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Projektseminare

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zu Projektseminaren an unserem Lehrstuhl.

Projektseminar Smart Service (W4391) im Wintersemester 2017/18: Mobile Dienstleistungen im Einzelhandel

Interaktive Einkaufserlebnisse in Innenstädten durch digitale Dienstleistungen

Im Rahmen der digitalen Transformation und den damit verbundenen Transformationsprozessen stehen die Gesellschaft aber vor allem auch Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Die fortschreitende Digitalisierung und der damit verbundene Aufstieg internetbasierter Einkaufsplattformen beeinflusst den traditionellen Einzelhandel nachhaltig. Der virtuelle Marktplatz der Online-Händler wird zum starken Wettbewerber für den innerstädtischen Handel. Die Methoden des Online-Handels lassen sich aber nicht unverändert auf den stationären Handel übertragen. Insbesondere kleinen und mittelständischen Einzelhändlern fällt es schwer, eigene Antworten auf die Digitalisierung zu bieten und neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die veränderte Kundenbedürfnisse ansprechen

Stärkung des innerstädtischen Handels durch innovative Mehrwertdienste

Das Projektseminar ist an das Verbundforschungsprojekt smartmarket² angelehnt. Das Verbundforschungsprojekt smartmarket² wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Betreuung und Administration der Fördermaßnahme erfolgt im Auftrag des BMBF durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA).

Durch die Digitalisierung der Wertschöpfungsketten im Handel konnten sich neuartige Geschäftsmodelle des Online-Handels etablieren, welche einen stetig wachsenden Anteil des Einzelhandelsumsatzes auf sich vereinen. Zugleich beeinflusst die Digitalisierung bestehende Geschäftsmodelle: Kunden des innerstädtischen Einzelhandels nutzen mobile Endgeräte als Informationsquelle für Preisvergleiche, Erfahrungsberichte und Produktinformationen. Multi-Channel-Konzepte ermöglichen es, im Internet vorab die Verfügbarkeit von Waren im Geschäft zu prüfen, Waren zu bestellen und im Geschäft abzuholen oder nach Hause gelieferte Waren im Geschäft zurückzugeben. Im Einzelhandel werden Digitalisierungspotentiale der Geschäftsmodelle bislang jedoch fast ausschließlich durch große Filialisten erschlossen, sodass das Umsatzwachstum im Online-Handel zumeist auf Kosten traditioneller Fachgeschäfte realisiert wird. Als Folge lässt sich in vielen Innenstädten ein Rückgang des kleinen und mittelständischen Einzelhandels beobachten.

Das Projekt adaptiert erfolgreiche Strategien des Online-Handels für den innerstädtischen Handel, um interaktive Einkaufserlebnisse zu schaffen. Ziel ist die Entwicklung von datenbasierten Mehrwertdiensten und Apps, die eine digitale Ko-Produktion bzw. Ko-Kreation des Einkaufserlebnisses in urbanen Räumen ermöglicht. Basierend auf dem Standort des Innenstadtbesuchers wird dieser z.B. über aktuelle Händleraktionen und Kampagnen informiert. Der Kunde kann hierbei zum einen von Händlern bereitgestellte Informationen zu Produkten und Aktionen erhalten und zum anderen selbst als Informationsproduzent produktbezogene Informationen wie z.B. Bewertungen erstellen und verfügbar machen. Hersteller- und kundengestützt erhobene Informationen bilden die Basis für innovative standortbezogene Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle im innerstädtischen Einzelhandel. Durch das Projekt entstehen außerdem neuartige Datenquellen über Kundenverhalten, die Analysepotentiale für Wissenschaft und Praxis gleichermaßen bieten.

Gegenstand des Projektseminars

Gegenstand des Projektseminars ist die Entwicklung von Analysewerkzeugen für verschiedene Stakeholder der Innenstadt. Hierbei soll insbesondere auf die Analyse von Geo-Daten eingegagenen werden. Zu diesem Zweck sollen zunächst die Anforderungen ermittelt werden, die anschließend in der Lösung umgesetzt werden.

