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Forschung

Forschungsthemen entstehen zu einem großen Teil aus gezielten Praxiskontakten. Idealerweise fließen die Forschungsergebnisse über Partnerunternehmen in die Generierung innovativer Produkte und Dienstleistungen ein. Der Bezug zur Grundlagenforschung ist gleichwohl eng und unabdingbar. Entsprechend sind die Fachgebiete der Wirtschaftsinformatik in vielfältiger Weise in Projektnetzwerke eingebunden, öffentlich gefördert oder in „Public-Private Partnerships“. Die folgende Übersicht soll Ihnen einen ersten Eindruck unserer Forschungsschwerpunkte und -projekte bieten:

Projekte

Sonderforschungsbereich 901: On-The-Fly Computing

Die Zielsetzung des SFB 901 On-The-Fly Computing liegt in der Entwicklung von Techniken und Verfahren zur automatischen on-the-fly (OTF) Konfiguration und Ausführung von individuellen IT-Dienstleistungen aus Services, die auf weltweit verfügbaren Märkten gehandelt werden. Methodisch sollen dazu neben Konfiguration durch spezielle OTF Dienstleister und Ausführung durch so genannte OTF Compute Center, Methoden zur Qualitätssicherung und zum Schutz der am Markt partizipierenden Kunden und Provider, zur zielgerichteten Weiterentwicklung von Märkten und zur Unterstützung der Interaktion der Teilnehmer in sich dynamisch verändernden Märkten entwickelt werden.

Teilprojekt A4: Empirische Analysen in Märkten für OTF Dienstleistungen

In diesem Teilprojekt werden Kundenbewertungen und Zertifizierungen als Instrumente zur Reduktion von Informationsasymmetrien auf elektronischen Märkten für komponierte Services empirisch und experimentell beschrieben und analysiert. Der Abbau von Informationsasymmetrien auf dem OTF Markt ist zwingend notwendig, um ein Versagen des Marktes (im Sinne des „Market for Lemons“) zu verhindern.

Teilprojekt B1: Parametrisierte Servicespezifikation

Kunden suchen auf dem OTF Markt Services, die ihren Anforderungen entsprechen. Zur Spezifikation ihrer Anforderungen muss ihnen eine benutzerfreundliche Sprache zur Verfügung stehen, die intuitiv zu verstehen und zu verwenden ist. Deshalb beschäftigt sich in diesem Teilprojekt der Arbeitsbereich natürlichsprachliche Anforderungsspezifikationen mit der Entwicklung einer benutzerfreundlichen Anforderungssprache, die prinzipiell für jedermann konzipiert ist. In diesem Sinne werden natürlichsprachliche Spezifikationen für Endanwender entwickelt, die auf textuellen, englischsprachigen App-Beschreibungen auf Servicemärkten (z. B. Google Play) beruhen. Hierfür werden zunächst evtl. unterspezifizierte Serviceanforderungen des Endanwenders maschinell analysiert, um Ungenauigkeiten in seinen Spezifikationen im Kontext des OTF Computing automatisch zu kompensieren.

Teilprojekt C5: Architekturmanagement von On-The-Fly Computing Märkten

Das Ziel von diesem Teilprojekt C5 ist ein sogenanntes Architekturframework für OTF Märkte zu entwickeln. Zur Definition eines Architekturframeworks gehört insbesondere, die Architektursichten gemäß BizDevOps und deren Zusammenspiel zu identifizieren, architekturübergreifende Aspekte wie Sicherheit, Performanz oder Vertrauen („Trust“) zu beachten, für jede Sicht benötigte Architekturelemente sowie damit verbundene Dienste in Form von Verfahren und Algorithmen (z. B. Dienste zum Matchen von Servicespezifikationen) festzulegen. Abgerundet wird dies durch eine Governance-Unterstützung, die z. B. die Einhaltung von Architektureinschränkungen überwacht und sicherstellt. Dies soll insbesondere auch zusammen mit Wincor Nixdorf untersucht werden, um die Konformität der Architektur von (mobilen) Anwendungen gegenüber definierten Architekturanforderungen zu überprüfen.

