Nachrichten - Fakultät WiWi (Uni Paderborn) http://wiwi.uni-paderborn.de Aktuelle Informationen der Fakultät WiWi (Universität Paderborn) de_DE Uni Paderborn Sat, 20 Jul 2019 12:05:25 +0200 Sat, 20 Jul 2019 12:05:25 +0200 Uni Paderborn news-34721 Thu, 18 Jul 2019 10:23:45 +0200 Kredite, Mietwohnungen und gute Burger – Prof. Dr. Oliver Müller über Einsatzgebiete Künstlicher Intelligenz https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/kredite-mietwohnungen-und-gute-burger-prof-dr-oliver-mueller-ueber-einsatzgebiete-kuenstlicher-int/ Themenspecial „Künstliche Intelligenz“

Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Wissenschaftsjahr dreht sich 2019 alles um das Thema Künstliche Intelligenz (KI).
Schon heute bestimmen Anwendungen, die auf Digitalisierung und Maschinellem Lernen beruhen, weite Bereiche unseres Lebens: Von virtuellen Assistenzsystemen über Industrieroboter bis hin zu humanoiden Pflegekräften – die intelligenten Maschinen nehmen uns viel Arbeit ab. Wie diese Systeme funktionieren und welche gesellschaftlichen Implikationen es dabei gibt, erörtern Paderborner Wissenschaftler*innen im Rahmen eines Themenspecials. Dabei liegt der Fokus auf ihrer Forschung, mit der sie die Entwicklung mitgestalten.

Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Oliver Müller über Einsatzgebiete Künstlicher Intelligenz

Vor zwei Jahrhunderten hat die Industrialisierung die Gesellschaft grundlegend verändert. Heute findet im Zuge der Digitalisierung eine ähnlich große Umbruchphase statt. Hauptsächliche Katalysatoren: Systeme, die auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) arbeiten. Von Kreditbeurteilungen über die Preisbestimmung von Wohnungen bis hin zur Bewertung eines Burgers anhand von Fotos – Wie Unternehmen und Endverbraucher davon profitieren können und welche Konsequenzen damit verbunden sind, erklärt Prof. Dr. Oliver Müller, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Paderborn.

Maschinen lernen ähnlich wie Menschen

„Maschinelles Lernen“, so der Fachausdruck, ist die Methode, auf die eine KI zurückgreift, um auf Basis von Daten Entscheidungen zu treffen. Im Idealfall soll sie logische Zusammenhänge herstellen können. Oliver Müller: „Ich vergleiche Maschinelles Lernen gerne mit der Art und Weise, wie wir Menschen, vor allem im Kindesalter, lernen, nämlich anhand von Beispielen. Angenommen es geht darum, die Unterschiede zwischen einem Hund und einer Katze zu erkennen. So zeigt man sowohl dem Kind als auch dem Algorithmus möglichst viele Beispiele beider Tiere. Das Pärchen von Problem und Antwort, also das Bild eines Tieres und die korrekte Bezeichnung, wird vorgegeben, in der Hoffnung, dass der Algorithmus bzw. das Kind dazu in der Lage ist, irgendwann Unterschiede zu finden, ohne die Antwort vorgeben zu müssen.“ Wie schnell ein solcher Lernprozess aber zum Erfolg führt, hängt laut Müller davon ab, wie groß die Unterschiede zwischen den vorgegebenen Beispielen seien und wie gut die Datengrundlage ist.

In der wirtschaftlichen Praxis findet diese Methode z. B. bei Kreditbeurteilungen Anwendung: „Ich zeige dem Algorithmus hier viele Kreditanträge einer Bank und ob der Kunde in der Lage war, die Zinsen und Tilgungen zu zahlen“, erzählt Müller und betont: „Das heißt, dass ich den Kunden und den Kredit anhand von Daten beschreiben muss. Der Computer braucht Beispiele, in denen das mit den Rückzahlungen gut geklappt hat und welche, bei denen die Hypothek nicht zurückgezahlt wurde.“ Im Idealfall würde dieses sogenannte „Kreditscoring“ bereits nach ein paar hundert Beispielen funktionieren. Liegen die Daten allerdings in unstrukturierter Form vor, das heißt als Text- oder Bilddaten, die sich nicht so gut in Zahlen ausdrücken lassen, kann es sein, dass der Computer ein paar hunderttausend Beispiele sehen muss. „Im Finanz- und Versicherungsbereich wird das schon seit 20 oder 30 Jahren praktiziert. Eine Versicherung macht ja nichts anderes, als ein Risiko zu beurteilen. Damals wurde das vielleicht noch anders bezeichnet, „Data Mining“ oder einfach nur Statistik. Heute heißt es „Maschinelles Lernen“ oder Künstliche Intelligenz“, bemerkt der Wirtschaftsinformatiker. Die Algorithmen, die hierfür verwendet werden, seien allerdings teilweise immer noch dieselben wie vor paar Jahrzehnten. Komplexere Daten, wie sie durch die Digitalisierung und insbesondere Social Media entstanden sind, würden heute neuere Algorithmen gebrauchen.

Urlaubsplanung mithilfe Künstlicher Intelligenz

„Ich sehe den Wirtschaftsinformatiker hier als Übersetzer zwischen der Betriebswirtschaftslehre und der Informatik“, erklärt Müller. „Wenn es beispielsweise um Vorhersagen für ein Kredit- oder Versicherungsrisiko geht, dann brauche ich großes betriebswirtschaftliches Verständnis, um die Problemstellung zu verstehen. Anschließend muss ich das Problem so formulieren, dass es durch Maschinelles Lernen gelöst werden kann.“ Schwierig wird es insbesondere dann, wenn der Computer hauptsächlich mit Bilddaten arbeiten muss.

An der Universität Paderborn untersucht Müller zusammen mit seinem Team Online-Marktplätze wie z. B. Airbnb oder eBay, die stark auf Bilder angewiesen sind: „In diesem Zusammenhang stellen wir uns die Frage, welchen Einfluss Bilder auf unsere Zahlungsbereitschaft nehmen. Kann ein Algorithmus allein anhand eines Bildes beurteilen, wie gut oder schlecht ein Produkt ist?“ Wer aktuell seine eigene Wohnung bei Airbnb anbieten möchte, muss diese zunächst beschreiben, anschließend schlägt das Online-Unternehmen einen Preis vor. „Hauptsächliche Kriterien hierfür sind momentan die Location und die Größe, also recht simple Bezugsdaten. Für Airbnb, aber natürlich auch für den Kunden, wäre es gut, wenn das System anhand von Fotos einschätzen könnte, ob es sich um einen fairen Preis handelt. Das wäre eine Vision, an der wir derzeit arbeiten“, so Müller. Erste Erfolge bei der Bildanalyse können die Wissenschaftler bereits auf einem anderen Gebiet vorweisen: „Wir können den Computer etwa darum bitten, einen guten von einem schlechten Burger allein anhand von Fotos zu unterscheiden. Viele Restaurantbewertungen enthalten ja mittlerweile Bilder. Die Erfolge, die wir da sehen, sind, dass der Computer sehr schnell erkennen kann, wenn es in die Richtung Fast Food geht und dementsprechend schlechte Qualität ausfindig macht.“

Maschinen verstehen lernen

Bei all dem Fortschritt müsse laut Müller allerdings eines immer mitgedacht werden, nämlich die Transparenz: „Je nach Anwendungsgebiet können die Konsequenzen verheerend sein. Wenn eine Bank ihrem Kunden einen Kredit verweigert, dann muss sie ihre Entscheidung erklären können. Welcher Bankberater aber weiß, warum ein Computer so entschieden hat? Ein Arzt muss in der Lage sein, eine Diagnose zu erläutern, die unter Verwendung Künstlicher Intelligenz erstellt wurde. Das Problem dabei ist, dass die wirklich guten Algorithmen nicht so leicht verständlich sind. Selbst die Entwickler wissen manchmal nicht genau, was der Algorithmus macht, weil dieser selbstständig lernt.“ Genau dieses Zusammenspiel sei aber entscheidend, damit die Gesellschaft in Zukunft von Künstlicher Intelligenz profitieren könne: „Denn am Ende müssen Menschen die Verantwortung für die Entscheidungen von intelligenten Maschinen auf sich nehmen.“

Text: Kamil Glabica, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-34719 Wed, 17 Jul 2019 15:15:20 +0200 Roboter als Assistenten in der Pflege? Workshop am 19. September im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/roboter-als-assistenten-in-der-pflege-workshop-am-19-september-im-heinz-nixdorf-institut-der-unive/ Wie können Roboter künftig in der Pflege eingesetzt werden und was ist dabei zu beachten?

Das ist Thema eines englischsprachigen Workshops am Donnerstag, 19. September, ab 13 Uhr im Heinz Nixdorf Institut der Universität Paderborn (Fürstenallee 11), Raum F0.231. Veranstalter sind Prof. Dr. Kirsten Thommes von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften und ihre Doktorandin Julia Hoppe.

Der Workshop ist offen für alle, die sich für die Erforschung von Robotern in Sozialdiensten interessieren. Zu zukünftigen Anwendungsmöglichkeiten der Assistenz von Robotern werden in Vorträgen interdisziplinäre Aspekte vorgestellt und anschließend diskutiert. Nach dem Workshop besteht ab 16.45 Uhr die Möglichkeit, an einer Führung im Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) zum Thema „Mensch, Roboter! – Träume, Erfolge und Enttäuschungen“ teilzunehmen. Anmeldungen per Mail: julia.amelie.hoppe(at)upb(dot)de (bitte auch die gewünschte Teilnahme an der HNF-Führung angeben).

Mit Robotik die Pflege der Zukunft gestalten: Projekt erforscht die Bedürfnisse von Fachkräften, Patienten und Angehörigen

Der Workshop findet im Rahmen des Forschungsprojekts „ORIENT“ mit Projektbeteiligten der Partneruniversitäten aus Schweden und Finnland statt. Im Projekt untersuchen Wissenschaftler, wie Roboter in der Pflege eingesetzt werden können und welches Wissen Betroffene benötigen, um die neue Technologie so anwenden zu können, dass sie die Pflegesituation verbessert. Die erarbeiteten Ergebnisse sollen „Orientierung“ für eine effektive Nutzung der neuen Technologien im Bereich der Pflege bieten. Im Mittelpunkt stehen die Informations- und Kommunikationsbedarfe von Patienten, Angehörigen, Pflegefachkräften und -organisationen, Roboterherstellern, Versicherungen sowie politischen Entscheidungsträgern.

Weitere Informationen zum Projekt „ORIENT“:
www.uni-paderborn.de/nachricht/87404

digitales.nrw/de/schaufenster-digitales-nrw/projekte/orient-roboter-fuer-die-pflege

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-34689 Tue, 16 Jul 2019 10:14:00 +0200 Department Wirtschaftsinformatik organisiert mehrtägige Exkursion mit „Exzellenzstudierenden“ nach Frankfurt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/department-wirtschaftsinformatik-organisiert-mehrtaegige-exkursion-mit-exzellenzstudierenden-nach-f/ Als Anerkennung für hervorragende Leistungen hat das Department Wirtschaftsinformatik der Universität Paderborn erneut die besten Studentinnen und Studenten im Bachelorstudiengang Wirtschaftsinformatik sowie in den Masterstudiengängen Wirtschaftsinformatik und Management Information Systems im Juli nach Frankfurt eingeladen.

Mit insgesamt 30 Teilnehmern, darunter auch alle fünf Professoren des Departments, konnte die Gruppe am ersten Tag bei der Betreibergesellschaft des Frankfurter Flughafens (Fraport AG) die Herausforderungen eines Flughafens hautnah bei einer Rollfeldrundfahrt und in anschließender Diskussion mit einem leitenden Software-Architekten kennenlernen. Dabei wurde darauf eingegangen, wie verschiedene Methoden aus den Bereichen Operations Research und Data Science die Geschäftsmodelle des Flughafenbetreibers unterstützen oder auch teilweise erst ermöglichen. So wird beispielsweise der Flugzeugverkehr auf dem Vorfeld durch eine Software koordiniert und navigiert, sodass ein Flugzeug zu einem passenden Zeitpunkt seine „Ramp“, d. h. seinen Parkplatz, verlässt und mit minimaler Wartezeit direkt zur Startbahn rollen kann. Eine solche Zeitersparnis hat gleichzeitig Kostenreduktionen und einen geringeren Kerosinverbrauch am Boden zur Folge.

Am zweiten Tag besuchte die Gruppe die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die als weltweit größte nationale Förderbank unter anderem die Aufgabe verfolgt, öffentliche Aufträge zu realisieren sowie Mittelstand und Existenzgründungen zu fördern. Während des Besuchs haben die Mitarbeiter des Digital Office gezeigt, wie sowohl mit Krediten als auch mit digitalen Plattformen der Auftrag zur Förderung von Mittelstand und Existenzgründung erfüllt werden kann. So bietet beispielsweise die von der KfW geführte und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützte „Gründerplattform“ einen Baukasten, mit der gründungsinteressierte Menschen von der Geschäftsidee über das Geschäftsmodell, den Businessplan, die Finanzierung und viele weitere Aspekten bis hin zur letztendlichen Gründung kostenlos unterstützt werden können.

Das diesjährige Rahmenprogramm wurde u. a. durch den Besuch eines Escape-Rooms abgerundet, bei dem die Teilnehmer in drei Gruppen spannende Aufgaben und Rätsel lösen konnten. Das weitere Rahmenprogramm ließ darüber hinaus noch genügend Zeit für einen persönlichen Austausch in einer entspannten Atmosphäre.

Informationen für Studieninteressierte: www.wiwi.upb.de/dep3/studium

Text:  Prof. Dr. Guido Schryen, Sascha Burmeister

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-34659 Thu, 11 Jul 2019 15:53:27 +0200 Erstes Forum Wirtschaftsethik: Unternehmensverantwortung in Lieferketten https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/erstes-forum-wirtschaftsethik-unternehmensverantwortung-in-lieferketten/ „Unternehmensverantwortung in Lieferketten“ – das war das Thema des ersten öffentlichen Forums Wirtschaftsethik Anfang Juli im Auditorium maximum der Theologischen Fakultät Paderborn. Expert*innen aus Wirtschaft und Wissenschaft diskutierten über wirtschaftsethische Fragestellungen und sprachen dabei aktuelle Missstände wie Kinderarbeit, Umweltschäden sowie die Verletzung von Grundrechten bei Arbeitnehmer*innen an.

Prof. Dr. Wolfgang Thönissen, Rektor der Theologischen Fakultät, betonte in seiner Begrüßung, dass es wichtig sei, Raum für öffentliche Diskussionen zu bieten. Das Forum Wirtschaftsethik würde daran anknüpfen und durch den Austausch zwischen u. a. Theolog*innen, Wirtschaftswissenschaftler*innen, Philosoph*innen und Studierenden verschiedene Perspektiven abbilden. Im Anschluss sprach Michael Dreier, Bürgermeister der Stadt Paderborn, über das Ziel, das Bewusstsein der Bevölkerung für fair gehandelte Produkte zu erhöhen und Paderborn als „Fair-Trade“-Stadt zu positionieren. Prof. Dr. René Fahr, Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn, begrüßte die Teilnehmer*innen zunächst im Namen der Universität und lobte die nun schon 40-jährige Kooperation der Universität mit der Theologischen Fakultät Paderborn, die sich seit 2013 mit der Einbeziehung der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät dem Thema Wirtschaftsethik widmet. Als Mitorganisator freute sich Fahr, dass die erfolgreiche Ringvorlesungsreihe in dem Forum Wirtschaftsethik eine Fortsetzung findet.

