaching, aber auch in Form von zahlreichen Workshops zur persönlichen Entwicklung haben die Stipendiatinnen und Stipendiaten mehrmals im Monat die Gelegenheit, am Programm der Stiftung teilzunehmen und so auch in Kontakt zu allen beteiligten Förderern zu treten.

Die über 200 neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten des akademischen Jahres 2018/19 werden am 27.11.2018 im Rahmen einer feierlichen Stipendienvergabe im Audimax der Universität Paderborn offiziell begrüßt und ihre Stipendienurkunden erhalten.

Die Geschäftsstelle der Stiftung Studienfonds OWL wirbt in der Region für mehr Unterstützerinnen und Unterstützer bei der Finanzierung von Stipendien. Ziel ist es, bis zum Beginn des neuen Förderjahres möglichst viele neue Stipendien zu ermöglichen. Der Bund stellt den fünf am Studienfonds OWL beteiligten Hochschulen Geld für 900 Stipendien zur Verfügung, d. h. mehr als die Hälfte der Mittel kann bislang mangels privater Spender nicht abgerufen werden. Dies soll sich ändern. Unternehmen, Stiftungen, Vereine, Privatpersonen – jeder kann sich beteiligen und Förderer werden und dazu beitragen, leistungsstarke und engagierte junge Menschen zu unterstützen.

Alle Informationen zum Bewerbungsprozess und das Online-Bewerbungsformular stehen unter http://www.studienfonds-owl.de/stipendien/deutschlandstipendium/ zur Verfügung.

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen
news-32920 Thu, 15 Nov 2018 12:51:00 +0100 Intelligent und digital: Online-Shopping in der Innenstadt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/intelligent-und-digital-online-shopping-in-der-innenstadt/ BMBF-Projekt „SmartMarketSquare“

Immer mehr Geschäfte in Deutschlands Innenstädten schließen. Hauptverursacher ist die Abwanderung von Kunden in den Online-Handel, der mit Rund-um-die-Uhr-Service und unkomplizierter Warenrückgabe lockt. Häufig gelingt es nur großen Warenhausketten, in den Online-Handel einzusteigen. Kleine, inhab

ergeführte Läden haben von den Vorteilen der Digitalisierung bisher kaum profitiert. Die Lösung für den Mittelstand: Clevere Digitalisierungsstrategien und interaktive Einkaufserlebnisse.

Prof. Dr. Daniel Beverungen von der Universität Paderborn arbeitet mit seinem Team an einem Projekt, das erfolgreiche Strategien des Online-Handels auf den Handel in Innenstädten überträgt. Der Clou: Mithilfe einer App gehen aktuelle Angebote lokaler Händler direkt auf den Smartphones der Kunden ein. So entsteht ein digitaler Marktplatz, bei dem die Einzelhändler kombinierte Aktionen anbieten und letztlich wieder konkurrenzfähiger werden können. In der Paderborner Innenstadt ist dazu am 1. November eine groß angelegte Feldstudie in enger Zusammenarbeit mit dem Citymanagement Paderborn gestartet. Außerdem gibt es mit Aachen, Duisburg und Münster drei weitere Modellstädte, in denen Teile des Konzepts erprobt werden. „SmartMarketSquare“, so der Name des Forschungsprojekts, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Dauer von drei Jahren mit rund zwei Millionen Euro gefördert.

 „Mobile Endgeräte werden immer häufiger als Informationsquellen, Unterhaltungsmedien oder eben zum Einkaufen genutzt. Genau auf diesem Trend beruht unser Konzept, das den Handel in unserer Innenstadt weiter beleben soll: Mithilfe einer mobilen Applikation können Unternehmen ihre Kunden gezielt auf digitalem Wege ansprechen. Und zwar so, wie sie es aus ihrem Alltag gewöhnt sind – schnell und unkompliziert via Smartphone“, erklärt Beverungen. „Die Händler ermöglichen ihren Kunden so ein interaktives, digitales Einkaufserlebnis, das Vorteile des stationären Handels und des Online-Handels kombiniert.“ So können datenbasierte Empfehlungen, wie sie Onlineshops anbieten, auch in der Innenstadt gegeben und Kunden dadurch auf für sie passende Angebote hingewiesen werden. Nähert sich der Kunde einem Geschäft, so erhält er passende Vorschläge direkt auf sein Mobilgerät. Mit einem Klick kann er dann Rezensionen anderer Kunden, Produktinformationen und Informationen zu dem Händler einsehen. Auch Unternehmen können passend zu den Interessen und Laufwegen der Kunden vorgeschlagen werden. Durch den händlerübergreifenden Charakter der Plattform können die Unternehmen sehen, welche Geschäfte häufig zusammen aufgesucht werden und dadurch z.B. Cross-Selling Angebote initiieren.

Stärkung des inhabergeführten Einzelhandels

Möglich wird das, weil im Rahmen der Feldstudie in über 40 Läden der Domstadt Bluetooth-Sender installiert wurden. „Allein in Paderborn haben wir ca. 150 sogenannte Beacons installiert – so nennen sich die Sender.“ Smartphones erkennen die Signale der Beacons und stellen fest, wo sich der Kunde befindet. So werden Angebote in der Nähe des Standorts automatisch auf dem Smartphone angezeigt.

Zusätzlich bekommen die Händler Analysetools an die Hand. So können sie zum Beispiel auswerten, wie viele Kunden ihre Läden besuchen und für welche Produkte sie sich interessieren. Letztendlich sollen diese Daten strategische Anpassungen in den Läden bewirken. „Durch die Analyse können typische Kundenlaufwege in der Paderborner Innenstadt erkannt werden“, erklärt der Wirtschaftsinformatiker. Inhabergeführte Geschäfte haben somit mehr Informationen über ihre Kunden und können mehr Umsatz generieren.

