Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

DFG-Projekt "Unternehmer"

Förderung der Selbstregulationsfähigkeit angehender Unternehmer/-innen zur Bewältigung unternehmerischer Unsicherheit

Unternehmer/-innen stehen – gerade in der Gründungsphase – häufig vor der Herausforderung, unter großer Unsicherheit und auf Basis lückenhafter Informationen zu handeln. Die Forschung interessiert sich zunehmend für die Frage, welche psychologischen Merkmale Unternehmern/-innen dabei helfen, solche Unsicherheiten zu bewältigen. Wie entscheiden sie, ob es effektiv ist, eine schnelle Entscheidung auf Basis weniger Informationen zu treffen? Wann stoßen sie weiterführende Lernprozesse an, um die Unsicherheit einer Entscheidungssituation zu reduzieren? Bislang wurde der Zusammenhang zwischen den psychologischen Merkmalen von Unternehmern/-innen und ihrem Lernhandeln unter der Bedingung von Unsicherheit noch nicht tiefgreifend untersucht. Wir ziehen das Konzept der Selbstregulation heran, um die dynamische Beziehung zwischen unternehmerischem Lernen und dem Handeln unter Unsicherheit zu erforschen. Im Einzelnen adressieren wir die folgenden Forschungsfragen:

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der kognitiven Selbstregulationsfähigkeit von Unternehmern/-innen und ihrem Lernverhalten in Situationen mit großer Unsicherheit?

Welcher Zusammenhang besteht zwischen der motivationalen Selbstregulationsfähigkeit von Unternehmern/-innen und ihrem Lernverhalten in Situationen mit großer Unsicherheit?

Welche konkreten Strategien nutzen Unternehmer/-innen mit hohen Selbstregulationsfähigkeiten, um sich selbst in Situationen mit großer Unsicherheit zu motivieren?

Welche domänenspezifischen Interventionen können die Weiterentwicklung unternehmerischer Selbstregulationsfähigkeit im Rahmen der Entrepreneurship Education unterstützen?

Wir betrachten die individuelle Selbstregulationsfähigkeit als zentralen Faktor dafür, warum einige Unternehmer/-innen in der Lage sind, Lernprozesse so zu gestalten, dass sie besser mit Unsicherheit in Entscheidungssituationen umgehen. Selbstregulation erlaubt es, die eigene Kognition und Motivation aktiv zu überwachen und zu regulieren. Selbstreguliertes Lernen (SRL) fokussiert auf das „Wie“ der Selbstregulation, d. h. konkrete kognitive Prozesse und Handlungsstrategien. Unsere Forschung konzentriert sich auf zwei Ziele: Erstens wird der Zusammenhang zwischen unternehmerischer Selbstregulationsfähigkeit und der Nutzung kognitiver und emotionaler Regulations-/ bzw. Lernstrategien in unsicheren Situationen untersucht (Studie 1). Zweitens werden Interventionen entwickelt, um die SRL-Fähigkeiten von (künftigen) Unternehmern/-innen weiterzuentwickeln (Studie 2). Die erste Studie untersucht in einem einjährigen Längsschnitt, wie ca. 100 Gründer/-innen Unsicherheit in Entscheidungsprozessen bewältigen und welcher Zusammenhang zu den individuellen Selbstregulationsfähigkeiten besteht. Die zweite Studie nutzt ein kontrolliertes Pre-Post-Design mit einem studentischen (ca. 400) und einem Praktiker/-innen (ca. 100) Sample. Dabei wird die Effektivität verschiedener Interventionen zur Förderung von SRL-Fähigkeiten erforscht.

Kontakt

Prof. Dr. Tobias Jenert

Hochschuldidaktik und -entwicklung

Tobias Jenert
Telefon:
+49 5251 60-5711
Büro:
Q1.322

Sprechzeiten:

nach vorheriger Terminvereinbarung per E-Mail

Die Universität der Informationsgesellschaft