Prof. Dr. Günter Wilhelms, Lehrstuhl für Christliche Gesellschaftslehre, führte in die Thematik ein. Laut Wilhelms habe sich im Rahmen der Globalisierung die menschliche Verantwortung ausgebreitet und gleichzeitig verflüchtigt, sodass sie nicht mehr greifbar sei. In einem Impulsvortrag ging Prof. Dr. Nick Lin-Hi von der Universität Vechta auf die Unternehmensverantwortung in Lieferketten am Beispiel der globalen Textilindustrie ein. Dabei forderte er u. a. transparente Lieferketten und nahm die Konsument*innen in die Verantwortung, die bestimmen würden, welche Produkte am Markt angeboten und unter welchen Bedingungen diese produziert werden.

Gesetzliche Grundlagen schaffen für mehr Nachhaltigkeit

An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Kerstin Haarmann, cum ratione. Gesellschaft für Aufklärung und Technik GmbH, Nico Kemmler, Textilkontor Walter Seidensticker, Ansgar Lohmann, KiK Textilien und Non-Food GmbH, Jan-Christian Niebank, Deutsches Institut für Menschenrechte, und Prof. Dr. Nick Lin-Hi, Professor für Wirtschaft und Ethik der Universität Vechta. Haarmann machte deutlich, dass nachhaltige Kleidung stärker in der Gesellschaft positioniert werden müsse, so wäre es in Paderborn kaum möglich nachhaltig produzierte Textilien zu kaufen. Als Maßnahme, um Nachhaltigkeit zu steigern, schlug sie die Einführung eines Lieferkettengesetzes vor. Daran schlossen Kemmler und Lohmann an, die bekräftigten, dass es sich um ein globales Problem handele, weswegen ein länderübergreifendes Gesetz notwendig sei. Beide betonten auch, dass eine gesetzliche Regelung die Unternehmen in die Pflicht nehmen würde, die sich bisher nicht im Textilbündnis engagieren. Während die Vertreter aus der Wirtschaft betonten, dass hohe Standards in der Lieferkette, insbesondere hohe Umweltstandards, für die Unternehmen teuer sind und Produkte teurer machen, konterte Lin-Hi, dass sich das mittelfristig rechnen würde. Niebank betonte, dass schon jetzt eine verbindliche Ausgestaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten in Handelsabkommen berücksichtigt werden sollte. Zudem betonte Niebank mit Kemmler, dass die öffentliche Hand schon jetzt verantwortlich produzierte Textilien in der öffentlichen Beschaffung bevorzugen sollte. Die Moderatorin Brigitte Büscher sorgte dafür, dass auch „harte“ Fragen der über 100 Gäste, „fair“ an die Podiumsteilnehmer*innen gestellt wurden.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Ringvorlesung
news-34625 Thu, 04 Jul 2019 13:59:10 +0200 BWL-Professorin Caren Sureth-Sloane von der Universität Paderborn in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zum ersten DFG-Sonderforschungsbereich in der BWL https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/bwl-professorin-caren-sureth-sloane-von-der-universitaet-paderborn-in-der-frankfurter-allgemeinen-zei/ Caren Sureth-Sloane ist Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften an der Universität Paderborn und Sprecherin des ersten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten betriebswirtschaftlichen Sonderforschungsbereichs (SFB). Dieses neue hochschulübergreifende Forschungsvorhaben über „Accounting for Transparency. Rechnungswesen, Steuern und Unternehmenstransparenz“ wird von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (F.A.Z.) in ihrem Wirtschaftsteil im Artikel „Ein Ritterschlag für die BWL“ vorgestellt, in dem Sureth-Sloane hierzu ausführlich Auskunft gibt. Ihre Meinung ist von der F.A.Z. nicht nur als Professorin für BWL, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, gefragt, sondern auch in ihrer Funktion als Vizepräsidentin der Schmalen­bach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft.

Caren Sureth-Sloane begrüßt die verstärkten Bemühungen, die gesellschaftliche Bedeutung der Betriebswirtschaftslehre noch stärker in den Fokus zu nehmen und Wissenschaft und Praxis zu verzahnen. Sie ist überzeugt, dass „betriebswirtschaftliche Forschung nur dann dazu beitragen kann, die Wirtschaft und Gesellschaft zu verbessern, wenn sich Wissenschaft und Praxis kennen, respektieren, neugierig aufeinander sind und sich gegenseitig vertrauensvoll Einblicke in die jeweilige Domäne gewähren“. Die universitäre Betriebswirtschaftslehre sei früher einmal sehr nahe an der Wirtschaft gewesen, habe sich im Rahmen der wissenschaftlichen Exzellenzinitiativen stärker an amerikanischen Fachzeitschriften orientiert als an der deutschen Wirtschaftspraxis. „Man müsse aber beides tun: ein international angesehener Forscher sein und dennoch das Ohr an der Praxis haben“, so Sureth-Sloane. Der eine Vielzahl von Projekten umfassende BWL-Sonderforschungsbereich werde sich der auch in der Öffentlichkeit hochaktuellen Thematik zum Spannungsfeld zwischen Transparenz und Regulierung widmen. Dazu konstatiert Sureth-Sloane: „Forderungen nach mehr Transparenz in der Wirtschaft und einer angemessenen Besteuerung sind allgegenwärtig. Dies gilt auch, nachdem durch eine Vielzahl neuer Regulierungen die Berichtspflichten als Antwort auf die Finanzkrise und die Empörung um äußerst geringe Steuerzahlungen bestimmter Konzerne erheblich verschärft wurden.“ Und sie erklärt weiter, dass jenseits von allgemeinverfügbaren Informationen über Unternehmen die Wissenschaft bisher zu wenig Einblick in die unternehmerische Wirklichkeit habe. Deshalb werde in einem Projekt dieses Forschungsprogramms ein Befragungspanel aufgebaut, in dem mit dem Schwerpunkt auf Rechnungswesen und Steuerthemen Führungskräfte halbjährlich befragt werden sollen. Man werde hier erstmals umfassend originäre Daten erheben. Unternehmen, die mitmachen, werden im Gegenzug für ihre Beteiligung Vorabauswertungen zur Verfügung gestellt.

Sureth-Sloane sieht die Erfüllung der angestrebten Informationsaufgaben des Rechnungswesens durch die Masse und Komplexität der verfügbaren Informationen erschwert. Das primäre Problem sei nicht der Mangel an Informationen, sondern deren Fülle und unterschiedliche Qualität. Forschungsfragen in diesem Bereich sind z. B. „welche (unerwünschten) Nebeneffekte Regulierung hat, ob Transparenz ohne Nebenwirkungen (beispielsweise Reputationsschäden durch Veröffentlichung von Zahlen) zu bekommen ist, ob Regulierung nicht auch im Sinn von mehr Transparenz sinnvolle Aktivitäten unterbindet – oder wie die richtige Mischung aus Anreiz und Regulierung aussieht“.

Zur Beantwortung dieser und weiterer Fragen kooperieren mehr als 20 Professuren aus der Betriebswirtschaftslehre. Zum Kernteam gehören die Universität Paderborn, die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Mannheim. Darüber hinaus werden aus der Ludwig-Maximilians-Universität München ein größerer Forschungsbeitrag und weitere Einzelbeiträge von der European School of Management and Technology, Berlin, der Frankfurt School of Finance and Management, der Goethe-Universität Frankfurt und der WHU – Otto Beisheim School of Management erfolgen. Insgesamt werden mehr als 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen externes Rechnungswesen, internes Rechnungswesen und Besteuerung in diesem Forschungsvorhaben arbeiten.

Bereits im kommenden Jahr soll Ende März schon eine erste Zwischenbilanz gezogen werden, in die auch bereits im Vorfeld erarbeitete Forschungsergebnisse einfließen werden. Dazu zählt z. B. der von der Universität Paderborn mit der Ludwig-Maximilians-Universität München entwickelte Steuerkomplexitätsindex, der für 100 Länder erarbeitet wurde. Hierbei identifiziert das jeweils landesspezifische Maß für Steuerkomplexität die einzelnen nationalen Komplexitätstreiber. Dabei wird grundsätzlich unterschieden zwischen den Steuergesetzen selbst und den Ausführungsbestimmungen als Rahmenbedingungen und dem Zusammenhang zwischen diesen Arten von Steuerkomplexität und ausländischen Direktinvestitionen auf den Grund gegangen.

Nicht zuletzt hat sich der große Forschungsverbund „Accounting for Transparency“ das Ziel gesetzt, nicht nur zur Transparenz zu forschen, sondern diese auch selbst zu leben. Als integraler Bestandteil dieses Sonderforschungsbereichs sollen die Forschungsergebnisse auch für die breite Öffentlichkeit verständlich formuliert und laufend publiziert werden. Der für 12 Jahre konzipierte SFB wird von der DFG zunächst über vier Jahre gefördert und kann auf Antrag zweimal um jeweils weitere vier Jahre verlängert werden. Das Fördervolumen für die erste Förderperiode liegt bei insgesamt 12 Millionen Euro.

Textzusammenfassung: Ulrike Kropf

Weitere Informationen zum SFB „Accounting for Transparency“:
www.accounting-for-transparency.de

Weitere Informationen zur F.A.Z.:
Frankfurter Allgemeine Zeitung   |   Nr. 149   |   01.07.2019   |   Seite 16
„Ein Ritterschlag für die BWL“, von Georg Giersberg

Link zum Artikelkauf:
https://fazarchiv.faz.net/document/FAZ__FD1201907015733367?offset=&all=

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-34627 Wed, 03 Jul 2019 14:37:00 +0200 Social Impact Festival in der garage33 – Studierende entwickeln Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/social-impact-festival-in-der-garage33-studierende-entwickeln-geschaeftsmodelle-mit-gesellschaftlic/ Am Montag, 1. Juli, fand in der garage33 das Social Impact Festival statt, zu dem das Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP) und der Lehrstuhl für International Business der Universität Paderborn eingeladen hatten. Studierende stellten dort einem großen Publikum Geschäftsmodelle mit gesellschaftlichem Mehrwert vor, die sie in dem mehrwöchigen Programm „Social Entrepreneurship“ entwickelt hatten.

Innerhalb des Programms konnten Masterstudierende aller Fakultäten der Universität seit April theoretische und praktische Kenntnisse zur Gründung eines Sozialunternehmens erwerben. Das Ziel des Seminars war die Entwicklung einer möglichen Gründungsidee in den Bereichen Bildung, Integration, Klima, Umwelt und Gesundheit.

In einem interaktiven Workshop lernten die insgesamt 22 Teilnehmer*innen das Thema Sozialunternehmertum kennen und entwickelten in Teams eigene Projektideen zur Lösung eines gesellschaftlichen Problems. Im weiteren Verlauf des Semesters arbeiteten die Teams an der Umsetzung dieser Idee. So erstellten sie eine erste Version des Produktes oder der Dienstleistung und präsentierten anschließend ihre Ergebnisse.

Folgenden gesellschaftlichen Problematiken haben die Studierenden den Kampf angesagt: Das Studierendenteam von „interim+“ möchte mit seiner Lösung einer drohenden Altersarmut entgegenwirken, während das Team von „Tante Emma“ den Plastikkonsum im Lebensmittelbereich mit seiner Lösung reduzieren möchte. „Mediguard“ kämpft für die Unterstützung von Rettungssanitäter*innen durch die Erkennung von Vorerkrankungen auf den ersten Blick. Die Gruppe von „Students4future“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Identifikation von Unterstützer*innen für Bewegungen mit sozialem Mehrwert zu vereinfachen. Das Ziel von „Share my field“ ist es, die Nähe zu Lebensmitteln zurückzugewinnen und einen verantwortungsvollen Umgang zu schaffen. Die Vision von „MediLingua“ liegt in der Bekämpfung des Fachkräftemangels in der Medizinbranche.

„Es ist unglaublich, wie weit die Studierenden ihre Ideen innerhalb von nur acht Wochen entwickelt haben. Sie haben sich stark eingesetzt und waren voller Tatendrang“, so Dr. Eva Alexandra Jakob, Initiatorin der Social Entrepreneurship Aktivitäten in der garage33.

Die Lehrveranstaltung entstand im Sommersemester 2016 aus einer Kooperation des Lehrstuhls International Business, dem Technologietransfer- und Existenzgründungs-Center (TecUP) und der Social Entrepreneurship Akademie in München. Die Leitung des Programms übernahm Dr. Eva Alexandra Jakob. Gemeinsam mit der Doktorandin Yasmine Yahyaoui begleitete sie die Teams und erforscht, wie sozialunternehmerische Teams erfolgreich agieren können.

Weitere Informationen unter www.tecup.de/social-entrepreneurship-upb/.

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Pressemitteilungen Wirtschaft
news-34593 Tue, 02 Jul 2019 09:21:21 +0200 Die Fakultät erinnert an ihren Statistikforscher Prof. Dr. Heinz J. Skala https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-fakultaet-erinnert-an-ihren-statistikforscher-prof-dr-heinz-j-skala/ Die Universität Paderborn und die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften trauern um Prof. Dr. Heinz J. Skala, der im Alter von 76 Jahren am 24. Mai gestorben ist.

Der studierte Diplom-Kaufmann und Doktor der Handelswissenschaften Heinz J. Skala wurde 1974 zum Wintersemester als ordentlicher Professor an den damaligen Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der zwei Jahre zuvor gegründeten Gesamthochschule (GH) und späteren Universität Paderborn berufen.

1942 in Österreich in Wien geboren, arbeitete Heinz J. Skala zunächst von 1961 bis 1966 nach seinem Examen bei den Wiener Schwachstromwerken in der Abteilung Nachrichtenübertragung.

An der Hochschule für Welthandel in Wien war er am Institut für Statistik und Mathematik von 1967 bis 1968 als Wissenschaftlicher Angestellter und von 1968 bis 1970 als Wissenschaftlicher Assistent und Lehrbeauftragter tätig. Während dieser Zeit erfolgte 1968 die Promotion zum Dr. rer. pol. im Bereich Handelswissenschaften.

Von 1970 bis 1974 arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ökonometrie an der Universität Heidelberg, wo er 1973 die Habilitation und die Venia Legendi für Statistik und Ökonometrie erlangte.

Seit 1974 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2002 befasste sich Prof. Dr. Heinz J. Skala an der  Universität-Gesamthochschule Paderborn in den Wirtschaftswissenschaften im Rahmen seiner Professur mit Statistik, Ökonometrie und Entscheidungstheorie.

„Seine interdisziplinären und internationalen Forschungstätigkeiten trugen schon damals zum wissenschaftlichen Renommee unserer jungen Hochschule bei. Darauf sind wir besonders stolz und auch dankbar für das Engagement unseres Kollegen Heinz J. Skala“, würdigt die Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, das Wirken von Professor Skala.

So war Heinz J. Skala u. a. Mitglied in Editorial Boards sowie Gutachter verschiedener internationaler Fachzeitschriften wie „Mathware“, „International Journal of Uncertainty, Fuzziness and Knowledge-Based Systems” und „Theory and Decision“. Darüber hinaus engagierte er sich als Mitglied im Scientific Board der internationalen Konferenz von „Foundations and Applications of Utility, Risk and Decision Theory” sowie als Mitglied im Herausgebergremium von „Theory and Decision” und von „Systems Theory, Knowledge Engineering and Problem Solving”. Er war Herausgeber der Buchreihe „Theory and Decision Library – Series B: Mathematical and Statistical Methods”.

