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Abschlussarbeiten am Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement

Allgemeine Informationen

Die Studiengänge an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften beinhalten eine Abschlussarbeit. Je nach Studiengang müssen Sie eine Bachelor-, Master- oder Diplomarbeit schreiben. Detailinformationen entnehmen Sie bitte der jeweiligen Prüfungsordnung für die auslaufenden Studiengänge unter diesem Link bzw. für die aktuellen Studiengänge unter diesem Link. Ziel der Abschlussarbeit ist es, ein Problem durch Anwendung wissenschaftlicher Methoden selbständig und eigenverantwortlich zu durchdringen.

Bewerbung für die Abschlussarbeit

An der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften wird die Vergabe von Abschlussarbeiten – wie Bachelor- oder Masterarbeiten – über ein zentrales webbasiertes Anmeldeverfahren organisiert.

An diesem Prozess beteiligen sich die Departments ‚Management’, ‚Taxation, Accounting, Finance’, ‚Economics’ und ‚Business and Human Resource Education’. Zielstellung ist es, dass die zu einem Semester anstehenden Abschlussarbeiten gleichmäßig und bezüglich der Betreuungskapazitäten adäquat auf die einzelnen Lehrstühle in den teilnehmenden Departments verteilt werden können. Gleichzeitig werden die Präferenzen der Studierenden bezüglich der Schwerpunkte berücksichtigt.

Dieses System ersetzt nicht die offizielle Prüfungsanmeldung, sondern dient zunächst der Zuteilung von Abschlussarbeiten innerhalb der vier teilnehmenden Departments. Die Zuordnung der Studierenden zu ihren Betreuern dauert etwa 1 – 1 ½ Monate. Danach werden sie per Mail über Annahme und Ansprechpartner informiert.

Eine Anmeldung für Abschlussarbeiten im Sommersemester 2018 ist ab dem 15.01.2018 bis zum 26.01.2018 unter folgender Seite möglich.

Besonderheiten am Lehrstuhl für BWL, insb. Dienstleistungsmanagement

Bachelorarbeiten:

  • Sie können sich für eines oder mehrere der vorgegebenen Themen bewerben. Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung im Motivationsschreiben Ihr Wunschthema bzw. die präferierte Reihenfolge der Themen an.
  • Fügen Sie dazu Ihrer Online-Bewerbung ein kurzes Motivationsschreiben (max. eine DIN A4-Seite) hinzu, in welchem Sie begründen, warum Sie eine Arbeit zum bevorzugten Thema (erste Präferenz) schreiben möchten. Es ist hilfreich, wenn Sie sich hierbei auf die jeweils zum Thema angegebene Basisliteratur beziehen.
  • Wir empfehlen, dass Sie an einem Bachelormodul aus dem Bereich Dienstleistungsmanagement teilgenommen haben. Ein Auswahlkriterium bilden die bisher von Ihnen erreichten Noten in den Bachelormodulen.
  • Sie sind verpflichtet, an einem Kolloquium teilzunehmen. Das Kolloquium wird als wöchentliches Seminar stattfinden. Weitere Treffen zur Betreuung der Arbeit werden individuell mit Ihnen abgesprochen.
  • Der Starttermin der Bachelorarbeit ist im Sommersemester April und im Wintersemester Oktober.

Die Rahmenbedingungen für Bachelorarbeiten am Lehrstuhl für Dienstleistungs-management sind idR. wie folgt:

  • Im Rahmen von qualitativen Arbeiten werden in der Regel 6-9 leitfadengestützte Interviews (Interviewdauer gesamt min. 150 Minuten) durchgeführt.
  • Diese werden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring und ggf. mit MaxQDA (Software für qualitative Inhaltsanalyse) ausgewertet.
  • Im Rahmen von quantitativen Arbeiten wie experimentelle Studien oder Surveys werden mithilfe einer online-Umfrage Daten erhoben.
  • Die Anzahl der erforderlichen Teilnehmer hängt vom Studiendesign ab und orientiert sich an ca. 200 Teilnehmern pro Person.
  • Die Analysemethodik umfasst in Abhängigkeit der Fragestellung und des Datentyps in der Regel eine Varianz- oder Regressionsanalyse.

