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Abschlussarbeiten

Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Hinweise zur Anfertigung von Abschlussarbeiten an unserem Lehrstuhl sowie aktuelle Themenvorschläge. Grundsätzlich können Sie eigene Themenvorschläge einreichen oder ein aktuell angebotenes Thema wählen.

Leitfaden zur Anfertigung wissenschaftlicher (Abschluss-) Arbeiten

1. Ziel

Durch das Verfassen einer wissenschaftlichen (Abschluss-)Arbeit sollen Sie als Studierende(r) zeigen, dass sie eigenständig dazu in der Lage sind, eine relevante Fragestellung mithilfe wissenschaftlicher Methoden zu beantworten.

Neben der Entwicklung inhaltlich interessanter Ergebnisse gilt es dabei auch, einige formale Anforderungen des wissenschaftlichen Arbeitens zu erfüllen. Um die Arbeit entsprechend dieser Anforderungen zu gestalten, sind ein wissenschaftliches Vorgehen, eine sinnvolle Argumentationslinie (Gliederung), aber auch die Kenntlichmachung übernommener Quellen und Inhalte besonders wichtig. Selbstverständlich gehört auch eine korrekte Orthografie und eine ansprechende Gestaltung zur Anfertigung einer (guten) wissenschaftlichen Ausarbeitung.

2. Verfassen einer wissenschaftlichen (Abschluss-)Arbeit
2.1 Vorbereitung und Exposé

Bei der Planung einer wissenschaftlichen (Abschluss-)Arbeit sollte ein besonderer Fokus auf die folgenden vier Kernaspekte gelegt werden:

  1. Formulierung des Handlungsfelds und des Titels der Arbeit
  2. Aufstellen der Forschungsfrage
  3. Auswahl bzw. Gestaltung der zur Beantwortung der Forschungsfrage geeigneten Forschungsmethode
  4. Gliederung der Arbeit

Sofern Sie Interesse an der Anfertigung einer von unserem Lehrstuhl betreuten Abschlussarbeit haben, entwickeln Sie vor dem Hintergrund dieser vier Kernaspekte zunächst einige Ideen, die wir im Rahmen eines Planungsgesprächs aufnehmen und weiterentwickeln können. Auf dieser Grundlage fertigen Sie nachfolgend bitte ein einseitiges Exposé an, das zur Feinplanung Ihrer Arbeit dienen kann.

2.2 Titel der Arbeit

Eine gute wissenschaftliche Arbeit erkennt man zunächst an einem passenden Titel, der die Problemstellung in wenigen Worten auf den Punkt bringt. In dem Titel verwendete Substantive sind Schlüsselwörter, die den Rahmen der Arbeit definieren und sich auch später in der Gliederung wiederfinden lassen sollen. Neben dem Handlungsfeld und Gegenstand der Arbeit sollte auch ein Hinweis auf die verwendete Forschungsmethode im Titel enthalten sein. Um die Titel nicht zu lang werden zu lassen, kann eine Zweiteilung nach dem folgenden Muster hilfreich sein: "Handlungsfeld der Arbeit - Ziel und Forschungsmethode der Arbeit" (z. B. Digitalisierung von Instandhaltungsprozessen in der Automobilindustrie - Eine Fallstudie zum Prozess der planbaren Instandhaltung bei der Alpha AG").

2.3 Forschungsfrage und Forschungsmethode

Eine Forschungsfrage soll das Ziel bzw. den wissenschaftlichen Beitrag der Arbeit so genau wie möglich benennen.

Eine Forschungsfrage besteht typischerweise aus einem Fragesatz, sofern der Kern der Arbeit ein Erkenntnisziel ist (z. B. Welche Einflussfaktoren bedingen die Kundenerfahrung im innerstädtischen Einzelhandel?). Sofern das Ziel der Arbeit (hauptsächlich) in der Gestaltung eines IT-Artefakts besteht, soll stattdessen ein Gestaltungsziel angegeben werden, aus dem das zu gestaltende IT-Artefakt hervorgeht (z. B. Ziel der Arbeit ist die Entwicklung und Evaluation einer mobilen Applikation für mobile Coupon-Promotionen im innerstädtischen Einzelhandel).