Die internationale wissenschaftliche Vernetzung pflegte Skala auch durch Gastaufenthalte, u. a. in den USA an der University of California und der San Francisco State University, in Kanada an der University of British Columbia oder in Australien an der University of Auckland.

In Paderborn veranstaltete Heinz J. Skala 1988 zusammen mit seinen damaligen Paderborner Kollegen Prof. Dr. Benno Fuchssteiner (Mathematik) und Prof. Dr. Thomas Lengauer (Informatik) das 13. Symposium on Operations Research.

Zusammen mit Prof. Dr. Paul Harff und Prof. Dr. Manfred Kraft oblag seiner Arbeitsgruppe in den Paderborner Wirtschaftswissenschaften die Ausbildung in Statistik, Entscheidungstheorie und Ökonometrie für die Studierenden der wirtschaftswissenschaftlichen Fächer Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen und Lehrämter.

Detailliert aufgelistet sind seine wissenschaftlichen Aktivitäten in den Hochschulpublikationen in der Paderborner Universitätsbibliothek in den digitalen Sammlungen zu finden.

Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften behält ihren Kollegen Prof. Dr. Heinz J. Skala in dankbarer Erinnerung. Seiner Familie gelten die aufrichtige Anteilnahme und das Mitgefühl von Universität und Fakultät.

Text: Ulrike Kropf

Internetlinks zur Traueranzeige:
https://www.nw-trauer.de/traueranzeige/heinz-j-skala
https://www.wb-trauer.de/todesanzeige/heinz-j-skala

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Pressemitteilungen Standort
news-34615 Mon, 17 Jun 2019 11:10:00 +0200 Studie: Instrumente für gute Unternehmensführung in Institutionen der öffentlichen Hand haben Defizite https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studie-instrumente-fuer-gute-unternehmensfuehrung-in-institutionen-der-oeffentlichen-hand-haben-defizi/ Öffentliche Unternehmen und Institutionen in Deutschland (i. F. „Institutionen“ genannt) müssen ihre Governance-Systeme verbessern, wenn sie die immer komplexer werdenden Anforderungen und Regelungsbedarfe mit dem notwendigen Maß an Sicherheit einhalten sowie Risiken reduzieren wollen. Andernfalls riskieren sie Reputationsverluste, Geldstrafen oder strafrechtliche Konsequenzen.

Dies ist das Fazit der Studie „Governance-Systeme in Institutionen der öffentlichen Hand – Status quo und Handlungsbedarf“. Sie wurde von der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) und der Universität Paderborn, Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre (insb. Corporate Governance), erstellt. 64 Institutionen haben teilgenommen, darunter insgesamt 19 Versorger und Entsorger und 16 Kernverwaltungen. Die anderen Teilnehmer sind Kliniken, Hochschulen, Unternehmen im ÖPNV, Wohnungsunternehmen, Stiftungen und Vereine.  

Diskrepanz zwischen Wissen und Handeln auf Führungsebenen

Marco Galioto, Experte für Governance-Systeme im öffentlichen Sektor und studienverantwortlicher PwC-Partner, sagt: „Positiv ist, dass über 90 Prozent der befragten Institutionen Governance-Systeme als wichtig ansehen, um ihre Sorgfaltspflichten zu erfüllen und ihre Geschäftsrisiken zu reduzieren.“

Dass 20 Prozent dennoch kein einziges Governance-System (Risikomanagementsystem, Compliance-Managementsystem, Internes Kontrollsystem, Interne Revision u. a.) implementiert haben, sei bedenklich und spiegele die tägliche Beratungspraxis von PwC wider.

„Auf Leitungsebene und in den Aufsichtsorganen muss das Thema dringend höher priorisiert werden“, sagt Marco Galioto. „Ansonsten besteht die Gefahr, dass Schwachstellen Störfälle verursachen, die wiederum zu Schäden für die Institution und persönlichen Konsequenzen für die Verantwortlichen führen.“ 

In Institutionen, die mit mindestens einem System arbeiten, sind Risikomanagement-Systeme (63 Prozent) und interne Kontrollsysteme (58 Prozent) weiterverbreitet als interne Revisionssysteme (52 Prozent) und Compliance-Managementsysteme (34 Prozent).

Deutliches Verbesserungspotenzial bei der Systemintegration

Eine zentrale Voraussetzung für die optimale Systemnutzung im Sinne der Gewährleistung der bestmöglichen Risikotransparenz, möglichst zielgerichteter Maßnahmen und daraus folgender systematischen Risikoadressierung ist das bestmögliche Zusammenspiel der Teilsysteme. „Hierfür müssen die Institutionen Systemabläufe, Prozesse und Methoden vereinheitlichen und aufeinander abstimmen“, sagt Prof. Dr. René Fahr, mitverantwortlicher Studienautor und Inhaber des Lehrstuhls Betriebswirtschaft an der Universität Paderborn. So offenbart die Studie: Lediglich vier Prozent der Institutionen attestieren ihren eigenen Systemen eine sehr gute und 47 Prozent eine gute Verlinkung. „Daraus lässt sich schließen, dass knapp die Hälfte nicht das volle Potenzial ihrer Governance-Systeme nutzen oder viele Systeme nicht richtig funktionieren beziehungsweise ineffizient ausgestaltet sind“, sagt Prof. Dr. Fahr.   

Kulturelle Defizite als unsicheres Systemfundament

Zudem zeigt die Studie, dass es an Governance-Zieldefinitionen und kultureller Verankerung fehlt. So leitet mehr als ein Drittel der Institutionen seine Systemziele nicht aus den allgemeinen Organisationszielen ab. „Das wirft die Frage auf, ob die Systeme ohne geeignete Zielsetzung überhaupt funktionieren können“, sagt PwC-Partner Marco Galioto. Noch drängender wird diese Frage, da 57 Prozent der Institutionen nicht uneingeschränkt bejahen, dass es in ihrer Organisation eine Revisions-, Compliance- oder Risikokultur gibt. „Allerdings ist die Kultur eine extrem wichtige Grundlage wirksamer Governance-Systeme. Wie sollen Mitarbeiter die Relevanz verinnerlichen, wenn Leitungs- und Aufsichtsorgane dies nicht vorleben und nicht kulturell verankern?“

Nachholbedarf bei Kontrollen und Ressourcen

Die Studie erfragte auch die Schwachstellen in den Governance-Systemen der Institutionen. Als Top 3 erweisen sich hier „unzureichende zeitliche Kapazitäten“ (81 Prozent), „unzureichende personelle Ausstattung“ (68 Prozent) und „nachrangige Priorisierung von Themen im Zusammenhang mit Governance“ (62 Prozent). Zudem äußerten 79 Prozent der Befragten, dass es bessere Maßnahmen zur Fehlervermeidung und -aufdeckung braucht, um die Wirksamkeit der Governance-Systeme zu gewährleisten.

Kleinste Schwachstelle unter den Wahlmöglichkeiten waren „finanzielle Mittel“ (35 Prozent). „Ein erfolgsentscheidender Faktor sind zweifellos personelle Ressourcen – und zwar nicht nur quantitative, sondern auch qualitative“, schließt PwC-Partner Galioto daraus. Corporate-Governance-Professor René Fahr ergänzt: „Fast die Hälfte der Befragten sagt, dass Stellenbesetzungen schwierig sind. Offensichtlich fehlen spezifisch ausgebildete Fachkräfte am Markt. Umso wichtiger sind interne Qualifikationsmaßnahmen und mitunter die Unterstützung von externen Experten.“     

Die Studie berichtet auch den Arbeitsaufwand in Vollzeitkräften für Governance-Systeme, die jährlichen Kosten, die größten Herausforderungen bei der Systemeinführung, geplante Maßnahmen der Institutionen für die Einführung und Weiterentwicklung von Governance-Systemen und weitere Informationen.

Weitere Informationen: www.pwc.de/governance-studie-upb

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Pressemitteilungen Wirtschaft Projekte Forschung
news-34454 Mon, 17 Jun 2019 09:34:24 +0200 Erstes Forum Wirtschaftsethik in Paderborn nimmt Unternehmensverantwortung in Lieferketten unter die Lupe https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/erstes-forum-wirtschaftsethik-in-paderborn-nimmt-unternehmensverantwortung-in-lieferketten-unter-die/ Ob Kinderarbeit, die Verletzung grundlegender Rechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern oder gravierende Umweltschäden – die Probleme in unternehmerischen Lieferketten sind zahlreich. Doch wer oder was ist für sie verantwortlich? Und was kann dagegen getan werden? – zwei zentrale Fragen, die am Samstag, 6. Juli, von 9.30 bis 13 Uhr im Audimax der Theologischen Fakultät Paderborn im Mittelpunkt stehen sollen. Unter dem Thema „Unternehmensverantwortung in Lieferketten“ diskutieren dann Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft.

Das neue öffentliche Forum Wirtschaftsethik soll Raum bieten, aktuelle wirtschaftsethische Fragestellungen zu reflektieren und Perspektiven auf ethische Herausforderungen in der Wirtschaft eröffnen. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird es dabei ermöglicht, sich persönlich einzubringen und mit Gesprächspartnerinnen und -partnern aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen zu vernetzen.

Der Begriff Unternehmensverantwortung habe derzeit Konjunktur, heißt es im Einladungsflyer. Für die meisten ethischen Probleme, die im Bereich der Wirtschaft zu Tage treten, würden in der gesellschaftlichen Debatte vor allem die Unternehmen verantwortlich gemacht. Im Fokus der öffentlichen Diskussion stünden dabei immer wieder Textilunternehmen und ihre Lieferketten. „Doch erfolgt diese Form von Verantwortungszuschreibung zu Recht? Welche Ansprüche können berechtigt an Unternehmen gestellt werden und welche Schwierigkeiten ergeben sich für Unternehmen bei der Umsetzung im Hinblick auf das global vernetzte Wirtschaftssystem? Welche Rollen kommen anderen Akteuren, der Gesellschaft und dem Staat bei der Gestaltung und Entwicklung ethischer Leitplanken zu?“.

Nach der Begrüßung durch den Rektor der Theologischen Fakultät Paderborn, Professor Dr. Wolfgang Thönissen, und den Bürgermeister der Stadt Paderborn, Michael Dreier, wird zunächst durch die Veranstalter, Professor Dr. René Fahr (Universität Paderborn) und Professor Dr. Günter Wilhelms (Theologische Fakultät Paderborn), in die allgemeine Thematik eingeführt. Der Impulsvortrag „Unternehmensverantwortung in Lieferketten am Beispiel der globalen Textilindustrie“ von Professor Dr. Nick Lin-Hi (Universität Vechta) bietet dann eine vielversprechende Grundlage für die darauffolgende Podiumsdiskussion. Neben dem Vortragenden reihen sich hierzu die Verantwortlichen für den Bereich Unternehmensverantwortung der Firmen Seidensticker und KiK, Nico Kemmler und Ansgar Lohmann, die Geschäftsführende Gesellschafterin der gemeinnützigen GmbH cum ratione, Kerstin Haarmann, und Jan-Christian Niebank vom Deutschen Institut für Menschenrechte ein. Die Moderation der gesamten Veranstaltung übernimmt die bekannte Journalistin Brigitte Büscher.

Das Forum Wirtschaftsethik ist Teil der seit 2013 bestehenden Kooperation Wirtschaftsethik zwischen der Universität Paderborn und der Theologischen Fakultät Paderborn. Diese ermöglicht die wechselseitige Öffnung von Lehrveranstaltungen im Bereich Wirtschaftsethik für die Studierenden beider Hochschulen und fördert das Nachdenken über wirtschaftsethische Fragestellungen in Studium und Öffentlichkeit. Verantwortet wird die Kooperation von Professor Dr. René Fahr, Lehrstuhlinhaber für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Corporate Governance, aufseiten der Universität Paderborn und von Professor Dr. Günter Wilhelms, Lehrstuhlinhaber für Christliche Gesellschaftslehre, aufseiten der Theologischen Fakultät Paderborn.

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Pressemitteilungen Veranstaltungen
news-34450 Mon, 17 Jun 2019 08:50:47 +0200 Arbeitswelt im Wandel: Prof. Dr. Martin Schneider im Kurzinterview https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/arbeitswelt-im-wandel-prof-dr-martin-schneider-im-kurzinterview/ Von einem mobilen Schreibtisch aus erforscht er, wie sich unsere Arbeitswelt wandelt: Prof. Dr. Martin Schneider von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften im Kurzinterview.

Was sind aktuell Ihre Forschungsschwerpunkte?
Die Modewörter „New Work“, „Digitalisierung“ und „Agilität“ kann ja eigentlich niemand mehr hören, aber sie zeigen, dass sich unsere Arbeit gerade stark verändert. Mit meinem Team untersuche ich diese Veränderungen: Wie verschieben sich Gehaltsstrukturen, wenn die Unternehmen weniger hierarchisch und regelbasiert sind? Was zahlen Crowdworking-Plattformen ihren Beschäftigten? Wie wandelt sich der Job, wenn er digitalisiert wird? Und wie wirken neue, spaßige Büros auf Bewerber und Mitarbeiter? Das neue Arbeiten erproben wir auch selbst: Gerade haben wir mein Büro in ein gemeinsam genutztes Denklabor verwandelt. Ich wechsle jetzt mit meinem Schreibtisch zwischen den Räumen der Doktoranden hin und her.

Was ist Ihnen in der Lehre wichtig?
Ich möchte mit meinem Team dazu beitragen, dass Menschen als Beschäftigte und als Führungskräfte fair und vernünftig entscheiden, führen und handeln. Die Inhalte machen wir möglichst greifbar. Beim Seminar zum Thema „Selbstorganisiertes Arbeiten“ wenden die Studierenden das Prinzip selbst an: sie wählen die Themen aus und planen die Sitzungen, ich bin nur noch unterstützender Moderator. Abstrakte Ideen untersuchen die Studierenden anhand von Spielfilmen: soziale Klassen zum Beispiel mit „Ziemlich beste Freunde“ an oder digitale Überwachung mit „The Circle“. Im Seminar für personalwirtschaftliche Instrumente wiederum arbeiten wir gerade mit einem Unternehmen zusammen, einschließlich Betriebsbesichtigung, Vor-Ort-Interviews und Abschlusspräsentation vor dem Chef.

Die Uni Paderborn ist für mich…
… die akademische Wahlheimat, weil sie informell, egalitär und leistungsorientiert ist.

Interview: Simon Ratmann

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Projekte Forschung
news-34426 Thu, 13 Jun 2019 15:04:34 +0200 Vortrag von Prof. Dr. Dennis Kundisch beim 1. Symposium des „SICP – Software Innovation Campus Paderborn“ am 18. Juni im Heinz Nixdorf MuseumsForum https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/vortrag-von-prof-dr-dennis-kundisch-beim-1-symposium-des-sicp-software-innovation-campus-pader/ Am Dienstag, 18. Juni, veranstaltet der „SICP – Software Innovation Campus Paderborn“ der Universität Paderborn im Heinz Nixdorf MuseumsForum erstmalig ein Symposium, bei dem aktuelle Forschungsthemen rund um Digitalisierung sowie software- und datengetriebene Innovationen diskutiert werden. Prof. Dr. Dennis Kundisch, Inhaber der Professur für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Digitale Märkte, wird im Rahmen des Symposiums gemeinsam mit Christoph Plass von der Unity AG einen Vortrag zum Thema „Digital Business – Geschäftsmodelle systematisch entwickeln!" halten. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Technologieexperten und Entscheider regional ansässiger Unternehmen. Die interessierte Öffentlichkeit ist ebenfalls herzlich eingeladen, an dem Symposium teilzunehmen. Die Teilnahme ist kostenlos und kurzfristig möglich. Um vorherige Anmeldung über die Webseite der Veranstaltung wird gebeten: https://www.sicp.de/symposium.