Masterarbeiten:

  • Sie können sich für eines oder mehrere der vorgegebenen Themen bewerben. Bitte geben Sie bei Ihrer Bewerbung auf dem Online-Bewerbungsformular im Feld "ggfs. Themenwunsch" Ihr Wunschthema bzw. die präferierte Reihenfolge der Themen an.
  • Bitte fügen Sie Ihrer Online-Bewerbung ein Exposé hinzu, das ca. eine DIN A4-Seite zzgl. Literaturverzeichnis umfasst.
  • Eigene Themenvorschläge zu Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit Unternehmen sind möglich, wenn sie sich ebenfalls an den angegebenen Themen der Master-/Bachelorarbeiten anlehnen.
  • Bitte beachten Sie, dass jede Abschlussarbeit einen empirischen Anteil beinhalten muss. Sprechen Sie daher eigene Themenvorschläge möglichst frühzeitig und unverbindlich mit dem Lehrstuhl ab.
  • Es ist hilfreich, wenn Sie bereits an einem Mastermodul aus dem Bereich Dienstleistungsmanagement teilgenommen haben. Ein Auswahlkriterium bilden die bisher von Ihnen erreichten Noten in den Master- und Bachelormodulen. Sofern Sie einen eigenen Themenvorschlag einbringen, beziehen wir darüber hinaus die Qualität des Exposés in die Auswahlentscheidung ein.
  • Sie sind verpflichtet, an einem Kolloquium teilzunehmen. Das Kolloquium wird als wöchentliches Seminar stattfinden. Weitere Treffen zur Betreuung der Arbeit werden individuell mit Ihnen abgesprochen.
  • Der Starttermin der Masterarbeit ist im Sommersemester April und im Wintersemester Oktober.
  • Masterarbeiten bestehen idR. aus einer umfangreicheren qualitativen oder quantitativen Untersuchung.
  • Auch eine Kombination von einer kleineren qualitativen mit einer quantitativen Untersuchung kann Gegenstand einer Masterarbeit sein.
  • Die Rahmenparameter für qualitative und quantitative Arbeiten entnehmen Sie dem Passus zu Bachelorarbeiten.

Nachdem Sie über das zentrale System zur Vergabe von Abschlussarbeiten eine Betreuungszusage für den Lehrstuhl für Dienstleistungsmanagement erhalten haben, wird sich Ihr Betreuer mit Ihnen in Verbindung setzen.

Themen für Bachelorarbeiten im SoSe 2018

Bedeutung von Live-Streams im Bereich Natur und Umwelt für Anbieter und Nutzer

Die Anzahl der Live-Streams im Bereich Natur und Umwelt ist während der letzten Jahre gestiegen. Diese umfassen beispielsweise Live-Übertragungen aus Zoos, Tierheimen, Bienenstöcken, Wäldern etc. Mithilfe dieser Live-Streams haben Anbieter die Möglichkeit, verschiedene Erlebnisse mit einer Vielzahl an Menschen weltweit zu teilen. Dadurch wird es dem Anbieter erleichtert auf verschiedene Themen bezüglich Natur und Umwelt aufmerksam zu machen. Zugleich können Nutzer mithilfe von Live-Streams auch dann in natürliche Umgebungen, Tierwelten etc. eintauchen, wenn die gezeigten Inhalte im realen Leben nur schwer zugänglich sind. Die Bereitstellung sowie die Inanspruchnahme solcher Erlebnisse kann Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Menschen haben. In diesem Zusammenhang stellt die Identifizierung zentraler Motive für die Bereitstellung von Live-Streams durch den Anbieter sowie für die Inanspruchnahme von Live-Streams durch den Nutzer eine wichtige Bedeutung dar. Zusätzlich ist die Ermittlung von Auswirkungen des Live-Streams auf die Nutzer und die Anbieter ein weiterer essentieller Aspekt.

