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Master- und Projektarbeiten

Master- und Projektarbeiten werden meist im Rahmen von Forschungsprojekten bearbeitet. Dabei werden aktuelle Fragestellungen aus unterschiedlichen Themenbereichen der Wirtschaftsinformatik, bspw. IT Business Value, E-Business, E-Finance, IT Controlling, Wertschöpfungsmanagement und Financial Engineering - sowohl rein theoretischer Natur, als auch solche mit hohem Praxisbezug - vertiefend und umfassend bearbeitet und Lösungen entwickelt. Gerade hier besteht die hervorragende Möglichkeit, Problemlösungsfähigkeiten weiterzuentwickeln und damit eine wichtige Schlüsselqualifikation an der Schnittstelle von Betriebswirtschaftslehre und Informations- und Kommunikationssystemen zu erwerben.

Beispiele für in letzter Zeit bearbeitete Themen:

  • Information disclosure related event studies – An analysis of automatisation opportunities and effects of unscheduled news
  • Integration von qualitativer und quantitativer Analyse von Geschäftsmodellen durch Verknüpfung von Geschäftsmodellrepräsentationen und Simulation
  • Dokumentation von Geschäftsmodelllogik: Ein experimenteller Vergleich textueller und graphischer Repräsentationsansätze
  • Benchmarking Landwirtschaftlicher Lohnunternehmen: Entwicklung und Implementierung eines Artefakts zur strategischen Beratung
  • Profitorientiertes Suchmaschinenmarketing - Der Einfluss der Anzeigenposition auf zentrale Key-Performance-Indikatoren im Search Engine Advertising
  • Sind Geschäftsmodelle „messbar“? Ein Verfahren zur Analyse von Geschäftsmodelländerungen

Aktuelle Themen aus den Forschungsbereichen des Lehrstuhls

Beziehungen innerhalb und zwischen Geschäftsmodellen: Systematische Analyse von Geschäftsmodell-Modellierungssprachen

Betreuer:

Daniel Szopinski

Inhalt:

Geschäftsmodell-Modellierungssprachen sind spezielle Modellierungssprachen, die es ihren Nutzern ermöglichen, die Kernelemente und -logik eines Geschäftsmodells zu visualisieren. Eine in Forschung und Praxis gleichermaßen weit verbreitete Geschäftsmodell-Modellierungssprache ist zum Beispiel das Business Model Canvas. Solche Geschäftsmodell-Modellierungssprachen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Semantik, Syntax und Pragmatik. Geschäftsmodell-Modellierungssprachen können u. a. dabei helfen: existierende Geschäftsmodelle besser zu verstehen, die Kommunikation über existierende und neu zu entwickelnde Geschäftsmodelle zu verbessern, Ideen für neue, innovative Geschäftsmodelle zu generieren und Anforderungen an die für ein Geschäftsmodell benötigten Informationssysteme abzuleiten.

Innerhalb eines Geschäftsmodells wie auch zwischen Geschäftsmodellen mehrerer Marktteilnehmer kann es zahlreiche Beziehungen geben und jede Änderung des Geschäftsmodells eines Marktteilnehmers kann dadurch potenziell zur Änderung, Neuentwicklung oder Beendigung des Geschäftsmodellseines oder mehrerer anderer Marktteilnehmer führen. Die Explikation von Beziehungen innerhalb und zwischen Elemente von Geschäftsmodellen erfährt daher eine besondere Bedeutung, insbesondere bei plattformbasierten Geschäftsmodellen.

Das Ziel dieser Masterarbeit ist ein strukturierter Überblick über die Art und Weise, welche Typen von Beziehungen (z.B. Multiplizität, Richtung, Komposition/Aggregation) in Geschäftsmodell-Modellierungssprachen dargestellt werden können. Auf Basis eines zu entwickelten umfangreichen Geschäftsmodell-Szenarios, soll ein weitereichender Vergleich von verschiedenen Geschäftsmodell-Modellierungssprachen ermöglicht werden. In einem ersten Schritt sollen dafür Typen von Beziehungen auf den Kontext von Geschäftsmodellen prototypisch übertragen werden und daraus Anforderungen an das Geschäftsmodell-Szenario formuliert werden. In einem zweiten Schritt soll das zuvor entwickelte Geschäftsmodell-Szenario herangezogen werden, um bestehende Geschäftsmodell-Modellierungssprachen zu analysieren, inwiefern sie die Modellierung verschiedener Typen von Beziehungen ermöglichen. Dazu kann auf einen systematischen Überblick über Geschäftsmodell-Modellierungssprachen zurückgegriffen werden. In einem dritten Schritt sollen dann Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Möglichkeiten und Grenzen der Geschäftsmodell-Modellierungssprachen aufgezeigt sowie Möglichkeiten zur Erweiterung dieser diskutiert werden.

