Achtung:

Sie haben Javascript deaktiviert!
Sie haben versucht eine Funktion zu nutzen, die nur mit Javascript möglich ist. Um sämtliche Funktionalitäten unserer Internetseite zu nutzen, aktivieren Sie bitte Javascript in Ihrem Browser.

|

Erfolgreicher Start für „TRR 266 Lecture Series“

Stefan Greil (BMF) gewährte bei seinem Gastvortrag besondere Einblicke.
Gelebte Transparenz und ein erfolgreicher Start für die neue „TRR 266 Lecture Series“! Dr. Stefan Greil, Bundesministerium der Finanzen (BMF), gab in seinem Praxisvortrag an der Universität Paderborn besondere Einblicke in die Steuerverwaltung – unter anderem am Beispiel des Unified Approach der OECD zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Dabei legte er offen, wie steinig der Weg zu einer effektiven und transparenten Besteuerung mitunter sein kann
.

Wie entstehen Gesetzesentwürfe? Welche Instanzen müssen sie durchlaufen? Und welche Rolle spielt eigentlich das Bundesministerium der Finanzen? Fragen, die Stefan Greil in seinem Gastvortrag an der Universität Paderborn ausführlich beantwortete. Zur großen Freude der Anwesenden beließ er es nicht bei allgemeinen Ausführungen. Seine Einsichten und Erfahrungen stellte er an aktuellen Beispielen dar – unter anderem am Unified Approach der OECD zur Besteuerung der digitalen Wirtschaft. Eindrucksvoll veranschaulichte er, wie derzeit mit einer Vielzahl unterschiedlicher Instanzen um eine möglichst gerechte und transparente Besteuerung gerungen wird.

Ein langwieriger Prozess: Bereits 2015 war mit dem BEPS-Projekt (Base Erosion and Profit Shifting) der Grundstein für ein globales Besteuerungskonzept, das den Problemstellungen des digitalen Zeitalters gerecht wird, gelegt worden. Seit 2019 wird zwischen den OECD-Staaten nun über den „Unified Approach“, also einen gemeinsamen Ansatz verhandelt. Mit einer globalen Lösung wird im Laufe des Jahres gerechnet. Warum eine finale Entscheidung so lange auf sich warten lässt, machte Greil während seines Vortrags deutlich: „Letztlich versuchen 137 Staaten einen gemeinsamen Konsens zu finden, deren Wirtschaftssysteme und Interessen sich teilweise grundlegend unterscheiden“, erklärte Greil. „Das ist eine große Herausforderung. Immerhin möchten wir eine gerechte Besteuerungslösung finden, die möglichst effizient, transparent und administrativ einfach zu handhaben ist.“

Caren Sureth-Sloane, Sprecherin des TRR 266, freute sich über die exklusiven Einblicke, die Greil gewährte: „Ein ehrlicher und offener Vortrag! Über die Herausforderungen, das Steuersystem zu modernisieren, die Kunst der Verhandlung und über die Faszination, aus hochkomplexen Gegebenheiten klare Steuerregeln abzuleiten. Sehr eindrucksvoll!“ Der Vortrag ist Teil der „TRR 266 Lecture Series“ des DFG-Sonderforschungsbereichs „TRR 266 Accounting for Transparency“. In Gastvorträgen aus Praxis und Wissenschaft wird an den acht teilnehmenden Hochschulen rund um das Thema Transparenz im Rechnungswesen referiert.

Die Universität der Informationsgesellschaft