„Die Teilnehmer erwarten spannende Vorträge und interaktive Workshops mit Wissenschaftlern, Mitgliedsunternehmen und Partnern des SICP zu aktuellen Forschungs- und Innovationsthemen wie intelligente Systeme, digitale Ge­schäftsinnovationen, moderne Softwareentwicklung, Industrie 4.0 und Cyber-Sicherheit", erklärt Dr. Stefan Sauer, Geschäftsführer am SICP.

Prof. Dr. Knut Koschatzky, Leiter des Competence Centers „Politik – Wirtschaft – Innovation“ des renommierten Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe, wird als Hauptredner über das Thema „Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – Das Modell Forschungscampus als Innovationstreiber" sprechen.

„Das Symposium bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, mit Experten aus Praxis und Wissenschaft über aktuelle Innovationstrends rund um Software, Daten und Digitalisierung zu diskutieren und sich über die vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten am SICP zu informieren", so Sauer. In den Pausen besteht Gelegenheit, sich über aktuelle Projekte zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Auch die Mitgliedsunternehmen des SICP werden sich vorstellen.

Programm

9.00 Uhr Empfang

9.30 Uhr Begrüßung und Grußwort des Präsidiums der Universität Paderborn

10.00 Uhr Keynote: „Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – Das Modell Forschungscampus als Innovationstreiber“, Prof. Dr. Knut Koschatzky (Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung)

11.00 Uhr Vortrag: „Smart Systems – Künstliche Intelligenz auf dem Weg in die Praxis“

11.30 Uhr Vortrag: „Digital Business – Geschäftsmodelle systematisch entwickeln!“

12.00 Uhr Parallele Workshops (Smart Systems, Digital Business)

13.00 Uhr Mittagspause

14.00 Uhr Vortrag: „Digital Security – Digitale Transformationen sicher gestalten!“

14.30 Uhr Vortrag: „Cyber-Physical Systems – Intelligente Dienste durch Vernetzung“

15.00 Uhr Vortrag: „Software Engineering – Methoden & Techniken in Zeiten des zunehmenden Lichts“

15.30 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr Parallele Workshops (Digital Security, Cyber-Physical Systems, Software Engineering)

17.00 Uhr Podiumsdiskussion

17.45 Uhr Get together & Networking

Weitere Informationen, das detaillierte Tagungsprogramm und die Möglichkeit zur Anmeldung auf der Webseite der Veranstaltung: https://www.sicp.de/symposium. Dort gibt es auch den Veranstaltungsflyer in digitaler Form.

Über den SICP

Der SICP – Software Innovation Campus Paderborn ist ein strategischer Forschungs- und Innovationsverbund, wo in gemeinsamen Projekten Themen rund um Digitalisierung sowie software- und datengetriebene Innovationen fachgebiets- und organisationsübergreifend erforscht und entwickelt werden. Zu den Schwerpunkten zählen Digitale Wirtschaft, Intelligente Systeme und Services, hochgradig vernetzte technische Systeme, IT-Sicherheit sowie Methoden zur Software- und Systementwicklung. Der SICP setzt die Idee eines gemeinsamen Forschungscampus von Wissenschaft und Unternehmen um, der zukünftig an der Zukunftsmeile 2 (ZM2) in Paderborn beheimatet sein wird.

Gegenwärtig sind neben der Universität Paderborn die folgenden Unternehmen Mitglied des SICP: Atos Information Technology GmbH, CONTACT Software GmbH, Diebold Nixdorf Systems GmbH, dSPACE digital signal processing and control engineering GmbH, Hörmann KG Antriebstechnik, Resolto Informatik GmbH, secunet Security Networks AG, S&N Invent AG, UNITY AG. Die Mitgliedschaft ist offen für weitere Unternehmen.

 

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Veranstaltungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-34376 Thu, 06 Jun 2019 16:24:00 +0200 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Kirsten Thommes am 26. Juni an der Universität Paderborn: „We cannot let the humans pay for our mistakes“ https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/antrittsvorlesung-von-prof-dr-kirsten-thommes-am-26-juni-an-der-universitaet-paderborn-we-cannot/ Am Mittwoch, 26. Juni, hält Prof. Dr. Kirsten Thommes von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn ihre Antrittsvorlesung mit dem Titel „We cannot let the humans pay for our mistakes“.

Zum Vortrag sowie dem anschließenden Empfang sind Hochschulangehörige und weitere Interessierte herzlich eingeladen. Die Antrittsvorlesung findet in deutscher Sprache statt und beginnt um 16 Uhr im Gebäude Q, Ebene 0, Raum 101 (Q0.101).

Kirsten Thommes ist seit April 2018 Professorin im Management Department und Inhaberin der Professur für „Organizational Behavior“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in kooperativen Arbeitsstrukturen in Teams und zwischen Menschen und Maschinen. Innerhalb der Antrittsvorlesung wird der Schwerpunkt zur Wirkung von Assistenzsystemen auf die Produktivität von Arbeitnehmern anhand von ausgewählten Forschungsergebnissen vorgestellt.

Weitere Informationen zu Kirsten Thommes

Nach dem Studium an der Philipps-Universität Marburg promovierte Kirsten Thommes im Sonderforschungsbereich 501 der Universitäten Jena und Halle. Nach der Promotion absolvierte sie ihre Post-Doc Phase an der Universität für Gesundheitswissenschaften Wien, der Radboud Universität Nijmegen und der RWTH Aachen. Sie übernahm Lehrstuhlvertretungen an der RWTH Aachen sowie der BTU Cottbus, bevor sie 2018 an die Universität Paderborn berufen wurde.

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Pressemitteilungen Standort Veranstaltungen
news-34362 Wed, 05 Jun 2019 11:13:42 +0200 Neuer Vizepräsident für Wissens- und Technologietransfer an der Universität Paderborn: Prof. Dr. René Fahr ins Amt gewählt https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/neuer-vizepraesident-fuer-wissens-und-technologietransfer-an-der-universitaet-paderborn-prof-dr-ren/ Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. René Fahr ist am heutigen Dienstag, 4. Juni, nach einer hochschulöffentlichen Vorstellung zum neuen Vizepräsidenten für Wissens- und Technologietransfer der Universität Paderborn gewählt worden. Seine Amtszeit beginnt mit sofortiger Wirkung und endet 2024 mit der Amtszeit der derzeitigen Präsidentin. René Fahr folgt damit auf den im Januar aus gesundheitlichen Gründen zurückgetretenen Prof. Dr. Rüdiger Kabst.

Der 47-jährige Ökonom ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insb. Corporate Governance an der Universität und wissenschaftlicher Direktor des Experimentallabors der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät. Von 2015 bis 2019 war er dort ebenfalls Prodekan für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs. René Fahr war außerdem Vorsitzender der Ethik-Kommission der Universität Paderborn.

Zu den Aufgaben des Vizepräsidenten gehört es u. a., die gute Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft weiter voranzutreiben und die Verbreitung von an der Universität entwickelten Technologien zu fördern. Darüber hinaus geht es um den allgemeinen, fakultätsübergreifenden Wissenstransfer in Gesellschaft und Politik. Eine der Hauptaufgaben wird die Entwicklung einer neuen Transferstrategie für die Universität sein.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen
news-34378 Wed, 05 Jun 2019 10:11:00 +0200 Studierende unterhalten sich mit humanoidem Roboter – Beobachtungsstudie an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/studierende-unterhalten-sich-mit-humanoidem-roboter-beobachtungsstudie-an-der-universitaet-paderbor/ Am Mittwoch, 5. Juni, war der Roboter „Pepper“ aus dem Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) an der Universität, um sich im Rahmen eines Experimentes mit Probanden zu unterhalten.

Studierende untersuchen im Kontext eines Seminars am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Prof. Dr. Nancy Wünderlich und in Kooperation mit dem HNF, wie Menschen mit dem Roboter interagieren. Für die Untersuchung an der Uni wurden Frage- und Auswertungsbögen vorbereitet, die nun weitere Aufschlüsse über die Mensch-Roboter-Beziehung geben sollen. Außerdem wurden im Vorfeld mehrere Experimente mit „Pepper“ gemacht. Für die Studie an der Uni wurde u. a. beobachtet, wie die Studierenden mit dem Roboter in Kontakt treten, wie sie emotional auf ihn reagieren, wie viel Abstand sie zu ihm halten und ob sich diese Parameter im Laufe der Unterhaltung verändern. Studierende, die an diesem Projekt mitarbeiten, führen darüber hinaus weitere qualitative und quantitative Analysen durch, um zukünftig valide Daten darüber zu gewinnen, wie Pepper von Menschen wahrgenommen wird und wo mögliche Einsatzgebiete des Roboters liegen.

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Pressemitteilungen Projekte Forschung
news-34360 Tue, 04 Jun 2019 11:10:00 +0200 Früher Produkt, jetzt Lösung – Der Wandel hin zu wertzentrierten Geschäftsmodellen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/frueher-produkt-jetzt-loesung-der-wandel-hin-zu-wertzentrierten-geschaeftsmodellen/ Neues DFG-Forschungsprojekt

Von der Ware zum Wertbeitrag: Unter Leitung von Dr. Eva Böhm und Prof. Dr. Andreas Eggert ist an der Universität Paderborn ein neues Forschungsprojekt im Bereich der Wirtschaftswissenschaften gestartet. „Strategic Transformation to Value-Centred Business Models” hat zum Ziel, den strategischen Wandel in deutschen Industriegüterunternehmen zu untersuchen und Unternehmen bei der Frage zu unterstützen, ob, wann und wie ein Wandel hin zu wertzentrierten Geschäftsmodellen sinnvoll ist. Im Fokus solcher Modelle steht der Wertbeitrag der Angebote aus Sicht des Kunden. Das zunächst auf drei Jahre ausgelegte Vorhaben ist im Januar gestartet und wird mit rund 440.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt.

Aktuell beobachten wir in Industriegüterunternehmen einen zunehmenden Wandel von produktzentrierten hin zu wertzentrierten Geschäftsmodellen. Durch das Angebot von umfangreichen Dienstleistungen und Lösungen sind Industriegüterunternehmen bemüht, einen zusätzlichen Wertbeitrag für ihre Kunden zu schaffen, der über das reine Produktangebot hinausgeht“, erklärt Dr. Eva Böhm vom Department „Management“ der Universität.

Es gehe also längst nicht mehr nur um die Herstellung und Vermarktung von Gütern, sondern vielmehr um die Generierung von zusätzlichem Wert. Dazu Böhm: „Eine ganzheitliche Wertschöpfung durchdringt die Unternehmensprozesse. Umfangreiche Betreibermodelle und Dienstleistungen, bei denen man Produkte inklusive begleitender Dienstleistungen mieten statt kaufen kann, ersetzen klassische Geschäftsmodelle.“

„Unterschiede gibt es bei Umsetzung und Ausmaß des strategischen Wandels“, ergänzt Eggert, Inhaber des Lehrstuhls für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Marketing. Manche Unternehmen übernehmen gleich ganze Unternehmensprozesse für ihre Kunden, während sich andere auf einzelne – oftmals produktbezogene – Zusatzservices beschränken. Böhm und Eggert sind sich einig: „Die Veränderungen der Geschäftsmodelle in den Unternehmen sind häufig historisch gewachsen. Für eine systematische Planung des strategischen Wandels fehlen dann die nötigen Entscheidungshilfen.“

Und das wollen die Wissenschaftler ändern: Sie untersuchen nicht nur, wie und warum sich Unternehmen hin zu wertzentrierten Geschäftsmodellen verändern, sondern insbesondere auch, wann sich die strategische Transformation lohnt. Damit wollen sie den Firmen fundierte Handlungsempfehlungen an die Hand geben.

Bei dem Forschungsprojekt, das in Zusammenarbeit mit der Ruhr-Universität Bochum und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster durchgeführt wird, kooperiert das Team mit Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen der weiterverarbeitenden Industrie, um durch Interviews, Befragungen sowie die abschließende Diskussion und Reflexion der Ergebnisse wertvolle Informationen zu gewinnen.

Nina Reckendorf, Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Pressemitteilungen Projekte Forschung
news-34287 Tue, 28 May 2019 15:19:05 +0200 Roboter „Pepper“ des Heinz Nixdorf MuseumsForums am 5. Juni an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/roboter-pepper-des-heinz-nixdorf-museumsforums-am-5-juni-an-der-universitaet-paderborn/ Am Mittwoch, 5. Juni, wird der Roboter „Pepper“ aus dem Heinz Nixdorf MuseumsForum (HNF) von 10 bis 14 Uhr im Bibliotheksfoyer der Universität Paderborn stehen und sich mit vorbeigehenden Menschen unterhalten.

Alle Interessierten sind zu der Aktion herzlich eingeladen, die im Rahmen eines Seminars am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement von Prof. Dr. Nancy Wünderlich und in Kooperation mit dem HNF stattfindet. Ziel dieser Aktion ist es, zu beobachten, wie Menschen mit dem Roboter interagieren. Darüber hinaus wird eine Mitarbeiterin des HNF als Ansprechpartnerin vor Ort sein, um allgemeine Fragen zum Museum oder zu Pepper zu beantworten.

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Pressemitteilungen Projekte Forschung Veranstaltungen
news-34285 Tue, 28 May 2019 14:43:28 +0200 Universität Paderborn bietet neuen Masterstudiengang „Taxation, Accounting und Finance“ an – Bewerbungen ab 1. Juni möglich https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/universitaet-paderborn-bietet-neuen-masterstudiengang-taxation-accounting-und-finance-an-bewerbu/ Ab dem kommenden Wintersemester bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn den neuen Masterstudiengang „Taxation, Accounting and Finance (TAF)“ an.

Er richtet sich an Studierende, die nach erfolgreichem Bachelorstudium ihr Wissen im Finanz- und Berichtswesen vertiefen wollen, um sich später für Führungsaufgaben in internationalen Unternehmen, Steuer- und Unternehmensberatungen oder Wirtschaftsprüfungen empfehlen zu können. Interessierte können sich ab dem 1. Juni für den Studiengang bewerben. Bewerbungsfrist ist der 21. September. Weitere Informationen gibt es unter wiwi.upb.de/studienorganisation/studienangebot/master/msc-taxation-accounting-and-finance und per Mail: studium(at)wiwi.upb(dot)de.

