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Evidence-Based Management

Das Ziel unserer wissenschaftlichen Forschung ist neben der Entwicklung von Grundlagenwissen die Entwicklung praktischen Wissens voranzutreiben. Gründer und Manager müssen komplexe Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen treffen. Diese Entscheidungen basieren allerdings häufig auf unklaren Annahmen (wie z.B. Moden, Nachahmung des Verhaltens von Konkurrenten, oder veraltetem Wissen). Wenn ihre Entscheidungen auf Erfahrungen beruhen, bestehen diese meist aus Fallstudien, bei denen eine geringe Anzahl von Beispielen aus der Praxis herangezogen wird, um die Entscheidung zu treffen.

Innerhalb des Prinzips des Evidence-Based Management versuchen Forscher/innen, aufgrund von „Evidenz“ – d. h. fundierten Ergebnissen aus wissenschaftlichen Untersuchungen, praxisrelevante Handlungsempfehlungen zu geben. Diese Untersuchungen können sogenannte Primärstudien sein, bei denen eine bestimmte Hypothese anhand einer selbst untersuchten Stichprobe mit substantieller Fallzahl untersucht und mit strengen statistischen Methoden getestet wird – oder Sekundärstudien. Bei diesen werden aus der Literatur alle verfügbaren Studien, die zu einer Hypothese durchgeführt wurden, zusammengetragen und aggregiert. Somit kann ein Gesamturteil über die gesamte Evidenz für die Hypothese gebildet werden.

Eine mächtige Untersuchungsform in diesem Zusammenhang ist die „Meta-Analyse“, bei der statistische Maße, die den Zusammenhang von Interesse repräsentieren (z. B. Zusammenhang zwischen der Durchführung einer Rekrutierungsmaßnahme und dem Berufserfolg der eingestellten Bewerber/innen) aggregiert werden und nach statistischen Methoden eine „mittlere Effektstärke“ errechnet wird. Daneben ermöglichen Meta-Analysen Gründe zu analysieren, ob und warum es zwischen den untersuchten Studien Unterschiede in den berichteten Ergebnissen gibt.

Die Grundidee und Vorbild des Evidence-Based Management ist die Evidence-Based Medicine, die seit Anfang der 1990er Jahre bestrebt ist, alle Evidenz für oder gegen bestimmte medizinische Therapien zusammenzutragen.

Für weitergehende Informationen zum Evidence-Based Management empfehlen wir folgenden Link: http://www.cebma.org

Eine Auswahl von Publikationen unserer Arbeitsgruppe zum Evidence-Based Management, insbesondere meta-analytische Studien, finden Sie nachfolgend:

Prince, N.R., Prince, J.B., Skousen, B.R. & Kabst, R. (2016). Incentive pay configurations: bundle options and country-level adoption, Evidence-based HRM: a Global Forum for Empirical Scholarship, Vol. 4 Issue: 1, pp.49-66, doi.org/10.1108/EBHRM-02-2015-0004.

Rewarded as "2017 Outstanding Paper" by Emerald Publishing.

Schneid, M., Isidor, R., Steinmetz, H., Kabst, R., & Mason-Jones, R. and Towill, D. R. (2016). Age diversity and team outcomes: A quantitative review. Journal of Managerial Psychology, 31(1), 2–17. 

Steinmetz, H., Knappstein, M., Ajzen, I., Schmidt, P., & Kabst, R. (2016). How effective are behavior change interventions based on the theory of planned behavior? A three-level meta-analysis. Zeitschrift Für Psychologie, 224(3), 216–233. 

Bierwerth, M., Schwens, C., Isidor, R., & Kabst, R. Corporate Entrepreneurship and Performance: A Meta-Analysis, Small Business Economics (forthcoming)

Frese, M., Bausch, A., Schmidt, P., Rauch, A., Kabst, R. (2012). Evidence-based Entrepreneurship (EBE): Cumulative science, action principles, and bridging the gap between science and practice. Foundations and Trends in Entrepreneurship. Vol. 8 (1): 1-62

Prince, N.R.; Prince, J.B.; Skousen, B.R.; Kabst, R. (forthcoming). Incentive pay configurations: Bundle options and country-level adoption. Evidence-based Human Resource Management 

Haus, I., Steinmetz, H., Isidor, R., Kabst, R. (2013). Gender Effects on Entrepreneurial Intention: A Meta-Analytical Structural Equation Model. International Journal of Gender and Entrepreneurship (IJGE). Forthcoming 2013.

Steinmetz, H., Isidor, R., Bäuerle, N. (2012). Testing the Circular Structure of Human Values: A Meta-Analytical: Structural Equation Modelling Approach. Survey Research Methods, 6 (1), 61-75.

Isidor, R., Schwens, C., Hornung, F. & Kabst, R. (2015). The Impact of Structural and Attitudinal Antecedents on the Instability of International Joint Ventures: The Mediating Role of Asymmetrical Changes in Commitment. International Business Review, 24(2): 298–310.

Isidor, R., Schwens, C., Kabst, R., Hornung, F. (2012). Internationaler Joint Venture Erfolg: Eine Meta-Analyse. Zeitschrift für Betriebswirtschaft, 82(5): 539-583.

Isidor, R., Steinmetz, H., Schwens, C., & Kabst, R. (2014). Linking Transaction Cost and Social Exchange Theory to Explain Strategic Alliance Performance: A Meta-Analytic Structural Equation Model.  International Journal of Strategic Business Alliances, 3, 140–167.

Schneid, M., Isidor, R., Li, C., & Kabst, R. (2015). The influence of cultural context on the relationship between gender diversity and team performance: A meta-analysis. International Journal of Human Resource Management, 26(6): 733–756.

Schneid, M., Isidor, R., Steinmetz, H., Kabst, R. & Weber, H.I. (2014).  Der Einfluss bio-demographischer und fachlicher Diversität auf die  Leistung von Teams: Eine Metaanalyse. Die Betriebswirtschaft (DBW), Vol. 74, Nr. 3, S. 183-210.

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