„Im Rahmen unserer Feldstudie konnten wir bereits feststellen, dass die Anwender das digitale Einkaufen in der Innenstadt spannend finden – und der Handel so neue Kunden gewinnt, die sonst nicht in die Geschäfte gekommen wären. Langfristig trägt das Konzept somit zur Stärkung der Innenstadt und des inhabergeführten Einzelhandels bei, indem diese das Potenzial digitaler Technologien für sich einsetzen“, so Beverungen.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-32401 Tue, 23 Oct 2018 08:30:05 +0200 Erster Fachbereichsleiter der Wirtschaftswissenschaften Prof. Norbert Bartels verstorben https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/erster-fachbereichsleiter-der-wirtschaftswissenschaften-prof-norbert-bartels-verstorben/ Die Universität Paderborn und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften trauern um Prof. Norbert Bartels, der im Alter von 86 Jahren am 17. Oktober gestorben ist.

Der studierte Diplom-Handelslehrer kam im Jahre 1970 als Studiendirektor und Leiter an die Außenstelle Paderborn der Höheren Wirtschaftsfachschule Bielefeld (HWF). Als diese im Jahre 1971 als Fachbereich Wirtschaft Teil der damals neu gegründeten Fachhochschule Südost-Westfalen (FH) in Paderborn wurde, hatte Norbert Bartels am Fachbereich in den Jahren 1971 bis 1972 die Ämter des Dekans und Prodekans inne.

Als 1972 die neue Gesamthochschule (GH) gegründet wurde, bildete der bisherige „Fachbereich Wirtschaft” der FH nun den Fachbereich 5 (FB5). Hier wurde Norbert Bartels zum Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre ernannt. Als erster Leiter des damaligen Fachbereichs der Gesamthochschule, der heutigen Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn, amtierte er als vom Gründungssenat gemäß vorläufiger Grundordnung für den Fachbereich 5 gewählter und vom Minister für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW bestellter Beauftragter mit den Befugnissen eines Dekans.

In den Wirtschaftswissenschaften vertrat er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1997 die folgenden Aufgabenschwerpunkte: Betriebliches Rechnungswesen, insbesondere Kostenrechnung sowie Kosten- und Leistungssysteme im Bereich der Teilkostenrechnung.

„Insbesondere in den sehr turbulenten Gründungsjahren unserer Hochschule hat Norbert Bartels mit seinen Leitungserfahrungen sehr zum Aufbau unserer Fakultät beigetragen. Wir sind sehr stolz darauf und überaus dankbar für das Engagement unseres Kollegen Norbert Bartels“, würdigt Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, das Wirken von Professor Norbert Bartels.

Hoch geschätzt in seinem Kollegium und bei seinen Studierenden behält die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Norbert Bartels in Erinnerung. Seiner Familie gelten die aufrichtige Anteilnahme und das Mitgefühl von Universität und Fakultät.

Link zur Traueranzeige: https://www.wb-trauer.de/traueranzeige/norbert-bartels

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Pressemitteilungen Standort
news-32405 Tue, 23 Oct 2018 08:15:00 +0200 Arbeiten ohne Chef? – Diskussionsrunde zu agiler Führung an der Universität Paderborn am 17. November https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/arbeiten-ohne-chef-diskussionsrunde-zu-agiler-fuehrung-an-der-universitaet-paderborn-am-17-novembe/ Eine Unternehmensführung, die ohne Befehlskette funktioniert – ist das realistisch? Und wie müssten sich Unternehmen, Hochschulen und Nachwuchskräfte umstellen?

Das ist am Samstag, 17. November, ab 11 Uhr Thema einer englischsprachigen Diskussionsveranstaltung mit Joy Xu, Personalvorstand der Firma Sandoz Pharma. Die Veranstaltung findet im Q0. 101 statt. Interessierte sind herzlich eingeladen und können sich bis 16. November anmelden: https://wiwi.upb.de/aktuelles/veranstaltungskalender/anmeldung.

Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Wirtschaftswissenschaftliches Denken und Handeln“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und wird in Kooperation mit dem Forschungsschwerpunkt „Digitale Zukunft“ der Universitäten Paderborn und Bielefeld angeboten.

Das Unternehmen Sandoz Pharma wird bereits ohne feste Befehlsketten geführt. Joy Xu wird in ihrem Impulsvortrag „Un-Bossing? What does an agile world of work mean for leadership talent and leadership teaching?“ vorstellen, wie sich Sandoz derzeit auf die neue Arbeitswelt umstellt und welche Erfahrungen sie persönlich mit agilem Arbeiten gesammelt hat. Xu hat in den USA, Deutschland, China, Hongkong und Dubai gearbeitet.

Die anschließende Plenumsdiskussion wird von Dr. Florian Turk geleitet. Er ist Marketingchef bei Sandoz und Honorarprofessor der Universität Paderborn. Wie agiles Arbeiten universitär vermittelt wird, bringen Prof. Dr. Martin Schneider sowie Irina Haupt und Enja Herdejürgen, Studierende an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, in die Diskussion ein.

 

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-32403 Tue, 23 Oct 2018 08:00:00 +0200 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Hubert Ertl am 14. November an der Universität Paderborn: „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation ‚Let it be‘ oder ‚Here comes the sun‘?“ – Anmeldungen erbeten bis 5. November https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/antrittsvorlesung-von-prof-dr-hubert-ertl-am-14-november-an-der-universitaet-paderborn-berufsbil/ Am Mittwoch, 14. November, hält Prof. Dr. Hubert Ertl von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Berufsbildungsforschung in Zeiten der digitalen Transformation ‚Let it be‘ oder ‚Here comes the sun‘?“.