Prof. Dr. Michael Ebert, der den Studiengang verantwortet, erläutert: „In unserem TAF-Master verbinden wir ökonomische Theorie mit anspruchsvollen Problemen aus der Praxis, die unsere Studierenden mit wissenschaftlichen Methoden zu lösen lernen.  Besonderen Wert legen wir darauf, den Studierenden die Wechselwirkungen zwischen Finanz- und Berichtsentscheidungen zu vermitteln. Das Interesse von Unternehmen an unserem neuen Studiengang zeigt uns, dass genau das Wissen über diese Wechselwirkungen unsere zukünftigen Absolventinnen und Absolventen zu äußerst gefragten Experten in allen Bereichen der Wirtschaft machen wird.“

Mit einem großen und forschungsstarken Fachbereich für Taxation, Accounting und Finance sowie zahlreichen Kontakten in die lokale und globale Wirtschaft bietet die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ideale Voraussetzungen für den neuen Studiengang. „Unsere Expertise und Forschungsstärke wurde gerade von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) besonders prominent gewürdigt, die mit der Bewilligung des Sonderforschungsbereichs für den betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt ‚Accounting for Transparency‘ die wissenschaftliche Exzellenz unserer Fakultät in den nächsten mindestens vier Jahren auch finanziell fördert. Von der erkenntnisorientierten Forschung zu Unternehmensrechnung, Besteuerung und Transparenz in diesem Fachgebiet werden auch die Studierenden in ihrem Studium an unserer Fakultät profitieren“, betont Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Weitere Informationen zum Sonderforschungsbereich „Accounting for Transparency“ unter www.accounting-for-transparency.de und www.uni-paderborn.de/nachricht/90175

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Standort
news-34251 Fri, 24 May 2019 14:15:39 +0200 Forschung zu Online-Finanzhandelsplattformen: Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster mit Preis der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn ausgezeichnet https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/forschung-zu-online-finanzhandelsplattformen-jun-prof-dr-matthias-pelster-mit-preis-der-fakultaet/ Wie beeinflusst die Angst vor Reputationsverlust auf Online-Finanzhandelsplattformen das Verhalten von Peer-to-Peer-Beratern?

Mit dieser Frage beschäftigte sich Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster, der an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn die Juniorprofessur für Finance innehat. Mit Prof. Dr. Annette Hoffmann von der St. John’s University in New York analysierte er einen realen Datensatz der Online-Finanzhandelsplattform „eToro“. Die für Wissenschaft und Praxis relevanten Analysen und Erkenntnisse veröffentlichte das Forscherteam in einem Artikel der Septemberausgabe 2018 der US-amerikanischen Fachzeitschrift „Journal of Banking and Finance“. Für diese Arbeit zeichnete die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Matthias Pelster nun mit dem „Dean’s Young Scholar Research Award“ aus.

Der Forschungsbeitrag von Pelster und Hoffmann zeigt den Einfluss sozialer Interaktion beim Online-Kauf von Finanzanlagen. Pelster: „Die verzerrende Wirkung des Dispositionseffektes eines Peer-to-Peer-Beraters, sprich eines Investors, der viele Anhänger hat, die seine Anlagestrategie kopieren, wird durch eben diese Anhänger extrem verstärkt, da sich der Peer-to-Peer-Berater nicht nur für seine eigenen Gewinne und insbesondere Verluste verantwortlich zu fühlen scheint, sondern – wie wir postuliert haben – auch für die Gewinne und Verluste seiner Anhänger. Die Analysen zeigen, dass der Effekt in der Anzahl der Anhänger steigend ist und unter anderem auch dadurch getrieben ist, dass der Peer-to-Peer-Berater Angst hat, seine Anhänger zu enttäuschen und diese zu verlieren.“

Prof. Dr. Urska Kosi vom Department „Taxation, Accounting and Finance“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften freut sich über die Forschungsleistung ihres Kollegen: „Der interdisziplinäre Charakter der Arbeit, der tiefgehende Kenntnisse sowohl der verhaltens-ökonomischen Literatur als auch der aktuellen Finanzierungsliteratur voraussetzt, zeichnet sich durch ein sehr anspruchsvolles und hervorragend umgesetztes Forschungsdesign aus, das eine Vielzahl anspruchsvoller ökonometrischer Techniken zur Analyse der vielfältigen Teilaspekte verlangt. Trotz dieser Komplexität ist die Arbeit sehr gut lesbar und die ökonomischen Aspekte sind gründlich herausgearbeitet. Im Forschungsbeitrag wird von Matthias Pelster und seiner Ko-Autorin aus New York ein spannendes Themenfeld bearbeitet. Das Verständnis von sozialer Interaktion über das Internet und deren Einflussfaktoren wird signifikant erweitert und sehr gelungen erläutert.“

Prof. Dr. Sönke Sievers, Professor für Internationale Rechnungslegung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, ergänzt: „Sowohl für die Wissenschaft als auch für die Praxis werden in dieser Arbeit wertvolle Erkenntnisse geliefert. Aus wissenschaftlicher Perspektive ergänzt der Artikel die bestehende Forschung um die Bedeutung sozialer Interaktion bezüglich des Dispositionseffekts und ist in der Lage, die ökonomischen Effekte zu quantifizieren. Für die Praxis sind die Ergebnisse sowohl aus Sicht von Anlegern als auch aus Sicht von Plattformbetreibern spannend. Anleger können die Erkenntnis gewinnen, dass das Folgen von Handelsstrategien anderer Marktteilnehmer deren Handelsverhalten eventuell unerwünscht verändert, so dass das Folgen dieser Peer-to-Peer-Berater eventuell unvorteilhaft wird. Die Ergebnisse sind aber auch für die Investoren hilfreich, die zum ersten Mal eine Anhängerschaft hinter sich versammeln, da ihnen ihr potenziell verzerrtes Handeln bewusst wird und sie eventuell Gegenmaßnahmen ergreifen können. Die Veröffentlichung in einer der weltweit führenden Finanz-Zeitschriften unterstreicht die bedeutende Forschungsleistung von Matthias Pelster.“

Über den „Dean’s Young Scholar Research Award“

Mit der Auszeichnung sollen die Erfolge des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften noch sichtbarer und exzellente Grundlagenforschung gewürdigt werden. „An unserer Fakultät wird Hervorragendes geleistet und es ist an der Zeit, dies noch stärker in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Mit der Einführung der Dean’s Young Scholar Awards haben wir als Fakultät einen weiteren Schritt in diese Richtung unternommen“, so Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Fakultät sieht in dem erreichten Publikationserfolg von Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster in der weltweit gelesenen Fachzeitschrift „Journal of Banking and Finance“ eine Verstärkung ihrer nationalen und internationalen Sichtbarkeit im Bereich der Spitzenforschung. Sureth-Sloane: „Auch die internationale Anbindung der Fakultät an forschungsstarke Universitäten zeigt sich in diesem Publikationserfolg.“

Weitere Informationen zu Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster

Matthias Pelster studierte an der TU Dortmund Wirtschaftsmathematik mit Diplomabschluss. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Investition und Finanzierung der TU und verfasste seine Dissertation zum finanzwirtschaftlichen Risikomanagement von produzierenden Unternehmen. Seine Promotion schloss er 2013 mit Bestnote ab und wurde mit dem Dissertationspreis der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Hochschule ausgezeichnet. Nach einer kurzen Zeit als PostDoc an der TU Dortmund wurde Pelster 2014 als Juniorprofessor für Finance an die Leuphana Universität Lüneburg berufen. Während dieser Zeit war er auch bei der Deutschen Bundesbank, der Durham University Business School und der St. John‘s School of Risk Management zu Gast. Seit Dezember 2017 ist Matthias Pelster Juniorprofessor für Finance an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn.

Im Zentrum seiner Forschung stehen Fragestellungen des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements und der Behavioral Finance. Er forscht zu Corporate Risk Management und befasst sich mit Methoden und Verfahren zur Messung, Analyse und Bewertung von Risiken im Bereich der Finanzmärkte. Im Bereich der Behavioral Finance untersucht Pelster den Einfluss von sozialen Netzwerken auf Kapitalmarktentscheidungen von (Privat-)Investoren. Social Media beeinflusst zunehmend viele Bereiche unseres täglichen Lebens, so auch finanzwirtschaftliche Entscheidungen. In diesem Zusammenhang interessiert er sich insbesondere für den Einfluss von sozialer Interaktion auf das Entscheidungsverhalten von Investoren und studiert Peer-Effekte auf bekannte Wahrnehmungsverzerrungen und Entscheidungsheuristiken.

Matthias Pelster wird im Wintersemester 2019/2020 an der New York University Leonard N. Stern School of Business als Visiting Research Professor forschen.

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Pressemitteilungen Dean’s Research Award Dean’s Transfer Award Internationales Wirtschaft Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-34229 Thu, 23 May 2019 13:16:58 +0200 12 Millionen Euro für die Erforschung der Unternehmenstransparenz – Neuer Sonderforschungsbereich „Accounting for Transparency“ an der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/12-millionen-euro-fuer-die-erforschung-der-unternehmenstransparenz-neuer-sonderforschungsbereich-a/ Erstmalig hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), die wissenschaftliche Exzellenz fördert und Gelder für die erkenntnisorientierte Forschung vergibt, mit dem Projekt „Accounting for Transparency“ einen Sonderforschungsbereich (SFB) mit einem betriebswirtschaftlichen Schwerpunkt bewilligt. Er startet im Juli und ist zunächst für vier Jahre bewilligt. Das Förderungsvolumen beträgt etwa 12 Millionen Euro.

Als sogenannter Transregio wurde der SFB gemeinsam von der Universität Paderborn, der Humboldt-Universität zu Berlin und der Universität Mannheim beantragt. Die Universität Paderborn übernimmt mit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften die Sprecherrolle. Sprecherin und damit die federführende Koordinatorin des neuen Sonderforschungsbereichs ist Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane. Sie ist Inhaberin der Professur „Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Betriebswirtschaftliche Steuerlehre“ im Department „Taxation, Accounting and Finance“ an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Neben den antragstellenden Institutionen sind außerdem Forscherinnen und Forscher der Ludwig-Maximilians-Universität München, der European School of Management and Technology Berlin, der Frankfurt School of Finance and Management, der Goethe-Universität Frankfurt und der WHU – Otto Beisheim School of Management beteiligt. In diesem Verbund wird in den ersten vier Jahren ein Team aus über 80 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern untersuchen, wie Rechnungswesen und Besteuerung die Transparenz von Unternehmen beeinflussen und wie sich Regulierungen und Unternehmenstransparenz auf Wirtschaft und Gesellschaft auswirken. Der Sonderforschungsbereich „Accounting for Transparency“ soll letztendlich dazu beitragen, sinnvolle Regeln zur Unternehmenstransparenz und für ein transparentes Steuersystem zu entwickeln. Damit werden die Forschungsarbeiten einen wichtigen Beitrag zum Vertrauen in Wirtschaft und Politik leisten.

„Die Förderung zeigt einmal mehr, dass wir mit unserer strategischen Ausrichtung auf dem richtigen Weg sind. Gleichzeitig ist sie eine Anerkennung der exzellenten Forschung und des herausragenden Engagements unserer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Forschungsstärke der Universität Paderborn wird durch dieses international weithin sichtbare Großprojekt deutlich unterstrichen. ‚Accounting for Transparency‘ überzeugt durch absolute gesellschaftliche Relevanz und höchste Aktualität“, sagt Prof. Dr. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität Paderborn.

„Forderungen nach mehr Transparenz in der Wirtschaft und einer angemessenen Besteuerung von Unternehmen sind allgegenwärtig. Dies gilt auch, nachdem durch eine Vielzahl neuer Regulierungen die Berichtspflichten als Antwort auf die Finanzkrise und die Empörung um äußerst geringe Steuerzahlungen bestimmter Konzerne erheblich verschärft wurden“, konstatiert Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Sprecherin des Sonderforschungsbereiches und Dekanin der Paderborner Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Allerdings sei unklar, ob diese neuen Regeln wirklich zu mehr Transparenz beitragen und welche Wirkungen und Nebenwirkungen sie darüber hinaus entfalten. Unklar sei zudem, inwieweit die Instrumente des Rechnungswesens ihre Informationsaufgaben angesichts der Masse und Komplexität der verfügbaren Informationen überhaupt erfüllen können.

„Nicht der Mangel an Informationen ist das primäre Problem, sondern deren Fülle und unterschiedliche Qualität“, erklärt Sureth-Sloane. In zumeist standortübergreifenden Teams gehe es daher bei den anstehenden Forschungsarbeiten darum, steuerliche Komplexität sowie unterschiedliche Systeme des Rechnungswesens in weltweitem Vergleich in den Blick zu nehmen, um zu verstehen, wie Regulierung Transparenz beeinflusst. Unter anderem wird in diesem Zusammenhang an der Universität Mannheim ein umfassendes Unternehmenspanel aufgebaut, um die Einschätzung von Unternehmen unterschiedlicher Größenordnung zu Fragen der Unternehmenstransparenz systematisch zu erheben. In weiteren Teilprojekten werden darauf aufbauend Mechanismen identifiziert, die die freiwillige Offenlegung von Informationen durch Unternehmen fördern sowie Folgen verpflichtender oder freiwilliger unternehmerischer Berichterstattung für Investitionen, Unternehmensorganisation und Beschäftigung untersuchen.

Prof. Dr. Joachim Gassen von der Humboldt-Universität zu Berlin, stellvertretender Sprecher des SFB, betont: „Wir leben Transparenz auch in der Forschung. Das bedeutet, dass wir einerseits die von uns gewonnenen Daten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen werden und dass wir andererseits Methoden entwickeln, um unsere Forschung möglichst transparent und reproduzierbar zu präsentieren.“ Dieser Open-Science-Ansatz sei bei der Begutachtung durch die DFG als potenzieller „Game Changer“ für die Betriebswirtschaftslehre gelobt worden. Sureth-Sloane fügt hinzu: „Um Politik, Wirtschaft und Öffentlichkeit auch wirklich mit unserer Forschung zu erreichen, werden wir unsere Ergebnisse für verschiedene Medien gezielt aufbereiten und erlebbar machen und so die öffentliche Diskussion zu diesem wichtigen Thema mit wissenschaftlichen Erkenntnissen befruchten.“

Weitere Informationen gibt es unter: www.accounting-for-transparency.de

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news-34231 Thu, 23 May 2019 13:15:00 +0200 Rund 10 Millionen Euro für den DFG-Sonderforschungsbereich „On-TheFly-Computing“ der Universität Paderborn: Grundlagenforschung für individualisierte und automatisierte IT-Dienstleistungen https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/rund-10-millionen-euro-fuer-den-dfg-sonderforschungsbereich-on-thefly-computing-der-universitaet-pad/ Der Sonderforschungsbereich (SFB) „On-The-Fly-Computing“, bei dem Informatikerinnen und Informatiker sowie Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftler der Universität Paderborn gemeinsam an der Entwicklung von Techniken und Verfahren zur automatischen Konfiguration und Ausführung von individualisierten IT-Diensten arbeiten, geht in die nächste Verlängerung. Am Donnerstag, den 23. Mai, hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) die Verlängerung der Laufzeit des Projekts bis Mitte 2023 bekannt gegeben. Das Fördervolumen für die anstehende dritte Phase liegt bei rund 10 Millionen Euro.

Aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften sind hier die Arbeitsgruppen rund um Claus-Jochen Haake (stellvertretender Sprecher), René Fahr, Bernd Frick, Dennis Kundisch, Burkhard Hehenkamp, und Nancy Wünderlich intensiv eingebunden und haben mit ihren Beiträgen an der nun erfolgreich beantragten Verlängerung des Sonderforschungsbereichs einen wesentlichen Anteil.

„Wir freuen uns sehr, dass die Forschungsstärke der Universität durch ein weiteres international sichtbares Großprojekt unterstrichen wird“, so Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf. Die Orientierung auf interdisziplinäre, neue Schwerpunkte, wie hier die vorbildhafte Kooperation zwischen Informatik, Kulturwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften, bringe die Universität weiter voran. Zudem leiste das Projekt wertvolle Grundlagenforschung für andere anwendungsorientierte Großprojekte.