Zentrale Elemente des Projektseminars bilden:

  • Interviews mit Händlern und Kunden zur Ermittlung der Anforderungen an eine digtale Plattform für den innerstädtischen Einzelhandel
  • Händlerbefragung zur IT-Readiness
  • Beschreibung von Administrationsprozessen für potentielle Plattformbetreiber
  • Entwicklung eines Geschäftsmodells zum Betrieb der digitalen Plattform
  • Durchführung und Evaluation von Pilotprojekten in Kooperation mit ausgewählten Händlern

Organisation des Projektseminars

Das Modul wird im Form eines Projektseminars durchgeführt. Studierende arbeiten in Arbeitsgruppen von vier bis zwölf Personen zusammen, um organisatorische und technische Anforderungen zu ermitteln, Fachkonzepte auszuarbeiten und diese im Rahmen einer prototypischen Implementierung zu demonstrieren und zu evaluieren. Die detaillierte Aufgabenstellung variiert bei jeder Ausrichtung des Projektseminars und orientiert sich an einer realen Fragestellung in Unternehmen oder öffentlichen Institutionen.

Aufbauend auf den Ergebnissen des Projektseminars „Advanced Enterprise Systems“ im Sommersemester 2017 sollen Analysewerkzeuge entwickelt werden, mit deren Hilfe die auf der bereits entwickelten Plattform vorhandenen Daten aus Sicht von Kunden, Händlern und Stadtverwaltungen ausgewertet werden können. Dabei kommen insb. auch Analysen von Geo-Daten sowie von Daten aus mobilen Applikationen zum Tragen. Die Analysewerkzeuge können Grundlage für die Erbringung datengetriebener Dienstleistungen sein.

Das Projektseminar findet in enger Abstimmung mit einem ähnlich gestalteten Projektseminar an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster statt. Zwischen- und Abschlusspräsentation werden gemeinsam stattfinden.

Operative Umsetzung des Projektseminars

Das Projekt wird in einem Team aus vier bis zwölf Studierenden eigenständig an der Universität Paderborn bearbeitet. Das Projektteam trifft sich in wöchentlichen Meetings zur Koordination des Arbeitsfortschritts (Scrum). Im Rahmen einer Zwischenpräsentation werden die Vorgehensweise sowie bisherige Ergebnisse vorgestellt. Zum Projektabschluss werden die finalen Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Das Projektteam dokumentiert das Vorgehen und die Ergebnisse in einem Fachbericht, der zusammen mit der Abschlusspräsentation die Grundlage für die Benotung der Studierenden bildet.

Projektseminar Advanced Enterprise Systems (W4392) im Sommersemester 2017: Mobile ERP & Digitale Einkaufserlebnisse in Innenstädten

Interaktive Einkaufserlebnisse in Innenstädten durch digitale Dienstleistungen

Im Rahmen der digitalen Transformation und den damit verbundenen Transformationsprozessen stehen die Gesellschaft aber vor allem auch Unternehmen vor neuen Herausforderungen. Die fortschreitende Digitalisierung und der damit verbundene Aufstieg internetbasierter Einkaufsplattformen beeinflusst den traditionellen Einzelhandel nachhaltig. Der virtuelle Marktplatz der Online-Händler wird zum starken Wettbewerber für den innerstädtischen Handel. Die Methoden des Online-Handels lassen sich aber nicht unverändert auf den stationären Handel übertragen. Insbesondere kleinen und mittelständischen Einzelhändlern fällt es schwer, eigene Antworten auf die Digitalisierung zu bieten und neuartige Geschäftsmodelle zu entwickeln, die veränderte Kundenbedürfnisse ansprechen

Stärkung des innerstädtischen Handels durch innovative Mehrwertdienste

Das Projektseminar ist an das Verbundforschungsprojekt smartmarket² angelehnt. Das Verbundforschungsprojekt smartmarket² wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Die Betreuung und Administration der Fördermaßnahme erfolgt im Auftrag des BMBF durch den Projektträger Karlsruhe (PTKA).

Durch die Digitalisierung der Wertschöpfungsketten im Handel konnten sich neuartige Geschäftsmodelle des Online-Handels etablieren, welche einen stetig wachsenden Anteil des Einzelhandelsumsatzes auf sich vereinen. Zugleich beeinflusst die Digitalisierung bestehende Geschäftsmodelle: Kunden des innerstädtischen Einzelhandels nutzen mobile Endgeräte als Informationsquelle für Preisvergleiche, Erfahrungsberichte und Produktinformationen. Multi-Channel-Konzepte ermöglichen es, im Internet vorab die Verfügbarkeit von Waren im Geschäft zu prüfen, Waren zu bestellen und im Geschäft abzuholen oder nach Hause gelieferte Waren im Geschäft zurückzugeben. Im Einzelhandel werden Digitalisierungspotentiale der Geschäftsmodelle bislang jedoch fast ausschließlich durch große Filialisten erschlossen, sodass das Umsatzwachstum im Online-Handel zumeist auf Kosten traditioneller Fachgeschäfte realisiert wird. Als Folge lässt sich in vielen Innenstädten ein Rückgang des kleinen und mittelständischen Einzelhandels beobachten.