Die Forschungsmethode ist so auszuwählen, dass die zuvor gestellte Forschungsfrage sinnvoll und verlässlich beantwortet werden kann. Forschungsmethoden sind vielgestaltig und können auch miteinander kombiniert werden, sofern dies der Erarbeitung der Ergebnisse dient. Einige Methoden sind die Gestaltung von IT-Artefakten (Design Science Research), Action Research/Action Design Research, Umfragen, Fallstudien, Datenanalyse, Literaturanalyse sowie die konzeptionelle Forschung.

2.4 Gliederung der Arbeit

Die Struktur der Arbeit richtet sich nach der untersuchten Forschungsfrage und nach der ausgewählten Forschungsmethode. Ein folgerichtiger und in sich geschlossener Aufbau zeigt sich daher in einer formal-logisch einwandfreien Gliederung. Bei der Untergliederung der Kapitel ist darauf zu achten, dass auf einen Unterpunkt (z.B. 1.1) ein weiterer Unterpunkt (z.B. 1.2) folgen muss. Ein Grundgerüst, das entsprechend des gewählten Handlungsfelds und der gewählten Forschungsmethode angepasst werden kann oder werden muss, lässt sich wie folgt gliedern:

    Kapitel 1: Einleitung (als Weiterentwicklung des Exposés)

      • Benennt den Gegenstandsbereich der Arbeit
      • Beleuchtet dessen Wichtigkeit anhand von empirischen Daten
      • Beschreibt den Forschungsbedarf bzw. die Forschungslücke in der Literatur
      • Benennt die Forschungsfrage/das Gestaltungsziel expressis verbis.
      • Zeigt die Struktur der Arbeit zur Beantwortung der Forschungsfrage bzw. zur Erreichung des Gestaltungsziels auf

      Kapitel 2: Stand der Forschung

      • Verweist auf maßgebliche Vorarbeiten und diskutiert ihre Relevanz für die eigene Arbeit aktiv bzw. kritisch hinterfragend. Insb. soll der Stand der Forschung in den gewählten Schwerpunktbereichen der Arbeit ermittelt und zusammengefasst werden. Dies ist u. a. erforderlich, um den eigenen Beitrag der Arbeit herauszustellen.
      • Stellt eine fachliche und terminologische Grundlage für die nachfolgenden Kapitel der Arbeit bereit. Die eingeführten Begriffe sind daher konsistent zu verwenden.
      • Der Stand der Forschung wird so spezifisch wie möglich reflektiert, so dass genau die Konzepte vorgestellt und diskutiert werden, die für die weitere Argumentation der Arbeit relevant sind.

      Kapitel 3: Forschungsmethode

      • Stellt den Erkenntnis-/Gestaltungsprozess, der zur Beantwortung der Forschungsfrage/zur Erreichung des Forschungsziels dient, genau dar.
      • Stellt die gewählte Forschungsmethode in den Kontext der maßgeblichen Literatur zur gewählten Forschungsmethode, so dass deutlich wird, inwiefern das gewählte Vorgehen valide ist.

