Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen
Bildinformationen anzeigen

Foto: Adelheid Rutenburges

Foto: Adelheid Rutenburges

Foto: Adelheid Rutenburges

Foto: Adelheid Rutenburges

Forschungsschwerpunkte

Die Professur für Finance forscht zur Behavioral und Social Finance, zu aktuellen Fragestellungen aus dem Bereich der Corporate Finance und zu Methoden des (quantitativen) finanzwirtschaftlichen Risikomanagements.

Ausgewählte Publikationen

Link zu Google Scholar

Das Papier untersucht den Einfluss von individueller Aufmerksamkeit auf die Risikobereitschaft von Investoren. Wir analysieren eine große Stichprobe von Handelsaktivitäten der Investoren eines Brokers, der seinen Kunden den Handel mit Differenzkontrakten (CFDs) ermöglicht und standardisierte Push-Nachrichten über die jüngste Aktienentwicklung an seine Kunden sendet. Der Vorteil dieser Stichprobe ist, dass wir die Push-Nachrichten als individuelle Aufmerksamkeitsauslöser isolieren können, die wir direkt mit der Risikobereitschaft derselben Personen in Verbindung bringen können. Ein besonderer Vorteil des CFD-Handels besteht darin, dass er Anlegern den Einsatz von Leverage ermöglicht, was uns ein reines Maß für die Risikobereitschaft der Anleger liefert, das unabhängig von der Entscheidung zum Kauf einer bestimmten Aktie ist. Leverage ist ein wichtiger Katalysator des spekulativen Handels, da er den Spielraum für extreme Renditen vergrößert und es Anlegern ermöglicht, größere Positionen einzugehen, als sie sich mit ihrem eigenen Kapital leisten können. Wir zeigen, dass Investoren aufmerksamkeitsgesteuerte Trades mit höherem Leverage ausführen, verglichen mit ihren anderen Trades, sowie denen anderer Investoren, die keine Push-Nachrichten erhalten haben.

 

Das Papier untersucht die Auswirkungen von Strafzahlungen auf die Profitabilität von Banken und deren Aktienperformance. Unter Verwendung eines einzigartigen Datensatzes von 671 Finanzstrafen, die 68 internationalen börsennotierten Banken von 2007 bis 2014 auferlegt wurden, finden wir eine negative Beziehung zwischen Strafzahlungen und der Vorsteuerrentabilität, aber keine Beziehung zur Nachsteuerrentabilität. Dieses Ergebnis lässt sich durch Steuereinsparungen erklären, da Banken bestimmte Finanzstrafen von ihrem steuerpflichtigen Einkommen abziehen dürfen. Darüber hinaus zeigt unsere empirische Analyse der Aktienperformance einen positiven Zusammenhang zwischen Geldstrafen und "Buy-and-Hold"-Renditen, was darauf hindeutet, dass die Anleger froh sind, dass die Fälle abgeschlossen werden, dass die Banken erfolgreich mit den Folgen des Fehlverhaltens umgehen und dass die verhängten Geldstrafen geringer sind als die wirtschaftlichen Gewinne, die durch das Fehlverhalten der Banken entstanden sind. Dieses Argument wird durch die positiven abnormalen Renditen unterstützt, die die Ankündigung einer Geldstrafe begleiten.

 

Das Papier untersucht die Auswirkungen des COVID-19-Ausbruchs auf die Handelsaktivitäten von Privatinvestoren. Wir zeigen, dass Investoren ihre Handelsaktivitäten im Zuge der Pandemie deutlich erhöhen, sowohl am der extensiven als auch an der intensiven Marge. Die Zahl der Anleger, die erstmals ein Brokerage-Konto eröffnen, steigt, während gleichzeitig etablierte Anleger ihre durchschnittlichen Handelsaktivitäten erhöhen.

 

Der Beitrag untersucht den Zusammenhang zwischen dem Geben von Finanzratschlägen und dem Dispositionseffekt auf einer Social-Trading-Plattform. Unsere empirischen Ergebnisse deuten darauf hin, dass sogenannte Leader anfälliger für den Dispositionseffekt sind als Anleger, denen kein anderer Trader folgt. Unter Verwendung eines Differenz-in-Differenzen-Ansatzes zeigen wir, dass der Dispositions-Effekt zunimmt, wenn man zum ersten Mal als Leader aktiv wird. Der erhöhte Verhaltenseffekt kann dadurch erklärt werden, dass sich Führungskräfte gegenüber ihren Anhängern verantwortlich fühlen, dass sie Angst haben, Anhänger zu verlieren, wenn sie eine schlechte Investitionsentscheidung zugeben, oder dass neu ernannte Führungskräfte versuchen, ihr soziales Image und ihr Selbstbild zu managen.