Das Projekt adaptiert erfolgreiche Strategien des Online-Handels für den innerstädtischen Handel, um interaktive Einkaufserlebnisse zu schaffen. Ziel ist die Entwicklung von datenbasierten Mehrwertdiensten und Apps, die eine digitale Ko-Produktion bzw. Ko-Kreation des Einkaufserlebnisses in urbanen Räumen ermöglicht. Basierend auf dem Standort des Innenstadtbesuchers wird dieser z.B. über aktuelle Händleraktionen und Kampagnen informiert. Der Kunde kann hierbei zum einen von Händlern bereitgestellte Informationen zu Produkten und Aktionen erhalten und zum anderen selbst als Informationsproduzent produktbezogene Informationen wie z.B. Bewertungen erstellen und verfügbar machen. Hersteller- und kundengestützt erhobene Informationen bilden die Basis für innovative standortbezogene Dienstleistungen und neue Geschäftsmodelle im innerstädtischen Einzelhandel. Durch das Projekt entstehen außerdem neuartige Datenquellen über Kundenverhalten, die Analysepotentiale für Wissenschaft und Praxis gleichermaßen bieten.

Gegenstand des Projektseminars

Gegenstand des Projektseminars ist die Entwicklung eines IT-Artefakts zur Schaffung eines digitalen Einkaufserlebnisses in der Innenstadt. Bestandteil des Projektseminars ist zum einen die Entwicklung einer mobilen Applikation (zur Nutzung durch den Kunden in der Innenstadt), zum anderen die Entwicklung einer Web-Applikation zur Administration für den Einzelhändler. Auf dieser gemeinsamen Plattform sollen Produkte und Angebote beworben werden. Zudem sollen durch den Einsatz von Beacons standortbasierte Angebote an Besucher der Innenstadt versendet werden können.

Aus Händlersicht steht vor allem die Anbindung des Warenwirtschaftssystems an die Plattform im Vordergrund. Anforderungserhebung, Fachkonzeption, Customizing und Evaluation von ERP-Systemen sind hierbei die Herausforderungen.

Zentrale Elemente des Projektseminars bilden:

  • Daten- und Prozessmodellierung
  • Entwicklung und Gestaltung von großen betrieblichen Anwendungssystemen
  • Präsentation von Arbeitsergebnissen
  • Entwicklung von Business Cases zur wirtschaftlichen Begründung der Systementwicklung

Organisation des Projektseminars

Das Modul wird im Form eines Projektseminars durchgeführt. Gegenstand des Projektseminars ist die Konzeption und Implementierung innovativer Teilfunktionalitäten in ERP-Systemen (mobile ERP). Studierende arbeiten in Arbeitsgruppen von vier bis zwölf Personen zusammen, um organisatorische und technische Anforderungen zu ermitteln, Fachkonzepte auszuarbeiten und diese im Rahmen einer prototypischen Implementierung zu demonstrieren und zu evaluieren. Dabei werden vor allem aktuelle Technologien und Trends zur Weiterentwicklung von ERP-Systemen berücksichtigt, wie z. B. In-Memory Datenbanken, Mobile ERP, Cloud-Technologien, Big Data, Two-Speed IT oder die Anbindung intelligenter technischer Objekte an ERP-Systeme. Die detaillierte Aufgabenstellung variiert bei jeder Ausrichtung des Projektseminars und orientiert sich an einer realen Fragestellung in Unternehmen oder öffentlichen Institutionen.

Im Sommersemester 2017 werden im Projektseminar auf Grundlage einer Use-Case-Analyse zunächst User Stories entwickelt und priorisiert. Betrachtete Personas stellen hierbei Kunden, Händler und Wochenmarkthändler sowie Städteplaner dar. Vor allem geht es darum die unterschiedlichen Anforderungen der Stakeholder zu erheben, umzusetzen und zu evaluieren.