Zum Vortrag sowie dem anschließenden Empfang sind alle Interessierten herzlich eingeladen. Die Antrittsvorlesung beginnt um 16 Uhr im Gebäude Q, Ebene 0, Raum 101 (Q0.101). Für die Teilnahme an dieser Veranstaltung können Anmeldungen per E-Mail bis zum 5. November an vera.gockel(at)upb(dot)de erfolgen.

Prof. Dr. Hubert Ertl ist seit September 2017 Professor am Department Wirtschaftspädagogik und Inhaber der Professur für Berufsbildungsforschung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. Darüber hinaus konnte Ertl im Rahmen einer gemeinsamen Berufung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) und der Universität Paderborn für die Position des Forschungsdirektors im BIBB gewonnen werden. Zusätzlich ist er ständiger Vertreter des Präsidenten im BIBB in Bonn.
 

Weitere Informationen:

Mit Unterzeichnung eines Kooperationsvertrags ist die Universität Paderborn mit dem Bonner Bundesinstitut für Berufsbildung bereits im letzten Jahr eine enge Partnerschaft eingegangen. Über die gemeinsame Berufung auf die Professur für Berufsbildungsforschung an der Universität Paderborn und auf die Stelle des Forschungsdirektors am BIBB durch Prof. Dr. Hubert Ertl, der zuvor in England an der Universität Oxford eine Professur innehatte, sichern sich beide Seiten Zugang zu den jeweiligen Forschungs- und Handlungsfeldern. Über diesen Glücksfall freut sich Dekanin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane nicht nur für ihre Fakultät: „Hubert Ertl als Fakultätsmitglied gewonnen zu haben und mit ihm gleichzeitig mit dem Bonner BIBB kooperieren zu können wird auch den Forschungsstandort Paderborn stärken. Die Berufsbildungsforschung wird als wichtiger Forschungsschwerpunkt über die Fakultät hinaus auch zur Stärkung des zukünftigen Forschungsprofils der Universität beitragen.“

Zu den Forschungsschwerpunkten von Hubert Ertl zählen u. a. die Übergänge zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung, die international vergleichende Forschung zur Hochschulbildung, die europäische Bildungs- und Ausbildungspolitik sowie die Einführung und Umsetzung von Bildungsreformen. Seine Expertise ist in zahlreichen Veröffentlichungen, Konferenzbeiträgen, Projekten und Modellversuchen dokumentiert.

Während seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit in England war Prof. Ertl zudem Forschungsbeauftragter am Centre on Skills, Knowledge und Occupational Performance (SKOPE), Fellow des Linacre College in Oxford, Herausgeber der Fachzeitschrift „Research in Comparative and International Education“ sowie Fellow der Royal Society of Arts.

Prof. Dr. Hubert Ertl, geboren 1968 in Dingolfing (Bayern), hat nach einer Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann das Abitur über den „zweiten Bildungsweg“ erlangt. Sein Studium der Wirtschaftspädagogik an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München schloss er als Diplom-Handelslehrer ab. Auf den Master in international vergleichender Bildungsforschung an der Universität in Oxford folgte im Jahr 2001 die Promotion am Institut für Wirtschaftspädagogik an der LMU München. Hieran schloss sich eine dreijährige Forschungs- und Lehrtätigkeit am Department Wirtschaftspädagogik an der Universität Paderborn an.

Von 2004 bis 2017 forschte und lehrte Prof. Dr. Ertl als Associate Professor of Higher Education am Department of Education an der Universität Oxford in England. Dort übernahm er in den Jahren 2014 und 2015 als Junior Proctor auch universitäre Leitungsaufgaben.

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32397 Mon, 22 Oct 2018 13:51:09 +0200 Tag der Wirtschaftswissenschaften: Über 800 Absolventinnen und Absolventen werden am 17. November gefeiert – Alumnus Dr. Yanick Kemayou hält Festvortrag https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tag-der-wirtschaftswissenschaften-ueber-800-absolventinnen-und-absolventen-werden-am-17-november-ge/ Am Samstag, 17. November, stehen beim „Tag der Wirtschaftswissenschaften“ über 800 Absolventinnen und Absolventen, die in den letzten zwölf Monaten ihr Studium oder ihre Promotion in den Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn erfolgreich abgeschlossen haben, im Mittelpunkt.

Die Festveranstaltung wird gemeinsam von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ihrer Alumnivereinigung „Paderborner Hochschulkreis e. V.“ (PHK) ausgerichtet. Start ist um 15 Uhr im Audimax. Anmeldungen sind bis zum 9. November online möglich: http://go.upb.de/AnmeldungTDW2018. Das komplette Programm gibt es unter http://go.upb.de/tdw.

Der „Tag der Wirtschaftswissenschaften“ endet mit einer Abendveranstaltung, wenn ab 22 Uhr im Audimax-Foyer mit der Band GOODBEATS die Fakultätsparty startet. Karten hierfür sind im Vorverkauf bis zum 16. November für 10 Euro im Dekanat der Fakultät erhältlich: Tel. 05251 60-2108, Raum Q0.210, oder online: www.wiwi.upb.de/alumni/phk/tdw/party/anmeldung. An der Abendkasse kosten die Eintrittskarten 12 Euro. Die eingeladenen Absolventinnen und Absolventen können bis zu zwei Karten zum Vorzugspreis von 8 Euro beziehen. Für Mitglieder des Paderborner Hochschulkreises e. V. ist der Eintritt für die Fakultätsparty kostenlos.

Die studentische Festrede wird von Julia Funke und Nikolai Pahmeyer vom Fachschaftsrat International Business Studies gehalten.