Projektlaufzeit: 01.07.2015 - 30.06.2019

Ansprechpartner: Jun.-Prof. Dr. Geierhos & Prof. Dr. Kundisch

Multikanalstrategien für den Möbelhandel

Im Projekt wird die Eignung unterschiedlicher Multikanalelemente hinsichtlich der Nutzung im Möbeleinzelhandel erforscht. Das Projekt wird in Kooperation mit der Unternehmensgruppe finke, einen überregional etablierten stationären Möbelhändler, durchgeführt. Ziel des dreijährigen Projekts ist es die Vor- und Nachteile des Internets als Werbe- und/oder Distributionskanal und neue Möglichkeiten im stationären Handel aus Sicht des Möbelhandels zu evaluieren und eine nachhaltige Multikanalstrategie zu entwickeln. Die Kooperation wird hierbei von einem interdisziplinären Professorenteam betreut. Dabei werden u.a. Multikanalstrategien zur erlebnisorientierten Warenpräsentation im Einklang mit der Markenidentität entwickelt. Im Fokus stehen hierbei die Identifizierung geeigneter Gestaltungsmittel in der online und stationären Erlebniswelt und Wirkanalysen verschiedener Kundenbindungsinstrumente. Zudem werden verschiedene Aspekte der Suchmaschinenoptimierung untersucht. Hierbei gilt es Optimierungsstrategien zu implementieren und konkurrierende Strategien der Suchmaschinenwerbung umzusetzen und zu evaluieren. Darüber hinaus werden Gamification- und Community-Elemente konzipiert. Es gilt zu erforschen, ob Konzepte, wie z.B. Badges und Open Innovation Wettbewerbe als geeignete Elemente der Kundenbindung dienen können und wie sich diese im Rahmen einer Multikanalstrategie in die verschiedenen Werbe- und Distributionskanäle einfügen.

Die Praxiskooperation soll zur Forschung im Bereich Multi-Channel Management beitragen und zugleich wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse für die Wirtschaft generieren. Das Projekt wird über den in 2013 gegründeten Software Innovation Campus Paderborn koordiniert und ist ein weiteres Beispiel für die interdisziplinäre Zusammenarbeit über verschiedene Departments in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften hinweg.

Projektlaufzeit: 01.08.2014 - 31.08.2017

Ansprechpartner: Prof. Dr. Kundisch

Gruppenbasierte Empfehlungsalgorithmen für Programm und Softwarenutzung einer cloud-basierten Set-Top-Box

Erforschung von besseren Empfehlungsalgorithmen, insbesondere für kurzlebige bzw. sich ändernde Nutzergruppen

Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines vollständig Cloud-basierten Dienstes zur Bereitstellung von TV-Inhalten. Dabei ist die Möglichkeit, Inhalte vorzuschlagen, die dem Benutzer bzw. einer Gruppe von Benutzern zusagen könnte, ein echter Mehrwert. Dieser Dienst (insbesondere die Programmfunktionen) soll über SmartDevices wie Smartphones, Tablets etc. Internet-basiert steuerbar sein. Zur Web-basierten Kontrolle eines Digital Receivers bedarf es dabei eines Protokolls, mit dem die funktionalen Komponenten eines webbasierten Programmdienstes Anweisungen an beliebige, Web-fähige Endgeräte erteilen können.

Zur Übertragungs- und Dienstprotokollentwicklung gehört sowohl die Schnittstellendefinition für Cloud Services bzw. die Endgeräte als auch die Entwicklung eines Sets Cloud-basierter Programmservices. Mit Hilfe der Erweiterung von Matrix-Faktorisierungsalgorithmen soll ein gruppenspezifisches Empfehlungssystem Cloud-basiert implementiert werden. Dieses System soll dann in der Lage sein, Empfehlungen nicht nur für einzelne Benutzer auszusprechen - wie es bspw. von automatischen Empfehlungen beim Online-Shopping bekannt ist - sondern ganze Gruppen zu berücksichtigen. Somit können TV-Inhalte vorgeschlagen werden, die die Geschmäcker von allen Zuschauern eines solchen Gerätes berücksichtigen.

