Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Info-Icon This content is not available in English

Digitale Prozessintegration in der beruflichen Lehrerbildung (DiPoLe)

Die digitale Transformation verändert Berufe in einer Geschwindigkeit, die berufsbildende Schulen – und in der Konsequenz die berufliche Lehrerbildung – vor große Herausforderungen stellt. Das Projekt ‚DiPoLe‘ betrachtet die digitale Transformation nicht als primär technologische Herausforderungen; vielmehr versteht es digitale Transformation als eine tiefgreifende ökonomisch-gesellschaftliche Veränderung, welche die Prozesse der beruflichen Bildung, die professionelle Haltung beruflicher Lehrer*innen und die Art und Weise, wie wir Lehrerbildung betreiben grundlegend in Frage stellt.

Neben Herausforderungen bietet die digitale Transformation auch große Chancen, die berufliche Lehrerbildung einen entscheidenden Schritt weiterzubringen. Denn Digitalisierung ist ein Thema, das alle wichtigen Akteursgruppen – Schulen, Betriebe, Hochschullehrende und Studierende – gleichermaßen betrifft und einen Anlass bietet, gemeinsam an einer zukunftsfähigen Ausgestaltung der Lehrerbildung zu arbeiten. DiPoLe geht es darum, im Sinne einer kontinuierlichen Studiengangentwicklung, Prozesse des Austauschs und der Zusammenarbeit zwischen den zentralen Akteuren der beruflichen Bildung zu etablieren. Dabei orientiert sich DiPoLe an drei Leitsätzen:

1. Berufliche Lehrerbildung muss integrativer werden: Digitalisierung erschöpft sich nicht darin, dass künftige Lehrer*innen einige mediendidaktische Werkzeuge kennenlernen und sie im Unterricht nutzen. Speziell in den Wirtschaftswissenschaften durchdringt die digitale Transformation fachliche und didaktische Aspekte gleichermaßen. Lehrer*innen müssen die Veränderung betrieblicher Prozesse erkennen für ihre Schüler*innen erlebbar machen und die Implikationen für wirtschaftswissenschaftliche Fachkonzepte didaktisch verarbeiten können.

2. Berufliche Lehrerbildung muss dynamischer werden: Schon immer waren Lehrer*innen in der beruflichen Bildung aufgefordert, sich über Entwicklungen in der betrieblichen Praxis auf dem Laufenden zu halten. Die Veränderungsdynamik hat durch die digitale Transformation extrem an Fahrt aufgenommen, zugleich bietet Digitalisierung aber auch neue Chancen, Inhalte jenseits des (statischen) Lehrbuchs dynamisch zu erschließen. Entsprechende Kompetenzen künftiger Lehrern*innen müssen bereits im Studium aktiv gefördert werden.

3. Berufliche Lehrerbildung muss kooperativer werden: Die Maßgabe, dass die verschiedenen Lernorte bei der Durchführung der beruflichen Bildung zusammenwirken ist fest im Berufsbildungsgesetz verankert (BBiG §2). Zugleich stellt die Lernortkooperation auch heute noch eine der großen Herausforderungen der Berufsbildung dar. Die digitale Transformation bietet Chancen, intensiver als bisher ins Gespräch zu kommen.

Ausgehend von diesen drei Leitsätzen zielt DiPoLe auf eine umfassende Integration des Themas ‚digitale Transformation‘ im Studiengang „Wirtschaftspädagogik: Lehramt an Berufskollegs“ der Universität Paderborn. Die nachhaltige Entwicklung von Studiengängen an Universitäten ist jedoch oft ein herausfordernder Prozess  – angesichts der fragmentierten Struktur von Lehramtsstudiengängen gilt dies für die Lehrerbildung umso stärker. DiPoLe strebt gerade deshalb ein kooperatives Zusammenwirken vieler Akteure innerhalb der Universität wie auch an Schulen und in Betrieben an. Nur so können die Studierenden Digitalisierung als thematischen wie auch didaktischmethodischen roten Faden über den gesamten Studienverlauf hinweg erkennen.

Contact

Prof. Dr. Tobias Jenert

Hochschuldidaktik und -entwicklung

Tobias Jenert
Phone:
+49 5251 60-5711
Office:
Q1.322

Office hours:

nach vorheriger Terminvereinbarung per E-Mail

Förderung

Förderlinie Curriculum 4.0 NRW der landesweiten Digitalisierungsoffensive mit der DH.NRW

Projektlaufzeit 01.10.2020 bis 30.09.2023

The University for the Information Society