Für den Alumnus-Festvortrag konnte Dr. Yanick Kemayou gewonnen werden. Er wird über das Zusammenspiel von Resilienz und Staunen beim Entstehen von alternativen Lebensentwürfen sprechen. Kemayou ist derzeit als DAAD-Fachlektor an der Sorbonne Université in Paris tätig. Noch während seines Wirkens an der Universität Paderborn engagierte er sich für den Austausch und Technologietransfer zwischen Europa und Afrika. Im vergangenen Jahr gründete Kemayou das Open-Science Lab „Kabakoo“ in Mali, das aufgrund seines Innovationspotenzials die Aufmerksamkeit des Massachusetts Institute of Technology gewonnen hat.


Über den Alumnus-Festredner Dr. Yanick Kemayou

Der 1985 in Kamerun geborene Wissenschaftler kam bereits im Alter von 18 Jahren nach Deutschland, wo er an der Universität Paderborn International Business Studies studierte. Noch während seiner Tätigkeit als studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Personalwirtschaft wurde er im Jahr 2006 erster Preisträger des vom Bundesministerium des Innern ausgeschriebenen Studierendenwettbewerbs 2006 „Sport als Mittel von Verständigung und Integration“.

Für den bundesweiten Wettbewerb verfasste Kemayou in Absprache mit Prof. Dr. Martin Schneider, Personalwirtschaft, eine wissenschaftliche Arbeit mit dem Thema „Das ist Integration, wenn man zusammen was erreichen will“. Im selben Jahr gewann er den „Jugendpreis“ der Stadt Paderborn für ehrenamtliches Engagement. 2011 erhielt Kemayou den „Förderpreis der Unternehmergruppe Ostwestfalen e. V. für eine hervorragende Masterarbeit“.

Für den Austausch und Technologietransfer zwischen Europa und Afrika engagierte sich Kemayou auch während seiner anschließenden Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn.

Im Jahr 2016 wurde seine Dissertation mit dem „Preis des Präsidiums der Universität Paderborn“ ausgezeichnet. In der englischsprachigen Dissertation mit dem Titel „More class in management research: On the relationship between socioeconomic background and managerial attitudes“ untersuchte Kemayou die Bedeutung der sozialen Herkunft für die individuellen Einstellungen und Entscheidungen, insbesondere bei Führungskräften. Er prüfte z. B.: Ist es wirklich so, dass Menschen aus Führungskreisen anders denken und entscheiden als die Allgemeinheit? Macht es einen Unterschied, ob die Entscheidungsträger aus Elite-Haushalten stammen oder Aufsteiger sind? Gibt es feine Unterscheide innerhalb der Aufsteiger und innerhalb der Entscheidungsträger, die aus Elite-Haushalten kommen?

Neben seiner derzeitigen Beschäftigung als DAAD-Fachlektor bleibt Dr. Yanick Kemayou weiterhin sozial engagiert. Er hat als Expert und Co-Autor an der Ausarbeitung eines vom deutschen Ausbildungssystem inspirierten Berichts mitgewirkt, der die nationale Debatte zur Reform des Ausbildungssystems in Frankreich geprägt hat. Ferner setzt er sich  für die Verbesserung der Lebensumstände in afrikanischen Ländern ein.

Text: Ulrike Kropf, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-32371 Thu, 18 Oct 2018 09:45:55 +0200 Paderborner Abstimmsoftware PINGO ist nun Dauerangebot für Hochschulen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/paderborner-abstimmsoftware-pingo-ist-nun-dauerangebot-fuer-hochschulen/ „Wie kann ich alle Teilnehmer in meine Veranstaltung einbinden, wenn Hunderte von ihnen im Hörsaal sitzen?“ Diese Frage stellen sich Lehrende an Hochschulen häufig bei der Veranstaltungsplanung.

Die an der Universität Paderborn entwickelte Abstimmsoftware PINGO bietet darauf eine Antwort. Wie in der Fernsehshow „Wer wird Millionär“ können Vortragende mit PINGO über eine Webseite interaktiv Fragen an die Laptops und Smartphones ihrer Teilnehmer senden und dann unmittelbar eine Auswertung, beispielsweise in Form eines Balkendiagramms, erhalten. Bis heute wurde mehr als fünf Millionen Mal mit PINGO abgestimmt. Weltweit wird PINGO von knapp 23.000 Vortragenden aus Wissenschaft, Schule und Industrie genutzt. Mit knapp 3.000 registrierten Nutzern an über 90 Bildungseinrichtungen in NRW ist PINGO Marktführer in der Region. Nun ist PINGO vom Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte, an das Zentrum für Informations- und Medientechnologien der Universität Paderborn (IMT) und das auf E-Learning spezialisierte Unternehmen coactum GmbH übergeben worden, die PINGO als Dauerangebot für die Hochschulen in NRW bereitstellen.

Im Bereich E-Learning entstehen an vielen Universitäten ständig innovative Prototypen. PINGO ist ein Beispiel für ein Projekt, das erfolgreich über die eigene Hochschule hinaus Bekanntheit erlangen und einen beachtlichen Nutzerkreis aufbauen konnte. Aufgrund von Lehrstuhlstrukturen, die nicht für den Dauerbetrieb einer solchen Anwendung ausgelegt sind, sowie fehlender Fördermöglichkeiten stellt die Verstetigung solcher Projekte jedoch eine große Herausforderung dar. Die Unterstützung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ermöglichte in diesem Fall jedoch die Bewältigung dieser Herausforderung.