Benötigte Vorkenntnisse:

Grundlagen Modellierungssprachen und gute Englischkenntnisse

Startliteratur:

John T, Kundisch D, Szopinski D (2017) Visual languages for modeling business models: A critical review and future research directions. In: Proceedings of the 38th International Conference on Information Systems (ICIS 2017), Seoul, South Korea.

Bork D, Karagiannis D, Pittl B (2020) A survey of modeling language specification techniques. Information Systems 87:101425.

Osterwalder A, Pigneur Y (2010) Business model generation: A handbook for visionaries, game changers, and challengers. Wiley, Hoboken, NJ, USA

Typ:

Masterarbeit

Status:

vergeben

Entwicklung und Evaluation einer Taxonomie von Bewertungssystemen

Betreuer:

Martin Poniatowski

Inhalt:

Die Anzahl der Webseiten, die die Möglichkeit bieten eine eigene Einschätzung zu einem Produkt oder einer Dienstleistung in Form einer Bewertung innerhalb eines Bewertungssystems abzugeben, steigt kontinuierlich. Sei es ein erworbenes Produkt bei Amazon, ein besuchtes Restaurant bei Google Maps oder ein gemietetes Zimmer bei Airbnb, Kunden nehmen diese Möglichkeiten zunehmend wahr und beschreiben ihre Erfahrungen. In der Regel besteht eine Bewertung aus zwei Teilen: (1) einer Benotung, bspw. über die Anzahl an Sternen, und (2) einer textuellen Beschreibung, in welcher die eigenen Erfahrungen beschrieben werden, die mit der Öffentlichkeit geteilt werden sollen. Diese Bewertungen helfen potentiellen Kunden sich eine Meinung über die angebotenen Produkte und Dienstleistungen zu bilden um eine fundierte Kaufentscheidung zu treffen. Somit ist die Gestaltung des Bewertungssystems ein wichtiger Aspekt für Plattformbetreiber. In der Praxis gibt es diesbezüglich verschiedene Herangehensweisen. Beispielsweise gibt es Unterschiede bei der Benotung hinsichtlich angebotener Skala (1 bis 5 Sterne oder 1 bis 10 Punkte, etc.) oder Dimensionsanzahl (Gesamtbenotung oder Benotung pro Dimensionen). Bei der textuellen Beschreibung der Erfahrungen gibt es ebenfalls Unterschiede. So bieten manche Plattformbetreiber ein einfaches Textfeld ohne weitere Hinweise an, während andere die Textfelder, bspw. nach Dimensionen, strukturieren und klare Anweisungen als Hilfestellungen geben, wie zum Beispiel, dass die Vor- und Nachteile beschrieben werden sollen. Daraus ergeben sich unterschiedliche Eingabemasken und -abläufe wie Kunden die Benotung sowie die textuelle Beschreibung eingeben können. Diese können sich unterschiedlich auf das Bewertungsverhalten des Kunden auswirken. Auf der anderen Seite, der Seite der Präsentation und Aggregation der Bewertungen, gibt es ebenfalls unterschiedliche Vorgehensweisen. Unter anderem werden unterschiedliche Metriken (Durchschnittsbewertung und Verteilung) oder Funktionen (Filtern mit Tags oder Sortierung nach Nützlichkeit) angeboten, um die Bewertungen anzuzeigen. Hier liegt die Wahrnehmung der Bewertungen im Fokus und das damit verbundene Verhalten des potentiellen Kunden. Um diese Zusammenhänge untersuchen zu können, ist es wichtig zuerst systematisch zu erfassen, welche verschiedenen Bewertungssysteme existieren. Die Entwicklung einer Taxonomie in diesem Bereich ist deshalb für die Forschung auf dem Gebiet der Wirtschaftsinformatik äußerst interessant. Das Ziel dieser Masterarbeit ist somit eine Taxonomie nach Nickerson et al. (2013) systematisch zu entwickeln, dessen Forschungsgegenstand Bewertungssysteme darstellen.

Benötigte Vorkenntnisse:

Gute Englischkenntnisse

Startliteratur:

Nickerson, R. C., Varshney, U., & Muntermann, J. (2013). A method for taxonomy development and its application in information systems. European Journal of Information Systems22(3), 336-359.

Gutt, D., Neumann, J., Zimmermann, S., Kundisch, D., & Chen, J. (2019). Design of review systems–A strategic instrument to shape online reviewing behavior and economic outcomes. The Journal of Strategic Information Systems28(2), 104-117.

