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Bachelor of Science Sportökonomie

Wozu Sportökonomie?

Die Beschäftigung mit dem professionellen wie dem Freizeitsport ist ein gesellschaftspolitisch viel zu bedeutsames und spannendes Thema, um es Sportwissenschaftlern und/oder Sportfunktionären zu überlassen. Darüber hinaus legt die zunehmende wirtschaftliche Bedeutung des professionellen wie auch des Freizeitsports eine dezidiert ökonomische Betrachtungsweise nahe.

In dem neuen Studiengang stehen Fragen der Organisation und Leitung gemeinnütziger Vereine ebenso im Mittelpunkt wie Fragen des Managements professioneller Clubs in den weltweit dominierenden Mannschaftssportarten:

  • Warum treiben Menschen so wenig Sport – obwohl sie wissen, dass körperliche Aktivitäten ihrem physischen wie psychischen Wohlbefinden in hohem Maße zuträglich sind? Warum überschätzen Menschen systematisch ihre eigene Sportnachfrage? Welche Bedeutung hat der Sport für den individuellen Erfolg in Schule, Universität und Beruf?
  • Wie kann es zu dem sogenannten „Rattenrennen“ kommen, bei dem die Verschuldung der Clubs z.B. im Fußball trotz rasant steigender Umsätze immer weiter zunimmt? Sind die Organisationsstrukturen in den amerikanischen Ligen möglicherweise besser zur Bewältigung des dieser Entwicklung zugrundeliegenden „Rüstungswettlaufes“ geeignet?
  • Wie ist das regelrechte „Wettbieten“ um den Zuschlag für sportliche „Mega-Events“ zu erklären, obwohl die Ausrichtung von Olympischen Spielen und Fußball-Weltmeisterschaften keineswegs als „Motor“ für die wirtschaftliche Entwicklung der ausrichtenden Region bzw. einer ganzen Volkswirtschaft gelten kann?
  • Wie soll die optimale Preisgeldverteilung z.B. bei einem Golf- oder Tennisturnier aussehen? Wie lassen sich der Gebrauch unerlaubter Mittel zur Leistungssteigerung und andere Formen von Sabotageaktivitäten unterbinden? Warum können Leistungssportler in als psychisch belastend empfundenen Situationen ihr Potential oftmals nicht ausschöpfen?

Mit Hilfe grundlegender mikro- und verhaltensökonomischer Konzepte lassen sich die Bestimmungsgründe der individuellen Sportnachfrage ebenso identifizieren wie die Gründe für das Wettbieten um sportliche Mega-Events oder die teilweise dramatischen finanziellen „Schieflagen“ professioneller Clubs. Unter der Annahme, dass Menschen im Allgemeinen ihren Nutzen zu maximieren versuchen, und sich dabei typsicherweise (begrenzt) rational verhalten, stellt man recht schnell fest, dass die Antworten auf die oben genannten Fragen verblüffend ähnlich ausfallen.

Besonderheiten des B. Sc. Sportökonomie in Paderborn

Das Alleinstellungsmerkmal des Bachelorstudiengangs Sportökonomie an der Universität Paderborn gegenüber allen bundesweit angebotenen Studiengängen im Bereich Sportökonomie/Sport­management ist, dass der engen Verzahnung von Sport, Medien und Wirtschaft nicht nur auf der Ebene der Studieninhalte, sondern auch auf der organisatorischen Ebene Rechnung getragen wird.

Dies gewährleistet, dass die unterschiedlichen Sichtweisen und Erkenntnisse der jeweiligen Disziplinen direkt in die Lehre einfließen und die Studierenden den Komplex Sport-Medien-Wirtschaft aus ganz unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven kennen und verstehen lernen. Auf diese Weise werden vielschichtige Wissensbestände und breite Kompetenzen vermittelt, welche einen Wettbewerbsvorteil der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt begründen.

    Berufsperspektiven

    Sportökonomen finden ein sehr breites Spektrum an beruflichen Entfaltungsmöglichkeiten in Organisationen, die im engeren oder weiteren Sinne mit Sport zu tun haben. Blickt man auf die vom Studiengang anvisierten Berufsfelder, so ist allen voran der organisierte Sport zu nennen. Sportvereine, Sportverbände, sowie überregionale und kommunale Sportverwaltungen professionalisieren zunehmend ihre Geschäftsführung. Entsprechend wird zunehmend qualifiziertes und hauptamtliches Personal eingestellt. Des Weiteren lassen sich in der Wirtschaft weitere Arbeitsfelder für Sportökonomen identifizieren. Hier ist erstens das Management kommerzieller Sportanbieter anzuführen, deren Zahl sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht hat. Ebenso ist der Sporttourismus eine Wachstumsbranche, die nicht nur Surflehrer, Tourenguides und Personal Coaches benötigt, sondern die Reiseveranstalter suchen zunehmend auch Mitarbeiter, die derartige Aktiv-Urlaube konzipieren, organisieren und verkaufen können.

    Im Bereich der Wettkampforganisation etablieren sich neben den klassischen Veranstaltern, wie z.B. Sportverbänden und -vereinen, zunehmend Eventagenturen, die nicht nur Spitzen- und Breitensportveranstaltungen organisieren und vermarkten, sondern auch Sportevents für Marketingzwecke von Unternehmen erzeugen. Dies geschieht sowohl in etablierten (z. B. Marathonveranstaltungen als offene Stadtevents) als auch in neuartigen Sportumfeldern (z. B. Tough Mudder-Laufveranstaltungen).