Die Beteiligten am PINGO-Projekt können nunmehr auf eine mehr als siebenjährige Laufzeit zurückblicken. Prof. Dr. Dennis Kundisch, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte, hat das Projekt 2011 an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften initiiert. Bereits zu Beginn des Projektes wurde PINGO interdisziplinär mit Kolleginnen und Kollegen aus der Wirtschaftspädagogik, der Informatik und der Chemie entwickelt. Die ersten Versionen des Prototyps wurden in eigenen Lehrveranstaltungen erprobt und erfolgreich auf nationalen und internationalen wissenschaftlichen Konferenzen präsentiert. Aufgrund einer stetig wachsenden Benutzerzahl und damit verbundenen Beliebtheit konnte die Weiterentwicklung von PINGO durch verschiedene Fördermöglichkeiten gewährleistet werden. Zudem wurde PINGO, insbesondere in NRW, mit verschiedenen Kooperationspartnern wie E-Assessment NRW oder dem Learning Lab der Universität Duisburg-Essen durch das Angebot von Workshops und Webinaren Lehrenden nähergebracht.

Dennis Kundisch: „Vor sieben Jahren hat alles mit einem kleinen Lehrstuhlprototyp begonnen. Heute wird das System weltweit genutzt. Wir verabschieden uns aus dem aktiven Betrieb und der Weiterentwicklung von PINGO mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn einerseits verspürt man nach so einer erfolgreichen Zeit auch Wehmut. Andererseits freuen wir uns sehr darüber, dass die Zukunft von PINGO gesichert ist und derzeitige und zukünftige Nutzer weiterhin ihre Veranstaltungen damit gestalten können.“

Auch Prof. Dr. Gudrun Oevel, Chief Information Officer der Universität Paderborn und Leiterin des IMT, freut sich über den erfolgreichen Abschluss des Projekts und die Sicherstellung des weiteren Betriebs: „Dieses Projekt zeigt wegweisend, wie an Hochschulen entwickelte Software langfristig zu einem NRW-weiten Angebot werden kann. Wir sind sehr dankbar für die finanzielle Unterstützung, welche uns durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft zuteilwurde.“

Die coactum GmbH ist ein auf E-Learning spezialisiertes Unternehmen, das seit vielen Jahren erfolgreich E-Learning-Plattformen entwickelt und betreibt. Dominik Niehus, Geschäftsführer von coactum: „Wir freuen uns sehr darüber, dass wir mit PINGO unser Produktportfolio erweitern können. Allen bisherigen Nutzern sei gesagt, dass PINGO auch weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen wird. Darüber hinaus planen wir speziell auf Schulen, Hochschulen und Unternehmen zugeschnittene Versionen von PINGO und auch individuelle Anpassungen an die Präferenzen einzelner Hochschulen werden zukünftig möglich sein.“

Weitere Informationen

Über PINGO:
Informationen und Neuigkeiten zu PINGO: http://trypingo.com/de/
Didaktische Handreichung für Lehrende: http://go.uni-paderborn.de/pingoDidaktik
PINGO Einführungsvideo: https://youtu.be/KK22QMb0MFA  
PINGO Apps: http://trypingo.com/de/powerpoint-remote/  
Projektinformationen: http://go.uni-paderborn.de/pingo4NRW 

Über den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Digitale Märkte:
wiwi.uni-paderborn.de/dep3/winfo2/ 

Über das IMT:
https://imt.uni-paderborn.de/

Über die coactum GmbH:
https://www.coactum.de/

 

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung Projekte Lehre
news-32344 Fri, 12 Oct 2018 16:39:00 +0200 Innovationsarena 3i Projektabschlusskonferenz in Paderborn – Ergebnisse in die Breite tragen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/innovationsarena-3i-projektabschlusskonferenz-in-paderborn-ergebnisse-in-die-breite-tragen/ Mit einem vielfältigen Themenprogramm würdigten die Paderborner Wirtschaftspädagog*innen vom Lehrstuhl Prof. Dr. H.-Hugo Kremer am 24./25.September 2018 den gelungenen Abschluss des Projekts Innovationsarena 3i – „Professionelle Bildungsgangarbeit zur individuellen Förderung, inklusiven Bildungsarbeit und sozialen Integration“.

Unter reger Beteiligung von Fachkräften aus insgesamt 28 teilnehmenden Berufskollegs, von Vertretern der Bezirksregierungen und des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes NRW zogen die Beteiligten eine Bilanz des Erfolgs.

Das vom Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen geförderte Projekt richtet nach den Worten des federführenden Wissenschaftlers Prof. Dr. H.-Hugo Kremer „den Blick auf eine verzahnte Personal- und Berufskollegentwicklung. Der Entwicklungsschwerpunkt liegt dabei auf Bildungsgängen der Ausbildungsvorbereitung.“
 

Kreative Ideen – neue Projekte

In Themenräumen informierten Vertreter*innen der Berufskollegs über neue Ideen und Projekte aus der „Innovationsarena 3i“, die sowohl systemischer Natur als auch direkt fachbezogen waren. So stand bei vielen Teilnehmer*innen neben zahlreichen weiteren Themen z. B. die Implementierung „multiprofessioneller Teamarbeit“ (mpT) oder die Entwicklung neuer Handbücher für Lehrer*innen und Schüler*innen im Vordergrund, die den Ansprüchen er „3 i“ gerecht werden sollten. Dabei lobten Heike Kundisch und Marie-Ann Kückmann aus dem 3i-Projektteam „Engagement und Ideenreichtum“ der Lehrer*innen in ihren Projekten – „immer mit dem Fokus auf die Schüler*innen.“ Obwohl viele Berufskollegs immer wieder vor neuen Hürden ständen (z. B. Personal- und Führungswechsel), würden sie dennoch zielgerichtet an den gemeinsam durchgeführten Projekten festhalten: „Das Projekt lebt von einem bemerkenswerten permanenten Entwicklungs- und Veränderungswillen und einer Selbstverpflichtung der Beteiligten.“ Das 3i-Team sieht sich durch die erfolgreiche Umsetzung kollegialer Austauschformate in dem Projekt in der Forderung bestätigt, dass den Teams der AV Hospitationen und Kooperationen mit anderen Berufskollegs ermöglicht werden müssen. Gewohnt kritisch mahnte Prof. Dr. H.-Hugo Kremer die Ressourcenfrage in den Berufskollegs an: „Die Umsetzung von Inklusion und individueller Förderung bedarf auch einer Betrachtung der Möglichkeiten an Berufskollegs!“

Kreativität zeigten die betreuenden Paderborner Wissenschaftler*innen auch anhand von Themenplakaten, die sie selbst entwarfen und von Christina Peitz, studentische Hilfskraft am Lehrstuhl von Prof. Kremer, in bemerkenswert künstlerischer Qualität umsetzen ließen. Dass sie damit richtig lagen, zeigte das große Interesse der Teilnehmer*innen, die sich vor den Plakaten versammelten und sich in intensiven Diskussionen inspirieren ließen.
 

