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Paderborner Wirtschaftswissenschaftler auf dem Tag der Lehre geehrt

Mit dem seit 2012 stattfindenden Tag der Lehre widmet sich die Universität Paderborn zentral einem jährlich wechselnden Leitthema zur Verbesserung der Qualität von Lehre und Studium, auf dem u. a. auch Preise und Auszeichnungen verliehen werden.

Unter dem diesjährigen Motto „Lehre digital“ wurden am 30. Januar zwei Professoren aus der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet: Prof. Dr. Marc Beutner, Professur für Wirtschaftspädagogik und Evaluationsforschung, sowie Prof. Dr. Wendelin Schnedler, Professur für Managerial Economics.

Wendelin Schnedler bringt zwei Probleme auf den Punkt: „Jeden Winter sitzen über 1000 Studierende in der Einführungsveranstaltung zur Betriebswirtschaftslehre ‚BWL A‘. Unterrichtet wird, wie sollte es auch anders sein, frontal. Die Bemühungen der Dozenten, die Studierenden einzubeziehen, sind angesichts der großen Zahl von – oft leider auch abgelenkt wirkenden – Studierenden nur von mäßigem Erfolg gekrönt. Rückmeldung über die eigenen Fähigkeiten erhalten die Studierenden oft erst bei der Klausur."
Ein Team um Wendelin Schnedler hat nun ein Konzept entwickelt, wie beide Probleme angegangen werden können und dafür den Förderpreis für Innovationen in der Lehre erhalten. Das Konzept sieht vor, dass die Studierenden für die Vorlesung relevante Situationen selbst erleben. Zum Beispiel interagieren sie als Käufer auf einem virtuellen Markt, wo sie die Qualität der gehandelten Ware nicht kennen, mit anderen Käufern und Verkäufern. Dabei erhalten sie Rückmeldung, ob sie erfolgreich waren oder nicht. Genau dieser Markt wird dann in der Vorlesung formal untersucht. Wie hätten die Käufer und Verkäufern handeln sollen? Wie haben sie sich tatsächlich verhalten?
Um dieses Konzept umzusetzen, ist eine virtuelle Plattform notwendig, auf der die Studierenden während der Vorlesung nicht nur wie bei Audience-Response-Systemen abstimmen, sondern auch interagieren können. Eine solche Plattform soll als Pilotprojekt zunächst nur für eine ausgewählte Veranstaltung geschaffen und dank der Hilfe des Zentrums für Informations- und Medientechnologien der Universität Paderborn  (IMT) zur Verfügung gestellt werden. Die Ergebnisse sollen formal anhand der Klausur, aber auch informell evaluiert werden. Hierbei wird mit der Stabsstelle für Bildungsinnovationen und Hochschuldidaktik an der Universität Paderborn zusammengearbeitet.

Marc Beutner freute sich, dass ihm für sein Mastermodul Mediendidaktik das E-Learning-Label Advanced verliehen wurde. Das E-Learning-Label Advanced zeichnet Hochschulmodule aus, bei denen ein aktives und interaktives E-Learning einen sehr großen Anteil der Lehrveranstaltung ausmacht, wozu mindestens 40 Punkte im Kriterienkatalog erreicht werden müssen. Mit 48 von maximal 50 möglichen Punkten belegte das Modul Mediendidaktik von Prof. Beutner in diesem Jahr universitätsweit den ersten Platz. Marc Beutner erläutert sein Modul: „Im Modul Mediendidaktik geht es darum, nicht nur theoretisch über Medien und Mediengestaltung zu reflektieren, sondern auch aktiv an der Verbesserung der eigenen Medienkompetenzen zu arbeiten. Dies geschieht durch einen flipped-classroom-Ansatz und die Integration einer Blended-Learning-Umgebung, einer innovativen Kombination von Präsenz- und Distanzlernformen, im Modul. Die Lernenden erstellen aktiv einen eigenen Blog und arbeiten im Umgang mit Wikis und Graphikgestaltung. Dabei reflektieren sie Gamification-Ansätze und Serious Games für die Berufsbildung.“ Das Modul Mediendidaktik beinhaltet i. d. R. 40 Stunden Kontaktzeit vor Ort in der Universität und 110 Stunden Selbststudium in Eigeninitiative und schließt mit einer Projektarbeit ab, die als Online-Portfolio zu gestalten ist.

Die Universität der Informationsgesellschaft