Mit ihrer Forschung schaffen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des SFB On-The-Fly-Computing die Grundlagen dafür, künftig ad hoc auf spezielle Bedürfnisse von IT-Nutzern zu reagieren und ihnen auf Märkten frei gehandelte flexibel kombinierbare Dienste anbieten zu können. Ziel ist ein transparentes Zusammenspiel von Hard- und Software unterschiedlicher Anbieter mit einem Minimum an menschlicher Interaktion. An dem Forschungsvorhaben beteiligt sind zahlreiche Lehrstühle aus dem Institut für Informatik und dem Heinz Nixdorf Institut sowie der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. 

Mit ihrer Arbeit in den vergangenen Jahren konnten die Paderborner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits nachweisen, dass die Idee des On-The-Fly-Computing durchführbar ist. Diverse Publikationen zu speziellen Einzelfragestellungen und prototypische Entwicklungen von Tools und Demonstratoren zum On-The-Fly-Computing überzeugten die DFG-Gutachter vom erarbeiteten Stand des Sonderforschungsbereichs.

Prof. Dr. Friedhelm Meyer auf der Heide, Sprecher des Sonderforschungsbereichs: „Mit der Verlängerung der Förderung durch die DFG können wir die nächsten Schritte zur Realisierung unserer Vision gehen. Eine zentrale Aufgabe wird dabei die Untersuchung eines geeigneten Automatisierungsgrads des On-The-Fly-Computing sowie eines angemessenen Tradeoffs zwischen der Allgemeinheit der erfassten Anwendungsdomänen und der Qualität der konfigurierten IT-Dienstleistungen sein. Zudem wollen wir die Verstetigung des On-The-Fly-Computing Paradigmas über den SFB hinaus dadurch erreichen, dass wir durch gezielte Veranstaltungen mit Industriepartnern sowie mittels Transfer- und ähnlichen Kooperationsprojekten die im SFB gewonnene Expertise weitergeben“.

Weitere Informationen gibt es unter: https://sfb901.uni-paderborn.de

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news-34203 Fri, 17 May 2019 13:24:28 +0200 Paderborner Studierende diskutieren mit CIO der BENTELER Gruppe über das Thema Digitalisierung https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/paderborner-studierende-diskutieren-mit-cio-der-benteler-gruppe-ueber-das-thema-digitalisierung/ Wie bewältigt BENTELER die Herausforderungen der Digitalisierung?

Diese Frage diskutierten 26 Studierende der Universität Paderborn jüngst im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Kaminabend zum Thema Digitalisierung“ mit dem Chief Information Officer (CIO) der BENTELER Gruppe, Dr. Stefan Melchior. In einem ungezwungenen Austausch konnten die Studierenden aus den unterschiedlichen Studiengängen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften Einblicke in aktuelle Digitalisierungsprojekte bei BENTELER erhalten und eigene Impulse aus ihrem Studium liefern. Ziele der Veranstaltungsreihe sind unter anderem die engere Vernetzung zwischen Studierenden und regionalen Unternehmen in lockerer Atmosphäre, der Austausch zu aktuellen Themen der Digitalisierung sowie die bessere Orientierung für Schwerpunktsetzungen im Studium.

Nach einer Führung durch die BENTELER Welt im Aus- und Weiterbildungszentrum der Unternehmensgruppe eröffnete Melchior die Diskussionsrunde des Kaminabends. Zu aktuellen Begriffen wie „Predictive Maintenance“, „Big Data“ oder „Vernetzte Produktion“ kamen er und seine Mitarbeiter, Dr. Christian Meier und Dr. Darius Schlangenotto, beide Alumni der Universität Paderborn, schnell in einen anregenden Austausch über aktuelle Initiativen und Projekte mit den Studierenden sowie den Wirtschaftsinformatik-Professoren der Universität Paderborn. „Wir treiben den digitalen Wandel innerhalb unseres Unternehmens aktiv voran und nutzen etwa digitale Technologien in der Produktion, um schnell und effizient auf Kundenwünsche reagieren zu können“, so Melchior. Im Anschluss an die Diskussion ließen alle Beteiligten den Abend in lockererer Runde ausklingen. Melchior zeigte sich mit dem Abend sehr zufrieden: „Ich freue mich über das große Interesse der Studierenden für unsere Themen und unser Unternehmen. Als Fach- und Führungskräfte von morgen werden sie die Digitalisierung in Unternehmen entscheidend mitgestalten.“

Die Veranstaltungsreihe „Kaminabend zum Thema Digitalisierung“ wird vom Department für Wirtschaftsinformatik der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften in regelmäßigen Abständen in Kooperation mit einem regionalen Unternehmen weitergeführt. Neben BENTELER waren in der Vergangenheit bereits die Verbundvolksbank OWL, die Unity AG und die Voltabox AG Ausrichter eines Kamin-abends.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe unter:

https://go.upb.de/kaminabend

 

BENTELER ist ein weltweit agierendes Familienunternehmen für Kunden aus den Bereichen Automobiltechnik, Energie und Maschinenbau. Als strategisch innovativer Partner entwickelt, produzieret und vertreibt das Unternehmen sicherheitsrelevante Produkte, Systeme und Dienstleistungen. Das Portfolio umfasst Komponenten und Module für die Automobilindustrie in den Bereichen Fahrwerk, Karosserie, Motor- und Abgassysteme sowie Systemlösungen für Elektrofahrzeuge. BENTELER erarbeitet technische Anlagen für führende Automobilzulieferer sowie die glasverarbeitende Industrie. Zudem entwickelt das Unternehmen mit mehr als 140 Jahren Erfahrung Stahl, nahtlose und geschweißte Qualitätsstahlrohre – und das von der Werkstoffentwicklung über die Rohranwendung bis hin zum weltweiten Handel mit Rohren und den damit verbundenen Services. Unter der Führung der strategischen Managementholding BENTELER International AG mit Sitz in Salzburg, Österreich, bieten die rund 30.000 Mitarbeiter an 141 Standorten in 38 Ländern erstklassige Herstellungs- und Vertriebskompetenz – leidenschaftlich und nah am Kunden. Im Geschäftsjahr 2018 betrug der Umsatz 8,072 Milliarden Euro.

Weitere Informationen unter: www.benteler.com

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news-34193 Thu, 16 May 2019 10:53:28 +0200 „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/die-wuerde-des-menschen-ist-unantastbar/ Am 23. Mai 1949 wurde das Grundgesetz verkündet. Wie aber steht es heute – 70 Jahre später – um die im Grundgesetz verankerten Werte? Im Interview sprechen Uni-Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf und Prof. Dr. Dieter Krimphove, Experte für Europäisches Wirtschaftsrecht, über Gleichberechtigung, Glaubensfreiheit und das Verhältnis zwischen deutscher und europäischer Rechtsprechung.

Gleichberechtigung sollte heutzutage längst gelebte Realität sein. Nach wie vor variieren aber die Gehälter von Männern und Frauen und auch bei Führungspositionen gibt es teilweise eklatante Unterschiede. Wo stehen wir heute in Sachen Gleichberechtigung und was sagt das über Artikel 3 aus?

Prof. Birgitt Riegraf: Der Artikel 3 des Grundgesetzes gehört zu den elementaren Verfassungsprinzipien. Der Artikel sagt schlicht und einfach, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und niemand aufgrund seiner sozialen Herkunft, seiner Religionszugehörigkeit etc. benachteiligt werden darf. Der Artikel sagt auch, dass sich jeder deutsche Staatsbürger und jede deutsche Staatsbürgerin auf politische Ämter bewerben kann. Der ursprüngliche Wortlaut des Absatz 2 des Artikels 3 „Männer und Frauen sind gleichberechtigt“ wurde am 27. Oktober 1994 um den Satz ergänzt „Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin“. In dem Artikel bekennt sich das Grundgesetz zur aktiven Herstellung der Gleichberechtigung von Männern und Frauen und übernimmt zugleich die Verantwortung für die Geschichte der Verfolgung und Ermordung von Minderheiten in der Vergangenheit.

Vieles an Gleichberechtigung konnte in den letzten 70 Jahren auf Grundlage des Artikels 3 erreicht werden! Sehen wir uns einmal die Entwicklungen in den Geschlechterbeziehungen genauer an: Bis 1977 brauchten Ehefrauen die Erlaubnis ihrer Ehemänner, wenn sie einer Erwerbsarbeit nachgehen wollten. Der Ehemann konnte die Arbeitsstelle seiner Frau ohne ihre Zustimmung einfach aufkündigen, wenn sie seiner Ansicht nach die „Führung des Haushalts“ vernachlässigte. Und erst seit 1997 ist Vergewaltigung in der Ehe strafbar. Also erst seit 1997 fanden Ehefrauen vor den Übergriffen von Ehemännern rechtlichen Schutz: Ihre Rechte als Staatsbürgerinnen, ihr Recht auf Selbstbestimmung und Unversehrtheit haben sie bis dahin mit dem Eintritt in die Ehe faktisch abgegeben. Diese aus heutiger Sicht unglaubliche Situation ist erst 22 Jahre her. Den jüngeren Generationen sind diese Formen der Ungleichbehandlung zwischen den Geschlechtern unvorstellbar, sie sind zum Glück mit einem ganz anderen Selbstverständnis aufgewachsen. Der Auftrag des Grundgesetzes in Fragen der Gleichberechtigung konnte in den letzten Jahrzehnten also teilweise umgesetzt werden. Wir sollten uns aber im Klaren darüber sein, dass der Auftrag keinesfalls selbstverständlich umgesetzt wurde, sondern die politischen Auseinandersetzungen darum mühselig waren und die Grundrechte gegen eine Reihe von Widerständigkeiten durchgesetzt werden mussten.

Ungeachtet all dieser Fortschritte in der Gleichberechtigung, gibt es aber immer noch einen eklatanten Widerspruch zwischen formaler Gleichberechtigung und ihrer vollständigen Umsetzung: Am deutlichsten zeigt sich dies gegenwärtig an den Entgeldungleichheiten zwischen den Geschlechtern und der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen. Trotz besserer Schulabschlüsse liegt der Gender Pay Gap in Deutschland bei 21%, d. h. der Bruttostundenlohn von Frauen liegt um diesen Prozentsatz unter dem der Männer. Der Gender Pay Gap in Deutschland ist einer der höchsten unter den Industrieländern. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft den Auftrag des Grundgesetzes für Gleichberechtigung ernst nehmen und für die Umsetzung dieses Rechtes in der Gesellschaft einstehen werden. In wenigen Jahren werden wir vermutlich kopfschüttelnd und ungläubig auf die jetzige ungleiche Situation zurückblicken.

Was sind die Gefahren und wo sind die Grenzen der Verfassungsgrundsätze von Glaubensfreiheit und Meinungsäußerung?

Prof. Birgitt Riegraf: Im Grundgesetz werden die Formen des alltäglichen Umgangs der Gesellschaftsmitglieder miteinander geregelt, diese Regeln haben wir uns selbst gegeben. Meinungs- und Glaubensfreiheit sind dabei ein hohes Gut in unserer Gesellschaft, das es gerade dann zu verteidigen gilt, wenn uns die vertretenen Ansichten nicht gefallen. Neben der Gleichberechtigung ist das Recht auf körperliche Unversehrtheit und die Unantastbarkeit der Würde des Menschen eines der grundlegenden Verfassungsprinzipien. Formen der Verletzungen dieser Prinzipien sind nicht durch die Prinzipien der Glaubensfreiheit und Meinungsäußerung gedeckt. Dabei sind die Grenzen der Meinungsfreiheit nicht einfach zu bestimmen. Denn es sind gerade die provokanten und zugespitzten, die kontroversen und unbequemen Positionen, die über das Recht auf Meinungsfreiheit geschützt werden müssen. Die Grenzen des Rechts auf Meinungsfreiheit sind aber in solchen Fällen eindeutig überschritten, wenn einzelne Personen und ganze Gesellschaftsgruppen angegriffen und herabgewürdigt werden, wenn menschenverachtende und gewaltverherrlichende Positionen vertreten werden. Ein Aufruf zu Mord oder die Verherrlichung jeder Form der Gewaltanwendung gegenüber Personen und ganzen gesellschaftlichen Gruppen überschreiten die Grenzen des Rechts auf Meinungsfreiheit, da die Grundlagen der Verfassung eindeutig verletzt werden. Das Recht auf Glaubensfreiheit stößt dann an seine Grenzen, wenn die Glaubensgrundsätze die Freiheit der anderen Gesellschaftsmitglieder, diesem Recht nachzugehen oder das Recht keiner Glaubensgemeinschaften anzugehören, einschränken will.

Radikalisierung und Terror: Wie können Menschen, die sich von den Grundpfeilern der Demokratie entfernet haben, wieder für das Teilen gemeinsamer Werte zurückgewonnen werden?

Prof. Birgitt Riegraf: Tatsächlich beobachten Soziologen und Soziologinnen derzeit mit großer Sorge einen zunehmenden Verlust der Bereitschaft, sich mit anderen Lebensentwürfen und Positionen auseinanderzusetzen und diese auszuhalten. Erodiert diese Bereitschaft, dann sind wichtige Grundlagen der Demokratie bedroht und die Gefahr der Radikalisierung wächst. Das Internet befördert die Tendenz der Radikalisierung: Das Netz erleichtert es, sich in „Echokammern“ zurückzuziehen, sich also lediglich mit den Gleichgesinnten zu vernetzen, die einen immer wieder in den eigenen Positionen bestärken. Infragestellungen der eigenen Positionen finden dann kaum noch statt und dies befördert Radikalisierungen. Als Gesellschaft müssen wir hier hoch sensibel sein und erst Umgangsregeln damit entwickeln und deutliche Grenzen ziehen. Gerade die Universitäten haben die Aufgabe, Radikalisierungen durch Aufklärung vorzubeugen, ihnen in ihrer Arbeit in Forschung, Studium und Lehre sowie beim Wissenstransfer eindeutig entgegenzutreten.

Herr Krimphove, Artikel 23 zielt auf ein vereintes Europa ab. Die Rechtsordnung der EU gilt auch in deren Mitgliedsstaaten und hat Vorrang gegenüber nationalem Recht. Steht EU-Recht damit über dem Grundgesetz?

Prof. Dieter Krimphove: Das Europarecht steht in der Tat – wie Sie sagen – über dem Grundgesetz und damit auch über seinen Grundrechten und -werten. Diese politisch wie rechtlich bedeutende Aussage hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) in seiner umfangreichen „Solange“-Rechtsprechung eingesehen. „Solange" heißen die Entscheidungen, weil in ihnen das BVerfG festgestellt hat, dass die deutschen Grundrechte „solange“, trotz des Vorranges des Europäischen Rechts, gelten, bis die Europäische Union eine eigene Verfassung mit eigenen Grundrechten hat. Zu einer Europäischen Verfassung ist es nicht gekommen, dennoch verfügt die Europäische Union seit dem 12.12.2007 über eine eigene Grundrechtsordnung, nämlich der Charta der Grundrechte der Europäischen Union. Deren Grundrechtekatalog hat große Ähnlichkeit mit dem des deutschen Grundgesetzes. Allerdings sind die Normen der EU Grundrechtscharta ähnlich weit und offen formuliert wie die deutschen Grundrechte. Gleich zwei europäische Gerichte, der Europäische Menschenrechtsgerichtshof in Straßburg und seit dem Lissabonner Vertrag auch der EuGH in Luxemburg, legen die europäischen Grundrechte aus. Dabei kommt es zu geringfügigen inhaltlichen Unterschieden zu den deutschen Grundrechten. Dies wird im Rahmen des Rechts der Gleichbehandlung von Frauen und Männern gelegentlich besonders deutlich.