 

Das Papier untersucht die Preisbildung und Emissionsabhängigkeiten zwischen verschiedenen Arten von strukturierten Finanzprodukten (SFPs). Unsere Studie liefert Belege für Cross-Pricing zwischen Produkten mit komplementären Auszahlungsprofilen. Solche Abhängigkeiten können durch die Bemühungen der Emittenten erklärt werden, einen Auftragsfluss für Produkte zu generieren, die ihr aktuelles SFP-Risikomanagement ergänzen. Darüber hinaus beobachten wir Emissionsmuster, die mit dem Argument übereinstimmen, dass Emittenten die komplementären Auszahlungsprofile ausnutzen, wenn sie SFPs auf den Markt bringen. Unsere Studie hebt das Cross-Pricing aus einer Perspektive hervor, die in der Literatur bisher nicht berücksichtigt wurde.

 

 

Aktuelle Arbeitspapiere und laufende Projekte

'Social interactions and (financial) decision-making'
(c) Florian Stolle

(AUTOREN: D. LOSCHELDER, S. KRULL UND M. PELSTER)

Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft für finanzielle Unterstützung (PE 2525/5-1).

Das Projekt untersucht die Auswirkungen sozialer Interaktionen auf die finanzielle Entscheidungsfindung und die Risikobereitschaft von Privatinvestoren. Insbesondere untersuchen wir Präferenzen für Abhängigkeiten zwischen Auszahlungen für eigene Investitionen und Auszahlungen für Investitionen von Peers und die Auswirkungen solcher Abhängigkeiten auf die Risikobereitschaft von Anlegern.

'A boon or a bane? An examination of social communication in social trading'

Revision requested at Information Systems Research (a Financial Times top 50 journal, VHB-JOURQUAL: A+)

(AUTOREN: J. DENG, M. YANG, M. PELSTER UND Y. TAN)

Social Trading ist ein aufstrebender Markt in der Sharing Economy, der es unerfahrenen Anlegern (Kopierern) ermöglicht, automatisch und in Echtzeit den Trades von Experten (Leadern) zu folgen. Wir verwenden ein separables temporales exponentielles Zufallsgraphenmodell (STERGM), um die Linkbildung und -auflösung eines großen Social-Trading-Netzwerks zu analysieren. Im Gegensatz zu traditionellen sozialen Netzwerken zeichnen sich soziale Handelsnetzwerke durch eine schnelle Auflösung von Links aus, was die Bedeutung der Untersuchung der Netzwerkauflösung erhöht. Wir untersuchen, wie die soziale Kommunikation, zusammen mit der finanziellen Performance und der Demographie, die dynamische Entwicklung des Netzwerks beeinflusst und befassen uns mit der bestehenden Abhängigkeit zwischen Kopierer-Leader-Links. Unsere Ergebnisse zeigen, dass soziale Kommunikation, finanzielle Performance und demografische Faktoren wichtige Determinanten der Linkbildung sind. Sobald jedoch ein Link gebildet wurde, konzentrieren sich die Kopierer hauptsächlich auf die finanzielle Performance und die Kommunikation, nicht aber auf demographische Faktoren. Somit sind die Determinanten der Linkbildung und -auflösung asymmetrisch. Verschiedene Arten der sozialen Kommunikation, wie Beiträge und Kommentare, haben unterschiedliche Auswirkungen auf die Linkbildung und -auflösung. Unsere Ergebnisse liefern wichtige Implikationen sowohl für Investoren als auch für Social Trading-Plattformen.

Working Paper

'Managerial personality traits and selective hedging'

Revision requested at the Journal of Business Ethics (a Financial Times top 50 journal)

(AUTHOREN: A. HOFMANN, N. KLOCKE, M. PELSTER  UND S. WARKULAT)

Wir danken dem Frankfurter Institut für Risikomanagement und Regulierung (FIRM) für finanzielle Unterstützung.