Berufliche Integrationsförderung

Den Tag 1 beschloss ein Vortrag des Erfurter Bildungswissenschaftlers Prof. Manfred Eckert: „Die Bedeutung der beruflichen Integrationsförderung und die Professionalität der Lehrkräfte an den berufsbildenden Schulen“ erwies sich als ein engagierter Motivationsbeitrag, der die anwesenden Berufsschullehrer*innen mitten in ihrer Arbeits- und Erlebenswelt ansprach. Eckert sprach zunächst über die historische Entwicklung der Berufskollegs, um dann die aktuelle Lage am Ausbildungsmarkt zu beleuchten. Das Berufskolleg sei im Allgemeinen eine integrative Leistungsschule, die nicht selektiv, sondern leistungsorientiert arbeite. Dabei würden die Aufgaben zunehmend professioneller, mit sozialpädagogischen Ansätzen, innovativen beruflichen Lernprozessen und Einbindung in Schulentwicklungsprozesse. Eckert: „Lehrer gestalten Lernwelten und fördern Kompetenzen. Es gibt keine Rezepte und keine standardisierten pädagogischen Handlungssituationen.... Wir brauchen Lehrer, die die individuelle Förderung umsetzen, welche die Schulkultur gestalten, ohne autoritär zu sein. Sie sollen die Jugendlichen dahingehend frei machen, dass sie später erfolgreich sind. Und sie müssen die Logik der Schüler erkennen und verstehen. Denn es kommt letztlich nicht auf das Ergebnis an, sondern auf die richtige Entwicklung der Denkwege ... Gerade in dieser Beziehung haben die Paderborner Modellversuche eine Menge in Bewegung gebracht.“
 

Inklusion in der beruflichen Bildung

Der zweite Projektabschlusstag stand im Zeichen eines weiteren wissenschaftlichen Vortrags. Prof. Dr. H.-Hugo Kremer referierte zu einem der Hauptthemen unter einer provokanten Überschrift: „Inklusion in der beruflichen Bildung: Wahn, Euphorie oder Zwang? Eine konstruktive Kritik auf dem Weg zu einer inklusiven Didaktik“. Kremers Vortrag enthielt zahlreiche Thesen, die er ohne Ausnahme kritisch beleuchtete und zur Diskussion stellte: „Das System Berufskolleg ist nicht inklusiv ausgerichtet..... der Diskurs um inklusive Didaktik muss geführt werden.“ Dabei setzte er drei thematische Schwerpunkte  für die Kollegs: 1. Kompetenzorientierung, 2. Inklusion und individuelle Förderung, 3. Lehren, Erziehen und Begleiten. Sein Credo: „Wir brauchen eine kompetenzorientierte Didaktik, die anders ausgerichtet ist als im dualen System.“

Zum Schluss seiner Ausführungen fasste Kremer zusammen, was die Projektbeteiligen aus „3i“ mitnehmen sollten:

  • Stellung und Wertschätzung der Ausbildungsvorbereitung als Bildungsgang im Berufskolleg
  • Einbindung sozialpädagogischer und sonderpädagogischer Profession
  • Kooperative Bildungsgangentwicklung durch Bildungsgangteams
  • Gesellschaftliche Wertschätzung und Anerkennung der Bildungsgangarbeit
  • Fokus auf das Berufliche
  • Verankerung von Austausch und Weiterentwicklung in der schulischen Bildungsarbeit
  • Haltung und Bereitschaft der Lehrkräfte – Voraussetzung und Ziel
  • Bildung stabiler Arbeitsgruppen
  • Vernetzung in Verbindung mit individueller und schulischer Unterrichts- und Curriculumarbeit.

Der Paderborner Bildungsforscher fordert, beim Thema Inklusion das Individuum ins Zentrum der Überlegungen zu stellen: „Inklusion fordert dazu auf, das Verhältnis von beruflicher Bildung, Arbeitswelt und Gesellschaft zu hinterfragen und neu zu bestimmen.“ Und kommt damit zu seiner abschließenden Aussage über das 3i-Projekt: “Die Projektarbeiten in 3i zeigen die damit verbundenen Anstrengungen in einem gesellschaftlichen Korsett, aber auch die Bereitschaften und Möglichkeiten, wenn ein Rahmen geschaffen wird.“ Die hohe Akzeptanz des dreijährigen Projekts wurde auch bei der anschließenden Podiumsdiskussion um 3i deutlich. 