    Im Schnittfeld von Sport und Wirtschaft agieren auf der einen Seite die Vermarktungsagenturen, die vor allem mit dem Verkauf von Sportrechten (TV-Rechte, Werbeflächen, Hospitality-Maßnahmen) befasst sind, und auf der anderen Seite die Sponsoring- und Marketingabteilungen von Unternehmen, die Sportrechte erwerben, um so ihre Kommunikationspolitik strategisch auszurichten.

    Und schließlich bildet die Sportartikelindustrie einen stark wachsenden Arbeitsmarkt für Sportökonomen, denn dort werden für viele Stellen zunehmend neben allgemeinen wirtschaftswissenschaftlichen Kenntnissen auch spezifische Kenntnisse über die Eigenarten und Strukturbesonderheiten des Sports sowie seiner Produkte und Märkte von den Bewerbern erwartet.

    Aus Sicht der Medienberufe sind die klassischen Inhaltsberufe (z. B. Journalisten, Pressesprecher, Moderatoren etc.) zu nennen, die aufgrund der zunehmenden Digitalisierung auch im interaktiven Kontext gefragt sind. Darüber hinaus sind Sportökonomen als Schnittstellenmanager gefragt, die Vermittlungsleistungen zwischen Sportanbietern (Eventveranstaltern) und Werbetreibenden auf Basis der medialen Verwertung erbringen können. In Zukunft wird darüber hinaus verstärkt das neue Massenphänomen eSport, welches nun schon seit knapp 20 Jahren professionell betrieben wird und weltweit hohe Zuschauerzahlen und neue Medienangebote generiert, eine große Rolle spielen. Auch hier bedarf es spezifisch sportökonomischen Wissens.

     

      Modulkonzept

      Damit die Absolventen in ihren späteren Berufsfeldern situationsadäquat, problem- und zielorientiert, analytisch und erfolgreich agieren können, durchlaufen sie während des Studiums folgende fünf Qualifikationsbereiche:

       

      Qualifikationsbereich 1: Wirtschaftswissenschaften

       

      Qualifikationsbereich 2: Sportökonomie und Sportwissenschaft

       

      Qualifikationsbereich 3: Praxis der Sportökonomie

       

      Qualifikationsbereich 4: Medienökonomie, Sportrecht

       

      Qualifikationsbereich 5: Abschlussmodul mit Bachelorarbeit

       

      Der Bachelorstudiengang Sportökonomie ist modularisiert und umfasst insgesamt 17 Module, die den oben genannten fünf Qualifikationsbereichen zugeordnet sind. So bedarf es erstens fundierter allgemeiner wirtschaftswissenschaftlicher Kenntnisse, um grundlegende betriebs- wie volkswirtschaftliche Prozesse verstehen und analysieren zu können (Qualifikationsbereich 1: Wirtschaftswissenschaften). Zweitens gilt es, ein differenzierten Wissen über die spezifischen Eigenheiten und Besonderheiten des Sports zu erwerben, insbesondere über seine sozialen Prozesse und Strukturen, seine psychologischen Randbedingungen sowie seine ökonomische, gesellschaftliche und kulturelle Bedeutung (Qualifikationsbereich 2: Sportökonomie und Sportwissenschaft). Drittens bedarf es eines geschulten Umgangs mit zentralen Akteuren im Sport (Qualifikationsbereich 3: Praxis der Sportökonomie). Viertens gilt es die Bedeutsamkeit der Medien sowie die Formen und Folgen der medialen Aufmerksamkeit in diesem Zusammenhang aus medienökonomischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive zu verstehen und zu reflektieren (Qualifikationsbereich 4: Medienökonomie, Sportrecht). Der fünfte Qualifikationsbereich umfasst schließlich die Bachelorarbeit und ein dazugehöriges Begleitseminar.

       

      Studienverlaufsplan
      Zugangsvoraussetzungen

      Die Voraussetzung für die Zulassung ist das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife sowie alternativ ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis.

      Pro Studienjahr stehen 30 Studienplätze zur Verfügung. Bei mehr Bewerbungen kommt das sogenannte „Orts-NC“-Verfahren zum Einsatz, bei dem die Bewerber u.a. nach der Abschlussnote im Schulzeignis ausgewählt werden.

      Der Studienbeginn ist jährlich im Wintersemester.

      Genauere Informationen zur Bewerbung und Einschreibung finden Sie hier.

      Bewerbungsinformationen

      An der Universität Paderborn werden die Einschreibungen zentral über das Studierendensekretariat organisiert. Für Studienbewerber aus Deutschland bzw. aus dem EU-Ausland erfolgt die Bewerbung um einen Studienplatz online über das Bewerbungsportal hochschulstart. Die erforderlichen Unterlagen zur Einschreibung finden Sie unter http://www.uni-paderborn.de/zv/3-3/immatrikulation

      Studienbewerber aus Drittländer wenden sich bitte an das International Office.

      Eine Übersicht über zulassungsfreie und zulassungsbegrenzte Studiengänge, sowie über die Anmeldefristen finden Sie hier.

      Sie interessieren sich für:

      Die Universität der Informationsgesellschaft