„[...] the most significant risk management failures in recent history have their roots in psychology, and [...] the practice of risk management can be improved by incorporating an explicit psychological dimension.“ (Hersh Shefrin, 2016)

Die Forschung im Bereich des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements von Unternehmen wird von Theorien der rationalen Wahl dominiert. So liefern traditionelle Theorien des unternehmerischen Risikomanagements zahlreiche theoretische Argumente für die Auffassung, dass das passive Zusammenbringen eines Risikos mit einem entgegengesetzten Risiko Wert für Aktionäre schafft. Diese Theorien erlauben es jedoch häufig nicht, das Hedging-Verhalten von Unternehmen in der Praxis zu erklären. Stattdessen wird in der empirischen Literatur wiederholt festgehalten, dass zahlreiche Unternehmen keine passive Absicherung wählen, sondern aktiv den Umfang und den Zeitpunkt ihrer Derivatetransaktionen variieren. Im Gegensatz zu theoretischen Vorhersagen einer optimalen Absicherungspolitik von Unternehmen verhalten sich Firmen spekulativ und ändern regelmäßig die Zusammensetzung ihrer Derivateportfolios. Als direkte Folge davon zeigen die Absicherungsquoten unter Berücksichtigung der relevanten Fundamentaldaten eine deutlich höhere Volatilität als erwartet. In der Literatur wird die Anpassung und zeitliche Abstimmung von Hedging-Transaktionen auf der Grundlage von Marktmeinungen als „selektives Hedging“ bezeichnet. Die weit verbreitete Praxis des selektiven Hedgings bleibt bis heute ein Rätsel. Das Projekt analysiert, wie die Persönlichkeitsmerkmale von Risikomanagern ihre Entscheidungsprozesse beeinflussen und das selektive Absicherungsverhalten von Unternehmen beeinflussen. 

'Dark triad managerial personality and financial reporting manipulation'

Revision requested at the Journal of Business Ethics (a Financial Times top 50 journal)

(AUTOREN: MARTIN MUTSCHMANN, TIM HASSO UND MATTHIAS PELSTER)

In gewisser (Un)Regelmäßigkeit werden wir Zeugen von Bilanzskandalen, die Milliarden an Marktkapitalisierung vernichten. Das jüngste Beispiel für einen derartigen Skandal ist Wirecard, frühere Beispiele sind unter anderem Enron oder WorldCom. Grundsätzlich ist Unternehmensbetrug ein Thema, das die ständige Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit, der Aufsichtsbehörden und der Wissenschaft auf sich zieht. Meistens beginnt die Aufmerksamkeit jedoch zu spät, nämlich erst dann, wenn die Kosten eines großen Betrugsfalls für Aktionäre und Kreditgeber, Arbeitnehmer und die Gesellschaft bereits in die Millionen gehen.

An diesen groß angelegten Buchhaltungsskandalen sind oft Topmanager beteiligt, die dafür verantwortlich sind, diese betrügerischen Praktiken zu initiieren, aufrechtzuerhalten und über lange Zeiträume zu verbergen. Man kann argumentieren, dass es für jeden Einzelnen gewisse Veranlagungen braucht, um einen langfristigen Betrug erfolgreich aufrechtzuerhalten. Unethische Entscheidungsfindung, Lügen zum eigenen Vorteil, ein Gefühl der Überlegenheit und ein Mangel an Schuld und Reue sind alles Folgen einer Persönlichkeit der „dunklen Triade“. Laut der Psychologie sind solche Eigenschaften besonders häufig bei Betrügerinnen und Betrügern anzutreffen.

In diesem Projekt untersuchen wir mit Hilfe von Theorie und Messgrößen aus der Persönlichkeitspsychologie die Auswirkungen von Persönlichkeitsmerkmalen des Managements auf betrügerische Bilanzierungspraktiken. Wir finden eine starke positive Beziehung zwischen dunklen Triaden-Persönlichkeitsmerkmalen von Managern und Buchhaltungsmanipulation. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine höhere Ausprägung des Persönlichkeitsmerkmals der dunklen Triade die Wahrscheinlichkeit, sich an betrügerischer Buchhaltung zu beteiligen, deutlich erhöht.

Wir stellen auch fest, dass traditionelle Risikokontrollmechanismen wie interne Revisionsabteilungen, die mit internem Personal besetzt sind, und Whistleblower-Regelungen diese Praktiken nicht wirklich abschwächen können. Eine unabhängige und ausgelagerte interne Revisionsfunktion trägt jedoch dazu bei, Bilanzbetrug erfolgreich einzudämmen. Konkret führt eine solche mit externem Personal besetzte Revisionsfunktion dazu, dass die negativen Auswirkungen von Managern mit dunkler Triaden-Persönlichkeit auf die Buchhaltungspraktiken von Unternehmen um etwa 41% verringert werden. Folglich bietet die Durchführung der Kontrollaufgabe durch Externe einen Schutz gegen solche Manipulationen. Dieses Ergebnis hat starke praktische Implikationen, da es Argumente für die Auslagerung solcher Kontrolltätigkeiten liefert, anstatt sie intern zu behalten.

