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Foto: Adelheid Rutenburges

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Forschungsschwerpunkte

Die Juniorprofessur für Finance forscht zur Behavioral und Social Finance und zu Methoden des quantitativen finanzwirtschaftlichen Risikomanagements. Aktuelle Forschungsprojekte der Juniorprofessur untersuchen die Auswirkungen von Aufmerksamkeit auf das Risikoverhalten von Privatinvestoren, Peer-Effekte bei Investitionsentscheidungen, Abhängigkeitsstrukturen von Risiken im Bereich der Finanzmärkte und Fragestellungen rund um Risikomanagement-Entscheidungen von Unternehmen.

Persönliche Webseite

Aktuelle Projekte

'Attention Triggers and Retail Investors' Trading Behavior'
(c) Florian Stolle

(AUTOREN: M. ARNOLD, M. PELSTER UND M.G. SUBRAHMANYAM)

Wir danken der Fritz Thyssen Stiftung für finanzielle Unterstützung (Az. 50.19.0.020WW). 

Das Projekt untersucht die Auswirkungen von individueller Aufmerksamkeit auf die Risikobereitschaft von Anlegern. Wir analysieren einen großen, neuartigen Datensatz von Handelsaufzeichnungen eines europäischen Brokerage-Dienstes, der es seinen Kunden ermöglicht, Differenzkontrakte (Contracts for Differences, CFD) zu handeln und seinen Kunden standardisierte Push-Nachrichten über die jüngste Wertentwicklung von Aktien sendet. Der Vorteil des Datensatzes besteht darin, dass wir die "Push" -Nachrichten als einzelne Aufmerksamkeitsauslöser isolieren können und diese direkt mit der Risikobereitschaft derselben Person verknüpfen können. Ein besonderer Vorteil des CFD-Handels besteht darin, dass die Anleger ihre Positionen hebeln können (d.h., Leverage aufnehmen können). Dadurch erhalten wir ein reines Maß für die Risikobereitschaft der Anleger, das unabhängig von der Kaufentscheidung für eine bestimmte Aktie ist. Leverage ist ein wichtiger Katalysator für spekulatives Handeln, da es den Bereich extremer Renditen vergrößert und es Anlegern ermöglicht, größere Positionen einzugehen, als sie sich mit ihrem eigenen Kapital leisten können. Ebenfalls erlauben CFDs es Anlegern, relativ einfach Leerverkäufe einzugehen. Leerverkäufe bieten Anlegern eine wichtige zusätzliche Flexibilität, um ihr Portfolio an sich ändernde Erwartungen anzupassen. Wir zeigen, dass Anleger im Vergleich zu ihren regulären Trades und im Vergleich zu anderen Anlegern, die keine Push-Nachricht erhalten, aufmerksamkeitsorientierte Trades mit höherem Leverage ausführen.  Aufmerksamkeits-Trader gehen auch häufiger Short-Positionen ein. Working Paper

In einem zweiten Beitrag untersuchen wir auch die Auswirkungen der Aufmerksamkeit auf die Portfoliodiversifikation. Wir zeigen, dass die Auswirkung von Push-Nachrichten auf die Portfolios von Anlegern entscheidend davon abhängt, ob die Anleger zum Zeitpunkt der Push-Nachricht die entsprechende Aktie in ihrem Portfolio halten. Anleger, die beim Empfang der Nachricht die Aktie der Benachrichtigung nicht in ihrem Portfolio halten, halten 24 Stunden nach der Push-Nachricht besser diversifizierte Portfolios, während Anleger, die zum Zeitpunkt der Nachricht die Aktie der Benachrichtigung in ihrem Portfolio halten, ihre Diversifikation verringern. Das Projekt hebt somit zwei gegensätzliche Kanäle für den Einfluss von Aufmerksamkeitsauslösern auf das Eingehen von Risiken hervor. Während (i) Aufmerksamkeitsauslöser die Anleger dazu veranlassen, ein höheres idiosynkratisches Risiko einzugehen, stimulieren (ii) diese Auslöser auch die Diversifizierung des Portfolios.