 

Stimmen und Statements zu 3i aus der Podiumsdiskussion

Helmut Zumbrock, Leitender Regierungsschuldirektor, Bezirksregierung Detmold (Mitglied des 3i-Beirats):
„Das Projekt 3i hatte mich von Anfang an überzeugt, weil ich 3i-Generalist bin. Besonders begeistert hat mich, dass die drei Schwerpunkte stets separat, aber immer integrativ diskutiert wurden.“

Renate Gatzen, Bezirksregierung Köln (Mitglied des 3i-Beirats):
„3i bedeutet für mich: Ideen von anderen kennenlernen, sich daran reiben, andere Wege gehen. 3i berührt die drei großen Themenfelder der nächsten Zeit mit einer faszinierenden thematischen Mixtur, die den besonderen Blick auf die Schülerinnen und Schüler freigibt.“

Einwurf aus dem Publikum:
„Alles gut und wichtig, aber wenn die Schüler den Schutzraum Schule verlassen, ist die Welt ganz anders.“

Helmut Zumbrock:
„Die Berufskollegs bilden nicht nur aus, sondern leisten die Integration ihrer Schützlinge in das System. Dabei handelt es sich oftmals um integrative Schritte, die inklusiv wirksam werden. Ziel ist es, Selbstbestimmung zu verbessern. Wir können strukturelle Probleme nicht lösen, aber wir erhöhen die Akzeptanz von diskriminierten Menschen und Menschen mit Behinderung.“

Einwurf aus dem Publikum:
„Man sollte auch daran denken, die Betriebe an der Diskussion teilhaben zu lassen.“

Anke Bahl, Bundesinstitut für Berufsbildung (BiBB):
„Auch wenn Betriebe einen Bildungsauftrag haben, steht dort erstmal die Arbeit selbst und nicht das Lernen im Vordergrund. Das hat für Jugendliche durchaus Vorteile, weil es den Blick auf andere Dinge als in der Schule lenkt. Noten und Abschlüsse spielen hier eine weniger zentrale Rolle. Selbst ohne allgemeinen Schulabschluss ist die Aufnahme einer Ausbildung im Betrieb möglich. Entscheidend ist die Motivation des Jugendlichen.“

Prof. Dr. Nicole Naeve-Stoß, (Uni Köln):
„Was kann Uni tun? Die Universität hat zentrale Aufgaben, was die Lehrerausbildung betrifft. Eine ganz wesentliche Herausforderung ist es, Studierende dazu zu befähigen, Unterricht aus der Perspektive der Lernenden zu planen und umzusetzen, Schülerinnen und Schüler also als Individuen wahrzunehmen. Hier Haltung zu fördern ist eine der wichtigen Aufgaben in der Lehreraus- und -fortbildung.“

Prof. Dr. H.-Hugo Kremer:
„Besondere Bedeutung bei 3i hatte für mich, dass dieses Projekt einfach authentisch war und blieb - bei einer Ansammlung von fast 30 Projekten an verschiedenen Berufskollegs. Und das waren Arbeiten über reale Probleme.“

Renate Gatzen:
„Jetzt ist das Projekt zu Ende, fallen jetzt auch die Aufgaben weg? Nein, dem ist nicht so. Wir müssen es schaffen, den Austausch untereinander im Gang zu halten.“

Dr. Petra Frehe–Halliwell, 3i-Projektteam, Moderatorin der Podiumsdiskussion:
“3i hat gezeigt, dass der Übergang Schule – Beruf ins Licht des Interesses gerückt ist.“

Helmut Zumbrock:
„Wir brauchen eine Didaktik der Ausbildungsvorbereitung. Und die muss inklusiv gestaltet sein.“

Prof. Dr. H.- Hugo Kremer:
„Ich würde mich freuen, wenn Inklusion auch in der Dekade der Digitalisierung ein Thema bleibt.“
 

Interview: Ute Wohlgemuth

Als Ministerialrätin aus dem NRW-Ministerium für Schule und Bildung hat Ute Wohlgemuth schon zahlreiche Berufsbildungsprojekte der Paderborner Wirtschaftspädagogen mit großem Engagement und echtem Herzblut begleitet. Im Interview gibt sie ihre Erfahrungen und Eindrücke wieder, die sie im Lauf der 3i-Entwicklung gesammelt hat.

Frage: Was war für Sie das Besondere an 3i?

Ute Wohlgemuth: 3i hat es verstanden, an ältere, bereits abgeschlossene Projekte anzuknüpfen und diese weiterzuentwickeln. Und das in einer stets guten, gemeinsam erlebten, Arbeitsatmosphäre. Unsere Lehrerinnen und Lehrer fühlten sich immer auf Augenhöhe mitgenommen. Dabei blieben die Aufgaben immer klar definiert: Die Wissenschaftler geben Anregungen und stoßen Entwicklungen an, die Berufskollegs setzen das  - angepasst an ihre Bedürfnisse – um.  Funktioniert aber nur, wenn man der Wissenschaft ihre Freiheit lässt, was ja auch in der direkten Kooperation zwischen der Uni Paderborn und unserem Ministerium sehr gut klappt. Und was aus meiner Sicht noch besonders ist, sind die beeindruckenden Arbeitsergebnisse der Kollegs und die offensichtliche Dankbarkeit der Lehrerinnen und Lehrer, die sich immer wieder ermutigt fühlen, voranzuschreiten und die Entwicklung ihrer Schulen weiter zu treiben.

Frage: Wie geht es nun weiter?

Ute Wohlgemuth: Wir werden in Absprache mit der Universität Paderborn und den Dezernaten 45 (Berufskollegs) und 46 (Fortbildung) der Bezirksregierungen und der Soester Qualis-Unterstützungsagentur die Gespräche fortsetzen und diskutieren, wie sich die erzielten Ergebnisse verstetigen lassen. Und wir wollen mit den Bezirksregierungen als übergeordneter Behörde der Berufskollegs sprechen, ob und wie sie Anregungen aufnehmen können, um die Ergebnisse von 3i in die Breite zu tragen. Wir haben sehr viel erreicht und es macht Sinn, dieses Erreichte festzuhalten.  Die Projektergebnisse werden wir auch ins Bildungsportal NRW einstellen. Unter anderem diskutieren wir auch über die eventuelle Einrichtung einer „Forschungs- und Arbeitsstelle Ausbildungsvorbereitung“. Wir pflegen intensive Kontakte zu den Arbeitsagenturen, wir führen gemeinsam mit den Berufskollegs das Projekt „Talentschulen“ durch, wo wir bestimmte pädagogische Projekte testen können. Was uns gleichzeitig die Möglichkeit eröffnet, die Arbeit der Berufskollegs in der Öffentlichkeit sichtbarer zu machen.