Operative Umsetzung des Projektseminars

Das Projekt wird in einem Team aus vier bis zwölf Studierenden eigenständig an der Universität Paderborn bearbeitet. Das Projektteam trifft sich in wöchentlichen Meetings zur Koordination des Arbeitsfortschritts (Scrum). Im Rahmen einer Zwischenpräsentation werden die Vorgehensweise sowie bisherige Ergebnisse vorgestellt. Zum Projektabschluss werden die finalen Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation vorgestellt. Das Projektteam dokumentiert das Vorgehen und die Ergebnisse in einem Fachbericht, der zusammen mit der Abschlusspräsentation die Grundlage für die Benotung der Studierenden bildet.

Projektseminar Smart Service (W4391) im Wintersemester 2016/2017: Predictive Maintenance for Smart Farming

Digitale Dienstleistungen im Internet of Things

Immer mehr Produkte werden mit intelligenter Sensorik und Kommunikationsschnittstellen ausgestattet und werden damit zu intelligenten Produkten (Smart Products). Diese intelligenten Produkte stellen im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) Sensordaten über ihren Zustand und ihre Umgebung bereit, geben diese Daten an entfernt liegende Informationssysteme weiter und nehmen umgekehrt Daten von Informationssystemen entgegen. Basierend auf dieser Digitalisierung der physischen Welt werden neue digitale Dienstleistungen (Smart Service) möglich, die auf der Auswertung integrierter Daten aus den im Feld befindlichen Produkten und aus klassischen Anwendungssystemen (z.B. ERP-Systeme oder Warenwirtschaftssysteme) basieren.

Vorausschauende Instandhaltung als digitale Dienstleistung im Internet of Things

Die vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) basiert auf der Analyse feingranularer Daten aus intelligenten Produkten und deren Komponenten und hat die korrekte Vorhersage von Instandhaltungsereignissen und deren Behandlung zum Ziel. Hierzu ist zunächst die Erfassung von Daten aus den Produkten mithilfe der eingebauten Sensorik erforderlich. Diese Daten werden nachfolgend auf einer Analyseplattform gezielt mit Daten aus klassischen betrieblichen Anwendungssystemen zusammengeführt. Durch die Auswertung der Daten mithilfe von Methoden der Datenanalyse werden dann Muster in den Daten gesucht, um Instandhaltungsereignisse rechtzeitig zu erkennen und präventiv zu behandeln. So können zum einen Komponenten genau dann ausgetauscht werden, wenn ein Ersatz tatsächlich notwendig ist, so dass ihre Lebensdauer komplett ausgeschöpft wird. Zum anderen können aber auch Ausfälle von Maschinen, die durch untypischen Verschleiß gegenüber üblichen Wartungsintervallen oder durch produktspezifische Fehlerbilder entstehen, vermieden werden. Hierdurch wird eine höhere Verfügbarkeit der Maschinen erzielt.

Während die Industrie bereits damit begonnen hat, Strategien für Predictive Maintenance erfolgreich umzusetzen, sind entsprechende Strategien in der Landwirtschaft bisher kaum untersucht oder umgesetzt worden. Gründe hierfür sind u. a. in den spezifischen Gegebenheiten der Landwirtschaft (z. B. kleinbäuerliche Strukturen, teilweise fehlende Mobilfunkabdeckung, proprietäre Standards) zu sehen. Daher müssten bestehende Konzepte aus der Industrie für einen erfolgreichen Einsatz in der Landwirtschaft adaptiert und erweitert werden.

Organisation des Projektseminars

Zur Entwicklung und Implementierung eines Konzepts für die Predictive Maintenance in der digitalen Landwirtschaft bietet der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik, insb. Betriebliche Informationssysteme, in Kooperation mit Unternehmen im kommenden Wintersemester 2016/17 ein Projektseminar an. Als Hauptanwendungspartner fungiert die AGRAVIS Raiffeisen AG, eines der größten europäischen Agrarhandels- und Dienstleistungsunternehmen. Im Rahmen einer digitalen Transformation exploriert die AGRAVIS Möglichkeiten zur Umsetzung digitaler Geschäftsmodelle, welche insb. im Tochterunternehmen AGRAVIS NetFarming GmbH gebündelt werden. Die AGRAVIS NetFarming GmbH wurde aus einer Projektgruppe der Konzern-Bereiche Technik und Pflanzenbau gegründet, um für die Landwirtschaft 4.0 innovative Ideen zu verwirklichen.