Unser Projekt ergänzt unter anderem Studien, die die Gründe für die schlechte Kapitalmarktrendite von Privatanlegern untersuchen. Somit haben die Ergebnisse unseres Projekts verschiedene praktische Auswirkungen für das Investmentmanagement. Insbesondere können Anleger und Anlageberater die Auswirkungen der Aufmerksamkeit auf den Handel und die Portfolios von Einzelpersonen nachvollziehen. Mit diesem Wissen können Berater ihren Kunden Anleitungen zur Verbesserung ihrer Handelsergebnisse geben. Zum Beispiel legen unsere Ergebnisse nahe, dass gezielt gesendete Push-Nachrichten den Anlegern dabei helfen können, den allgemeinen Fehler zu überwinden, unterdiversifizierte Portfolios zu halten. Insofern kann die Verwendung von Push-Nachrichten stärkere Auswirkungen auf die Portfolios von Anlegern haben als andere Arten der Finanzbildung.

'Social Interactions and (Financial) Decision-Making'
(c) Florian Stolle

(AUTOREN: D. LOSCHELDER UND M. PELSTER)

Wir danken der Deutschen Forschungsgemeinschaft für finanzielle Unterstützung (PE 2525/5-1).

Das Projekt untersucht die Auswirkungen sozialer Interaktionen auf die finanzielle Entscheidungsfindung und die Risikobereitschaft von Privatinvestoren. Insbesondere untersuchen wir Präferenzen für Abhängigkeiten zwischen Auszahlungen für eigene Investitionen und Auszahlungen für Investitionen von Peers und die Auswirkungen solcher Abhängigkeiten auf die Risikobereitschaft von Anlegern.

'Joint Volatility Risk and the Equity Options Market'

(AUTOREN: S. WARKULAT UND M. PELSTER)

Das Projekt untersucht die Auswirkungen eines gemeinsamen Volatilitätsrisikos auf die Rendite von Aktienoptionen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Optionsbewertungsmodellen erwarten Market Maker auf dem Aktienoptionsmarkt Risikoprämien, um die Risiken und Kosten des Haltens großer und riskanter Netto-Long-Positionen zu kompensieren. Wir dokumentieren, dass Aktienoptionen mit der Tendenz, gemeinsam mit dem Markt eine extreme Volatilität aufzuweisen (EVD), mit einem entsprechenden Risikoaufschlag gehandelt werden. Der Effekt ist wirtschaftlich bedeutsam, da ein Anstieg der EVD um ein Prozent mit einem Anstieg der Renditen für Put-Optionen von 7,1% p.a. und einem Anstieg der Renditen von Call-Optionen von 3,2% p.a. verbunden ist.

Ausgewählte Publikationen

Ausgewählte Publikationen (Link zu Google Scholar)

Koester, H.; Pelster, M. (2017): 'Financial penalties and bank performance', Journal of Banking and Finance 79, 57-73. (VHB-JOURQUAL 3: A)

Pelster, M.; Breitmayer, B.; Hasso, T. (2019): 'Are cryptocurrency traders pioneers or just risk-seekers? Evidence from brokerage accounts', Economics Letters 182, 98-100. (Media coverage: yahoo finance, coindesk.com, pressetext)

Pelster, M.; Hofmann, A. (2018): 'About the fear of reputational loss: Social trading and the disposition effect', Journal of Banking and Finance 94, 75-88. (VHB-JOURQUAL 3: A)

Pelster, M.; Schertler, A. (2019): 'Pricing and issuance dependencies in structured financial product portfolios', Journal of Futures Markets 39, 342-365.

Pelster, M.; Vilsmeier, J. (2018): 'The determinants of CDS spreads: evidence from the model space', Review of Derivatives Research 21, 63-118. (VHB-JOURQUAL 3: A)

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Die Universität der Informationsgesellschaft