Im Rahmen der Abschlussarbeiten werden mögliche Motive für das Angebot bzw. die Nutzung von Live-Streams im Bereich Natur und Umwelt untersucht. Zusätzlich werden mögliche Auswirkungen solcher thematischer Live-Streams auf die Anbieter und die Nutzer analysiert.

Beispielhafte Fragestellungen in diesem Kontext sind:

  • Welche Motive bewegen Anbieter von Live-Streams im Bereich Umwelt und Natur dazu diese für andere Menschen bereitzustellen?
  • Welche Motive bewegen Nutzer von Live-Streams im Bereich Umwelt und Natur dazu sich diese anzuschauen?
  • Welche Auswirkungen hat die Bereitstellung bzw. die Inanspruchnahme von Live-Streams im Bereich Umwelt und Natur auf den Anbieter bzw. den Nutzer?​

Diese Thematik wird konzeptionell mit einer umfassenden Literaturrecherche untersucht.

Literaturempfehlung:

Arnould, E. J. & Price, L. L. (1993). River magic: Extraordinary experience and the extended service encounter. Journal of Consumer Research, 20(1), 24-45.

Kozinets, R. V. (1999). E-tribalized Marketing? The strategic implications of virtual communities of consumption. European Management Journal, 17(3), 252-264.

Krasnova, H., Hildebrand, T., Günther, O., Kovrigin, A. & Nowobilska, A. (2008). Why participate in an online social network: An empirical analysis.

Gestaltung innovativer Dienstleistungen in Kooperation mit dem NWL

Kundenbegegnungen in Dienstleistungsumgebungen basieren traditionell auf dem persönlichen Kontakt zwischen Konsumenten und Anbietern. Dieser Kontakt wird allerdings häufig durch die Interaktion des Kunden mit einer Technologie, darunter Selbstbedienungsautomaten, substituiert. Die Technologie übernimmt Aufgaben, die traditionell Mitarbeiter erledigten, beispielsweise mit dem Ziel, Dienstleistungsprozesse für Konsumenten und Dienstleister zu beschleunigen und zu vereinfachen. Die Substitution der menschlichen Kundeninteraktion durch eine Technologie kann in vielen Bereichen allerdings nicht vollständig die Aufgaben eines menschlichen Mitarbeiters übernehmen, insbesondere bei beratungsintensiven Dienstleistungen. Daher fügen einige Unternehmen ihren Technologien nun auch eine menschliche Komponente hinzu. So führt auch der Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) im kommenden Jahr flächendeckend Fahrkartenautomaten mit Videoberatungsfunktion ein. Dabei werden herkömmliche Fahrkartenautomaten um die Möglichkeit, einen menschlichen Berater über eine Videoübertragung hinzuzuschalten, ergänzt.

Durch die Einführung dieses neuen Vertriebskanals ergeben sich mehrere offene Fragestellungen, die speziell in Hinblick auf eine optimale Gestaltung des Fahrkartenautomaten mit Videoberatungsfunktion in Kollaboration mit dem NWL untersucht werden können. Ziel der Ausgestaltung ist das Erreichen einer hohen Kundenakzeptanz und die bestmögliche Optimierung des Dienstleistungsprozesses.

Beispielhafte Fragestellungen in diesem Kontext sind:

  • Wie können Usability-Faktoren gestaltet werden, um einen einfachen und schnellen Dienstleistungsprozess zu erhalten?
  • Wie können Design-Elemente gestaltet werden, damit eine hohe Kundenakzeptanz erreicht wird?

Durch experimentelle Studien werden verschiedene Gestaltungsparameter der Fahrkartenautomaten mit Videoberatungsfunktion getestet, um geeignete Ausgestaltungsmerkmale zu identifizieren.

Literaturempfehlung:

Kantner, L., Sova, D. H., & Rosenbaum, S. (2003). Alternative methods for field usability research. Proceedings of the 21st annual international conference on Documentation 2003, 68-72.

Lin, J. S. C., & Hsieh, P. L. (2011). Assessing the self-service technology encounters: development and validation of SSTQUAL scale. Journal of Retailing, 87(2), 194-206.