Gegenstand des Projektseminars

Gegenstand des Projektseminars ist die Entwicklung der digitalen Dienstleistung Vorausschauende Instandhaltung (Predictive Maintenance) für Landmaschinen sowie der Entwurf und die Implementierung der für diese Dienstleistung erforderlichen Informationstechnologie.

Im Projektseminar wird auf der Grundlage der Business Model Canvas zunächst ein Geschäftsmodell entwickelt. Zu betrachten sind hier explizit die Rolle und möglichen Potenziale, die sich für die AGRAVIS als herstellerübergreifendes Handels- und Dienstleistungsunternehmen ergeben. Beispiele sind die Erweiterung bzw. Verbesserung bestehende Dienstleistungen wie Instandhaltung oder Ersatzteilhandel, aber auch die Beratung landwirtschaftlicher Betriebe beim optimalen Einsatz von Landmaschinen unterschiedlicher Hersteller. Zudem werden die multidimensionalen Anforderungen an die betrachtete digitale Dienstleistung im Dialog mit den beteiligten Unternehmen erarbeitet. Dies umfasst auch die Modellierung und Analyse bestehender Instandhaltungsprozesse sowie eine Sichtung der verfügbaren Anwendungssysteme und der zur Verfügung stehenden Daten.

Nachfolgend wird ein Fachkonzept für die vorausschauende Instandhaltung von Landmaschinen aus Sicht der AGRAVIS entwickelt. Dies umfasst u.a. eine Informationsbedarfsanalyse aus Sicht der modellierten Dienstleistungsprozesse, eine Modellierung und Analyse der verfügbaren Daten, die Spezifikation der Potenzial-, Prozess- und Ergebnisdimension der Dienstleistung sowie das Fachkonzept eines Analysetools für die vorausschauende Instandhaltung von Landmaschinen. Hierbei sind insb. auch geeignete Verfahren für die Datenanalyse zu explorieren und zu spezifizieren.

Ausgewählte Aspekte des erarbeiteten Fachkonzepts werden nachfolgend informationstechnisch implementiert und evaluiert. Die implementierten Software-Artefakte sollen als Demonstrator für die Umsetzung bestimmter Aspekte der betrachteten Dienstleistung fungieren und den beteiligten Unternehmen im Rahmen eines Showcases einen gangbaren Weg zur Umsetzung der vorausschauenden Instandhaltung von Landmaschinen aufzeigen. Alle Ergebnisse haben einen vorwettbewerblichen Charakter, sodass die Entwicklung marktreifer Software-Lösungen nicht Gegenstand des Projektseminars ist. Sollten bestimmte Daten bisher nicht für eine Analyse zur Verfügung stehen, werden für den Demonstrator realistische fiktive Daten generiert sowie eine Strategie zur späteren Aufnahme der fehlenden Daten vorgeschlagen.

Die entwickelte Lösung wird im Rahmen eines Workshops sowie mithilfe von Interviews in den beteiligten Unternehmen evaluiert. Auf der Grundlage der Evaluation werden abschließend Handlungsempfehlungen zur Umsetzung des entwickelten Geschäftsmodells der vorausschauenden Instandhaltung von Landmaschinen erarbeitet und in einem Fachbericht dokumentiert.

Operative Umsetzung des Projektseminars

Das Projekt wird in einem Team aus vier bis zwölf Studierenden eigenständig an der Universität Paderborn bearbeitet. In Kooperation mit der AGRAVIS und der AGRAVIS NetFarming werden zunächst Interviews geführt, um die strukturgebenden Anforderungen an die betrachtete Dienstleistung und die informationstechnische Umsetzung zu erheben. Zudem werden bestehende Geschäftsprozesse mithilfe von Informationsmodellen dokumentiert. Die Unternehmen unterstützen die Studierenden durch die Bereitstellung etwaig vorhandener Daten bzw. durch Interviews und Workshops. Im Rahmen einer Zwischenpräsentation werden die Vorgehensweise und bisherigen Ergebnisse vorgestellt. Zum Projektabschluss werden die finalen Ergebnisse und Handlungs-empfehlungen den Anwendungspartnern durch eine Abschlusspräsentation vorgestellt und in einem Workshop evaluiert. Das Projektteam dokumentiert das Vorgehen und die Ergebnisse in einem Fachbericht, der zusammen mit der Abschlusspräsentation die Grundlage für die Benotung der Studierenden bildet.

The University for the Information Society