Working Paper

'Shareholder activism: international evidence'

(AUTOREN: JOCHEN HARTMANN, MATTHIAS PELSTER UND SÖNKE SIEVERS)

Aktivismus von Aktionären hat in den letzten Jahren stark zugenommen und sich sowohl über Länder als auch über verschiedene Arten von Investoren verbreitet. Heute finden 50% aller Engagements außerhalb Nordamerikas statt, wobei Nicht-Hedgefonds-Investoren ein Drittel aller Engagements ausmachen. Wir untersuchen die Auswirkungen und Treiber von Hedgefonds- und Nicht-Hedgefonds-Aktivismus anhand eines internationalen Datensatzes von 2.689 aktivistischen Engagements in 44 Ländern zwischen 2008 und 2019. Aktivistische Investitionen in Nordamerika bringen im Durchschnitt die größten unmittelbaren positiven abnormalen Aktienmarktrenditen und Buy-and-Hold-Renditen, gefolgt von Engagements in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. In Nordamerika liegen die kurzfristigen abnormalen Renditen für Hedgefonds auf einem ähnlichen Niveau wie die für Nicht-Hedgefonds, aber in Europa und im asiatisch-pazifischen Raum sind abnormale Renditen für Nicht-Hedgefonds höher. Global gesehen erzielen Hedgefonds jedoch höhere Buy-and-Hold-Renditen und sind bei der Umsetzung von Veränderungen in den Zielunternehmen erfolgreicher als Nicht-Hedgefonds. Insgesamt deuten unsere Ergebnisse auf unerfüllte Erwartungen der Investoren hin, da die abnormalen Renditen zum Zeitpunkt der Ankündigung eines Engagements steigen, aber die (abnormalen) Buy-and-Hold-Renditen und die Auswirkungen auf die Leistungskennzahlen der Zielunternehmen sowohl bei Hedge-Fonds als auch bei Nicht-Hedge-Fonds abnehmen. Working Paper

     

Forschungsprojekte

Forschung zu Handelsaktivitäten von Privatinvestoren

Anhand von Brokerage-Daten untersuchen wir das Handelsverhalten von Privatinvestoren und wie Privatinvestoren ihre Handelsaktivitäten als Reaktion auf neue Brokerage-Funktionen (z. B. Push-Benachrichtigungen in Arnold et al., 2021) oder aufgrund von externen Schocks wie dem COVID-19-Ausbruch (Ortmann et al., 2020) oder terroristischen Aktivitäten (Hasso et al., 2020) anpassen.

 

Forschung zu Social Trading

In unserer Forschung zum Thema Social Trading untersuchen wir die interaktionsbasierten Beziehungen von Investoren auf einer großen Social-Trading-Plattform und wie sich das Verhalten von Investoren aufgrund von sozialen Interaktionen (im Social Trading) verändert.

 

Forschung zur Bankwirtschaft, Strafzahlungen und Regulierung

Unsere Forschung untersucht die Auswirkungen von finanziellen Strafzahlungen sowie von Bankkapital, Regulierung und Aufsicht auf die Aktienperformance und das systemische Risiko globaler Banken. In Köster und Pelster (2017) zeigen wir zum Beispiel, dass die Ankündigung von Strafzahlungen mit einer erhöhten Aktienperformance einhergeht.

 

Abhängigkeitsstrukturen und die Implikationen von Strafzahlungen auf das Asset Pricing

Dieses Projekt befasst sich mit den Implikationen von Abhängigkeitsstrukturen auf die Preisbildung von Vermögenswerten. Pelster und Vilsmeier (2018) betrachten die Bedeutung von (nicht-linearen) Abhängigkeitsstrukturen bei der Preisbildung von Vermögenswerten für den Fall von CDS-Kontrakten und zeigen, dass die CDS-Preisdynamik hauptsächlich durch Faktoren erklärt werden kann, die die Sensitivität von Unternehmen gegenüber extremen Marktbewegungen beschreiben. Pelster und Schertler (2019) zeigen, dass Emittenten von strukturierten Finanzprodukten über die konventionelle Absicherung hinaus Cross-Pricing und Cross-Emission von Optionsscheinen und Discount-Zertifikaten als Instrumente im Risikomanagement nutzen.

Sie interessieren sich für:

Die Universität der Informationsgesellschaft