Frage: Wird die Kooperation mit den Paderborner Bildungsforschern fortgesetzt?

Ute Wohlgemuth: Das Systemische erlaubt mehr, als die Berufskollegs bislang nutzen. Deswegen werden wir nicht müde, die Kolleginnen und Kollegen dort zu ermutigen, die didaktischen Freiräume zu nutzen. Und da muss ich sagen, es ist ein Privileg, wenn wir die Wissenschaft an unserer Seite haben. Es ist ein Geben und ein Nehmen. Und dazu kommt: Die kollegiale Zusammenarbeit mit Professor Kremer und seinem Team ist exzellent.
 

Vernissage schafft Assoziationen

Mit der Erstellung von 15 kreativen und aussagefähigen Plakaten wollten Marie-Ann Kückmann, Heike Kundisch, Christina Peitz und Leonie Schmid in den Tagungspausen Anregungen geben und Assoziationen wecken. Die Stimmen von Tagungsteilnehmern beweisen, dass das gut gelungen ist.

Claudia Lux und Mira Duk, BK Technik und Gestaltung, Gelsenkirchen
„TRANSPARENZ“
Uns ist dazu eingefallen: Wir müssen die Transparenz im Kollegium erhöhen und die Aufgabenverteilung neu strukturieren. Das schafft dann auch mehr Klarheit für unsere Schülerinnen und Schüler.“

Helmut Zumbrock, Bezirksregierung Detmold
„ROLE MAKING“Ich sehe durch die Puzzle-Darstellung unterschiedliche Realitätswahrnehmungen. Die Maske assoziiert „Rolle“ oder „Schauspiel“, d. h., man kann nie ausschließen, dass die wahre Identität der Persönlichkeit entspricht, die gerade vor einem steht.

Kerstin Ruhland, Hermann-Emanuel-Berufskolleg des Kreises Steinfurt
„MULTIPROFESSIONELLE TEAMARBEIT“
Für mich sind alle drei Varianten des Früchtemotivs interessant, denn Heterogenität und Vielfalt widerspiegeln meine Arbeit im Berufskolleg.“

Angelika Klapproth-Brill, Bezirksregierung Detmold, Dezernat 46
„ANSTOß GEBEN“
„Fortbildungen geben Anstöße für weitere Entwicklungen. 3i gibt mir Anstöße mit sehr vielen Ideen für Entwicklungen in den Bildungsgängen.“

Maren Ohde und Monika Hülsmann, Paul-Spiegel-Berufskolleg, Warendorf
„ANSTOß GEBEN“
„Jede der Billardkugeln entscheidet für sich, wo sie hinrollt. Wir zeigen Lebensperspektiven auf, wollen unsere Schützlinge aus der Lethargie herausholen. Wir erwarten uns von 3i Anstöße für die Ausbildungsvorbereitung.“

Janis Katz, Felix-Fechenbach-Berufskolleg, Detmold
„VERTRAUEN“
Ich denke da spontan an stage diving: Fällt einer der Schüler, wird er von den anderen aufgefangen, nach der Devise: Du bist nicht allein, wir ziehen alle an einem Strang!

Ute Wohlgemuth, Ministerium für Schule und Beruf, Düsseldorf
„MULTIPROFESSIONELLE TEAMARBEIT“
Ich finde alle Plakate sehr treffend und gelungen. Besonders haben es mir die mpT-Motive angetan. Verschiedene Apfelsorten, verschiedene Zustände, halbe und angebissene Äpfel – das trifft das Thema ganz und gar. Eine grandiose Idee!
 

Text: Reinhard Schwarz

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news-32240 Tue, 25 Sep 2018 14:14:09 +0200 Plenumsdiskussion: "Un-Bossing? What does an agile world of work mean for leadership talent and leadership teaching?" https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/plenumsdiskussion-un-bossing-what-does-an-agile-world-of-work-mean-for-leadership-talent-and-le/ Auch in diesem Jahr möchten wir Sie herzlich zu unserer jährlichen Plenumsdiskussion mit Persönlichkeiten aus der globalen Wirtschaft einladen. Dieses Jahr ist Joy Xu im Gespräch mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Die Plenumsdiskussion leitet Joy Xu mit einem Impulsvortrag ein zum Thema:

"Un-Bossing? What does an  agile world of work mean for leadership talent and  leadership teaching?"

Joy Xu arbeitet seit Oktober 2015 als Global Head Human Resources bei Sandoz Pharmaceuticals. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen umfassen zahlreiche Themen der Personalwirtschaft wie Führung und Talentmanagement, Kulturwandel, Diversität und Integration. Sie hat bereits in den USA, Deutschland, China, Hong Kong und Dubai gearbeitet und gelebt. 

Dr. Florian Turk, Head Global Payor Marketing, Sales and Relations und Mitglied des Sandoz Biopharmaceuticals Executive Committee sowie Honorarprofessor der Universität Paderborn wird die Plenumsdiskussion moderieren und gemeinsam mit Experten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften diskutieren.

Die Veranstaltung findet am Samstag, den 17.11. von 11:00–13:00 Uhr in Hörsaal O1, Universität Paderborn statt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe „Wirtschaftswissenschaftliches Denken und Handeln“ und findet in englischer Sprache statt.

Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Sie können sich bis zum 16.11.2018 hier anmelden.

 

 

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