      Kapitel 4: [Eigene Resultate]

      • Darstellung der relevanten eigenen Ergebnisse der Arbeit
      • Stellt den Hauptteil der Arbeit dar

      Kapitel 5: Fazit und Ausblick

      • Reflektiert die Arbeit und ihren Beitrag (Inhalt und Umfang) zur Beantwortung der in Kapitel 1 benannten Forschungsfrage bzw. des Gestaltungsziels
      • Stellt die Limitationen der Arbeit heraus, so dass der tatsächliche Beitrag klar umrissen werden kann. Limitationen sind daher hilfreich, um den eigenen Beitrag genau herausstellen zu können und sind keine "Unzulänglichkeiten" der Arbeit.
      • Motiviert den weiteren Forschungsbedarf auf der Grundlage der durch die Arbeit beigetragenen Ergebnisse sowie ihrer Limitationen.
      3. Zitieren der verwendeten Quellen

      Ein Kernaspekt des wissenschaftlichen Arbeitens ist der korrekte Umgang mit den verwendeten Quellen. Insbesondere soll so dargestellt werden, welche Ergebnisse in der Arbeit selbst erzielt worden sind und welche Erkenntnisse aus Vorarbeiten anderer Personen übernommen worden sind. Jeglicher Inhalt, der nicht auf die eigene Arbeit zurückzuführen ist, ist daher entsprechend der geltenden Zitationsregeln kenntlich zu machen. Dies umfasst sowohl das wörtliche Zitieren als auch die sinngemäße Übernahme von Aussagen. Ein aktiver Umgang mit der verfügbaren Literatur zeigt sowohl eine gute Einbettung der Ergebnisse in die Literatur, als auch einen substanziellen eigenen Beitrag auf.

      4. Formatvorlagen für Abschlussarbeiten

      Vorlage für schriftliche Arbeiten

      (Die Verwendung dieser Vorlagen ist verpflichtend)

      5. Allgemeine Hinweise

      Ein Starttermin für eine Abschlussarbeit an unserem Lehrstuhl kann in Absprache mit dem Betreuer erfolgen. Sie werden bei der Anfertigung Ihrer Abschlussarbeit durch eine Einführungsveranstaltung und regelmäßige Kolloquien unterstützt. Sowohl bei Bachelor- als auch bei Masterarbeiten können Sie eigene Themenvorschläge einreichen. Alternativ können Sie Ihre Arbeit in einem unserer Themenschwerpunkte schreiben oder ein aktuell angebotenes Thema auswählen. Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen sind grundsätzlich möglich.

      Die Bearbeitungszeit beträgt bei Masterarbeiten sechs Monate und bei Bachelorarbeiten drei Monate. Masterarbeiten sollen i.d.R. ca. 80 Seiten lang sein, Bachelorarbeiten umfassen ca. 40 Seiten, Seminar- und Studienarbeiten umfassen ca. 20-25 Seiten (jeweils ohne Gliederung, Referenzen und Anhänge). Wenn nicht anders besprochen, gilt eine Toleranz von +/- 10 Prozent.

      Die Abschlussarbeiten können in deutscher oder englischer Sprache angefertigt werden. Hierbei gelten die Rechtschreib- und Grammatikregeln der neuen Rechtschreibung. Bitte verwenden Sie die von uns bereitgestellte Formatvorlage für Abschlussarbeiten.

      Es gibt eine Reihe von Softwaretools, die die Literaturverwaltung, Zeitmanagement oder Strukturierung des Forschungsprozesses unterstützen. Die Verwendung von Tools hängt von Ihrer persönlichen Arbeitsweise ab. Bitte entscheiden Sie selbst, welche Werkzeuge für Sie am besten geeignet sind.

      A. Literaturverwaltung: Es stehen Tools zur Verfügung, um die Arbeit mit den verwendeten Quellen zu unterstützen und zu organisieren. Einige der Tools beinhalten zudem Funktionalitäten zur Literatursuche und für das Projektmanagement.

      B. Strukturierung des Forschungsprozesses: Mindmaps können sich zur Strukturierung des Forschungsprozesses eignen. Es existieren neben kommerziellen auch frei verfügbare Tools.

      C. Zeitmanagement: Tools zur Projektplanung können sich dazu eignen, um den Meilensteine und den Fortschritt bis zur Abgabe zu planen, zu steuern und zu überwachen.

      Aktuelle Themen für Abschlussarbeiten finden Sie hier

      The University for the Information Society