Inwiefern spielt Globalisierung eine Rolle für das Grundgesetz?

Prof. Dieter Krimphove: Dies ist eine wunderbare rechtsphilosophische Frage. Natürlich ist der Gedanke der Globalisierung – mehr oder weniger deutlich – seit der Neuzeit bekannt. In anderen Verfassungen – insbesondere in jenen, die intensiven Kolonialismus betrieben haben – gibt es greifbare Ansätze der Globalisierung. Die Väter des Grundgesetzes haben allerdings bei seiner Schaffung andere Sorgen und Fragestellungen bearbeitet als die der Globalisierung. Ihnen ging es insbesondere darum – in Abkehr von einem totalitaristischen Zentralstaat – ein Machtgleichgewicht zwischen dem Bund und den Bundesländern zu schaffen. An eine Globalisierung – und schon gar nicht in der Weise wie wir sie heute verstehen – wurde dabei wirklich nicht gedacht. Dennoch enthält unser Grundgesetz vereinzelt Normen, die sich etwa mit der Außenvertretung Deutschlands und seiner Mitgliedschaft in internationalen Organisationen befassen. Diese lassen sich, wenn Sie so wollen, als ein bescheidener Globalisierungsansatz unseres Grundgesetzes interpretieren. Globalisierung, wenn ich so sagen darf, erfolgt also nicht durch das Grundgesetz selbst, sondern durch das Engagement Deutschlands in internationalen Organisationen wie etwa EU oder UNO, was dieses Grundgesetz zulässt.

Die Fragen stellte Nina Reckendorf von der Stabsstelle Presse und Kommunikation der Universität.

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Pressemitteilungen Standort
news-34183 Wed, 15 May 2019 18:08:15 +0200 Unternehmergeist gefragt: Studierende der Universität stellen sich Wettbewerb in Montreal – Bewerbungsfrist 12. Juli https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/unternehmergeist-gefragt-studierende-der-universitaet-stellen-sich-wettbewerb-in-montreal-bewerbun/ Seit mehr als 20 Jahren nehmen Studierende der Universität Paderborn am internationalen John Molson Fallstudienwettbewerb teil.

Auch in diesem Jahr werden wieder Talente gesucht und gefördert, um sich im Januar 2020 mit den besten Köpfen anderer Universitäten zu messen. Studierende aller Fachrichtungen sind herzlich eingeladen, sich um eine Teilnahme zu bewerben. Bewerbungen können bis zum 12. Juli per E-Mail an Jun.-Prof. Dr. Matthias Pelster gesendet werden: matthias.pelster(at)upb(dot)de

Für interessierte Studierende wird es am Freitag, 5. Juli, um 12 Uhr eine Infoveranstaltung an der Universität Paderborn geben. Hierbei wird z. B. das diesjährige Team von seinen Erfahrungen berichten. Die Veranstaltung findet im Raum Q5.245 statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die John Molson International MBA Case Competition ist der älteste und traditionsreichste Wettbewerb seiner Art, in dem Lösungen zu realen Unternehmenssituationen entwickelt werden. Die Themen sind vielfältig und beschäftigten sich in der Vergangenheit beispielsweise mit der Expansionsstrategie einer Airline, der Entscheidung über den Markteintritt einer Bank oder dem Turnaround-Management eines Pharmaunternehmens. Die Competition wird von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, sodass die Woche in Montreal ein besonderes Erlebnis sein wird.

Zum 39. Mal werden Teams aus aller Welt in Montreal Fallstudien bearbeiten und ihre Lösungen vor Führungskräften namhafter internationaler Unternehmen präsentieren. Beim Kampf um das Preisgeld von 10.000 kanadischen Dollar steht das Team aus fünf Studierenden der Universität Paderborn in direkter Konkurrenz zu Teams renommierter Business Schools wie der Northwest University.

Es lockt nicht nur ein spannender Wettbewerb, sondern als Vorbereitung auch intensives Training in Rede- und Präsentationstechnik, Finance, Controlling, Marketing und strategischem Management. Hierzu ist die Anmeldung zum Masterseminar „Advanced Management Consulting“ (W4216) vorgesehen, das von Jun.-Prof. Dr. Pelster geleitet wird. Insgesamt soll auch der Spaß nicht zu kurz kommen, denn auf Freude bei der Arbeit wird großer Wert gelegt.

Weitere Informationen: https://wiwi.uni-paderborn.de/international/international-campus/internationalization-at-home/john-molson-case-competition/

www.mbacasecomp.com

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Pressemitteilungen Internationales Internationales Projekte Lehre
news-33842 Thu, 25 Apr 2019 11:34:46 +0200 Antrittsvorlesung von Prof. Dr. Tobias Jenert am 8. Mai – Thema: Der Stellenwert pädagogischer Hochschulentwicklung in der Wirtschaftspädagogik https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/antrittsvorlesung-von-prof-dr-tobias-jenert-am-8-mai-thema-der-stellenwert-paedagogischer-hochs/ Am Mittwoch, 8. Mai, hält Prof. Dr. Tobias Jenert von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn seine Antrittsvorlesung mit dem Titel „Zwischen den Stühlen?! Zum Stellenwert der pädagogischen Hochschulentwicklung in der Wirtschaftspädagogik“.
Die Antrittsvorlesung beginnt um 16 Uhr im Raum Q0.101. Zum Vortrag und anschließenden Empfang sind Hochschulangehörige und weitere Interessierte herzlich eingeladen.
Anmeldungen sind bis 29. April telefonisch unter 05251 60-2372 möglich.

Tobias Jenert ist seit April 2018 Inhaber der Professur für Wirtschaftspädagogik, insbesondere Hochschuldidaktik und -entwicklung, an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem auf der Gestaltung von Übergängen und Enkulturationsprozessen im Studienverlauf, der Entwicklung von Studienangeboten sowie der Erforschung lehrbezogener Innovations- und Entwicklungsprozessen an Hochschulen. Daneben befasst sich Jenert mit methodologischen Fragen der Transfer- und Hochschulbildungsforschung.

Weitere Informationen zu Tobias Jenert

Nach dem Masterstudium an der Universität Augsburg promovierte Jenert von 2008 bis 2012 an der Universität St. Gallen/Schweiz. Er war Teil des vom Schweizerischen Nationalfonds geförderten Graduiertenprogramms „Rethinking Education in the Knowledge Society“. Anschließend arbeitete er als Projekt- und Bereichsleiter am Institut für Wirtschaftspädagogik der Universität St. Gallen. Er war Gründungsmitglied und später Leiter des „Centre for Educational Development and Research in Higher Education“. 2017 wurde Jenert zum Assistenzprofessor an der Universität St. Gallen gewählt. Seit Juni 2018 ist er Sprecher des Departments Wirtschaftspädagogik der Universität Paderborn.

Ein ausführliches Forschungsportrait zu Tobias Jenert gibt es hier.

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news-33806 Wed, 17 Apr 2019 13:56:36 +0200 „International Spring Program“ mit der japanischen Universität Tohoku regt zum interkulturellen Austausch und zur Kooperationspartnerschaft an https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/international-spring-program-mit-der-japanischen-universitaet-tohoku-regt-zum-interkulturellen-aust/ Aufgrund der Erfolge in den letzten zwei Jahren wurde auch in diesem Jahr das „International Spring Program“ (ISP) an der Universität Paderborn angeboten.

Über zwei Wochen hinweg arbeiteten im März japanische und lokale Studierende an verschiedenen Projekten zum Thema „Migration und Integration“ und beleuchteten dabei unterschiedliche Fragestellungen, sowohl unter fachlichen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf unterschiedliche kulturelle und persönliche Hintergründe. Am ISP 2019 nahmen neben Bachelorstudierenden der japanischen Universität Tohoku aus Sendai und Paderborner Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften auch ein Austauschstudent der Illinois State University, einer der Partneruniversitäten in den USA, und eine zukünftige internationale Masterstudentin aus China teil.

Bereits vor dem Zusammentreffen an der Universität kamen die Studierenden über eine interaktive Online-Lernplattform zusammen und lernten sich in einer Videokonferenz kennen, um schon vorab mit ihren Projekten zu beginnen. So konnten früh erste interkulturelle Barrieren überwunden werden.

Das anschließende zweiwöchige Programm in Deutschland begann mit Vorlesungen über die deutsche Wirtschaft und Geschichte sowie den damit verbundenen Migrationsströmen. Ein innovativer Sprachkurs, in dem sowohl Japanisch als auch Deutsch gelehrt wurde, trug maßgeblich zum Gruppenzusammenhalt bei. Das Rahmenprogramm mit interkulturellen Aktivitäten untermauerte den Fokus des Austausches. Vertreterinnen und Vertreter der Caritas, der Deutsch-Polnischen Gesellschaft und einer Paderborner Grundschule beteiligten sich in Form von Interviews am ISP, in denen sie persönliche Eindrücke und Erfahrungen zur Integration am Arbeitsmarkt und an Schulen teilten. In den Gesprächen wurde die Notwendigkeit der Zuwanderung, besonders in Hinblick auf den demografischen Wandel betont. Hierbei konnten Parallelen zur japanischen Gesellschaft gezogen werden.

Die Theorie der ersten Tage wurde mit Exkursionen zu der Merkez Moschee in Duisburg sowie nach Göttingen, Köln und Berlin bereichert. Zum Abschluss der Projektwochen gab es einen von den Studierenden organisierten „Interkulturellen Abend“. Neben dem Buffet mit selbstgemachten japanischen und deutschen Speisen führten die Studierenden mit Tanz, Gesang, einer Demonstration einer japanischen Kampfsportart und Theater kurzweilig durch den Abend.

Über das „International Spring Program“ und die Kooperation mit der Universität Tohoku

Das ISP wird vom Internationalisierungsbeauftragten Prof. Dr. Stefan Jungblut in Zusammenarbeit mit dem Internationalisierungsbüro der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften koordiniert und durchgeführt. Kurzzeitprogramme bilden mittlerweile einen wichtigen Bestandteil der engen Kooperation mit der Universität Tohoku. Sie ermöglichen einen intensiven Studierendenaustausch auf hohem Niveau, stärken die Kooperationspartnerschaft und die internationale Relevanz der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften.

Die Kooperationspartnerschaft mit der Universität Tohoku besteht seit 2011. Zusätzlich zu Kurzzeitprogrammen haben Studierende die Möglichkeit, an einem regulären Austauschstudium, dem Programm „Asian Studies in Business and Economics“ (ASBE) und einem Doppelmasterprogramm mit der Universität Tohoku teilzunehmen.

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Pressemitteilungen Internationales Internationales
news-33788 Mon, 15 Apr 2019 13:41:54 +0200 Tag der Exzellenz 2019 – Fakultät für Wirtschaftswissenschaften würdigt besondere Erfolge von Forschungs- und Studienarbeiten https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/tag-der-exzellenz-2019-fakultaet-fuer-wirtschaftswissenschaften-wuerdigt-besondere-erfolge-von-forsch/ Am 3. April veranstaltete die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn ihren „Tag der Exzellenz“.

„Das Exzellenzprogramm ist ein besonderes Angebot für Studierende der Fakultät, die bereits früh im Studium überdurchschnittliche Leistungen zeigen. Begleitet von einem individuellen Betreuungsangebot, erhalten die Studierenden im Exzellenzprogramm die Möglichkeit, ihr Studium zu profilieren und im Austausch mit anderen Studierenden eine erste eigene Forschungsarbeit zu verfassen“, erläutert Studiendekan Prof. Dr. H.-Hugo Kremer das Exzellenzprogramm seiner Fakultät. Der „Tag der Exzellenz“ ist sowohl Start- also auch Zielpunkt des Exzellenzprogramms und richtet sich an die Studierenden aller Jahrgänge in diesem Programm. Er bietet ihnen die Möglichkeit, die Ergebnisse ihrer Arbeiten einem interessierten Publikum aus Fakultätsangehörigen und externen Partnern in Form einer Posterpräsentation vorzustellen. Am „Tag der Exzellenz“ werden die teilnehmenden Studierenden  des Exzellenzprogramms aus dem Vorjahr für ihre Leistungen im Modul mit einem Zertifikat geehrt. Die Auszeichnung erhielten in diesem Jahr 13 Studierende aus den Bachelorstudiengängen der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Am „Tag der Exzellenz“ präsentierten sie ihre Forschungsleistungen anhand eines individuellen Posters.

Zum ersten Mal wurden an diesem Tag auch die Urkunden für den neuen Forschungspreis „Dean’s Young Scholar Research Award“ der Fakultät von der Dekanin überreicht. Hiermit wurden Dr. Vanessa Flagmeier, Dominik Gutt und Dr. Britta Hoyer für ihre im vergangenen Jahr veröffentlichten Forschungsbeiträge in international renommierten Fachzeitschriften ausgezeichnet (die Fakultät berichtete).

Darüber hinaus wurde von der Unternehmergruppe OWL (UGO) der UGO-Preis für herausragende Abschlussarbeiten verliehen. Neben einer Urkunde erhalten die Ausgezeichneten ein Preisgeld von 500 Euro für eine Bachelorarbeit und 750 Euro für eine Masterarbeit. Thomas Koch, Vorsitzender der Unternehmergruppe OWL, übernahm die Preisverleihung: „Beim Schreiben von Abschlussarbeiten wird zweifellos auch Talent benötigt, aber – ähnlich wie beim Fußball – ohne Fleiß und Spaß an der Arbeit entstehen keine exzellenten Leistungen! Uns macht es Spaß, solche Leistungen zu würdigen und hierfür Preise zu verleihen.“ Die UGO-Preise gingen in diesem Jahr an drei Studierende. Michelle Müller erhielt den Preis für ihre Bachelorarbeit „Herz über Kopf? Wie emotionale und neutrale Schreibstile darüber entscheiden, ob eine Online-Bewertung hilfreich ist“. Nora Grewe wurde für ihre Masterarbeit „The Impact of Flexible Work Arrangements on Job Satisfaction: An Econometric Analysis” mit dem UGO-Preis ausgezeichnet. Markus Tim Weißphal erhielt den UGO-Preis für seine Masterarbeit „Externalisierende Personalpolitik und Einkommensungleichheit: Ein Ländervergleich“.

Als Experte aus der Praxis war Stefan Hoenen, Leiter Risk Management Solutions Nord bei der Deutschen Bank, eingeladen. Er referierte in seinem Vortrag mit dem Titel „Brexit, Trade War, New Silk Road – Währungsmärkte als Treiber oder Getriebene globaler Entwicklungen?“ über das Verhalten an Devisenmärkten und die Unsicherheit der Währungsmärkte.

Dekanin Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane bedankte sich bei allen Beteiligten, insbesondere bei der Unternehmergruppe OWL, die den „Tag der Exzellenz“ bereits seit einigen Jahren unterstützt. Die Dekanin betonte zudem den Stellenwert der Veranstaltung: „Der Tag der Exzellenz dient an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften seit nunmehr fünf Jahren dazu, dem Sichtbarkeit zu verleihen, wofür wir stehen.“

Weitere Informationen:

Am „Tag der Exzellenz 2019“ wurden die teilnehmenden Studierenden aus dem Exzellenzprogramm 2018 für ihre Leistungen im Modul mit einem Zertifikat geehrt:

• Maike Althaus: Wie ein Anker die empfundene Sicherheit bei Ideenevaluierungen auf Crowdsourcing-Plattformen beeinflusst

• Ann Cathrin Bockrath: Inwiefern verbessern Technologien das Einkaufserlebnis der Kunden im stationären Handel?