Mary Jo Bitner, M. J. (1992). Servicescapes: The Impact of Physical Surroundings on Customers and Employees. Journal of Marketing, 56(2), 57-71. 

Themen für Masterarbeiten im SoSe 2018

Radfahrerfreundliche Fußgängerzone

In 2018 wird in der Paderborner Innenstadt im Rahmen eines einjährigen Verkehrsversuchs eine Freigabe eines Fußgängerzonenabschnitts für den Radverkehr erfolgen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Paderborn können interessierte Kandidaten die markenrelevanten Auswirkungen dieses Verkehrsversuchs untersuchen.

Beispielhafte Fragestellungen in dem Kontext sind:

  • Inwieweit beeinflusst die Freigabe für den Radverkehr das Stadtimage bei Bürgern der Stadt Paderborn?
  • Inwieweit beeinflusst die Freigabe für den Radverkehr die wahrgenommene Lebensqualität von verschiedenen Zielgruppen?

Literaturempfehlung:

Merrilees, B., Miller, D., & Herington, C. (2009). Antecedents of residents' city brand attitudes. Journal of Business Research, 62(3), 362-367.

Wahrnehmung von Technologien in Dienstleistungsbegegnungen

Durch die zunehmende Implementierung von Technologien in verschiedenen Dienstleistungskontexten verändert sich die Interaktion zwischen Dienstleistern und Konsumenten. Während Kundenbegegnungen traditionell auf persönlichem Kontakt zwischen Konsumenten und Anbietern basierten, wird der Kontakt häufig durch die Interaktion des Kunden mit einer Technologie substituiert. Die Technologie übernimmt Aufgaben, die traditionell Mitarbeiter erledigten, z.B. mit dem Ziel, Dienstleistungsprozesse für Konsumenten und Dienstleister zu beschleunigen und zu vereinfachen. Einige Unternehmen versuchen zusätzlich, Gefühle und Emotionen, die traditionell von Mitarbeitern in der Interaktion kommuniziert wurden, durch Technologien zu vermitteln.

Beispielhafte Fragestellungen in dem Kontext sind:

  • Wie werden Service Robots von Kunden und Dienstleistungsmitarbeitern wahrgenommen? Was sind Treiber und Hemmnisse für den Einsatz von Service Robots?
  • Wie gehen Konsumenten mit Dienstleistungen um, die auf künstlicher Intelligenz basieren?
  • In welchen Dienstleistungsbereichen werden zukünftige deutliche Veränderungen in Hinblick auf den digitalen Kundenkontakt erwartet?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen verwenden die Kandidaten quantitative oder qualitative Methoden. 

Literaturempfehlung:

Van Doorn, J., Mende, M., Noble, S. M., Hulland, J., Ostrom, A. L., Grewal, D., & Petersen, J. A. (2017). Domo arigato Mr. Roboto: Emergence of automated social presence in organizational frontlines and customers’ service experiences. Journal of Service Research, 20(1), 43-58.

Wahrnehmung von Digitalisierung

Die Digitalisierung sowie Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) sind zu einem wichtigen Erfolgsfaktor für Geschäftsstrategien geworden und können ganze Wertschöpfungsketten verändern. Dabei sind die Auswirkungen des digitalen Wandels für Unternehmen vielfältig. Unternehmen reagieren bspw. mit der Anpassung ihrer Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsprozesse.

Ziel Ihrer Masterarbeit ist es, die Wahrnehmung der Digitalisierung von Unternehmen im B2B Kontext messbar zu machen.

Mögliche Fragestellungen wären zum Beispiel:

  • Was ist die "wahrgenommene Digitalisierung" eines Unternehmens im B2B Kontext?
  • Wie kann die "wahrgenommene Digitalisierung" messbar gemacht werden?

Zur Beantwortung der Forschungsfragen nutzen die Studierenden Techniken der Skalenentwicklung.

Literaturempfehlung:

Rossiter, J. R. (2002). The C-OAR-SE procedure for scale development in marketing. International journal of research in marketing, 19(4), 305-335.

Die Universität der Informationsgesellschaft