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Die Zukunft von Schützenvereinen

50 Vereine nehmen an Workshops teil / Warsteiner Brauerei und Uni Paderborn stellen Leitfaden vor

Mehrere hunderttausend Besucher zählen Schützenfeste in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr – der Bann scheint ungebrochen und dennoch haben viele Schützenvereine mit Mitgliederschwund oder mangelnder Akzeptanz zu kämpfen. Um den Vereinen Lösungsansätze anzubieten, hat die Warsteiner Brauerei in Kooperation mit der Universität Paderborn und aktiven Schützen einen Leitfaden für Schützenvereine entwickelt. Dieser zeigt mögliche Lösungsansätze auf und wurde am vergangenen Wochenende im Rahmen der Schützenworkshops erstmals in der Warsteiner Welt präsentiert.

Das Forschungsprojekt der Uni und der Brauerei setzt sich intensiv mit dem Schützenwesen auseinander. Durch die Pilotstudie (2016) und eine Umfrage (2017) konnten personelle, ökonomische und soziokulturelle Probleme und Risiken in den Vereinen herausgearbeitet werden. Um den Vereinen hierbei eine bestmögliche Unterstützung zu bieten, hat die Universität Paderborn in Kooperation mit der Warsteiner Brauerei aufgrund der Rückmeldung von 5.470 aktiven Schützen und Nicht-Schützen einen „Leitfaden zur Entwicklung eines Zukunftskonzeptes“ entwickelt. „Ziel des Leitfadens ist es, den Vereinen bei den benannten Problemen und Risiken mögliche Handlungsempfehlungen aufzuzeigen, um den Verein auch zukünftig lebendig zu gestalten“, erklärt Jonas Leineweber von der Universität Paderborn.

Ein wesentlicher Punkt des Leitfadens ist die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen und die Festlegung der Schwerpunkte des Zukunftskonzepts. Die Schwächen können anhand eines Fragebogens von den Vereinen eigenständig ermittelt werden, den die Brauerei allen interessierten Schützenbrüdern zur Verfügung stellt. „Anhand der festgelegten Schwerpunkte werden den Vereinen verschiedene vereinsspezifische Maßnahmen vorgestellt, mit denen sie den jeweiligen Problemen und Risiken entgegenwirken können. Hierfür haben wir aufgrund der zahlreichen Ideen und Anregungen aus den Vereinen einen Maßnahmenkatalog erarbeitet“, sagt Leineweber. „Die geeigneten Maßnahmen für jeden einzelnen Schützenverein erarbeiten die Schützenbrüder für ihre eigenen Vereine und Feste jedoch selbst.“

Am vergangenen Wochenende präsentierten die beiden Partner den regionalen Vereinsvertretern sowohl den Leitfaden als auch die Risikoanalyse und den Maßnahmenkatalog. „Wir verstehen uns als Partner der Schützenvereine. Wir bieten gemeinsam mit der Uni Paderborn die Plattform, die Analysen und mögliche Maßnahmen, um die Vereine fit für die Zukunft zu machen.“, erklärt Benjamin Payer, Field Marketing Manager bei der Warsteiner Brauerei.

Die Inhalte der Workshops und eine detaillierte Auswertung der gesamten Studie werden im Frühjahr 2019 veröffentlicht. In der Publikation werden die Ergebnisse der Studie in einen Gesamtzusammenhang gesetzt, auf dessen Grundlage sich Ursachen und Folgen bestimmen lassen, die für die Zukunftsausrichtung der Vereine von entscheidender Bedeutung sein können.

Weitere Informationen:

Das Center for Risk Management an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Universität Paderborn und die Warsteiner Brauerei stellten die Ergebnisse ihrer Online-Umfrage zum Thema „Tradition im Wandel“ vor. Das Westfalen-Blatt berichtete am 06.10.2018. Den Artikel finden Sie hier.
Presseresonanz u. a. im Artikel „Schützenvereine als Forschungsobjekt“ vom 02.12.2018, s. hier.

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