Projektlaufzeit: 01.01.2015 - 31.08.2016

Ansprechpartner: Jun.-Prof. Dr. Artus Krohn-Grimberghe

it's OWL: InVorMa - Intelligente Arbeitsvorbereitung auf Basis Virtueller Werkzeugmaschinen

Leitprojekt im
Spitzencluster it’s OWL

Produktion am Standort Deutschland kann nur wettbewerbsfähig stattfinden, wenn Produktionsanlagen effizient betrieben werden. Die Produktionsplanung wird bereits heute durch Software-Systeme aus den Bereichen der „Digitalen Fabrik“ und „Virtuellen Produktion“ unterstützt. Auf diesem Gebiet besteht ein erheblicher Forschungsbedarf, damit die Unternehmen die Auslastung ihrer Anlagen im Hinblick auf Maschinen, Werkzeuge, Materialien, Energie und Arbeitskraft noch besser optimieren können. Vor allem können so Benutzerfreundlichkeit, Verlässlichkeit und Ressourceneffizienz gesteigert werden.

Ziel des Forschungsprojekts ist die Entwicklung einer Dienstleistungsplattform zur optimierten Arbeitsvorbereitung auf der Basis von virtuellen Werkzeugmaschinen. Schwerpunkte sind das virtuelle Einrichten der Maschine, die Auftragsverteilung und die Aufbereitung von Expertenwissen.

Dazu werden innovative Methoden, Technologien und IT-Werkzeuge für die virtuelle Arbeitsvorbereitung entwickelt. Insbesondere geht es um neue Ansätze für das Wissensmanagement, parallel ausführbare Optimierungsverfahren und web-basierte Verfahren für verteilte Rechnersysteme mit sensiblen Daten, also die effektive Kombination von Rechnerleistungen an unterschiedlichen Standorten. Die Projektpartner greifen dabei auf Ergebnisse aus den Spitzencluster-Querschnittsprojekten zu, wie z. B. „Selbstoptimierung“ und „Systems Engineering“. In Pilotprojekten werden unterschiedliche Aspekte mit Anwenderunternehmen validiert, beispielsweise die Simulation von Werkzeugmaschinen in einer Cloud-Umgebung oder eine automatisierte, lernende Leistungssteigerung auf der Basis von Evaluationsverfahren. Auf Grundlage der Projektergebnisse werden Prototypen entwickelt und in einer Dienstleistungsplattform umgesetzt.

Die Projektergebnisse liefern Services zur schnellen und automatisierten Optimierung vorgegebener Bearbeitungsprozesse und ermöglichen somit eine ressourcenoptimale Fertigungsplanung. So lassen sich beispielsweise bis zu 80% der Einrichtzeiten an der Maschine einsparen. Insgesamt werden Zeit-, Ressourcen- und Kosteneinsparungen von über 30% erwartet. Somit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen mit Produktion am Standort Deutschland. 

Projektlaufzeit: 01.07.2012 - 30.06.2016

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dangelmaier & Prof. Dr. Suhl

CoMES - Contract Maturity for Enterprise Systems

CoMES stellt ein Entscheidungsmodell zur Verfügung, welches die Reife von Vertragsbausteinen definiert. Aus der Kombination verschiedener betriebswirtschaftlicher, juristischer und finanzieller Parameter ergeben sich Reifestufen. Abhängig von ihrer Reife können Verträge mit zwischenbetrieblichen Informationssysteme automatisiert werden. Die Reife bestimmt zu welchem Grad die zwischenbetrieblichen Informationsflüsse automatisiert werden können oder einen Eingriff von Menschen erforderlich macht. Eine hohe Reife ermöglicht einen hohen Automationsgrad und reduziert einen menschlichen Eingriff auf Störungen im Vertragsablauf. Reife ist dabei kein statisches Merkmal, sondern kann sich dynamisch z.B. mit der Frequenz oder im Lebenszyklus des Vertrages ändern. Häufig auftretende Routinen schlagen sich dann in einer entsprechend höheren Reife nieder. So entstehen evolutionär mehr und mehr automatisierte Prozesse, welche aus Vertragsbausteinen resultieren, bis ganze Verträge ohne menschlichen Eingriff erfüllt werden können.

Ansprechpartner Prof. Dr. Fischer

SFB 901: On-The-Fly Computing

Deutsche Forschungs-gemeinschaft

Sonderforschungs-bereich 901

Multikanalstrategien für den Möbelhandel

Unternehmensgruppe finke


Software Innovation Campus Paderborn

Gruppenbasierte Empfehlungsalgorithmen

Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie

 
Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand

it's OWL: InVorMa

Bundesministerium für Bildung und Forschung


Spitzencluster
it's owl

Weiterführende Informationen

Details zu diesen und weiteren Projekten finden Sie jeweils auf den Webseiten der (Junior)Professuren.

The University for the Information Society