Typ:

Masterarbeit

Status:

vergeben

 

Ein Literaturüberblick zur Varianz in Kundenbewertungen

Betreuer:

Dennis Kundisch

Inhalt:

Online-Bewertungssysteme sind ein integraler Bestandteil der heutigen Internetwirtschaft. Ob bei einem Restaurantbesuch, bei der Urlaubsplanung oder auf der Suche nach einer neuen Digitalkamera: Plattformen wie Yelp, TripAdvisor oder Amazon bieten Bewertungssysteme, die helfen ein Produkt zu finden, das optimal zum Geschmack des potentiellen Konsumenten passt.

Es gibt mittlerweile ein umfangreiches Schrifttum, welches sich den Fragen nach den Wirkungen der Anzahl von Bewertungen und der durchschnittlichen Bewertung auf bspw. die Verkäufe widmet. Erst in der jüngsten Zeit ist auch die Frage des Informationsgehalts der Verteilung dieser Kundenbewertungen (bspw. gemessen durch die Varianz der numerischen Kundenbewertungen) ins Zentrum des Interesses gerückt. Dabei wird an dieser Frage sowohl in der Psychologie, dem Marketing auch in der Wirtschaftsinformatik/dem Information Systems gearbeitet.

Ziel dieser Master-/Projektarbeit ist die systematische Aufarbeitung der zu diesem Thema vorhandenen Literatur sowie die Ableitung einer zugehörigen Forschungsagenda.

Benötigte Vorkenntnisse:

Gute Englischkenntnisse (die relevante Literatur ist ausschließlich auf Englisch vorhanden), Spaß am Literaturstudium 

Startliteratur:

Clemons, E., Gao. G, and Hitt, L.M. 2006. When online reviews meet hyperdifferentiation: A study of the craft beer industry, Journal of Management Information Systems (23:2), pp. 149-171.

Herrmann, P., Kundisch, D., Zimmermann, S., and Nault, B. 2015. How do different Sources of the Variance of Consumer Ratings Matter?, Proceedings of the International Conference on Information Systems ICIS.

Sun, M. 2012. How does the variance of product ratings matter? Management Science (58:4), pp. 696-707.

Jane Webster and Richard T. Watson. Analyzing the past to prepare for the future: Writing a literature review. MIS Quarterly, 26(2):xiii–xxiii, June 2002.

Typ:

Master- oder Projektarbeit

Status:

vergeben 

 

Stoppt das Sharing?  – Ökonometrische Untersuchungen zur gesetzlichen Einschränkung von Airbnb

Betreuer:

Jürgen Neumann

Inhalt:

Sharing Economy Plattformen wie Uber oder Airbnb erfreuen sich stetig wachsender Beliebtheit. Sie ermöglichen es Privatpersonen ihre nicht genutzten Ressourcen anderen Konsumenten gegen ein Entgelt zur Verfügung zu stellen. Neben altruistischen und sozialen Gründen für eine solche Bereitstellung spielen auch kommerzielle/wirtschaftliche Interessen eine zentrale Rolle. Diese Plattformen ermöglichen jedoch nicht nur eine höherenMarkteffizienz durch die Nutzung freier Ressourcen. Die wirtschaftlichen Interessen der Plattformnutzer führen auch dazu, dass andere Märkte beeinflusst werden. Beispielsweise zeigen Studien, dass die Nutzung von Airbnb zur Erhöhung von Mieten und Immobilienpreisen sowie zur Senkung von Hotelpreisen führt.

Diese teils negativen Auswirkungen haben in der Vergangenheit zur gesetzlichen Regulierung von Plattformen wie Airbnb geführt. Beispielsweise wurde das Anbieten von mehr als einer Wohnungseinheit durch eine Einzelperson auf Airbnb in New York verboten. Ziel dieser Masterarbeit soll die ökonometrische Untersuchung solcher Gesetzesänderungen sein. In einem ersten Schritt soll dazu der Stand der Forschung zu den Auswirkungen der Sharing Economy und dem Einfluss von Gesetzesänderungen aufgearbeitet werden. Anschließend sollen relevante Gesetzesänderungen identifiziert werden. Die Zeitpunkte dieser Änderungen können dann in der ökonometrischen Analyse von Daten der Webseite insideairbnb.com Anwendung finden. Dabei kann zum einen die Effektivität der Gesetzesänderungen evaluiert werden. Zum anderen kann der Einfluss auf andere Märkte untersucht werden.

Benötigte Vorkenntnisse:

Gute Englischkenntnisse (die relevante Literatur ist fast ausschließlich auf Englisch vorhanden). Mikroökonometrische Kenntnisse (bspw. durch Besuch von W5489) erforderlich. Programmierkenntnisse und Kenntnisse in STATA oder R von Vorteil.