• Berire Cakir: Führt ein Migrationshintergrund zu schlechteren Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

• Lisa-Marie Duletzki: Strategien und Timing der Bereinigung der EZB Bilanzpositionen während des Ausstiegs aus der unkonventionellen Geldpolitik

• Jonas Grella: Aktuelle Entwicklungen im Zahlungsverkehr und mögliche Auswirkungen für den Fortbestand des Bargeldes in Deutschland

• Franziska Kersting: Does communication influence the maintenance of norms in society?

• Marita Kuhlmann: Berechnung des Value at Risk und Expected Shortfall unter Anwendung verschiedener GARCH-Modelle

• Fabian Peitz: Zusammenhang zwischen steuerlichem und firmenspezifischem Risiko bei Unternehmen in Europa

• Carlo Raederscheidt: Untersuchung der nichtfinanziellen Berichterstattung von börsennotierten Unternehmen in Deutschland

• Romy Schiffmann: Die ökonomische Wirkung der Zinsschranke in Deutschland im Vergleich zu Zinsabzugsbeschränkungen in anderen Ländern

• Marina Stockhausen: Der Einfluss des sozialen Umfeldes auf menschliches Entscheidungsverhalten

• Christina Voigt: Analyse potenzieller wahrgenommener Kundendiskriminierung

• Alexander Wunder: Die Vorteilhaftigkeit begrenzter Kundenrationalität aus der Perspektive von Dienstleistungsunternehmen

Text: Peter Rüsing, Camilla Feldmann

Foto (Universität Paderborn, Benedikt Rengshausen): Auszeichnung für exzellente Abschlussarbeiten durch die Unternehmergruppe OWL (UGO); v. l.: Gabriele Schäfers, Thomas Koch (beide UGO), Michelle Müller (Preis für Bachelorarbeit), Markus Tim Weißphal (Preis für Masterarbeit), Nora Grewe (Preis für Masterarbeit) und Dietmar Kellerhoff (UGO).

Foto (Universität Paderborn, Benedikt Rengshausen): Absolventinnen und Absolventen des Exzellenzseminars 2018 mit Modulverantwortlichem Prof. Dr. H.-Hugo Kremer (links) und Modulorganisator Peter Rüsing (rechts): Maike Althaus, Ann Cathrin Bockrath, Berire Cakir, Lisa-Marie Duletzki, Jonas Grella, Franziska Kersting, Marita Kuhlmann, Fabian Peitz, Carlo Raederscheidt, Romy Schiffmann, Marina Stockhausen, Christina Voigt, Julia Völker und Alexander Wunder (in alphabetischer Reihenfolge).

Foto (Universität Paderborn, Benedikt Rengshausen): Die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften veranstaltete am 3. April ihren „Tag_der_Exzellenz 2019“, hier: Posterbegehung und Austausch zum Exzellenzprogramm.

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Pressemitteilungen Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Forschungspreise
news-33776 Fri, 12 Apr 2019 13:23:18 +0200 Workshop „Quantitative Economics Days“: Quantitative Methoden fördern produktive Forschungsumgebung in den Wirtschaftswissenschaften https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/workshop-quantitative-economics-days-quantitative-methoden-foerdern-produktive-forschungsumgebung/ Zum dritten Mal in Folge fand Ende März der zweitägige Forschungsworkshop zur quantitativen Wirtschaftsforschung „Quantitative Economics Days (QED)“ statt.

Wie in den Jahren zuvor boten die QEDs Raum für den intensiven Austausch von Forschungsideen und -ergebnissen und förderten so die produktive Forschungsumgebung an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn. In diesem Jahr tagten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in Höxter. Insgesamt waren durch die 19 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops neun Professuren aus den Departments „Management“, „Economics“, „Wirtschaftsinformatik“ und „Taxation, Accounting and Finance“ der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften vertreten. Zusätzlich nahm vom „Düsseldorf Institute for Competition Economics“ (DICE) der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf Dr. Daniel Kamhöfer teil.

In Einzelgesprächen und Gruppendiskussionen konnten sich Professoren, Postdocs sowie Doktoranden und Doktorandinnen über bestehende oder geplante Forschungsvorhaben austauschen und Anregungen sowie Verbesserungsvorschläge sammeln. Neben dem Austausch zur Forschung bot je eine methodenorientierte Session zur ökonometrischen, theoretischen und experimentellen Wirtschaftsforschung die Möglichkeit, sich auch methodisch intensiv weiterzubilden. Ein disziplinenübergreifender Erfahrungsaustausch zum Thema „Staying in Academia“ rundete den Workshop fachlich ab.

Zwischen den Programmpunkten boten ein Spaziergang zum Weltkulturerbe Schloss Corvey mit anschließender Besichtigung und ein abendlicher Restaurantbesuch den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit, sich nicht nur fachlich, sondern auch in ungezwungener Atmosphäre persönlich besser kennenzulernen und auszutauschen.

Prof. Dr. Burkhard Hehenkamp, Amtsinhaber der Professur für Institutionenökonomik und Wirtschaftspolitik, organisierte in diesem Jahr den QED-Workshop für die Fakultät und freute sich über die rege Beteiligung: „Unser jährlicher Austausch zu quantitativen Methoden in der Wirtschaftsforschung trägt auf vielfältige Weise zum Gelingen unserer Forschungsvorhaben bei. Dies ist insbesondere für unsere Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sehr wichtig. Außerdem macht es Spaß, konstruktiv zu einer produktiven Forschungsumgebung an der Universität Paderborn beizutragen.

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news-33762 Thu, 11 Apr 2019 10:43:55 +0200 Dr. Helene Albuquerque Rebelo erhält Postdoc-Stipendium der Universität Paderborn https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dr-helene-albuquerque-rebelo-erhaelt-postdoc-stipendium-der-universitaet-paderborn/ Dr. Helene Albuquerque Rebelo von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wurde mit dem Postdoc-Stipendium der Universität Paderborn ausgezeichnet.
Mit dem Stipendium, das jährlich zur Förderung des weiblichen wissenschaftlichen Nachwuchses ausgeschrieben wird, erhält Rebelo eine monatliche Förderung von 2.400 Euro für die Dauer von 18 Monaten.

Rebelo arbeitet in Paderborn am Forschungsthema „Demand-Constrained Growth: Theoretical Modeling and Empirical Evidence“. Prof. Dr. Johannes Blömer, Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs, überreichte die Urkunde und gratulierte gemeinsam mit Präsidentin Prof. Dr. Birgitt Riegraf. Ziel des Postdoc-Stipendiums ist es, begabten Nachwuchswissenschaftlerinnen nach der Promotion eine erfolgreiche berufliche Laufbahn in Forschung und Lehre zu ermöglichen.

Rebelo studierte in Brasilien und besuchte bereits 2007 im Rahmen einer „Summer School“ die Universität Paderborn, wobei sie nähere Einblicke in die Forschungsarbeit der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften bekam. Nach Ihrer Promotion in Brasilien ist sie seit Januar wieder in Paderborn, um ihr Forschungsprojekt am Lehrstuhl für Makroökonomik, Schwerpunkt Internationale Wachstums- und Konjunkturtheorie, von Prof. Dr. Thomas Gries durchzuführen.

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Pressemitteilungen Internationales Auszeichnungen und Ehrungen Projekte Forschung Internationales Forschungspreise
news-33756 Wed, 10 Apr 2019 17:21:47 +0200 Dienstleistungstagung der Universität Paderborn: Der Mensch im Mittelpunkt digitaler Transformation https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/dienstleistungstagung-der-universitaet-paderborn-der-mensch-im-mittelpunkt-digitaler-transformation/ Was können Dienstleistungen künftig zur digitalen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft beitragen?
Damit beschäftigten sich über 300 Teilnehmer bei der Dienstleistungstagung 2019 „Service Systems Innovation“ am 8. und 9. April im Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn. „Laut des Statistischen Bundesamtes waren im vergangenen Jahr etwa Dreiviertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland im Dienstleistungssektor tätig. Die Dienstleistung ist eine Kerndisziplin der digitalen Transformation“, betonte Prof. Dr. Daniel Beverungen, Wirtschaftsinformatiker an der Universität Paderborn, bei der Eröffnung. Wie wichtig eine solche Tagung auch für die Forschung in den Bereichen Dienstleistungen und Smart Services sei, hob Prof. Dr. Caren Sureth-Sloane, Dekanin der Paderborner Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, hervor: „Innerhalb der Fakultät haben wir uns in allen Bereichen der Interdisziplinarität verschrieben. Unsere Studiengänge sind zwischen Wissenschaft, Lehre und Praxis angelegt und erlauben es den Studierenden, sich in Smart Services zu spezialisieren, was bei uns eine große Rolle spielt. Spitzenforschung können wir aber nur leisten, wenn wir Tagungen wie diese anbieten.“

Mensch und Maschine im digitalen Zeitalter

Dass es in Deutschland grundsätzlich ein großes Potential für Innovationen gebe, griff Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in seinem Grußwort auf: „Wenn es um Innovationsfähigkeit geht, ist Deutschland im weltweiten Vergleich immer unter den Ersten. Die zweite Wahrheit aber ist, dass wir im Bereich der Umsatzsteigerung zukünftig noch mehr Dynamik reinbringen müssen. Genau diese Dynamik werden wir bei der Wertschöpfung in der Dienstleistung brauchen. Es kommt aber vor allem darauf an, welchen Vorteil die Menschen in Deutschland daraus ziehen können.“

Mit Blick auf Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) stellte Andrea Martin, Chief Technology Officer bei IBM Deutschland, Österreich und der Schweiz, die Rolle des Menschen bei ihrer Keynote in den Mittelpunkt: „Wir bei IBM suchen nach KI-Lösungen, um das menschliche Gehirn zu erweitern. Für uns ist es sehr wichtig, dass der Mensch weiterhin im Mittelpunkt steht. Deswegen sprechen wir lieber von Augmented Intelligence als von Artificial Intelligence.“ An diesen Gedanken schloss Christoph Schmitz, Sekretär des ver.di-Bundesvorstands und Leiter der Grundsatzabteilung der Gewerkschaft, an, indem er den Wert menschlicher Interaktion hervorhob: „Die Qualität von Dienstleistungen entsteht im direkten Kontakt mit Menschen. Es darf keine Selbstverständlichkeit werden, dass Arbeit mit Maschinen besser bezahlt wird als Arbeit mit Menschen. Wir müssen soziale und emotionale Aspekte in der Interaktionsarbeit berücksichtigen.“

In einer gemeinsamen Keynote mit Christoph Bornschein, Gründer und Geschäftsführer der Agentur für Digital Business TLGG, stellte Prof. Dr. Andreas Boes, Vorstandsmitglied am Münchner Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, klar: „In der Informationsökonomie wächst zusammen, was zusammengehört. Industrie und Dienstleistungen müssen sich neu erfinden. Wir fragen nach den Herausforderungen und Erfolgsbedingungen für Unternehmen und Gesellschaft und wie sich die Entwicklung im Sinne der Menschen gestalten lässt.“ Dabei müssten europäische Unternehmen ihren eigenen Weg finden und gehen, so Bornschein.  „Ein Wunsch wäre, die europäische Idee in Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Das bedeutet, eine wertebasierte Wettbewerbssituation zu schaffen.“

Die anschließenden Impulsvorträge, interaktiven Diskussionsrunden und Pitches nutzten die Tagungsteilnehmer, um Themen wie Smart Service Engineering, Digitalisierung sowie Chancen und Herausforderungen in der Dienstleistungsbranche weiter zu vertiefen. Darüber hinaus stellten Forscher Projektergebnisse sowie entwickelte Dienstleistungen auf einer Ausstellungsfläche vor.

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Pressemitteilungen Wirtschaft Veranstaltungen
news-33708 Thu, 04 Apr 2019 10:15:31 +0200 Ringvorlesung zu Sportökonomie und -management ab 10. April u. a. mit Experten vom Kicker, FC St. Pauli, SC Paderborn und Ironman Germany https://wiwi.uni-paderborn.de/aktuelles/pressemitteilungen/nachricht/newsid/ringvorlesung-zu-sportoekonomie-und-management-ab-10-april-u-a-mit-experten-vom-kicker-fc-st-pa/ Einblicke in verschiedene Aspekte der Sportökonomie und des Sportmanagements gibt ab Mittwoch, 10. April, eine Ringvorlesung, geleitet von Prof. Dr. Bernd Frick von der Universität Paderborn.

Experten aus dem Profi- und Amateursport berichten aus ihrem Berufsalltag und zeigen auf, wo Sportökonomen und Sportwissenschaftler arbeiten können. Im Anschluss an die jeweils 45-minütigen Vorträge kann mit den Referenten diskutiert werden. Interessierte sind herzlich eingeladen.

Zum Auftakt der Ringvorlesung spricht am 10. April Jörg Jakob, Leiter der Chefredaktion des Kicker-Sportmagazin. Die Vorträge finden jeden Mittwoch um 17 Uhr im Hörsaal O2 statt. Weitere Referenten sind unter anderem Andreas Rettig, Kaufmännischer Geschäftsleiter des FC St. Pauli, Markus Krösche, Geschäftsführer Sport des SC Paderborn, Christoph Müller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums vom SC Paderborn, und Oliver Schiek, Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH.

Die einzelnen Veranstaltungen im Überblick:

10. April, Vortrag und Diskussion mit Jörg Jakob, Leiter der Chefredaktion des Kicker-Sportmagazin

17. April, Vortrag und Diskussion mit Adrian Rathey, Verantwortlicher für den Spielbetrieb der Österreichischen Fußball-Bundesliga

24. April: Vortrag und Diskussion mit Oliver Schiek, Geschäftsführer der Ironman Germany GmbH (voraussichtlich zwischen 16.15 und 17.45 Uhr)

8. Mai: Vortrag und Diskussion mit Matthias Zöll, Geschäftsführer der Deutschen Triathlon Union

15. Mai: Vortrag und Diskussion mit Thomas Kruse, Geschäftsführer der Fitnessstudiokette „Buena Vista“

22. Mai: Vortrag und Diskussion mit Christoph Müller, Leiter des Nachwuchsleistungszentrums vom SC Paderborn 07

29. Mai: Vortrag und Diskussion mit Stefan Göke, Geschäftsführer der Spielerberaterfirma „GoKixx“

12. Juni: Vortrag und Diskussion mit Markus Krösche, Geschäftsführer Sport des SC Paderborn 07

3. Juli: Vortrag und Diskussion mit Dr. Stefan Rössig, Abteilungsleiter der Helios Grizzlys Giesen

Andreas Rettig, Kaufmännischer Geschäftsleiter des FC St. Pauli, Jörn Elberding, Geschäftsführer des TSV Bayer Leverkusen – Leichtathletik, und Stefan Ludwig, Leiter der Sports Business Gruppe von Deloitte, haben zugesagt. Ihre Vorträge sind noch nicht final terminiert. Zur Auswahl stehen der 5., 19. und 26. Juni sowie der 10. Juli. Die genauen Termine werden in Kürze im Veranstaltungskalender auf der Webseite der Universität Paderborn bekanntgegeben: www.upb.de.

Prof. Dr. Bernd Frick hat an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn die Professur für Organisations-, Medien- und Sportökonomie inne. Weitere Informationen zu seiner Forschung unter: https://wiwi.uni-paderborn.de/dep1/frick/forschung/forschungsprofil

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