Startliteratur:

Alyakoob, M. and Rahman, M. (2018) “Shared Prosperity (or Lack Thereof) in the Sharing Economy” Available at SSRN: https://papers.ssrn.com/sol3/Papers.cfm?abstract_id=3180278

Barrron, K., Kung, E. and Proserpio, D. (2018) “The Sharing Economy and Housing Affordability: Evidence from Airbnb” Available at SSRN: https://papers.ssrn.com/sol3/Papers.cfm?abstract_id=3006832

Typ:

Masterarbeit

Status:

vergeben 

Vergabeverfahren

Für Masterarbeiten können Sie sich grundsätzlich jederzeit um ein Thema bewerben. Sollten Sie sich für eines der oben genannten Themen interessieren oder selbst einen Themenvorschlag entwickelt haben, dann vereinbaren Sie bitte per E-Mail ein Termin mit dem entsprechenden bzw. potenziellen Betreuer. Bitte senden Sie dem Betreuer dazu per E-Mail einen aktuellen Lebenslauf, eine Übersicht über bislang erbrachte Studienleistungen sowie das von Ihnen präferierte Thema. Diese Informationen dienen dazu, Sie zielgerichtet im Hinblick auf Ihre Abschlussarbeit beraten zu können. Idealerweise haben Sie bereits Vorlesungen und ein Seminar an unserem Lehrstuhl und/oder weitere Veranstaltungen anderer Lehrstühle passend zu Ihrem Themenwunsch besucht. Bitte schreiben Sie nur genau eine Person am Lehrstuhl an und nicht parallel mehrere. Wichtiger Hinweis: Mit Ihrer Bewerbung bestätigen Sie, dass sie sich ausführlich mit der Anfertigung einer wissenschaftlichen Arbeit auseinandergesetzt haben. Hierzu empfehlen wir Ihnen folgendes Buch:

Kornmeier, M. (2013) Wissenschaftlich schreiben leicht gemacht für Bachelor, Master und Dissertation, UTB.

Weiterhin empfehlen wir Ihnen an einem, vom Kompetenzzentrum Schreiben angebotenen Workshop zum Schreiben einer Abschlussarbeit teilzunehmen.
Nach einem ersten Gespräch mit dem potentiellen Betreuer der Arbeit fertigen Sie ein zwei bis dreiseitiges Dokument mit den folgenden Inhalten an:

  • Forschungsfrage und Motivation der Arbeit
  • Methodik die Sie in Ihrer Arbeit anwenden wollen
  • Geplante Vorgehensweise inklusive Zeitplan
  • Relevante Literatur für Ihr Thema
  • Erwartete Ergebnisse

Zum einen soll Ihnen dieses Dokument dabei helfen zu erkennen, ob Sie sich mit dem von Ihnen favorisierten Thema über einen Zeitraum von vier bis sechs Monaten auseinandersetzen möchten. Zum anderen hilft es Ihnen dabei Ihr potentielles Thema zu strukturieren und einen realistischen Arbeitsplan anzufertigen. Gleichzeitig bildet dieses Dokument auch für uns eine Basis um über die endgültige Betreuung des Themas zu entscheiden.

Sie haben Kontakt zu einem Unternehmen, bei dem Sie eine Masterarbeit anfertigen wollen?

Grundsätzlich werden auch Themen betreut, die Sie in Zusammenarbeit mit bzw. für von Ihnen identifizierte Unternehmen erstellen wollen. Jedoch ist bei solchen Themen immer im Einzelfall zu prüfen, ob das Thema Ihres Praxispartners auch wissenschaftlichen Anforderungen genügt und ob ein sinnvoller Zusammenarbeitsmodus zwischen Studierendem, Unternehmen und Lehrstuhl gefunden werden kann. Falls Sie eine solche Arbeit planen, dann melden Sie sich bitte ebenfalls mit den entsprechenden Unterlagen bei einem - aus Ihrer Sicht passenden - potenziellen Betreuer vom Lehrstuhl.

Hinweise zur Gestaltung von Masterarbeiten

Bitte orientieren Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Masterarbeiten (Layout und Zitierweise) beispielsweise an der bereitgestellten Vorlage.

Plagiate

Hiermit wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass bei der Erstellung von Abschlussarbeiten unbedingt darauf zu achten ist, Angaben der Quellen in die Prüfungsarbeiten einfließen zu lassen, sofern Inhalte aus anderen Arbeiten entnommen werden. Werden Inhalte ohne Angabe der Quelle im nachhinein identifiziert, so werden diese als Plagiate betrachtet. Entdeckte Plagiate werden vom Prüfungsausschuss streng geahndet.

Die Universität der Informationsgesellschaft